7 Municorn-Tipps für den nächsten Wien-Trip

tipps-viennaDer Herbst kehrt ein und wenn ich den Sommer Revue passieren lasse, fallen mir viele schöne Momente ein und auch die ein oder andere Reise. Dieses Jahr konnte ich meinem Fernwehgen doch schön öfter folgen und  während meiner Reisewütigkeit (wobei es da natürlich noch ganz andere Kaliber gibt) packt mich doch auch immer die Fotowut. So erkunde ich die Welt und tauche zwar nicht mit einem Brett aber zugegebenermaßen mit der Linse vor dem Kopf in die Örtlichkeiten ein. Ich kann zwar jeden verstehen, der an meine Vernunft appelliert: „Schau dir doch mal alles in live und ohne Filter an und genieße den Moment“ Aber ich entdecke die Details der Orte viel intensiver, wenn ich auf der Jagd nach schönen Motiven bin. Natürlich nicht ohne dabei die Geduldsfäden meiner Reisebegleiter zu strapazieren, denn man kommt natürlich nicht so schnell voran, wenn man eine fotosüchtige Bloggerin im Schlepptau hat, die zeitgleich Reise und Blog-Hobby verbindet, abwechselnd mit Handy und Spiegelreflexkamera jongliert und sich im Hinterkopf schon zig Ideen zu Blogposts macht.

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Aber dafür werde ich im Nachhinein immer mit vielen schönen Fotos belohnt und zehre davon, meine Trips beim anschauen der Bilder oder beim scrollen im Instagramfeed Revue passieren zu lassen. Das Gute bei meiner Bloggerreise nach Wien und Baden bei Wien war, dass ich dort ja quasi fotografieren MUSSTE und Mr.X als meine Begleitung gar nix gegen die Knipserei sagen KONNTE ;-) Deswegen ist das wohl noch etwas mehr ausgeufert als sonst. In zwei Artikeln habe ich euch bisher schon von der Reise erzählt – aber ich habe so viel (Foto-)Material gesammelt, dass ich auf jeden Fall noch etwas mehr über Wien erzählen möchte, als unsere Unterkunft zu zeigen. Besser spät als nie, denke ich mir da. Die Reise ist zwar schon etwas her (Anfang Juni) und wir hatten wirklich tolles Sommerwetter. Aber meine Tipps machen auch bei sonnigem Herbstwetter Spaß und können zur Not auch in nasskalter Umgebung durchgeführt werden – der Spaßfaktor ist halt dann nicht ganz so groß – was sie auf jeden Fall können, Lust auf Wien machen. Ich lasse mich bei Städtereisen gerne treiben und erzähle daher auch eher von meinen kleinen Entdeckungen was Essen, Shopping und Co betrifft als von den kulturellen Highlights und Sehenswürdigkeiten – die sind ja aber auch sowieso bekannt und leicht zu finden. Hier also meine kleinen Freuden der Wien Reise:

1. Das Eis bei Veganisa Ice Cream

Kleine, individuelle Eisläden mit besonderen Sorten sind ja in vielen Städten in Mode gekommen. Aber ich habe Eindruck, dass die Auswahl in Wien besonders gut ist. Daher habe ich auch gleich zwei Eisläden ausprobiert und für gut befunden. Das tolle bei Veganista ist – wie der Name es schon sagt – die große Auswahl an veganen Eissorten, die vom Geschmack dem gewohnten Milchspeiseeis nicht nachstehen. (Zumindest die ich probiert habe). Außerdem haben sie einen tollen Fußboden, wie ich mir das Wiener Altbau-Klischee so vorstelle ;-)

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Aber eine Sache bei meinem Veganista-Besuch ärgert mich so richtig: Ich habe im Nachgang unserer Reise neben dem Eis ein weiteres Produkt entdeckt, dass Veganista in verschiedenen Sorten anbietet. Den sogenannten „INBETWIENER“. Eine Art Eisburger ziwschen Cookies. Sieht das nicht unheimlich lecker aus? Ich hätte gerne einen „InbetMünchner“ – oder muss halt bald nochmal nach Wien zum probieren. Was der „Cronut“ mal in NYC war, ist jetzt wohl der Inbetwiener in Wien.

