Mein Resümee zu #meinbücherjahr15

Mein Bücherjahr 2015

Falles ihr euch noch erinnert: Vor einem Jahr habe ich eine Lesechallenge ausgerufen. Ich war beeindruckt von den Jahresrückblicken auf diversen Blogs, wo aufgezählt wurde, auf welche Konzerte gegangen, in wieviele Länder gereist und auch welche Bücher gelesen wurden. Und da wurde ich hellhörig – denn Lesen gehört schon seit meiner Grundschulzeit zu meinen liebsten Freizeitbeschäftigungen. Aber wieviele Bücher lese ich eigentlich so? Und welche? Ich hatte keine Ahnung. Ich konnte mich nicht mehr genau daran erinnern. Diese Info kann einem ja eigentlich egal sein – und ich bin jetzt wirklich nicht so der bürokratische Mensch, der alles protokollieren muss. Aber so einen Leserüblick zu erstellen, hat mich trotzdem irgendwie gereizt. Also habe ich beschlossen konsequent jedes Buch, das ich lese, zu fotografieren, bei Instagram zu posten und mit den Hasthags #municornliest und #meinbücherjahr15 zu versehen. Natürlich wollte ich die Aktion nicht nur groß ankündigen – sondern möchte jetzt, ein Jahr später, mein Resümee daraus ziehen.

1.) Wie lief die Challenge selbst? Jedes Buch zu fotografieren und mit dem Hasthtag zu sammeln fiel mir gar nicht schwer. Ich bin ja sowieso sehr Social-Media affin und ich hatte Spaß daran, nicht nur zu sehen, welche Bücher sich über das Jahr so angesammelt hatten, sondern auch die Umgebung und Jahreszeit der Lektüre festzuhalten – ob Strand, Couch, oder Bett – und ich habe auch kein Buch vergessen.

2.) Wieviele Bücher habe ich gelesen? – Es waren 14 Bücher. Also etwas mehr als ein Buch pro Monat. Ich glaube, ich hatte auch schon Jahre mit mehr Büchern – aber da macht sich bemerkbar, dass ich keinen langen Urlaub gemacht hatte, sondern einige Urlaubtage für Renovieren und Zusammenziehen drauf gingen, wo man ja doch eher ziemlich fertig ins Bett fällt und nicht noch entspannt zum Buch greift.

3.) Und welche Bücher habe gelesen und wie haben sie mir gefallen? Nun bei meiner Liste merkt man schnell, dass ich offen für verschiedene Genres und Autoren bin. Für Lesefreunde kommt daher jetzt noch eine genaue Auflistung der Titel und kleine Mini-Rezensionen. Auf Inahltsangaben habe ich verzichtet -dafür habe ich die Titel mit Amazon verlinkt, wo ihr dann mehr zum jeweiligen Buch erfahren könnt.

Die Klassiker

collage - bücher klassiker

Ein paar Klassiker waren auch dieses Jahr dabei – insgesamt etwas anspruchsvoller zu Lesen, dafür aber auch etwas vielschichtiger.

Harper Lee – Wer die Nachtigall stört
Das Buch ist in Amerika ein Klassiker und Lektüre in vielen Schulklassen. 2015 gab es eine Neuauflage der deutschen Fassung. Es handelt von einer Südstaaten-Kindheit in einer Kleinstadt. Neben den Schilderungen über Schule, Spiele und die Welt der Erwachsenen aus Sicht eines kleinen Mädchens, spielen eine Kriminalgeschichte und der Rassismus in der damaligen Zeit mit zunehmender Handlung eine immer größere Rolle. Ich hatte Probleme, in das Buch reinzukommen und es am Anfang oft zur Seite gelegt. Ich denke, es lag daran, dass es zunächst sehr im Kinderbuchstil gehalten ist und das in der Sprache der 30ger Jahre. Nach dem ersten Drittel bin ich dann aber richtig in der Geschichte angekommen und habe zusammen mit der Protagonistin mit Spannung verfolgt, wie ihr Vater als Anwalt versucht, einem Schwarzen zu helfen, der unschuldig wegen Mordes angeklagt ist.

