Municorn goes Sella Ronda // Frühling in den Dolomiten

Municorn goes Sella RondaJaja, ich weiß – ihr könnt keinen Schnee mehr sehen. Aber wenn er so frühlingshaft und mit traumhafter Bergkulisse daherkommt, macht ihr vielleicht eine Ausnahme? Für mich? Ich verspreche es – nach diesem Post ist der Winter dann auch hier offiziell abgeschlossen und ich stelle mich dem Heuschnupfen Frühling. Denn ich muss ja noch berichten, wie das Drama um unseren Skiurlaub dann geendet ist – nämlich überhaupt nicht dramatisch – sondern wie ihr sehen könnt, mit den besten Bedingungen!

Hier hatte ich ja schon von meiner anfangs vergeblichen Recherche nach einer schönen Unterkunft für ein verlängertes Wochenende im Februar geschrieben. Es war immer wieder nichts schönes frei und aus Februar wurde März. Aber dann hat sich das Warten gelohnt, denn Wetter und Schneeverhältnisse waren an diesem Wochenende dann einfach bombig – und noch dazu habe ich eine schöne Unterkunft in Südtirol gefunden, die frei war und in der Nähe des Grödnertals (italienisch Val Gardena) liegt. Ich wollte nämlich schon immer einmal die Sella Ronda fahren, was man von dort aus tun kann. An direkten Einstiegsorten zur Sella habe ich kein Zimmer nach meinem Geschmack und Preisvorstellungen gefunden, umso froher war ich, als mein Arbeitskollege mir das Hotel zur Sonne in Gufidaun, Klausen empfohlen hat. Und weil wir sehr zufrieden mit der Unterkunft waren, empfehle ich sie euch doch gleich weiter. Sorry, aber mein Urlaubs-Ich war zu faul, hochwertige DSLR-Bilder zu machen, deshalb sind fast alle Fotos vom Handy.

Es gibt Zimmer, die im traditionellen alpenländischen Stil gehalten sind – aber auch frisch renovierte Bio-Zirbenzimmer. Auf Rat meines Arbeitskollegen habe ich beim buchen per Mail gleich eines der neuen Zimmer angefragt, und wurde nicht enttäuscht. Das Zimmer hätte von Stil und Komfort her locker in einem vier Sterne Superior-Haus stehen können und die 80Euro pro Person und Nacht mit Halbpension, die wir bezahlt haben, waren mehr als fair. Ich liebe den Geruch von Zirbeholz und die kleinen Heukissen, die im Bett bereit lagen, haben auch einen angenehmen, unaufdringlichen Duft verströmt.

Morgens beim Frühstücksbuffet hat mein Müsli-Herz gleich höher geschlagen und auch das Gänge-Menu am Abend war fein. Man konnte sich schon morgens aus zwei Menüvorschlägen sein Abendessen zusammen stellen. Etwas schade dabei war, dass manchmal keines der beiden Gerichte pro Gang vegetarisch war. Aber in Absprache mit der Bedienung war für mich immer eine leckere Alternative gefunden und das Salatbuffet gab es ja auch noch. Auch der kleine aber feine Wellnessbereich war frisch renoviert und nach einem Skitag ein schönes Exra. Dank der Sonne war ich zwar nicht durchgefroren – aber beim Wellnessen bin ich trotzdem ja immer gleich dabei. Hier habe ich keine Bilder gemacht, da Tetxtilfreie-Zone und so – aber auf der Homepage gibt es welche. Der einzige Nachteil, der über den Preis aber wieder realitivert wird: Man muss morgens noch ins Skigebiet fahren . Dafür hat man dann auch die Wahl, wo man in das riesige Gebiet des Dolomiti-SuperSki einsteigen möchte.

Die freundliche Dame des Hauses hat uns den Tipp gegeben, die Sella Ronda am Samtag zu umrunden, weil das dort der Haupt An- und Abreisetag ist – und somit die Liftzeiten entsprechend kurz und die Pisten leerer wären. Der Tipp war super, und auch den Rat, dass wir in Wolkenstein einsteigen  und dann mit dem Uhrzeigersinn die Runde um das Massiv drehen sollten, haben wir befolgt. So war die Sonne den ganzen Tag mit uns und wir mussten eigentlich nie im Schatten fahren. Trotzdem war die ganzen drei Tage unseres Aufenthalt der Schnee – abgesehen vom Ende der Talabfahrten – nie sulzig.

sellaronda massiv

Ich bin die Runde zum ersten Mal gefahren und ich muss sagen, es wird sicher nicht das letzte Mal sein. Die Pisten waren abwechslungsreich und lange Abfahrten haben das Liften schön ausgeglichen. Ich war gespannt, wie lange wir brauchen würden –  und ob es dann gegen Ende stressig wird. Wir haben sogar auf die Mittagspause verzichtet – und nur mal kurz 20 Minuten Liegestuhlpause eingeschoben. Aber wir waren schon um drei Uhr wieder am Ausgangspunkt in Wolkenstein angelangt und konnten dann den Tag ganz gemütlich mit einem langen Hüttenbesuch in der Sonne ausklingen lassen.

after skiing the sellaronda

Nachdem wir am Samstag so fleissig waren, und das gesamte Massiv einmal umrundet hatten, haben wir am Sonntag vor der Abreise nochmal auf der Seceda Sonne getankt. Dort ist es nicht so voll und man kann von St.Ulrich aus einsteigen, das ist der erste Ort im Grödnertal und somit auch am nähesten an der Autobahn richtung Brenner gelegen. Ich bin ja eigentlich immer jemand, der gerne neue Orte entdeckt- aber nach diesen Tagen in den Dolomiten kann ich die Holländer durchaus verstehen, die jedes Jahr für eine Woche ins Grödnertal kommen und schon bei ihrer Abreise fürs Folgejahr buchen. Sella Rona, Südtirol und Dolomiti-Superski – ich komme wieder!

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