Outfit „waiting for Summer“ and a Sunday walk to „goldene Bar“

In der letzten Zeit habe ich es mir angewöhnt, meine Kamera öfter einfach mal in die Handtasche zu packen. Einerseits habe ich seit ein paar Wochen ein neues Objektiv mit Festbrennweite, das etwas leichter als mein Zoom-Kit-Objektiv ist. Man muss sich schon etwas umgewöhnen, wenn der Zoom plötzlich von den Füßen übernommen werden muss, aber mir macht das Knipsen gerade richtig Spaß und die Bilder gefallen mir auch schon recht gut. Andererseits brauche ich gerade im Job auch öfter meine Kamera und so ist sie jetzt öfter im Alltag mit dabei.

Das schöne daran ist, dass ich eigentlich schon länger wieder mehr über Restaurants oder meine Freizeitbeschäftigungen und Lieblings-entdeckungen in München schreiben wollte, aber das extra für den Blog zu planen, Kamera einpacken und so weiter war dann nie wirklich praktikabel. Zwar habe ich immer noch oft Hemmungen, in Restaurants meine Kamera auszupacken und Fotos zu machen – aber auf Reisen ist es mir ja auch egal und so spiele ich halt Tourist in der eigenen Stadt oder Münchenblogger -)

Ich finde auch, dass solche Beiträge vielleicht wieder mehr dem ursprünglichen Bloggedanken näher kommen, wiel ich so wieder mehr aus dem alltäglichen Leben erzähle, was ich so mache und unternehme – auch wenn die Bilder dann vielleicht nicht so schön werden, weil es schon dunkel ist oder einfach zu viele Leute im Weg.

Und während sich gerade die Sonne durch die dicke Wolkendecke kämpft, die München in den letzten Tagen nicht losgelassen hat, zeige ich euch die Bilder von unserem Spaziergang letzten Sonntag und eines meiner Lieblingsoutftis für die Überganzgszeit. Egal ob Herbst oder Frühling, die dicke Strickjacke von Kontatto zusammen mit meiner liebsten veganen Lederleggins, meiner knallroten Handtasche und einem Schal ziehe ich immer gerne als Vor – oder Nach-Stufe zum Wintermantel an. Mit dem Unterschied, dass ich im Herbst so richtig den Schichtlook und die goldenen Sonnenstrahlen genieße, während ich es im Frühling so gar nicht erwarten kann, dass die Blätter endlich grün werden, alles nicht mehr so kahl ist und ich überhaupt keine Jacke mehr bzw. nur eine dünne Jeansjacke brauche.

Ihr seht, ich bin nicht wirklich der Frühlingsmensch, vor allem weil es hauptsächlich ein Warten darauf ist, bis die Sonne endlich stark, die Blätter grün und die Temperaturen warm sind. Trotzdem freue ich mich schon sehr darauf, trotz drohendem Heuschnupfen immer mehr Zeit draußen zu verbringen und anstatt zuhause gemütlich Cocooning zu betreiben die Stadt für mich zurück zu erobern. Und da kommen wir auch gleich zu einem meiner Lieblingsplätze in München: Der goldenen Bar.

Letzten Sonntag sind wir dort eingekehrt und es war gerade die typische Kaffee-Sonntags-Rushhour. Daher war es entsprechend voll und ich habe nicht ganz so viele Fotos machen können und ein paar Handyschnellschüsse sind auch dabei. In die goldene Bar kann man aber auch toll abends zu feinen Cocktails oder Longdrinks einkehren oder bei wärmeren Temperaturen auf der schönen Terrasse sitzen – hier mal ein Foto aus wärmeren Zeiten:

Die Bar ist in der Prinzregentenstraße direkt anschließend an den englischen Garten im Haus der Kunst. Ich mag den Stil sehr, bei dem das wuchtige historische Beton-Gebäude mit dem goldenen Decor und den Metall- und Holztischen im Midcentury-Design in Kontrast steht. Alt und Neu, chic und lässig treffen hier entspannt aufeinander, was auch ein bisschen beim Publikum und dem Personal so ist. Ich freue mich schon auf eine lauen Abend mit netten Leuten und Weißweinschorle im Sommer auf der Terrasse der goldenen Bar.

Und jetzt wünsche ich uns allen ein wunderbars Frühlingswochenende – die Sonne hat sich mittlerweile durchgekämpft und es wird Zeit für meinen Samstagsspaziergang zum Wochenmarkt. Was haltet ihr von meinem Plan, öfter mal von Restaurants und Co zu berichten, wo ich mich in München so rumtreibe – auch wenn die Bilder vielleicht nicht so hochwertig werden? Happy weekend euch allen

*thea

Ein spontaner Sonntag im Schnee // Mal ein anderer Hüttentip für Hochfügen und meine Erfahrungen mit dem DriveNow Skipaket

Tagestrip nach Hochzillertal von München

Am Sonntag war es soweit – ich war endlich im Schnee und vor allem – endlich auf meinen geliebten Ski! Als Wahlmüchnerin mit den Bergen vor der Haustüre habe ich vor sechs Jahren wieder mit dem Skifahren angefangen, mir ein paar Carver zugelegt und jede Möglichkeit genutzt, wenn sich eine Mitfahrgelegenheit in die Berge ergeben hat. Dieses Jahr hat sich meine Lust auf Wintersport am Wochenende etwas Zeit gelassen, da ich Weihnachten in NYC verbacht habe, und mir es danach erstmal zu Hause gemütlich machen wollte. Am Samstag war es dann aber soweit – ich habe einen regelrechten Koller bekommen. Mit einem Ausflug in den fränksichen Fasching hat es dieses Jahr auch nicht geklappt, dann wollte ich jetzt wenigstens endlich Skifahren gehen. Ziemlich blöd, wenn man gerade kein Auto zur Verfügung hat und alle alpinfreudigen Spezl andere Pläne. Und auch wenn es wieder so mild geworden ist, wollte ich am Sonntag unbedingt in die Berge fahren.

skiing in hoczillertal austria tyrolNun ist es halt nicht so besonders praktisch, wenn man das erst am Samstag abend beschließt, denn ein Autovermietungs-Schnäppchen bekommt man last minute ja leider weniger. Da ist mir eingefallen, dass DriveNow von München aus mit dem Skigebiet Hochzillertal/Hochfügen eine Kooperation hat. Nach kurzem googlen habe ich mir die Konditionen durchgelesen – und beschlossen: Morgen probieren wir das mal aus. Dieser Beitrag ist keine bezahlte Werbung – aber ich dachte, vielleicht interessiert den ein oder anderen ja ein Erfahrungsbericht. Ich finde innovative Angebote als Alternative zum eigenen Auto ja immer interessant und zunächst gut und für emfpehlenswert. Aber jetzt die große Frage lohnt sich das DriveNow Angebot wirklich?