Pascal Mercier – Mit dem Nachtzug nach Lissabon
Als Lissabon-Fan war das Buch schon lange auf meiner Bucket-List und als meine Freundin es beim ausmisten aussortiert hat, hat es dann endlich zu mir gefunden ;-) Auch hier fiel es mir zunächst schwer, am Ball zu bleiben. Die Sprache ist etwas anspruchsvoller und mit dem Protagonisten konnte ich mich auch nicht so gut identifizieren. Trotzdem ein sehr lesenswertes Buch, das eine Rahmenhandlung und dazu noch ein Buch im Buch aufweist. Diese Konstruktion ist interessant und so bin ich an beiden Geschichten dann auch dran geblieben. Das einzige was mich etwas gestört hat, ist das offene Ende…aber davon bin ich insgesamt nicht so ein Freund.

Haruki Murakami – Sputnik Sweetheart
Einer der wenigen Murakamis, der mir noch auf der Liste gefehlt hat. Wer die auf den ersten Blick nüchterne Sprache des Autors mag, der es trotzdem schafft, immer wieder surreales einspielen zu lassen, wird auch hier nicht zu kurz kommen. Ich könnte Murakami nicht permament lesen, aber ab und zu ist es wirklich mal was anderes – so wie auch dieses Buch.

Die Serien

collage - bücher serien

Ich liebe Serien – nicht nur um TV sondern auch gedruckt. Von den richtig langen, bekannten Serien wie Games of Thrones, habe ich zwar noch keine gelesen, aber Mehrteiler von guten Autoren sind mir immer willkommen. Ich mag es, wenn es mehrere Handlungsstränge und Charactere gibt, die man über einen längeren Zeitram begleiten kann. Für 2016 habe ich mir übrigens vorgenommen, nach über zehn Jahren Pause endlich mal die Harry Potter-Reihe fertig zu lesen und mit der Waringham-Saga anzufangen.

Jeffrey Archer – Spiel der Zeit
Dieses Buch war für mich die Lese-Entdeckung des Jahres. Ich lese sehr gerne Bücher von Jeffrey Archer und so habe ich gleich mal zugegriffen, als ich das Buch im Hugendubel bei den Neuerscheinungen entdeckt habe, weil ich noch Lesefutter für unseren Italien-Urlaub gebraucht habe. Was ich gar nicht wusste: Es handelte sich um den ersten Teil einer ganzen Saga, juhu!! In Italien habe ich das Buch verschlungen und mich bei dieser Erkenntnis dann total auf die nächsten Teile gefreut (der zweite Teil war übrigens mein erstes Buch in 2016). Dicke Leseempfehlung für alle, die auf historische Mehrteiler und eine spannende Familien-Saga stehen.

Adler Olsen – Erlösung
Der dritte Fall von Carl Morck hat mir so gut gefallen wie die ersten beiden auch: Ein spannender Thriller mit dem sympathischen und manchmal urkomischen Ermittlerteam des Sonderdezernats Q. Ich mag bei den Büchern nicht alle hintereinander lesen, weil sie schon sehr ähnlich sind – aber ab und zu ein guter Thriller muss schon sein. Der vierte Fall liegt schon auf meinem „To-Read“-Stapel bereit.

Marian Keyes – Rachel im Wunderland
Wie hier schonmal geschrieben, bin ich eine Freundin von den Geschichten von Maryan Keyes um die Töchter der Familie Walsh. Mittlerweile habe ich fast alle durch und Rachel im Wunderland war auch super. Das ernste Thema Drogensucht wurde nicht verharmlost aber trotzdem unterhaltsam und amüsant in ein Mädelsbuch gepackt – und die Liebe kam natürlich auch nicht zu kurz.

Die aktuell bekannten

collage - bücher aktuell

Von den Büchern, die gefühlt gerade jeder liest, die in der Buchhandlung ganz vorne liegen oder im Ausleih-Zyklus im Bekanntenkreis die Runde machen, waren natürlich auch einige dabei:

Graeme Simsion – Das Rosie-Projekt
Das Rosie-Projekt hat im Sommer gefühlt ganz Instagram gelesen und auch ich habe es mit in den Urlaub genommen und auch ich bestätige die allgemeine Meinung: Die etwas andere Liebesgeschichte ist sehr lesenwert! Die Story, wie sich ein Autist mit all seinen Problemen in punkto sozialer Kompetenz verliebt und es sich erst selbst nicht glaubt ist schonmal etwas anderes. Ich fand es toll, wie der Autor es geschafft hat, sich in jemanden mit dem Asperger-Syndrom so gut hinein zu versetzen und das ganze so witzig und frisch aufzuschreiben.