2. Etwas andere Mitbringsel aus der St. Charles Apotheke

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Souvenirs? In einer Apotheke? Das passt ja erstmal  nicht zusammen – aber ist in der Tat eines meiner orginielleren Wien-Lieblinge. Beim Schlendern durch die Gumpendorfer Straße ist mir der Laden ins Auge gesprungen, ich wurde neugierig und habe mich ein bisschen umgesehen. Denn die Apotheke hat ein super schön erhaltenes Interieur, wie noch vor hundert Jahren. Aber nicht nur die Einrichtung, sondern auch das Angebot hat seinen eigenen Charme. Denn während man im hinteren Teil des Ladens ganz normal seine Rezepte für Medikamente einlösen kann, gibt es im vorderen Teil viele verschiedene Produkte aus Eigenproduktion, die sehr ansprechend präsentiert werden. Und auch hier: große Wiener Altbauboden -Liebe ;-)

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Mir ist nicht nur sofort die umweltfreundliche und ansprechende Verpackung aufgefallen, sondern auch die Vielfalt und Originalität der Produktnamen und Beschreibung. So habe ich zum Beispiel ein erfrischendes Badesalz mitgenommen, für eine liebe Freundin, die immer friert, den „Frösteltee“ gefunden und bei Produkten, wie dem Liebestonikum „Love divine“ einfach schmunzeln müssen.

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Auf der Website erfährt man, dass Alexander Ehrmann, der Gründer von Saint Charles, die Tradition in seiner Familie bereits in der sechsten Generation fortführt und mit seiner Natur-Apotheke im besonderem Stil ein Angebot machen möchte, das den ganzen Menschen umfasst und traditionelle Heilmittel mit modernen Konzepten verbindet. Daher gibt es nicht nur die Apotheke sondern auch noch einen weiteren Naturkosmetikshop, ein Kosmetikstudio und ein Landhaus wo zum Beispiel auch Feriencamps für unbegleitete Flüchtlinge  durchgeführt werden. Ein interessantes Unternehmen und Geschäft, mit schönen und nachhaltigen Produkten, die oft mit einem Augenzwinkern angeboten werden und sich auch sehr gut als Mitbringsel eignen.

3. Mein Wien-Liebling forever: Neni am Naschmarkt

neni-am-naschmarkt-wien-collageDer Naschmarkt ist sowieso immer einen Besuch wert, und gehört zu jedem klassischen Wien-Programm dazu. Man kann nicht nur verschiedene kulinarische Köstlichkeiten aus aller Welt kaufen, sondern sich in einer der vielen Buden und Restaurants einen Platz suchen und es sich gut gehen lassen. Schon bei unserem Wien-Trip im letzten Jahr haben wir das Neni entdeckt und haben uns darauf gefreut, ihm wieder einen Besuch abzustatten. Das Neni ist das Restaurant einer Wiener Szene Gastronomin, die unter anderem auch im 25hours Hotel in Zürich eine Location eröffnet hat. Im Neni am Naschmarkt gibt es israelisch angehauchte Küche. Als große Mezze Fans haben Mr.X und ich uns einige der Aufstriche und Vorspeisen bestellt, um verschiedenes ausprobieren zu können. Meine Entdeckung: Muhammara, eine Vorspeise, die ursprünglich aus Syrien kommt und aus gebackener Paprika und Walnüssen gemacht wird. Ich habe mir den nicht ganz so leicht zu merkenden Namen gleich augfeschrieben und zuhause schon öfter nachgemacht. Im Internet finden sich auch einige deutsche Rezepte dazu oder vielleicht mache ich auch mal einen eigenen Post mit meinen liebsten Mezze- und Aufstrich Rezepten, was meint ihr?

