Was ich voll nicht kann – Die Ode an die Unperfektheit

ich kann voll nicht.. Ihr lieben, manchmal ist dieses Internet ein Platz voller perfekter Menschen. Und auch wenn mein Blog meiner Meinung nach noch weit weg von der Perfektion ist, wird man in dieser Blogger und Instagram-Welt oft ziemlich neidisch – weil alle andren sind natürlich totaaal perfekt. Dass das in der Welt 1.0 nicht so ist, dürfte jedem klar sein. Aber als Katja, das Mädchen mit Herz einen herzerfrischenden Beitrag gepostet hat, was sie voll nicht kann, hat mir das gleich voll gut gefallen. Solche Facts about me Posts lese ich sowieso total gerne durch und als Larissa auch auf den Zug mit aufgesprungen ist, wollte ich auch. Leider hatte ich nicht so viel Zeit zehn Fakten zusammen zu tragen – dafür möchte ich diese fünf etwas ausführlicher mit euch teilen: Also ich kann voll nicht:

1. Hochdeutsch sprechen

Wenn ihr euch beim Lesen meiner Texte hier vorstellt, ich könnte eine einigermaßen hochdeutsche Intonation vorweisen, dann habt ihr euch geirrt. Nix mit stimmhaftem S und Artikel vor Namen weglassen und so. Solche Sätze wie „Ich habe Steffi getroffen“ gibts bei mir nicht. Bei mir heißt des „Ich hab die Steffi getroffen“ und „getroffen“ natürlich mit gerolltem R. Alles andere wäre Selbstverleugnung. Das lustige an der ganzen Geschichte ist, dass mir das Ganze erst mit zwanzig im Abi-Partyurlaub in Lloret de Mar bewusst wurde, als ich das erste Mal engeren Kontakt mit Leuten nördlich des Mains hatte, die WIRKLICH hochdeutsch können. Bis dahin dachte ich immer, dass ich hochdeutsch spreche – und Dialekt nur meine Oma hahaaa, bzw. dass das „richtige“ Hochdeutsch eh nur die im Fernesehen können…jaja ein Landkind auf Reisen… Und wer es genau wissen möchte: Ich bin zwar ein Municorn, aber ein eingewandertes, bayerisch kann ich nämlich auch nicht – ich spreche Fränkisch, wies sich ghört mit haddem D und weichem B ;-)

2. Langsam lesen

Ich würde so gerne mal ein Buch mit allem drum und dran würdigen. Mir die sprachlichen Finessen des Autors auf der Zunge zergehen lassen und in geselligen Runden mannigfaltige Zitate zum besten geben. Leider bin der Typ „Geschichten-Verschlinger“. Ich liebe es total in einem spannenden Buch abzutauchen und nicht erwarten zu können, wie es weitergeht. Aber muss das denn so schnell sein? Wenn mich ein Jahr später jemand fragt, wie ich Buch xy fand, weiß ich nicht viel mehr als gut oder schlecht. Es sind nicht nur Details, die mir entfallen, sondern auch gerne mal ganze Handlungsstränge oder Hauptpersonen. Habe ich eine Fortsetzungs-Geschichte vor mir liegen muss mir Wikipedia erstmal auf die Sprünge helfen, was in Band 1 so passiert ist. Eigentlich schade. Froh um meine Lese-Leidenschaft bin ich trotzdem – auch wenn sie etwas ungestüm ist ;-)

3. Klamotten in Ordnung halten

Ordnung halten ist sowieso ein schwieriges Thema – aber das mit den Klamotten macht mich fertig. Ich liebe meine Kleider – aber sie werden schlecht behandelt. Das ganze Ding mit dem Wäschekreislauf strengt mich irgendwie echt an, und zwar genau ab dem Zeitpunkt, wenn die Wäsche trocken ist – der Weg in die Waschmaschine ist ja noch leicht. Socken hasse ich ganz besonders. Ich fühle mich manchmal wirklich persönlich von Socken angegriffen. NIE aber NIE gibt es zwei gleiche gewaschene, immer muss ich suchen.  Das mit den Socken ist das erste Thema das in unserer zukünftigen Pärchen-WG an Mr X. outgesourct wird…und bügeln auch. Das ist besser für uns beide und die Harmonie. Ich glaube, ich würde ihn in den Wahnsinn treiben..

