Municorn goes Greece // Kretas Südwesten

Seit unserem schönen Griechenland-Urlaub sind jetzt schon ein paar Wochen vergangen. Bilder von türkisblauem Wasser, Holztischen auf den Straßen und Serpentinen-Fahrten über kahle Felsklippen ziehen nicht nur regelmäßig ihre Bahnen vor meinem inneren Auge, sondern haben mittlerweile auch den Weg von Kamera und Handy auf den Rechner gefunden. Die Eindrücke habe ich sacken lassen, die Highlights in der ein oder anderen geselligen Runde humorvoll zum Besten gebracht und meinen Büro-Outfits mit bronzefarbener Haut einen sommerlichen Glanz verleihen können (Zumindest bevor hier der vorgezogene Herbst Einzug gehalten hat…).

Doch bevor die Erinnerungen an weiße Häuser und tieforangene Sonnenuntergänge allmählich ganz verblassen, ist jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, sich ein paar freie Augenblicke zu gönnen und mein virtuelles Fotoalbum und meine Gedanken und Notizen zum Urlaub zu sortieren. Einerseits natürlich um meine Reisetipps für Kreta an euch weiterzugeben und andererseits aber auch um für mich kein Highlight in Vergessenheit geraten zu lassen.

Den ersten Teil unserer Reise verbachten wir im Südwesten Kretas. Diese sechs Tage waren eigentlich die sommerliche Fortsetzung unseres Silvester-Urlaubs in Andalusien. Ähnlich wie damals haben wir eine wunderschöne Selbstversorger-Unterkunft in einem winzigen Bergdorf gefunden und die Umgebung mit dem Mietwagen erkundet. Im Gegensatz zum spanischen Winter aber das Kaminfeuer gegen das Zirpen der Zikaden und mediterrane Stadtbummel gegen die Suche nach der perfekten Badebucht getauscht.

Ich finde ja, mit Urlaubsunterkünften ist es immer so eine Sache. Ich reise viel und bin eigentlich der Meinung, sauber muss es sein und fertig. Aber dann gibt es noch die Momente, wo man Lust auf etwas besonderes hat und sich etwas gönnen will. Da gibt es wiederum Zimmer bei denen man denkt: Ist ja ganz nett, aber zuhause ist es halt doch am schönsten. Und dann gibt es aber noch die „Scheiße, so stilvoll krieg ich das daheim niemals hin“ – Momente. Und so ein Domizil habe ich gefunden. Wunderschön! In bezahlbar! Und mit viel Platz noch dazu!

Mr. X und ich waren beim Betreten beide der Meinung, dass es dort mindestens so gut wenn nicht sogar besser als auf den Fotos im Internet aussieht.  Deswegen habe ich ausnahmsweise eines davon verwendet. Bei Bezug einer Ferienunterkunft bin ich nämlich innerhalb von Mikrosekunden in der Lage, diese mit Koffern, Waschbeuteln, After-Sun Lotion, etc. „einzurichten“ und somit ziemlich unfotogen erscheinen zu lassen, Das Appartment habe ich bei Airbnb entdeckt. Da das „Monastery Estate“ aber aus vier verschiedenen Ferienwohnungen besteht, und keine Privatunterkunft ist, hier hochmal der Link zur offiziellen Seite .

Für alle, die Kreta mit dem Mietwagen erkunden möchten, und Ruhe in der Natur suchen, kann ich die Unterkunft vollstens empfehlen. Vo dem kleinen Dörfchen Moni erreicht man das nächste Küstenstädtchen Sougia in ungefährt zehn Fahrminuten. Dort gibt es einen schönen Strand, Restaurants und einen Minimarkt zum Einkaufen. Sougia liegt auch in der Haupsaison im Juli weit ab vom Pauschal-Trubel der Nordküste und ist wie gemacht für Individualurlauber.

Unser Vermieter George hatte uns schon im Voraus eine Liste mit schönen Ausflugszielen in der Region Chania geschickt, von denen wir auch einige ausprobiert haben. Nicht nur George sondern auch einige Empfehlungen meiner Facebook-Freunde haben uns nach Elafonissi geschickt. Ich würde den angeblich „pinken“ Sand dort zwar eher als leicht rosa bezeichnen, was vielleicht auch daran liegt, dass „pink“ auf englisch auch für „rosa“ verwendet wird.

Trotzdem handelt es sich aber wirklich um einen tollen Strand! Fast Karibisch mit feinem Sand und türkisblauem klarem Wasser. Da wir über die Bergstraßen eine längere Anfahrt hatten, und erst um fünfzehn Uhr angekommen sind, haben wir auch nicht so viel vom Massentourismus mitbekommen. Viele Busse fahren nachmittags schon wieder und vor dem Sonnenuntergang waren wir fast alleine am Strand. Wenn man ein kleines Stück durchs Wasser watet, kommt man auf eine vorgelagerte Sandbank mit Dünen am rechten Ende. Dort hat man auch weniger Badesee-Atmosphäre wie beim vorderen Teil, der etwas vollgepflastert mit Liegestühlen etc. ist.

Auf der Fahrt haben wir Bergdörfchen durchkreuzt, kleine Verkaufs-Stände am Straßenrand mit Honig und Olivenöl entdeckt und frei laufende Ziegen getroffen. Bei einem Zwischenstopp im malerischen Omalos wollten wir den gelungenen Auslfug noch mit einem romantischen Abendessen abrunden. Leider war das Essen aber eher eine in Öl getauchte Pampe, also nicht so empfehlenswert. Nachdem ich jetzt schon wieder so viel geschwafelt habe, und natürlich noch viel mehr im Urlaub fotografiert habe, mache ich für heute Schluss und verspreche euch aber noch ein paar weitere Griechenland Posts! Schließlich gibt es noch einiges zum Wandern und Baden auf Kreta und natürlich dem anschließenden Trip nach Santorini zu berichten. Wart ihr auch schon mal auf Kreta? Und was hat euch am besten gefallen? Liebe Grüße *thea

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9 Kommentare zu „Municorn goes Greece // Kretas Südwesten“

  1. Auf Kreta war ich damals mit dem Geographie-Seminar in der Schule :) Das war wirklich traumhaft schön. Wir haben zwar an der Nordküste übernachtet, sind aber meistens in Richtung Süden gefahren. Der Lehrer, der uns damals begleitet hatte, ist pro Jahr zusammengerechnet wohl locker zwei Monate dort (wobei, inzwischen verlebt er wahrscheinlich seinen Ruhestand dort ;)) und kennt sich echt gut aus. Wir haben zum Beispiel eine menschenleere Schlucht durchwandert, bei der ein kleiner Teil geflutet war und per Floß überbrückt werden musste. Oder irgendwo im Nirgendwo neben einer kleinen Taverne, die nur zu Fuß und per Schiff erreichbar ist, am Strand geschlafen. Ich möchte unbedingt einmal wieder dorthin, die Insel hatte es mir wirklich angetan :) Und dein Bericht trägt definitiv dazu bei.

  2. Wow tolle Eindrücke, das sieht aller wirklich super schön aus. Als ich das letzte Mal in Griechenland war, war ich noch ein Kind und wenn ich das so sehe dann werde ich mal nachdenken meinen nächsten Urlaub wieder dort zu verbringen. Schöne Bilder!

    Liebe Grüße Franzi :)

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