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Ich würde sagen jein. Es ist auf jeden Fall günstiger mit dem eigenen Auto ins Skigebiet zu fahren oder auch mit einer Tagesfahrt eines Busunternehmens. Rechnet man aber rein, dass ein eigenes Auto übers Jahr ja so einiges kostet und man mit DriveNow viel flexibler als mit einem Busunternehmen ist, ist das Angebot für einen spontane Tagesausflug schon in Ordnung. Man muss halt versuchen, alle inklusiv-Leistungen zu nutzen. Das Drive-Now Angebot sieht wie folgt aus: Für zwei Personen zahlt man 175€. Dabei sind: Das Auto für 24 Stunden inklusive Sprit, ein reservierter Parkplatz direkt vor der Gondel, zwei Getränke auf der Wedelhütte und reduzierte Leihski. Wenn man bedenkt, dass ein Tagesskipass aktuell 50,50€ pro Person kostet sind das dann noch 74€ fürs Auto. Wir hätten bei einer spontanen Mietwagenbuchung am Samstag abend nur ein Auto für 70€ bekommen ohne Sprit – somit war es bei dieser Spontanaktion die günstigere Wahl. Auch entfällt mit DriveNow ja das lästige Auto abholen und zurück bringen (vorausgesetzt man hat Autos im Wohnviertel stehen). Das Paket wird direkt über das Navi im Auto gebucht, man kann sich also wirklich spontan entscheiden und den Vorzugsparkplatz habe ich dem vollen Feriensonntag gerne in Anspruch genommen – die Skipässe lagen auch schon an der Info für uns bereit. Für den reibungslosen Ablauf bekommt DrivNow hier von mir die volle Punktzahl. Dass man die Getränkegutscheine nur auf der Wedelhütte einlösen konnte, finde ich etwas schade, da man in so einem großen Skigebiet ja nicht sofort jede Hütte schnell erreicht – außerdem stand im Internet, dass man sie auch in der Kristallhütte einlösen kann, was nicht der Fall war. Die vergünstigten Leihski wollte ich mit eigener Ausrüstung nicht nutzen – aber mein Freund hat nur 16 statt 26 Euro gezahlt. (Basisausrüstung bekommt man für 10€ statt 20€) und sich mal wieder auf Ski gewagt – sein Snowboard haben wir im Auto gelassen.

IMG_3516Ich denke zum Skigebiet Hochzillertal/Hochfügen muss ich nicht wirklich was erzählen – meiner Einschätzung nach wurde es gerade es in den letzten Jahren zunehmend von Münchnern und auch Touristen von weiter her für Tages- oder auch längere Ausflüge genutzt. Die Entfernung ist noch OK für eine Tagesfahrt und es ist durch die Höhe ziemlich schneesicher. Auch wurde in den letzten Jahren recht viel in Marketing und Ausbau investiert, so fährt mittlerweile ein bequemer Sessellift zur allseits beliebten Kristallhütte, wo man früher nur mit dem Schlepper hingekommen ist. Ich finde die Kristallhütte ist wirklich einen Besuch wert und ansprechend gestaltet, allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass mittlerweile fast jeder da hin geht und das Skigebiet auf der Kaltenbacher-Seite auch viel voller ist. Daher und weil wir eine weniger windige Stelle gesucht haben, sind wir am Sonntag auf die Hochfügener-Seite gewechselt. Und da haben wir unsere Mittagspause in einer Hütte gemacht, die eine super Alternative zu den bekannteren Hütten ist: Der Aarwirt. Ich war dort schon mal im Skirurlaub vor fünf Jahren eingekehrt und die Hütte war am Sonntag noch genauso toll, wie in meiner Erinnerung. An der Piste Nummer 3, die übrigens bei stürmischem Wetter ein super Tipp ist, da windgeschützt, liegt sie auf der rechten Seite. Sie ist gemütlich und es geht etwas ruhiger zu als zB. auf der Kristallhütte mit Dj-Musik. Das Essen schmeckt lecker und man wird am Tisch bedient. Aber das besondere ist die Einrichtung: Der Ausdruck „mit Liebe zum Detail“ ist hier wirklich Programm. So eine schön gestaltete Hütte im Skigebiet findet man wirklich selten. Ich hatte keine DSLR Kamera dabei, aber dem inneren Drang mit meinem Handy herumzugehen und ein paar Blogfotos zu machen, konnte ich nicht widerstehen, denn ich glaube gerade wer öfter zum Skifahren nach Hochfügen geht, freut sich über eine schöne Alternative zu den großen vermarkteten Hütten.

Aarwirt Hochfügen

Einkehren Skihütte Zillertal

Aarwirt in Hochfügen, Zillertal

Wenn ich die Bilder so anschaue, werde ich ganz wehmütig und hoffe, dass Frau Holle sich nochmal entschließt zumindest die Berge zu beglücken. Ein verlängertes Skiwochenende mit weniger Fahrerei und mehr Entspannung möchte ich diese Saison auf jeden Fall noch machen. Trotzdem empfinde ich die Nähe zu den Bergen immer als Geschenk – im Winter einen Tag mit so viel Bewegung an der frischen Luft hätte ich ohne das Skifahren glaube ich nicht. So ein Sonntag im Schnee entlüftet den Kopf und man kommt wirklich mal raus. Habt ihr auch Lieblingshütten und Skigebiete? Oder kennt ihr tolle Selbstversorger-Hütten zum übernachten? Freue mich über Tipps!

