Municorn goes Sri Lanka // Der Zauber von Unakuruwa

Nach meinem ausschweifendem Text im letzten Post – danke übrigens für eure Kommentare – ich habe die Jungle-Tapete bestellt und bin schon ein bisschen aufgeregt, wie sie wohl aussieht – gibts heute mal wieder viele Reiseeindrücke von unserem Sri Lanka-Trip im Januar mit weniger Worten  ;-) „Der Zauber von Unakuruwa“ – dass mein Blogartikel zu unseren zwei Tagen in diesem verträumten Strandörtchen in der Nähe von Tangalle diese Überschrift tragen sollte, habe ich schon dort beschlossen.

Und das passiert mir sonst eher selten. Aber das Dörfchen vereint für mich, was den Zauber von Sri Lanka und den Reiz in diesem Land zu Reisen ausmacht. Das sind schmale Sträßchen mit bunten, kleinen Häusern, in denen freundliche Menschen wohnen. Gleich zwei wunderschöne Strände in unmittelbarer Laufweite. Abseits des Massentourismus, aber doch gerade so viel Infrastruktur zum wohlfühlen. (eine Hand voll Restaurants, Surfbrettverleih und Tuk Tuks, falls man sich fortbewegen möchte – aber warum sollte man sich von diesem entspannten Ort fortbewegen?)  Und dann hatten wir noch eine unglaublich schöne, geschmackvolle Unterkunft.

Das little Tamarind ist ein Boutique-Hotel mit – ich glaube – drei Zimmern und einem kleinen, frei stehenden Bungalow. Das Grundstück liegt an einem Hang, weshalb wir von unserem Balkon sowie von der Terrasse im Restaurant (wenn man bei den wenigen Tischen von Restaurant sprechen kann) einen traumhaften Blick über grün und das Meer hatten. Alles war sehr gepflegt, sauber und geschmackvoll eingerichtet. Das freundliche Personal macht Frühstück und fragt morgens, ob man abends im Haus essen möchte. Danach werden die Zutaten frisch im Markt eingekauft. Wir haben einmal abends im Hotel gegessen und sonst mittags und am anderen Abend in einem der Restaurants der Locals am Strand.

Als wir am abend am Strand entlang spaziert sind, haben wir einen jungen Mann getroffen, der unheimlich stolz war, ein neues Restaurant eröffnet zu haben. Wir haben dann ein bisschen mit ihm geratscht und ein Bier zum Sundowner dort getrunken, am nächsten Abend sind wir wieder gekommen. Bei diesen kleinen Restaurants am Strand ist es noch ziemlich unsprünglich: Man sitzt auf Plastikstühlen und der Koch zeigt den frischen Fang aus dem Meer. Außerdem gibts noch die typisch singalesischen Gerichte wie Curries oder String Hoppers und die asiatischen Evergreens wie fried Rice oder Noodels auf der Karte. Sri Lanka ist im Vergleich zu Deutschland ein armes Land. Und trotz der süßen Häuschen, bunten Kleider und ihrem warmen Lächeln können viele von fließendem Wasser, Müllabfuhr und anderen Annehmlichkeiten, die für uns Basics sind, dort nur träumen. Und auch wenn ich im Urlaub gerne in schicke Läden und Hotels gehe, haben wir auch immer darauf geachtet, die Locals zu unterstützen. Bei diesen kleinen Restaurants haben die Menschen versucht, was aus ihrem Dorf zu machen – es stehen keine großen Investoren oder Hotelketten dahinter. Und auch wenn nur eine nackte Glühbirne abends über dem Tisch hängt und der Kellner auch mal die Bestellung verwechselt hat, war ich gerne dort Gast.

 

Ein kleines Cafe, dass ein bisschen stylischer ist, haben wir auch entdeckt – dort werden auch zwei Bungalows vermietet – das Aga Surf View. Wir sind dort einmal nachmittags eingekehrt. Ich habe zwar die Zimmer nicht gesehen, aber es sah online auch sehr schön aus. Würde ich auch als Unterkunft in Erwägung ziehen.

Wie überall an den kleineren Örtchen an der Südküste sieht man auch noch einzelne Ruinen des Tsunami-Unglücks. Was auf den ersten Blick fast verwunschen und sogar malerisch wirkt, lässt einen doch schnell daran erinnern, dass diese ungeheure Katastrophe sich wirklich genau an diesem Ort abgespielt hat, viele Menschen ihre Liebsten verloren und/oder wirtschaftlichen Totalschade erlitten haben, und beschert einem immer wieder Gänsehautmomente.

Viel mehr gibt es von Unakuruwa eigentlich nicht zu erzählen, es liegt ein paar Kilometer vor Tangalle. Tangalle direkt hat mir nicht so gut gefallen – ist halt eine Stadt mit Geschäften an der Straße aber rund um Tangalle gibt es wohl viele solche Örtchen mit traumhaften Stränden und schönen Unterkünften und eine Lagune. Man kann also auch ein bisschen länger bleiben und mit dem Tuk Tuk zu den verschiedenen Stränden fahren. Wenn man ein kleines, verträumtes Strandörtchen sucht, ist man hier bestens beraten. Wer schicke Bars und etwas mehr Unterhaltung, Party oder ähnliches braucht, wird sich eher langweilen, wir waren manchmal sogar alleine am Strand.

Mehr zu Sri Lanka:

Villa Vista in Haputale, Zentral Sri Lanka

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende – möge der Frühling aus seinem Versteck kriechen ;-)

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