Municorn goes Sri Lanka // Der Zauber von Unakuruwa

Nach meinem ausschweifendem Text im letzten Post – danke übrigens für eure Kommentare – ich habe die Jungle-Tapete bestellt und bin schon ein bisschen aufgeregt, wie sie wohl aussieht – gibts heute mal wieder viele Reiseeindrücke von unserem Sri Lanka-Trip im Januar mit weniger Worten  ;-) „Der Zauber von Unakuruwa“ – dass mein Blogartikel zu unseren zwei Tagen in diesem verträumten Strandörtchen in der Nähe von Tangalle diese Überschrift tragen sollte, habe ich schon dort beschlossen.

Und das passiert mir sonst eher selten. Aber das Dörfchen vereint für mich, was den Zauber von Sri Lanka und den Reiz in diesem Land zu Reisen ausmacht. Das sind schmale Sträßchen mit bunten, kleinen Häusern, in denen freundliche Menschen wohnen. Gleich zwei wunderschöne Strände in unmittelbarer Laufweite. Abseits des Massentourismus, aber doch gerade so viel Infrastruktur zum wohlfühlen. (eine Hand voll Restaurants, Surfbrettverleih und Tuk Tuks, falls man sich fortbewegen möchte – aber warum sollte man sich von diesem entspannten Ort fortbewegen?)  Und dann hatten wir noch eine unglaublich schöne, geschmackvolle Unterkunft.

Das little Tamarind ist ein Boutique-Hotel mit – ich glaube – drei Zimmern und einem kleinen, frei stehenden Bungalow. Das Grundstück liegt an einem Hang, weshalb wir von unserem Balkon sowie von der Terrasse im Restaurant (wenn man bei den wenigen Tischen von Restaurant sprechen kann) einen traumhaften Blick über grün und das Meer hatten. Alles war sehr gepflegt, sauber und geschmackvoll eingerichtet. Das freundliche Personal macht Frühstück und fragt morgens, ob man abends im Haus essen möchte. Danach werden die Zutaten frisch im Markt eingekauft. Wir haben einmal abends im Hotel gegessen und sonst mittags und am anderen Abend in einem der Restaurants der Locals am Strand.

Als wir am abend am Strand entlang spaziert sind, haben wir einen jungen Mann getroffen, der unheimlich stolz war, ein neues Restaurant eröffnet zu haben. Wir haben dann ein bisschen mit ihm geratscht und ein Bier zum Sundowner dort getrunken, am nächsten Abend sind wir wieder gekommen. Bei diesen kleinen Restaurants am Strand ist es noch ziemlich unsprünglich: Man sitzt auf Plastikstühlen und der Koch zeigt den frischen Fang aus dem Meer. Außerdem gibts noch die typisch singalesischen Gerichte wie Curries oder String Hoppers und die asiatischen Evergreens wie fried Rice oder Noodels auf der Karte. Sri Lanka ist im Vergleich zu Deutschland ein armes Land. Und trotz der süßen Häuschen, bunten Kleider und ihrem warmen Lächeln können viele von fließendem Wasser, Müllabfuhr und anderen Annehmlichkeiten, die für uns Basics sind, dort nur träumen. Und auch wenn ich im Urlaub gerne in schicke Läden und Hotels gehe, haben wir auch immer darauf geachtet, die Locals zu unterstützen. Bei diesen kleinen Restaurants haben die Menschen versucht, was aus ihrem Dorf zu machen – es stehen keine großen Investoren oder Hotelketten dahinter. Und auch wenn nur eine nackte Glühbirne abends über dem Tisch hängt und der Kellner auch mal die Bestellung verwechselt hat, war ich gerne dort Gast.

 

Ein kleines Cafe, dass ein bisschen stylischer ist, haben wir auch entdeckt – dort werden auch zwei Bungalows vermietet – das Aga Surf View. Wir sind dort einmal nachmittags eingekehrt. Ich habe zwar die Zimmer nicht gesehen, aber es sah online auch sehr schön aus. Würde ich auch als Unterkunft in Erwägung ziehen.

Wie überall an den kleineren Örtchen an der Südküste sieht man auch noch einzelne Ruinen des Tsunami-Unglücks. Was auf den ersten Blick fast verwunschen und sogar malerisch wirkt, lässt einen doch schnell daran erinnern, dass diese ungeheure Katastrophe sich wirklich genau an diesem Ort abgespielt hat, viele Menschen ihre Liebsten verloren und/oder wirtschaftlichen Totalschade erlitten haben, und beschert einem immer wieder Gänsehautmomente.