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Alles liebe – euer Ski-Haserl bzw. Ski-Corn

*thea

P.S. Weitere Beiträge mit Ausflugstipps für Münchner findet ihr hier:

Wandern und Wellness am Schliersee
Sundowner am Wörthsee

Hoczillertal Hochfügen ski optimal

Ausflugstipp für Münchner // Wandern und Wellness am Schliersee

Wandern und Wellness am Schliersee

Liebe Municorn-Freunde, ich habe letzte Woche einen großen Fehler begangen – ein Profi-Blogger würde das nie tun – aber die Sucht ist Schuld! Ich leide seit Donnerstag nämlich unter starker Schilf-Fotosucht! Und während ich im Schilf-Foto-High ein Foto nach dem nächsten durch die VCO-APP gezogen habe, habe ich vor lauter Begeisterung ob des Schilfs und der Sonne vor bayerischem Idyll und der  Kombination von Schilf und Fotofiltern, nicht nur ein tolles Bild geteilt, sondern gleich Facebook und Instagram mit Schilfies (Bezeichnung der Schilf-Foto-Junkies für ihren Stoff,  Kombination aus Schilf und Selfie) vollgespamt. Wohlwissend, dass ich eigentlich auch tolle Bilder mit meiner großen Kamera geschossen hatte, die ich dann als Ausflugstipp für Münchner Bloggen wollte. Nachdem ich beim Sichten der Bilder auf der Nikon aber dann gemerkt habe, dass die Motive eigentlich auch nichts anderes als die bereits geposteten Handybilder hergeben – Schilf, Berge und See angereichert mit Herbstlaub – trat Ernüchterung ein. Der Schilf-Fotosucht-Kater sozusagen. Pulver verschossen – Blogpost überflüssig, toll. Aber weil der Ausflug so schön war und ich finde, dass man sich an goldenen Herbstbildern und bayerischen Seen sowieso nie satt sehen kann, kommt hier jetzt trotzdem noch der Post dazu – ohne VSCO-Filter aber trotzdem mit viel Schilf. Ich möchte euch wirklich nicht langweilen, aber ein Herbstausflug zum schönen Schliersee ist ein toller Tipp und das beste daran: Ihr könnt den ganz entspannt und easy peasy ohne Orga- und Orientierungsstress machen.

Und weil er so easy peasy ist, sag ich es gleich: Die Outdoor-Spezialisten unter euch, die jedes Wochenende mit ihren Trekking-Stöcken und Funktionskleidung bewaffnet durchs bayerische Voralpenland kraxeln, werden enttäuscht sein, beziehungsweise kennen den See und die Routen außenrum sowieso in und auswendig – ihr könnt euch ja an den Schilfbildern erfreuen;-)schliersee balancieren - nofilter Beziehungsweise an diesem tollen Gif –>
Aber vielleicht gibt es ja noch ein paar andere in München, Zugroaste oder Faule, denen es so geht wie mir des öfteren: Ich wache an einem freien Tag auf und merke, dass schönes Wetter ist. Und bis mir ein schöner Ausflug einfällt, bei dem man die Nähe Münchens zu den Bergen ausnutzen kann, geht es auf mittag zu und für eine große Bergwanderung ist es viel zu spät und ich laufe dann einmal um den Flaucher oder durch den englischen Garten und dann wirds auch schon dunkel. Wenn man kein Auto hat, ist das Ganze irgendwie noch komplizierter. Dabei kann es so einfach sein: Man fährt mit der Bob zum Schliersee und läuft einmal außenrum – kann die schöne Natur genießen ohne sich zu überanstrengen, kehrt in ein nettes Cafe ein und fährt wieder heim. Oder man geht anschließend zum Wellnessen.

Das ist ja jetzt kein großes Geheimnis, aber bei mir hat es fast acht Jahre in München gedauert, bis ich mal da drauf gekommen bin. Letzte Woche war nämlich meine Mama zu Besuch und das Wetter war fein. Sie ist wie ich bayerischen Seen und dem Wellnessen nicht abgeneigt. Daher habe ich überlegt, wie wir den freien Tag zusammen verbingen können. Und weil ich schon einmal am Schliersee im Monte Mare Wellnessen war und wusste, dass es nur einen Katzensprung vom Bahnhof enfternt ist, dachte ich, das wäre eine gute Idee. Wo man da entspannt ohne große Karte und Recherche laufen kann, wusste ich aber nicht. Zum Glück wohnt die liebe Mrs.A, in Schliersee, die mir per Facebook gleich ein paar Tipps für einen Ausflug mit Mama in der Herbstsonne geschickt hat, die ich euch nicht vorenthalten möchte:

Der Schliersee hat einen Rundweg direkt am See und die Größe ist auch genau richtig, um da mal außenrum zu laufen. Das heißt, man ist nicht nach 10 Minuten wieder am Ausgangspunkt aber man betreibt auch keinen Hochleistungssport und muss nicht einen ganzen Tag dafür einplanen. Er ist 7,5 km lang und man kehrt entweder in Schliersee ein oder am Weg in der Rixner Alm. Was nur nicht so schön ist: der Weg liegt an der einen Seeseite direkt neben der Straße. Naturliebhaber können aber auf eine ausgedehntere Variante über die Burgruine Hohenwaldeck ausweichen. Alternativ gibt es die Möglichkeit, nur den halben Weg zu gehen: Man fährt dann mit der Bob bis nach Fischhausen-Neuhaus, schaut bei Interesse das Wasmeier-Museum an und spaziert dann am Westufer ohne Verkehrsmief zurück nach Schliersee. Dort kann man dann einkehren oder ins Monte Mare zum Wellnessen bevor man vom Ort Schliersee mit der Bob zurück fährt.

