Municorn goes NYC // Soho, Nolita and the Butcher’s Daughter

Es ist doch immer die gleiche Schererei mit diesem New York. Jedesmal wenn ich dort bin, mache ich zig Fotos und habe 1000 Ideen für Blogposts. Aber in dieser Stadt wird man nicht nur vor Ort so von Eindrücken überrollt, dass keine Minute langweilig ist – nein, sie überrollt einen auch im Nachhinein, so dass ich bei der Fotosichtung dann von Neuem überfordert bin. Da überlege ich rum, nach welchen Kategorien ich das ganze schreiben soll – ob nach Themen oder Stadtteilen geordnet – und am Ende mache ich dann doch lieber was anderes.

So kommt es, dass es bisher von meinem letzten New York Aufenthalt keinen bisher einzigen „richtigen“ Blogpost gibt. Auf Facebook und Instagram habe ich einiges gepostet – und auch in einem Monatsrückblick darüber erzählt – aber zu einem Beitrag ist es nie gekommen. Ich habe das letzte Weihnachten und Silvester zusammen mit meiner Familie in New York verbracht und je mehr Zeit ins Land ging, je frühlingshafter und sommerlicher es wurde, desto unpassender fand ich meine winterlichen New York Bilder, und habe das Thema auf den nächsten Herbst verschoben.

Aber jetzt gibt es keine Ausreden mehr, die Jahreszeit passt und ich habe gerade sowieso ein bisschen New York und Amerika-Weh, seit ich den Brooklyn Post von Luzia Pimpinella und die LA-Bilder von Denise gesehen habe. Übrigens habe ich heute auf dem Weg zur Arbeit den gleichen Mantel und Schal getragen wie auf den Bildern – wahrscheinlich hat das auch etwas die Erinnerung an die ausstehenden NYC-Posts aktiviert ;-)

Lange Rede – kurzer Sinn – es geht los mit der New York-Reihe und zu Beginn möchte ich euch auf einen Bummel mit nach Soho nehmen und ein cooles Restaurant in Nolita vorstellen: The Butcher’s Daughter .  Ein Tipp für ein leckeres, stylisches Restaurant mit gesundem Essen in New York. Und trotz des Namens (Butcher ist ja das englische Wort für Metzger) ist es vegetarisch. Daher haben sie auch den augenwzinkernden Zusatz: „We treat fruits and vegetables as a butcher would meat: We chop, fillet and carve fresh produce into healthy vegetarian dishes and press them into pretty juices.“ Als ich das gelesen habe wurde ich neugierig, und habe es gleich mal als Lunch-Pause für unseren Soho, Noho und Nolita Bummel eingeplant.

Ich habe ja eine Schwäche für durchgestylte Hipster-Läden, auch wenn sie manchmal etwas übertrieben und gewollt daher kommen und man das Gefühl hat, dass beim Publikum auch nur die obercoole Klientel dort verkehrt und man sich vor lauter Coolness etwas unwohl fühlt. In Amerika finde ich das überhaupt nicht so. Man merkt halt doch, dass gewisse Trends einfach von dort kommen. Und der Industrial Style zum Beispiel auch einfach zu den alten Häusern und Lofts in New York passt. Genauso wie dort ganz normale Leute in hippe Restaurants gehen.

Ein Bummel durch die hübschen Shopping-Straßen von Soho darf bei keinem NYC-Besuch fehlen und als wir Hunger hatten, sind wir ein Stückchen weiter nach Nolita gegangen, und bei The Butcher’s Daughter eingekehrt. Und dort findet man einfach alles vereint, was man so beim hippen amerikansichen Großstadtklischee im Kopf hat: Urban Jungleliges Einrichtungskonzept, Green Smoothies, und eine große Auswahl an leckerem Veggie-Food. Auch meinen Eltern, die altermässig vielleicht etwas über der Zielgruppe liegen,  hat der Lunch dort geschmeckt und die Einblicke in den healthy greensmoothy hipsterigen Teil der amerikanischen Esskultur richtig Spaß gemacht.

Die Karte ist rein vegetarisch aber ich denke, jeder findet dort was passendes. Ich war die einzige Vegetarierin und allen fünfen von uns hat es geschmeckt und dort gefallen. Wenn bei einem New York Besuch oder allgemein in Amerika der Hunger plötzlich kommt, ist man ja oft versucht, in die nächste Fast Food Kette zu rennen. Ein bisschen Planung und eine kleine Instagram Recherche zum Stadtteil, den man sich am jeweiligen Tag anschauen möchte, lohnt sich. Denn wo gibt es so viele tolle Restaurantkonzepte, wenn nicht in New York?  Ich hatte an diesem Tag meine große Kamera nicht mitgenommen – aber ich hoffe, die Handy-Fotos haben euch trotzdem gefallen. Ich wünsche euch noch einen schönen Abend!

P.S. Dass meine New York Überforderung nicht nur bei dieser Reise zugeschlagen hat – könnt ihr auch in diesem Blogpost lesen. Denn zum angekündigten Part II oder III ist es nie gekommen :P Einer der ersten Posts überhaupt auf diesem Blog – und schon drei Jahre alt ;-)

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