Viel mehr gibt es von Unakuruwa eigentlich nicht zu erzählen, es liegt ein paar Kilometer vor Tangalle. Tangalle direkt hat mir nicht so gut gefallen – ist halt eine Stadt mit Geschäften an der Straße aber rund um Tangalle gibt es wohl viele solche Örtchen mit traumhaften Stränden und schönen Unterkünften und eine Lagune. Man kann also auch ein bisschen länger bleiben und mit dem Tuk Tuk zu den verschiedenen Stränden fahren. Wenn man ein kleines, verträumtes Strandörtchen sucht, ist man hier bestens beraten. Wer schicke Bars und etwas mehr Unterhaltung, Party oder ähnliches braucht, wird sich eher langweilen, wir waren manchmal sogar alleine am Strand.

Mehr zu Sri Lanka:

Villa Vista in Haputale, Zentral Sri Lanka

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende – möge der Frühling aus seinem Versteck kriechen ;-)

Die Villa Vista in Haputale – ein Hideaway im wahrsten Sinne des Wortes

Nachdem ich noch Anfang des Jahres hochmotiviert verkündet habe, jede Woche einen Reisepost schreiben zu wollen – bin ich ganz schön im Rückstand. Dafür kommt hier endlich der erste Post zur Sri Lanka Reise, jipieh! Es ist doch immer so viel Arbeit die Fotos zu sortieren und zu bearbeiten, aber dafür ist in den letzten Tagen beim erstellen dieses Posts wieder so richtig die Zeit in Zentral-Sri Lanka vor meinem inneren Auge erschienen. Für den ein oder anderen Geschmack habe ich es beim Bilder bearbeiten vielleicht ein bisschen übertrieben – aber mir gefällt es so total gut, weil der Stil die verwunschene Dschungel-Atmosphäre so schön wieder gibt. Also tschüss einheitliches Farbschema, Blogdesign und Co – welcome to the Zauberwald!

Die Unterkunft, von der ich euch heute erzähle, ist wohl eine der besondersten in der ich je war. Sie rangiert auf der Romantik-Skala ganz weit oben, ohne dabei kitschig zu sein. Wir sprechen von einer Kolonialstil-Villa im Bergland von Sri-Lanka, die luxuriös aber nicht protzig ist, mit schönem Design, das aber nicht in die hippe oder überstylte Ecke geht und persönlichen, herzlichen Service bietet. Dennoch glaube ich, dass diese Art Unterkunft schon etwas speziell und nicht unbedingt jedermanns Sache ist – aber lest meine Geschichte von unserem Aufenthalt bei der Villa Vista Haputale und entscheidet selbst.

Ich habe ja schon öfter geschrieben, dass ich bei der Urlaubsrecherche ein kleiner Perfektionist bin. Ich pflüge mich durch das Internet auf der Suche nach Unterkünften, die etwas individuelles oder besonderes haben. Solche romantischen Unterkünfte und „Boutique-Villas“ mit dem Touch des Besonderen werden ja immer gerne als „Hidden Gems“, „Romantic Hideaway“ oder mit ähnlichen Begriffen beworben, was mich zugegebenermaßen auch gleich voll anspricht, ich bin quasi die personifizierte Zielgruppe (siehe auch das Titbild vom Beitrag hier haha).  Die Vorstellung, ein paar Tage mitten in der Natur in einem hübschen Haus zu verbringen, als Kontrast zu unserem Großstadt-Alltag ist doch immer sehr verlockend für mich.

Als ich die Route für unseren Sri Lanka-Trip zusammen gestellt habe, sollten auch ein paar Tage im zentralen Bergland dabei sein. Die meisten, die in Sri Lanka eine Rundreise machen, fahren direkt von Colombo Richtung Norden um sich dann alle ein oder zwei Tage mit ein paar Zwischenstops Richtung Strände im Südwesten der Insel vorzuarbeiten. Ich reise schon gerne rum, aber da wir beide ziemlich abgearbeitet waren und gleich nach der Landung auch Silvester anstand, haben wir erstmal mit zwei Stationen Strand angefangen. Danach hatten wir noch vier Nächte fürs Bergland zur Verfügung, bevor es ins Surf-Yoga-Camp ging, wo wir Samstags anreisen mussten, weshalb wir nicht so flexibel bei der Routenplanung waren. Ich habe dann etwas recherchiert und wollte während der vier Tage lieber an einem Ort im Bergland übernachten und von dort aus dann Tagesauflüge machen, weil ich es weniger stressig finde, als täglich meinen Rucksack zu packen und immer wieder aus und einzuchecken. Viele Backpacker nehmen den Zug oder Bus – andere haben dann einen Fahrer für die gesamte Zeit, der auch in gleichen den Hotels in Fahrerunterkünften übernachtet. Da wir aber nur einen Transfer hin – und von dort zurück zur Küste hatten, und für unsere Tagesausflüge einen Fahrer vor Ort gebraucht haben, haben wir das über die Villa Vista organisiert.