Wir wollten eigentlich die kurze Variante nehmen… aber wir haben als absolute Bob-Anfänger nicht auf den richtigen Wagen beim einsteigen geachtet – Vorsicht: Entkoppelt wird das erste Mal in Holzkirchen – und befanden uns kurzzeitig auf dem Weg nach Bad Tölz (auch nicht das hässlichste Ziel). Ein netter Schaffner hat uns dann aber gesagt, dass wir noch zurückfahren und umsteigen können, ohne groß Zeit zu verlieren. So kamen wir dann wie geplant am Schliersee an, aber die Möglichkeit in Fischhausen auszusteigen war mit der neuen Verbindung dann irgendwie nicht mehr möglich. Leider waren wir auch noch ein bisschen Erkältungs gebeutelt, so dass wir zwar am Monte Mare vorbei geschlendert sind, aber das mit dem Wellnessen aufs nächste mal verschoben haben. Man müsste für meine grandiose Idee mit dem Wandern und Wellnessen dann nur klären, ob man seine Tasche mit Bademantel und Co dort hinterlegen kann, während man um den See läuft, sonst wäre die Kombi aus Wandern, Wellnessen und Zug fahren dann doch nicht sooo praktisch.

Wir sind letztendlich dann den kompletten Rundweg gelaufen- zurück am Weg neben der Straße, weil es schon gedämmert hat. Die Möglichkeit mit der Ruine möchte ich aber auch noch ausprobieren. Jetzt wo ich weiß, dass das mit der Orientierung und der Bob so einfach geht. In Schliersee gibt es dann nette Möglichkeiten zum einkehren, wir haben uns das Cafe Glückseelig ausgesucht, das vegetarische Speisen aus der Region und aus einem Fair Trade Laden anbietet. Nach einer heißen Suppe gings zurück in die Bob, die dann von Ferien-Kindern plus zugehörigen Eltern doch recht gut besucht war. Von denen haben wir auf unserer Tour übrigens fast nichts bemerkt – die waren bestimmt auf der Schliersbergalm, eine andere leichte Wanderung, die Mrs. A. mir noch geschickt hatte.

Fazit: Auch wenn man sich keine Riesenwanderung vornimmt, für die man Karte, Auto und Kondition braucht, kann man als Münchner doch ganz leicht was von den Bergen und dem schönen Oberland haben. Der Ausflug wird bestimmt bald wiederholt, gerne auch im Schnee und in Kombination mit Sauna nach dem Wandern. Nach dem Wellnessen in den Zug zu steigen, stelle ich mir zwar nicht so gemütlich vor – in dem Fall vom Monte Mare würde ich da aber wirklich eine Ausnahme machen, denn der Weg zum Bahnhof ist nicht der Rede wert.

Es war wirklich ein schöner Mutter-Tochter-Tag, mit Herbstsonne, dem idyllischen Bayernland und nicht zu vergessen: Schilf-Fotos! Habt ihr auch noch Ausflugstipps und Routen zum Spazierengehen oder Wandern, die man ganz spontan ohne langes planen machen kann? Am liebsten mit dem Zug oder der S-Bahn? Dann immer nur her damit!

Schon gebloggt habe ich den Sommerausflug zum Baden an den Wörthsee – ich denke, den kann man auch genauso gut in einen Herbst-Winter.Spaziergang umwandeln.

Ich wünsche euch einen gemütlichen Übergang vom Herbst in den Winter – und wenn ihr vor lauter Cocoonen, Kerzen und Glühwein auch mal raus wollt, wisst ihr ja jetzt, was ihr zu tun habt ;-)

P.S. Das Monte Mare gibts übrigens auch am Tegernsee – und die Bob fährt da auch hin – das probiere ich vielleicht das nächste Mal aus…

Ausflugstipp für Münchner // Sommerabend mit Sundowner und Pizza am Wörthsee

Swimming Sundowner and Pizza at Wörthsee{ Für Lesefaule: Die organisatorischen Fakten zu diesen Fotos sind am Ende des Posts noch eimal kurz in Sitchpunkten zusammengefasst }

Hach was waren das für Tage in den letzten Wochen! Die Hitzewelle verweilte im Land und alles verlief irgendwie verlangsamt und trotzdem so intensiv. Ich gehöre zu denjenigen, die im August eigentlich nie ihren Jahresurlaub machen, denn im Sommer ist es in München so toll – trotz Arbeit. Und so wurde schwitzend und träge im Büro sitzend schon seit früher Stunde der Feierabend ersehnt – mit einem Abendplan und manchmal auch gleich dem Bikini im Gepäck. Baden oder doch Biergarten? Picknick oder doch ein Sprung in See, Isar oder Eisbach? Möglichkeiten gab es viele und aufs Wetter war ja auch verlass.

Die Wohnung verkam zum vernachlässigten Taubenschlag, denn es wurden eigentlich nur die Taschen mit Bikini, Sonnencreme und frischen Handtüchern um- bzw. bepackt. Socken? Schon lange nicht mehr gesehen, Couch? steht vereinsamt und angestaubt im Wohnzimmer rum. Blog? Strohballen wehen durchs Municorn’sche Universum. Die Hausarbeit beschränkte sich auf regelmäßiges Eiswürfel produzieren und Balkonblumen gießen. Und so sehr ich die Zeit genossen habe, so sehr habe ichdann auch die ersehnte Abkühlung und den Regen begrüßt.

Ein bisschen verschnaufen für uns und die augetrocknete Natur, Kühle in der überhitzten Wohnung und einfach mal wieder tief schlafen, aufräumen, produktiv sein, sich für aktuelle Themen interessieren und die Urlaubsplanung angehen. Doch jetzt soll er zurück kommen, der Sommer und ich bin erneut bereit! Laut Wetterbericht soll uns nach den heißen Hochsommertagen schon mit diesem Wochenende ein schöner Spätsommer bevor stehen. Meine persönliche Lieblingszeit! Lieber Altweibersommer, ich freu mich so auf dich! Fieberhaft wird überlegt, welche Aktivität unbedingt noch unternommen werden muss, bevor der Herbst ins Land zieht. Geht es euch genauso? In welchen See soll noch gesprungen werden und in welchem Biergarten noch bis spät abends geratscht? Doch mal SUPen, ein Schlauchboot kaufen und die Isar entlang paddeln oder eine neue Dachterrasse ausprobieren? Alles scheint möglich und doch sind die Tage des Sommers gezählt.