4. Nur einmal niesen

Ein Nieser kommt selten alleine und bei mir eigentlich nie. Dazu kommt, dass ich relativ oft niesen muss. Manchmal muss ich zehnmal hintereinander niesen und mein Umfeld sagt dann jedesmal „Gesundheit“. Wenn ich dann nicht ausschließlich mit Niesen und Taschentusch suchen beschäftigt bin, versuche ich meine höflichen Mitmenschen zu entlasten und kündige die nächsten Nieser an, mit dem Hinweis, dass jetzt keiner mehr Gesundheit sagen muss. Klappt nicht immer…

5. Rechtzeitig Koffer packen

Dieser Punkt korrespondiert natürlich direkt mit Punkt 3. Denn wer seine Wäsche in Ordnung halten kann, kann sich auch dementsprechend auf eine Reise vorbereiten. Weil so ein Urlaub ja gaaaanz plötzlich kommt, ist bei mir eigentlich immer noch was nass. Weil die Lieblingshose muss ja trotzdem noch mal getragen werden. Ich habe mittlerweile meine Fön-Praxis schon optimiert (das Timing zu optimieren wäre ja langweilig ;-) Über der Heizung im Wohnzimmer hängt quer ein Drahtseil, das eigentlich für Vorhänge gedacht ist. Am Abend vor der Abreise, wenn die Waschmaschine durch ist, drehe ich die Heizung auf volle Pulle und hänge drüber an Kleiderbügeln die Sachen auf den Draht. Mit der Aufsteigenden Wärme wird das Zeug ruck zuck trocken. Zusätzlich kann man dann noch was direkt auf die Heizung legen und den Fön anschmeißen. Nur weil ich das mit der Wäsche nicht kann, heißt das ja nicht, dass ich keine Problem-Lösungskompetenz habe ;-)Packst du schon oder föhnst du noch

Das heißt natürlich auch noch lange nicht, dass ich sonst alles voll gut kann – aber einiges natürlich wohl! Ihr seht es gibt noch viel Material für persönliche Fakten Posts in der Zukunft. Vielen Dank an Katja für die lustige Idee und an Larissa für die Motivation ;-)

Und was könnt ihr voll nicht? Ich bin gespannt und wünsche euch einen schönen Abend. Eure *thea

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14 Kommentare zu „Was ich voll nicht kann – Die Ode an die Unperfektheit“

  1. Hahaha sehr cooler Artikel :D Bei Nummer 3 konnte ich mich wiedererkennen, ich schmeiße immer alles nur in den Schrank, ohne es zu legen (oder gar ordentlich zusammenzulegen), was ich nicht auf Bügel hängen kann, und wundere mich dann später, warum immer so ein Chaos bei mir herrscht und ich nichts finde…

  2. hihi, Punkt 4 ist ja niedlich! Und deine Wäschetrocknungsidee finde ich grandios. Ich habe auch schon eine Jeans trocken geföhnt,- und da hatte ich sie schon an!

    Jedenfalls toll, dass du mitgemacht hast!
    Alles Liebe,
    Katja

  3. Es gibt eine Lösung!!!
    Ich habe das Sockenproblem auch ewig mit mir rumgetragen. Erst hat die Waschmaschine einige meiner Socken gefressen und dann musste man auch noch alle Socken einzeln zum trocknen aufhängen (am besten noch mit Wäscheklammer, damit sie nicht vom Balkon wehen), wieder abnehmen und dann den ganzen Haufen sortieren um die verbliebenen Paare zusammen zu führen.
    Das gibt es inzwischen nicht mehr. Ich habe mir bei Amazon diese tollen Sockenklammern bestellt: http://www.amazon.de/gp/product/B000NZSRUW/ref=pd_lpo_sbs_dp_ss_2?pf_rd_p=556245207&pf_rd_s=lpo-top-stripe&pf_rd_t=201&pf_rd_i=B001DH091O&pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&pf_rd_r=1KAFFZ8ZBKV79D7HPCRE
    und damit ist wirklich alles(!!!) besser geworden. Einfach nach dem Tragen das Sockenpaar daran klemmen, mit der Klemme waschen, an der Klemme aufhängen und mit der klemme in die Sockenschublade befördern. Meinem Mam hält sie für überflüssig, aber meinen Stiefvater habe ich damit auch schon angefixt. :D

    Außer in diesem Punkt bin ich allerdings auch nicht so perfekt. Gerade auch im Haushalt nicht. Aber dazu kannst du bei mir mehr lesen.

    In der Hoffnung, dir bei deinem Un-Talent geholfen zu haben,
    liebe Grüße in den Süden
    Sarah

  4. Socken habe ich aufgegeben ;) Ich trage seit Längerem ungleiche Socken, und es interessiert mich nicht :D Meine Kollegen finden das immer noch unglaublich witzig, ich finde das eher praktisch. Und seitdem ich es zugebe, kommen immer mehr Leute auf mich zu, die das auch total praktisch finden oder sogar schon praktizieren :D
    Seitdem muss ich auch einzelne Socken nicht mehr wegwerfen, weil die zweite Socke dazu kaputt gegangen ist :D

  5. Haaaa, hab ich gelacht! Cousinchen, wir beide können voll viele Sachen beide voll nicht. Irgendwie haben die Issings wohl echt starke Gene, was die Charakterbildung betrifft. WIr können dem nicht entkommen, also machen wir das Beste draus! chreib weiter so schöne und persönliche sachen, ich amüsiere mich köstlich!
    Grüßle , deine Cousine Jule

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