Anna McPartlin – Die letzten Tage von Rabbit Hayes
Auch dieses Buch ist des öfteren in meiner Timeline aufgetaucht – und ich denke nicht nur wegen dem sehr ansprechenden Cover. Die Geschichte um die krebskranke Rabbit, die ihre letzten Tage mit ihren Lieben verbringt, schafft es einem gleichzeitig Tränen aber oftmals auch ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. In einfacher Sprache geschrieben und doch oder vielleicht gerade deswegen so mitreißend. Trotz des ernsten Themas sollte man sich ans Buch wagen – man wird belohnt.

Meike Winnemuth – Das große Los
Nicht nur was für die Reiseblogger und Fernwehleidenden unter uns. Das Buch ist eine Autobiografie und der Inhalt wird schon auf dem Cover treffend beschrieben: „Wie ich bei Günther Jauch eine halbe Million gewann und einfach losfuhr“. Dabei hat die Autorin nicht die Idee, eine „normale“ Weltreise zu machen, sondern in einem Jahr jeden Monat in einer anderen Stadt zu leben. Beim Lesen des Buches lernt man nicht nur die Welt und die verschiedenen Destinationen der Autorin kennen, sondern auch, was das Reisen mit ihr gemacht hat. Sehr unterhaltsam, manchmal philosophisch und nachdenklich aber nie kompliziert geschrieben.

Die geschenkten

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Mit Büchern kann man mir immer eine Freude machen – und so haben mir liebe Menschen auch ein paar Bücher geschenkt. Die Bücher waren allesamt Überraschungen und ich kannte die Titel vorher nicht, also war es beim Lesen eine doppelte Überraschung, wie sie mir gefallen haben:

Junot Diaz – Und so verlierst du sie
Das Buch war ein Geschenk meiner Mama, die in der SZ eine Rezension über den Autor gelesen hat. Er ist Pulitzerpreis-Träger und wird als die „Stimme des jungen Amerikas“ beschrieben. Nun ja, mein Fazit ist etwas gemischt. Das Buch ist schon sehr lesenswert, denn man bekommt Einblicke in das moderne Amerika der lateinamerikanischen Einwanderer. Trotzdem wird es nicht mein Lieblingsbuch. Ich bin erstens nicht so der Kurzgeschichten-Typ, auch wenn die Protagonisten der Geschichten sich immer ähneln, und es auch autobiografische Züge hat. Und dann konnte ich mich nicht so gut mit  den Personen identifizieren bzw. emotional mitfiebern. Liegt vielleicht daran, dass ich kein notorisch fremdgehender Latino-Einwanderer in einem New Yorker Randbezirk bin.

Petra Hammesfahr – Der gläserne Himmel
Als eine Bekannte auf Facebook gepostet hat, sie hätte Bücher aussortiert, habe ich gleich hier geschrien, aus Angst, mir geht mal der Lesestoff aus. Sie hat mir dann eine Bücherkiste vor die Türe gelegt – und unter anderem war dieses Buch drin. Es war einerseits irgendwie komisch, denn es vermischt mehrere Genres, so als ob die Autorin sich nicht wirklich entscheiden konnte ob sie einen Krimi, einen Liebesroman oder doch eher Mystery schreiben will. Trotzdem hat es mich gleich in die Geschichte reingezogen und ich habe es an einem gemütlichen Sonntag in einem Rutsch durchgelesen.