Wenn es euch genauso geht, und ihr auch keinen der letzten Sommerabende ungenutzt versteichen lassen wollt und überlegt, was ihr in diesem Sommer noch unternehmen möchtet, hätte ich hier einen Tipp für euch. Ein Ausflug, den man an heißen Sommertagen auch mal nach Feierabend machen kann – oder auch am Wochenende. Mein persönlicher perfekter Sommerabend am Wörthsee. Den habe ich mit Mr.X schon vor zwei Wochen in der Hitzewelle verbracht und für seeehr nachmachenswert befunden. Es geht zur Feuerwehrwiese nach Steinebach. Kurz zusammengefasst hat der Ausflug ein paar Vorteile auf einmal:

S-Bahn Anbindung – man benötigt kein Auto und auch keinen Parkplatz am vollen See – es gibt einen Fußweg zum öffentlichen Badeplatz mit Liegewiese, Toiletten und Kiosk. Und zwar nicht irgendein Kiosk sondern „Il Kiosko“ wo man unter anderem lecker italienische Pizza, Weine, Apperitfs und vieles mehr genießen kann- und das Beste kommt umsonst noch obendrauf: Die Sonne versinkt genau auf der gegenüberliegenden Seite im See. Ich habe diesen Tipp von einer Arbeitskollegin vor ein paar Jahren bekommen und bin immer noch begeistert, wie einfach man einen tollen idyllischen Sommerabend mit leckerem Essen und Sonnenuntergang in der Nähe Münchens bekommt. Ohne Schicki-Micki und Stress, einfach auf einer öffentlichen Wiese.

Da wollte ich unbedingt nochmal meinen Feierabend im Sommer verbringen. Das Vorhaben war also klar: Ich verbringe mit Mr.X einen schönen Badeabend mit Sonnentuntergang am See und nehme die Kamera mit, weil Sonnenuntergang, Campari-O und Pizza stellte ich mir als unglaublich tolles Fotomotiv vor und den Ausflugs-Tipp wollte ich ja sowieso bloggen. Gesagt getan. Freitag nachmittag wurde Feierabend gemacht und der sengenden Hitze in der Stadt mit einem Sprung in die S8 Richtung Herrsching den Rücken gekehrt. Die Haltestelle Steinebach war das Ziel, das wir in einer knappen dreiviertel Stunde erreichten. Nach einem Fußweg, der einem in der Hitze zum See leider nicht wirklich kurz vor kommt, aber doch nur 15 Minuten dauert, haben wir uns dann ein Liegeplätzchen auf der „Feuerwehrwiese“ am See gesucht.

Alles verlief wie geplant: Baden, chillen, Fotos für den Blog machen, baden, chillen und so weiter. Dann knurrte der Magen und wir bewegten uns Richtung Kiosko. Dass wir an einem Freitag-Abend im August natürlich nicht die einzigen mit der genialen Idee waren, war uns klar. Aber siehe da: Wie durch ein Wunder wurde gerade ein Tisch in der ersten Reihe am See frei! Juhu! Mein kleines Blogger-Herz freute sich, denn Fotos von Getränk, Pizza UND Sonnenuntergang waren mir sicher! Sicher? Nein, nicht ganz. Denn leider wollte genau in diesem Moment gefühlt die komplette Liegewiese auch etwas essen und die Schlange der Wartetenden reihte sich wo auf? Natürlich genau vor unserem Tisch! Na Bravo…

Da schoben sich die ganzen Menschen doch zwischen meinen Campari-O und den Sonnenuntergang. Arghhhh..Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, habe ich trotzdem versucht die Menschen etwas auszublenden und bin auch des öfteren zwischen zwei Bissen mit meinem Campari-Glas in der einen und der Nikon in der anderen Hand vor die Schlange gehüpft und habe noch ein paar schöne Bilder machen können. Mein armer Freund ist es mittlerweile ja schon gewohnt, dass beim Essen auch mal fotografiert wird ;-) Aber trotz der Warteschlange kann ich euch so einen Abend am Kiosko wirklich sehr empfehlen. Ich hatte übrigens eine Pizza mit frischem Trüffel und Ruccola für 8 Euro, also der Preis ist für so eine tolle Aussicht wirklich fair und falls es doch nicht mehr richtig heiß wird, ist es dort auch schön draußen zu sitzen ohne ins Wasser zu gehen. Und was habt ihr für die letzten Sommertage noch auf eurer To-Do-Liste? Irgendeinen Tipp, den ich unbedingt machen sollte?

Ein Abend am Wörthsee – Ausflugstipp ab München:

Die S8 Richtung Herrsching fährt mehrmals pro Stunde hin- und auch zurück (Richtung Flughafen)
Von der Haltestelle Steinebach läuft man 15-20 Minuten zum See
Einen Liegeplatz bekommt man auf der Feuerwehrwiese, wo man auch baden kann
Il Kiosko ist direkt auf der Wiese – Die Betreiber Franca & Gene sind im Ort schon eine Institution und betreiben mittlerweile auch einen Kiosko am Pilsensee
Nach dem Sonnenuntergang läuft es sich gleich viel leichter zurück zur Bahn – die dreiviertel Stunde Fahrt bis München kann sich dann aber schon etwas ziehen.

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Municorn’s Munich Monday // Ein Blick hinter den Streetfoodtrend in München

Streetfood Foodtrucks München

Hallo ihr lieben! Irgendwie musste ich gerade mal wieder an mein schon lange in sämtlichen Hirnwindungen versacktes BWL Studium denken. Warum? Weil man die allgemeinen Grundsätze der Marktstrategie auch ziemlich gut an urbanen Lifestyletrends beobachten kann, ihr glaubt mir nicht? Nun, da wären zunächst die Pioniere, die mit ihrer Geschäftsidee als erstes am Markt erscheinen. Ihr Vorteil: Sie haben keine Konkurrenten und können die Preise bestimmen. Können sie mit ihrer Idee begeistern und funktioniert das Produkt, kommen dann schnell die Nachmacher, die sich mit einem ähnlichen Konzept den Markt mit dem Original teilen wollen. Gerade sehr gut beim allgemeinen Streetfoodtrend zu beobachten, der nun auch in München angekommen ist. Und ich meine damit nicht normale Imbissstände oder die Hippie-Buden des Tollwoodfestivals, ihr könnt es euch schon denken (haha und in der Überschrift stehts ja  auch) ich meine die Foodtrucks.