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5. Individuelle Design-Läden entdecken

Als wir das erste Mal in Wien waren und nach Shopping-Tips gefragt hatten, wurden wir direkt in die Mariahilfer-Straße geschickt. Dort waren wir etwas enttäuscht, denn da finden sich hauptsächlich die typischen Ketten, in denen ich sowieso nicht mehr bevorzugt einkaufe und auf einem Städtetrip eigentlich noch weniger. Dieses Mal waren wir besser vorbereitet, mit einem Stadtführer, der in unserem Hotelzimmer auslag – aber auch online verfügbar ist und den ich nur empfehlen kann: Guided Vienna. Wer wie ich auf der Suche nach kleinen, individuellen Läden oder Concept Stores ist, wird dort fündig. Restaurants sind ebenfalls verzeichnet und alles schön übersichtlich nach Bezirk geordnet. Zusätzlich hat uns noch die nette Dame im Hotel die Gässchen in unserem Bezirk eingezeichnet, wo sich kleine Lädchen finden. Da die Läden aber alle nicht nebeneinander sind, lohnt sich vorher auf jeden Fall eine kleine Recherche oder eben der Blick in den Stadtführer, um dann etwas gezielter  Bummeln zu können.

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6. Mode im natürlichen Stil bei Blaumax shoppen

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Wie…. Gerade erzählt sie, sie kauft nicht bei Ketten und dann kommt ein Tipp, der nix anderes sagt als: kauft in einer Kette auf der Mariahilfer Straße ein ;-) Aber Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel und der Blaumax Laden hat mir so gut gefallen, dass er hier mit auf die Liste kommt. Bisher habe ich die Marke noch nicht gekannt – die Kleider sind puristisch aber hochwertig und soweit ich es einschätzen kann mit nachhaltigen Materialien und fair in Europa produziert. Das Label selbst kommt aus Österreich. Ich glaube, dass es keine eigenen Läden der Marke in Deutschland gibt – eine Freundin hat aber jetzt eine Blaumax-Ecke im Konen in München entdeckt, Also vielleicht kennt ihr es ja alle schon und es ist ein alter Hut? Ich werde jedenfalls bald mal im Konen vorbei schauen – und habe mir schon in Wien zwei schöne Leinen-Oberteile gegönnt.shopping-blaumax-vienna

7. Noch ein Eis beim Eis Greissler holen

 

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Ich hatte ja oben schon erwähnt, dass es nicht bei einem Eisladen geblieben ist ;-) Aber ich liebe Eiscreme und Eisläden besuchen kann man ja auch gut mit Sightseeing verbinden. Eine weitere Eismanufaktur in Österreich ist die von  Eis-Greissler. Zwischen Wien und Graz wird laut Website direkt mit der Milch der hofeigenen Kühe in ökologischer Landwirtschaft das Eis hergestellt. Die Läden gibt es mehrmals in Wien – wir waren bei dem in der Altstadt im ersten Bezirk. Ich habe Marille und Pistazie probiert und für sehr lecker befunden.

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Als achter und letzter Wien-Tipp wäre hier eigentlich Tretbootfahren und Baden in der alten Donau gestanden. Für Tage, an denen es einfach zu heiß für Sightseeing ist- denn genau das war es an unserem ersten Wien-Tag. Da das aber nun wirklich nicht mehr Jahreszeiten kompatibel ist, hebe ich mir die Bilder und Infos lieber für einen weiteren Blogpost auf, den ich mal für nächsten Sommer plane ;-)

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Ich hoffe, ich konnte euch ein bisschen Lust auf Wien machen, auch wenn ich etwas andere Ecken als den Stefansdom und die Hofburg gezeigt habe – die auf jeden Fall auch sehenswert sind – wo man aber eigentlich ja sowieso vorbei kommt. Wart ihr schonmal in Wien? Ich freue mich immer über weitere Tipps für den nächsten Besuch, denn der kommt bestimmt.

Weitere Beiträge zur Bloggerreise nach Wien und Baden bei Wien:

Impressionen aus dem 25hours Hotel Vienna im Museumsquartier

Municorn goes Baden bei Wien // Relaxen im Rosarium

*Ich wurde von der Stadt Wien und der Österreich Werbung Deutschland GmbH nach Wien eingeladen – vielen Dank dafür! Meine Leser können sich aber wie immer sicher sein, dass der Text meine persönliche Meinung wiederspiegelt.

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