Ich habe also die Villa Vista im Internet gefunden – und mit google Maps überlegt, ob das, was ich gerne machen würde, von den Entfernungen als Tagesauflug möglich ist, und dann mal hingeschrieben. Obwohl es Hochsaison war, war sie noch frei. Ich habe auch von meinem Blog erzählt und mich sehr gefreut, dass der Manager offen für eine Kooperation war – ich wurde für die vier Nächte eingeladen – Essen und Fahrer haben wir separat bezahlt. Der normale Preis beläuft sich auf ca. 120 Euro pro Nacht pro Zimmer, also 60Euro pro Person aber mit Vollpension inklusive, was ich auch ok finde.

Nach über drei Stunden Fahrt mit einer anschließenden Hopser-Tour auf Schotterpisten und Waldwegen und mehreren Nachfragen des Fahrers bei Einheimischen (die Hinfahrt hatte unser vorheriges Hotel organisiert – und das Auto war nicht wirklich für die Strecke geeignet – unser Fahrer hat aber Ruhe und Geduld bewiesen und auch die Achsen vom Auto haben überlebt, woran ich zwischendurch schon gezweifelt hatte) und völliger Orientierungslosigkeit meinerseits,  fragt man sich dann doch, wie „hided“ so ein „Hideaway“ eigentlich sein muss, oder ob man mit einem der von mir verpönten großen Resorts an einer bequemen Zufahrtsstraße nicht doch besser bedient gewesen wäre. Diese Zweifel waren aber schon mit dem ersten Schritt aus dem Auto beseitigt. Denn nach der anstrengenden Fahrt über verschlungene Waldwege betritt man endlich eine Oase mitten in der Natur, bei der schon das Häuschen an der Einfahrt mit viel Liebe zum Detail gestaltet ist und schreitet mit weit aufgerissenen Augen durch das ansprechend gestaltete Areal.

Die Villa Vista hat drei Gästezimmer, wo insgesamt bis zu sieben Gäste übernachten können (ein Triple und zwei Doppelzimmer). Ich glaube an unserem ersten Tag ist ein anderes Paar abgereist, ich habe während der restlichen Zeit keine anderen Gäste gesehen. Unser Aufenthalt kommt mir im Nachhinein fast schon mehr vor wie in einer Privatvilla anstatt eines Boutique-Hotels. Vor Ort mit uns waren noch zwei Angestellte, die leider so gut wie kein englisch sprachen, was die weitere Planung etwas abenteuerlich machte – aber trotzdem war der Service und ihre freundliche Art super. Wir hatten ein schönes Schlafzimmer, mit einem eigenen Vorraum bzw. Wohnzimmer.

Im schön angelegten Garten gab es zwei Aussichtspunkte, mit Blick auf die Hügelkette, auf der die nächste Stadt Haputale liegt. Außerdem noch einen Pool und einen Outdoor-Essbereich. Der Tisch war jedes mal etwas anders dekoriert, mit verschiedenen schönen Kerzenständern, die beim Abendessen für Beleuchtung und Ambiente sorgten. Mein absolutes Highlight war, dass jeden Abend nur für uns die auf dem gesamten Grundstück verteilten Kerzen, Fackeln und Windlichter angezündet wurden, die uns den Weg zum Essen wiesen. So schön verwunschen war das! Ich bin immer noch ganz begeistert, wenn ich daran denke!

Das Essen war eine Mischung aus singalesischen Curries und westlichem Frühstück und jeden Tag etwas anders. Wir haben immer je nach unserem Tagesprogramm vorher die Uhrzeiten besprochen, zu denen wir essen wollten. Wie in einigen Unterkünften in Sri Lanka gewöhnlich, hat die Villa keine Alkohollizens. Es ist aber kein Problem, bei einem Laden unterwegs selbst etwas zu kaufen und mitzubringen, man kann sich die Getränke auch kalt stellen lassen.

Am ersten morgen dann um 11:00 hat es gehupt und unser Fahrer stand vor dem Tor. Er wohnt in einem kleinen Dörfchen ums Eck und fährt einen Van mit Allrad-Antrieb, so dass wir etwas schneller durch die Dschungelwege mit ihm gekommen sind, als bei der Hinfahrt. Trotzdem dauert es in die nächste Stadt Haputale schon so circa 40 Minuten – auch wenn es gar nicht viele Kilometer sind. Wem diese Abgeschiedenheit oder die damit verbundene Fahrerei also nicht taugt- sollte entweder eine zentralere Unterkunft suchen – oder sich ein paar faule Tage mit einem guten Buch am Pool in der Villa machen.