Bevor mir meine liebe Freundin Mrs. N. letztes Jahr erzählt hat, sie möchte mit ihrem Freund zusammen einen alten Truck kaufen, restaurieren und zu einem Foodtruck umfunktionieren, wusste ich ehrlich gesagt gar nicht so genau, was da der Unterschied zur fahrbaren Imbißbude sein soll und wie sowas dann genau aussieht. Mittlerweile weiß natürlich jeder was ein Foodtruck ist, und es gibt nicht nur eine sondern gleich mehrere Möglichkeiten in München, sich bei Streetfood-Märkten und Co was leckeres auf die Hand zu holen. Ihr seht: Martkfolger-Strategie und so ,-)  Das erste Event, das mir aufgefallen ist, war der Hall of Taste Streetfoodmarket im MMA, den es seit Anfang des Jahres gibt. Schnell gab es weitere Streetfoodevents, zum Beispiel auch am Großmarkt. Und nicht nur wegen dem Projekt meiner Freundin war ich neugierig, denn für so Trend-Sachen habe ich ja doch immer eine große Affinität. Am Samstag habe ich es dann endlich auch mal ins MMA zu „Hall of Taste meets Midnightbazar“ geschafft.

Was mir gefallen hat: Ganz klar die Food Trucks an sich. Jeder Truck  hat ein eigenes Konzept, das mit kreativer Namensgebung („Grillin‘ me sofly“), handbemalten Schildern und vielem mehr indivuduell und mit viel Liebe zum Detail gestaltet und umgesetzt wurde. So waren nicht nur Trucks am Start, sondern zum Beispiel auch eine Crepe-Tram. Die Auswahl der angebotenen Waren war abwechlsungsreich und alles andere als 0815. Vom Smoothie über die klassischen asiatischen Straßengerichte bis zum Burger aus Wild mit Preiselbeeren (Stand Vogelwild) war für (fast) jeden Geschmack etwas dabei. Nur wer die Imbissbuden-Klassiker, wie ne einfache Tüte Pommes liebt, hatte zumindest bei dem Event  am Samstag das Nachsehen.chivito foodtruck

Was mir nicht so gefallen hat: Letzten Samstag im Speziellen fand ich die Kombination aus Streetfood-Market und Flomarkt nicht so gelungen. Im Flohmarktbereich war es super eng, und das Stöbern hat nicht wirklich Spaß gemacht. Der Streetfoodmarkt fand nur draußen statt und es war hauptsächlich voll, kalt und dunkel, gerade was die Sitzplätze betrifft. Da kommt dann aber auch meine Erfahrung zu Streetfood im Speziellen dazu: Ich habe zum Beispiel auch in Asien, dem Mekka der Straßenküche, gemerkt dass ich nicht so der Typ Mensch bin, der gerne auf der Straße isst. Ich mag es, mir zum essen Zeit zu nehmen und wenn ich „draußen“ essen gehe und mich mit Leuten treffe, will ich dann gemütlich in einem schönen Restaurant, Cafe oder Biergarten sitzen und mich unterhalten. Im Stehen und Laufen essen mache ich nur, wenn ich es absolut eilig habe und die Nahrungsaufnahe aufgrund eines drohenden Kreislaufkollapses oder ähnlichem geschehen muss. Normalerweise findet der „Hall of Taste“ ja draußen und drinnen statt, vielleicht ist es dann etwas stressfreier. streetfoodWenn ich im Sommer auf einem Outdoor Event, Festival oder ähnlichem wäre, ein gemütliches Plätzchen in der Sonne hätte und mit Freunden ein paar Stündchen da rumflaggen würde, würde ich mich sicher über ein paar hübsch designte Foodtrucks in der Nähe freuen. Jetzt im Winter aber abends Eintritt zu bezahlen, damit sich jeder der Gruppe woanders anstellt um im Halbdunklen schnell draußen was auf die Hand zu essen, muss ich so nicht mehr machen. Da warte ich dann lieber auf wärmere Temperaturen, dann ist auch bestimmt der Foodtruck von meinen lieben Freunden fertig ;-) Oder auf den nächsten Flohmarkt, denn wie gesagt, ein Mitläufer kommt selten allein – und Flohmarktfan bin ich ja schonmal….wenn es nicht so vollgestopft ist… my indigo food truck münchen

Und wie seht ihr das? Ist der Streetfoodtrend auch schon bei euch angekommen oder seid ihr eher wie ich die „Slow und Sitz“-Foodies? Falls ihr euch auch eine Meinung bilden wollt und das ganze mal anschauen möchtet: Hier kommt ihr zur Facebookseite von Hall of Taste und vom angekündigten Nachtkonsum mit Foodtruck RoundUp. Ich wünsche euch einen tollen Wochenstart!

Euer Municorn *thea

munich monday2Mindestens einmal im Monat gibts hier Montags Münchenliebe. Ich stelle eine Location vor oder widme mich aktuellen Themen oder Ereignissen unserer Stadt. Gerne könnt ihr mir auch Themenvorschläge schicken oder mich irgendwo hinschicken: Wenn ihr möchtet, dass das Municorn irgendeine Kneipe, Bar, Museum oder sonst noch was in unsrer schönen Stadt anschaut, ausprobiert oder testet und darüber berichtet – immer nur raus damit! In die Kommentare auf allen Kanälen oder per Mail.