Carlos Ruiz Zafon – Der Mitternachtspalast
Ich bin ein großer Carlos Ruiz Zafon Fan, vor allem die Reihe um den Friedhof der vergessenen Bücher, liebe ich sehr. Dieses Buch ist ein Roman, der für sich steht und im historischen Kalkutta spielt. Es hat Phantasy-Elemente und ist vom Autor glaube ich als Jugendbuch verfasst worden. Das Buch ist nett für zwischendurch, kommt aber nicht an den Schatten des Windes und seine Geschwister mit ihren vielschichtigen Handlungssträngen heran , dafür ist die Story etwas zu einfach gehalten.

Die Mädelsschmöker

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Und last but not least – die richtig schönen Mädelsschmöker, bei denen man hach ja seufzen, mitlachen und mitfiebern kann und die einfach zu lesen und was fürs Herz sind. Lustigerweise wurden mir beide von lieben Kolleginnen geliehen.

Jojo Moyes – Ein Bild von dir
Zusammen mit der Prequel „Die Tage in Paris“ habe ich das Buch auf meinem Flug nach New York komplett durchgelesen. Ich war sogar zwei Stunden vor der Landung fertig und etwas verduzt, was ich denn jetzt mit der restlichen Zeit anfangen soll, weil ich noch so in der Geschichte war. Ähnlich wie bei MaryanKeyes finde ich, dass die Bücher von Jojo Moyes immer gehen. (Auch wenn das erst das zweite war, das ich gelesen habe). Es bietet einen historischen und einen aktuellen Handlungsstrang um zwei Liebespaare, tolle Charaktere, auch Nebenpersonen, die man ins Herz schließt und vor allem ein schönes Lesevergnügen.

Andreas Izquierdo – Der Club der Traumtänzer
Lesevergnügen hatte ich auch bei diesem Buch. Das geht eher in die Komödienschiene rein, und ich bin mir nicht sicher, ob es nur ein Mädelsbuch ist, da männlicher Protagonist. Aber ich denke wahrscheinlich schon. Die Geschichte ist so aufgebaut, wie beim klassischen Pop-Corn-Kino: Mistkerl wird gezwungen eine sozialen Job zu machen, weil er sonst in der Firma mit etwas unschönem auffliegt. Im Laufe der Zeit wird er immer sympatischer und findet Gefallen an seiner neuen Aufgabe. Die Geschichte hat mich sehr gut unterhalten und den ein oder anderen lauten Lacher entlockt.

So, das war mein Resümee zu meinem Bücherjahr 2015. Kennt ihr einige der Titel – und wie haben sie euch gefallen? Oder habt ihr jetzt vielleicht Lust auf das ein oder andere Buch bekommen? Welche Bücher habt ihr so in der letzten Zeit gelesen – irgendwelche Empfehlungen?

Ich bin nach meiner Auflistung auf jeden Fall richtig motiviert auch dieses Jahr viel zu Lesen und in andere Welten zu tauchen. Und weil es mir so viel Spaß gemacht hat, geht die Challenge weiter: der Hashtag #meinbücherjahr16 wurde schon eingeweiht. Wenn ihr mitmachen wollt, nutzt ihn doch auch, dann freue ich mich! Für meine persönliche Leseliste gibts ja auch noch #municornliest ;-) Einen schönen Wochenstart wünscht euch

*thea

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7 Kommentare zu „Mein Resümee zu #meinbücherjahr15“

  1. Wooow! Da ist echt einiges bei rumgekommen. Ich kenne nur das von Jojo Moyes, werde mir deine Liste aber mal als Inspiration nehmen. Du scheinst einen tollen Büchergeschmack zu haben.
    Liebst, Bina
    stryleTZ

  2. richtig geniale Bücherliste … jetzt wo ich bald in die Semesterferien starte, hab ich endlich wieder Zeit auch mal was privat zu lesen :)
    an Rabbit Hayes bin ich schon öfter hängen geblieben, hab aber gerade wegen der schwierigen Thematik doch noch davon abgesehen. auf das Rosie-Projekt habe ich auch schon länger Lust :)

    danke für die super Tipps, du machst einem das Lesen echt schmackhaft :)

    <3 Tina
    https://liebewasist.wordpress.com/

    1. Ich glaube mit Rabbit Hayes und dem Rosie Projekt machst du keinen Fehler bei der Auwahl für die Semesterferien, habe auch bei anderen bisher nur gutes über die beiden Bücher gehört!

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