Municorn’s Munich Monday // Tapas in der CORDO BAR

munich monday cordobarHappy Monday liebe Freunde des Municorns! Da töne ich noch groß rum, dass es hier bald totaaal viele München-Tipps und Münchner Gschicht’n geben und wird und dann kommt erstmal – nichts. So habe ich mir das mit meiner Montags Rubrik ja nicht vorgestellt. Einmal im Monat wollte ich den Munich Monday stattfinden lassen und habe gleich ein paar Wochen verstreichen lassen. Ich muss mir wirklich erst noch etwas antrainieren, meine Kamera öfter mitzunehmen, und mein Municorn-Dasein in mein gesellschaftliches Leben zu integrieren. Denn an Gelegenheiten die Ecken unserer Stadt vorzustellen mangelt es mir eigentlich nicht. Sozializing ist mein zweiter Vorname und ich bin ja doch des öfteren abends unterwegs. Und wenn ich das schon bin, kann ich ja meine Eindrücke durchaus mit euch teilen. Am Donnerstag war es dann soweit, die Kamera mit dabei und meine Arbeitskollegen mussten beim Stammtisch erstmal geduldig ihre Tapas von mir fotografieren lassen, bevors ans Schnabulieren ging. Die Bilder sind zwar trotzdem irgendwie unscharf geworden, aber das war mir jetzt auch egal. Tapas? Ja genau, denn wie es der Titel schon sagt, haben wir den Abend in der Cordo Bar im Glockenbachviertel verbracht.

Ich behaupte ja, dass ich ein spanisches Herz habe. Biologisch ist das zwar nicht möglich, aber auf einer spirituellen metaphorischen Ebene auf jeden Fall. Ich habe die Siesta praktisch schon in meinen Alltag integriert bevor ich überhaupt mal in ihrem Herkunftsland war und seit meinem Erasmus Semster vor mittlerweile 10 Jahren ist die Liebe noch größer geworden. Hier habe ich ja schonmal geschrieben, dass es mich in regelmäßigen Abständen auf die iberische Halbinsel zieht. Und wenn ich länger nicht dort gewesen bin, überkommt mich eine merkwüdige Fern-Heimweh-Mischung nach Spanien und ich muss verstärkt zu Ersatzdrogen greifen, wie der übermäßige Konsum von Manu Chao und Maná-Liedern, Rotwein und natürlich Tapas!! In München gibt es ja diverse Tapas-Bars – mein alltime Favourite ist zum Beispiel das Theatro-Tapas in Haidhausen. Aber als ich die Cordo Bar entdeckt habe, fand ich das Wortspiel im Namen schon mal cool und die Bilder von der Einrichtung auf der Homepage so ansprechend, dass ich sie ausprobieren wollte.

Und ich kann gleich vorweg sagen: Ich werde bestimmt wieder kommen um meine spanophilen Seiten auszuleben. Das Restaurant ist recht neu eingerichtet aber wirkt doch urig und gemütlich. Kachelmosaike an der Wand und dunkle Holzmöbel bestimmen das Bild. Die Lampen im industrial Style und die Bilder an der Wand geben den Räumen dazu noch einen modernen Touch. Als wir gleich nach der Arbeit um 18:30 reinkamen, war die Bar noch leer und ich habe die Gelegenheit für ein paar Fotos genutzt. Wie für München typisch empfiehlt es sich aber trotzdem zu reservieren, denn spätestens um 20:00 war der Laden dann voll. Was mir auch positiv aufgefallen ist, ist die Raumaufteilung. Es gibt eine Galerie und mehrere ineinander übergehende Gasträume – so merkt man gar nicht wie groß das Lokal eigentlich ist, und der Lautstärkepegel hält sich auf einem angenehmen Niveau. Was mir auch gut gefallen hat, ist das Speisen-Angebot.

Beim Tapas-Essen muss man ja immer aufpassen, dass man nicht an verölung leidet. Aber in der Cordo Bar gibts es eine abwechslungsreiche Karte und auch als Vegetarier hatte ich keine Probleme eine leckere Auswahl zu finden. Ich glaube auch, dass manche Tapas saisonal variiert werden. So kann ich aktuell den überbackenen Ziegenkäse auf gegrillter Rote Beete und Apfel empfehlen. Und zum Start warmes Brot mit Olivenöl und Meersalz. Die kleinen frittierten grünen Paprika, Pimientos de Padron genannt, die ich auch in jedem Spanien-Urlaub mehrmals genieße, sind auch auf der Karte vertreten. Außerdem hab ich noch die Gemüsetortilla probiert und panierte Artischocken, hat alles lecker geschmeckt und kann so weiterempfohlen werden. Die Fleisch- und Fischesser unter uns können sich über Serranoschinken, Gambas und viele weitere Schmankerl freuen. Außerdem gibts auf der Karte noch andere Gerichte als Tapas, wie zB Paella oder auch Nachtisch. Die habe ich aber selber nicht probiert, deswegen kann ich nix dazu sagen. Der Schokokuchen mit heißem Kern meiner Kollegin hat aber auch sehr fein geduftet.

Preislich würde ich sagen, liegt das Restaurant in der „typisch München“-Skala also nicht wirklich günstig aber schon OK. So ein gebackener Ziegenkäse hat glaube ich ca. 6€ gekostet. Ich empfehle als kleine Gruppe hinzugehen, und pro Person ca, drei Tapas zu bestellen und alles zu teilen. Dann wirds auch nicht zu teuer. Preise und Karte könnt ihr auch im Internet einsehen. Zusammengefasst hatte ich dort  einen schönen gemütlichen Ratschabend mit leckerem Essen und gutem spanischen Wein. Einziger Wermutstropfen: Freunde von mir waren zu einem Geburtstag dort und hatten dem Geburtstagskind einen Kuchen mitgebracht. Sie haben mir erzählt, dass der Kellner pro Person 1€ Tellergeld verlangen musste. Ich finde, wenn man in einer großen Gruppe den ganzen Abend dort trinkt und isst, muss das nicht sein. Aber wie gesagt: Ich persönlich habe gute Erfahrungen da gemacht. So, das wärs für den ersten Munich Monday. Ich freue mich schon auf die nächsten München Streifzug und wünsche euch einen guten Start in die Woche!

Euer Municorn

munich monday2Mindestens einmal im Monat gibts hier Montags Münchenliebe. Ich stelle eine Location vor oder widme mich aktuellen Themen oder Ereignissen unserer Stadt. Gerne könnt ihr mir auch Themenvorschläge schicken oder mich irgendwo hinschicken: Wenn ihr möchtet, dass das Municorn irgendeine Kneipe, Bar, Museum oder sonst noch was in unsrer schönen Stadt anschaut, ausprobiert oder testet und darüber berichtet – immer nur raus damit! In die Kommentare auf allen Kanälen oder per Mail.

Gastbeitrag // Mein München, dein München

Hallo ihr lieben! Vor kurzem habe ich auf Larissas Blog, No Robots Magazine über „Mein München“ berichtet und euch auf einen Spaziergang durch mein Viertel mitgenommen. Heute ist Larissa dran, und zeigt uns ihr München. Seid ihr bereit für einen Ausflug ins Westend?

Hallo, Welt! Ich bin Larissa von No Robots Magazine und ich lebe wie *thea in München. Vor Kurzem hat sie bereits bei mir über „ihr“ München gesprochen, heute revanchiere ich mich mit „meinem“ München: dem Westend. Und wie sieht’s bei euch aus? Macht bei unserer „Mein München, dein München“-Aktion mit!

Okay, ich habe gelogen. Das Westend ist gar nicht mehr mein München. Drei Jahre durfte ich dort leben. Dann haben mich befristete Mietverträge und überteuerte Mietpreise verjagt. Dennoch ist es für mich immer noch das schönste Viertel der Stadt. Ich war damals zum Wohnungsbesichtigungstermin zum ersten Mal auf der Schwanthalerhöhe und habe mich sofort Hals über Kopf verliebt. Das Viertel zeichnet sich nämlich in erster Linie durch seine wunderbarere Vielfalt aus. Entstanden ist es Ende des 19. Jahrhunderts als Arbeiterviertel zwischen Sendling und der neuen Bahnstrecke. Ein Industrieviertel, auch Glasscherbenviertel genannt, ursprünglich nicht unbedingt die schickste Gegend. Aber wie das immer so ist: Aus günstigem, zentralen Wohnraum wird irgendwann das „neue Szeneviertel“. Erst kommen Paare wie wir. Dann die richtige Szene und die Schikeria. Und dann wird’s teuer. So findet man aktuell ein Viertel zwischen bayerisch und multikulti, zwischen urig und szenig, zwischen Industrie und Schickimicki.1-urig-bis-szenig

Die Industrie ist größtenteils gewichen. Nur die Augustiner-Brauerei ist noch da und versieht das Viertel mit ihrem unverkennbaren Hopfengeruch.2-augustiner

Macht man einen Spaziergang durchs Viertel, landet man früher oder später auf dem alten Messeplatz, wo von 1908 bis 1998 die Münchner Messe beheimatet war. Zurück geblieben sind hübsche alte Hallen, in denen heute das Deutsche Verkehrsmuseum ist – übrigens sehr interessant, auch wenn man sich, wie ich, kein Stück für Technik interessiert. Dafür gibt es viele alte Autos und man darf in alte Güterwaggons steigen. Oder man sitzt einfach auf dem Platz in der Sonne, schaut auf die Westend-Schnecke und guckt den Kindern beim Fahrrad fahren oder auf der kleinen Halfpipe beim Skaten zu. Direkt nebenan liegt der, für mich, schönste Biergarten der Stadt, versteckt hinter den Bäumen, am Bavariapark. Der Bavaria-Biergarten ist klein und gemütlich und für Vegetarier gibt es leckere Pommes.3-alter-messeplatz

Weiter geht’s durch den kleinen Bavariapark – die grüne Oase des Westends, wo man Fußball spielen oder einfach nur entspannt in der Sonne liegen kann. Außer für zwei Wochen Ende September: Da ist der Park eher Ausnüchterungsanlage. Läuft man dann weiter, kommt man durch ein Neubauviertel in den Westpark. Das ist die ideale Jogging-Strecke oder auch ein hübscher Spaziergang. Wenn die Sonne scheint, sitzen die Schildkröten auf den Steinen im See und eines Tages macht hoffentlich auch wieder ein Café am See auf.4 parks-westend

Ach ja, und dann gibt es am östlichen Ende des Viertel natürlich noch diesen dritten „Park“ … Die Theresienwiese ist die meiste Zeit des Jahres eine brachliegende Anlage für Skater, Hunde oder Jogger. Zwei Wochen im Jahr allerdings findet dort das vermutlich größte Besäufnis der Welt statt, was viele Anwohner Reißaus nehmen lässt …5-oktoberfest

Am Ende des Spaziergangs kann man in einem der vielen gemütlichen Cafés einkehren. Berühmt ist das „Marais“, ein alter Kurzwaren-Laden, heute Szene-Café. Dort gibt es Plunder, Studenten und High Society. Noch lieber mag ich allerdings das kleine „Lohner & Grobitsch“ am Georg-Freundorfer-Platz. Einst ein Gemischtwarenladen ist es heute ein gemütliches Café mit nur wenigen Tischen zum Wohlfühlen. Definitiv einer meiner Lieblingsorte in der Stadt.6-lohnergrobitsch

Oder man geht beim „Neuen Kubitschek“ vorbei. Das Café, das einen mit „Fuck the Backmischung“ begrüßt, bietet eine irre leckere Auswahl der besten Kuchen der Stadt. Man kann auch Torten bestellen, von romantisch bis freaky. Mein Favorit ist Barbie im Sarg. Wie es sich für das „neue Szeneviertel“ gehört, kann auch das „Kubitschek“ mit seiner hübschen Deko punkten. Allerdings führen Qualität und Atmosphäre gerne dazu, dass der kleine Raum bis zum letzten Zentimeter belegt ist. Macht aber nichts. Wer in der Nähe wohnt, der holt sich einfach seinen Kuchen für den Sonntagskaffee nach Hause.7-kubitschek

Das war mein München. Und beim Besuch im alten Viertel musste ich fast ein wenig weinen, so vermisse ich es. Besucht es, so lange es noch so schön bunt ist wie jetzt!
Und was ist euer München?