Ich fand die Mischung aus abenteuerlichen Ausflügen und Ruhe in der Villa aber genau richtig und würde es wieder so machen, vor allem weil das Ambiente so toll  verwunschen ist und man in der Gegend aber auch einiges unternehmen kann. Wir haben während unserem Aufenthalt drei verschiedene Tagesausflüge gemacht, von denen ich euch aber noch in einzelnen Blogbeiträgen genauer erzählen werde – hier ein Überblick:

Lipton’s Seat – Aussichtspunkt mitten in Teeplantagen mit kleiner Wanderung durch das Teeanbaugebiet, wo schon der alte Sir Lipton seinen Tee angebaut hat
Ausflug mit dem Zug nach Ella – kleine Wanderung zur Nine Arches Bridge
Mit dem Zug von Haputale nach Ella
Ausflug zum Horton-Plains-Nationalpark
Wanderung durch das Grasland im Horton Plains Nationalpark

Unterwegs sieht man die wunderschöne Natur Zentral-Sri Lankas und bekommt Eindrücke vom Leben der Menschen dort. So sieht man zum Beispiel nach Schulschluss die Kinder in ihren weißen Uniformen auf dem Weg zurück in ihre Dörfer, Teepflücker bei der Arbeit und die Häuser und Dörfchen am Wegesrand.

Blick aus dem Auto

Etwas schade war auch hier, dass der Fahrer so wenig englisch konnte – ich hätte ihn sehr gerne mehr zu Land und Leuten gefragt beziehungsweise mich mit ihm unterhalten. Aber wir haben öfter Teile seiner Familie ein Stück mitgenommen, da wir immer an seinem Haus vorbeigefahren sind – wo die Eltern einen kleinen Kiosk betreiben. So haben wir die kleinen Söhne, seine Eltern und die Schwager kennengelernt und uns mit Händen, Füßen und englischen Brocken verständigt. Auf dem Heimweg haben wir immer kurz dort angehalten und einen Joghurt für die restliche Fahrt reingereicht bekommen, sehr süß und nett – trotz Sprachbarriere.

Unsere vier Tage dort waren ein schönes individuelles Erlebnis weit fernab des Massentourismus. Wer also auch gerne mal eine Zeit in Abgeschiedenheit verbringt, dem kann ich die Villa Vista sehr empfehlen. Es gibt dort übrigens auch kein Wifi und keine Kartenzahlung. Wer eher auf praktische Wege, in Nähe von Bahnhof und Co setzt, wird dort wohl nicht so glücklich. Aber egal welcher Reisetyp ihr seid: Das zentrale Bergland in Sri Lanka bietet so eine schöne Landschaft und verschiedene Ausflugsmöglichkeiten, wenn ihr also einmal dort hin reisen solltet, macht keinen reinen Strandurlaub – ihr verpasst sonst definitiv ein Highlight!

Vielen Dank an die Villa Vista für die freundliche Einladung – meine Leser können sich wie immer sicher sein, dass hier nur meine persönliche Meinung steht.

Municorn goes NYC // Soho, Nolita and the Butcher’s Daughter

Es ist doch immer die gleiche Schererei mit diesem New York. Jedesmal wenn ich dort bin, mache ich zig Fotos und habe 1000 Ideen für Blogposts. Aber in dieser Stadt wird man nicht nur vor Ort so von Eindrücken überrollt, dass keine Minute langweilig ist – nein, sie überrollt einen auch im Nachhinein, so dass ich bei der Fotosichtung dann von Neuem überfordert bin. Da überlege ich rum, nach welchen Kategorien ich das ganze schreiben soll – ob nach Themen oder Stadtteilen geordnet – und am Ende mache ich dann doch lieber was anderes.

So kommt es, dass es bisher von meinem letzten New York Aufenthalt keinen bisher einzigen „richtigen“ Blogpost gibt. Auf Facebook und Instagram habe ich einiges gepostet – und auch in einem Monatsrückblick darüber erzählt – aber zu einem Beitrag ist es nie gekommen. Ich habe das letzte Weihnachten und Silvester zusammen mit meiner Familie in New York verbracht und je mehr Zeit ins Land ging, je frühlingshafter und sommerlicher es wurde, desto unpassender fand ich meine winterlichen New York Bilder, und habe das Thema auf den nächsten Herbst verschoben.

Aber jetzt gibt es keine Ausreden mehr, die Jahreszeit passt und ich habe gerade sowieso ein bisschen New York und Amerika-Weh, seit ich den Brooklyn Post von Luzia Pimpinella und die LA-Bilder von Denise gesehen habe. Übrigens habe ich heute auf dem Weg zur Arbeit den gleichen Mantel und Schal getragen wie auf den Bildern – wahrscheinlich hat das auch etwas die Erinnerung an die ausstehenden NYC-Posts aktiviert ;-)

Lange Rede – kurzer Sinn – es geht los mit der New York-Reihe und zu Beginn möchte ich euch auf einen Bummel mit nach Soho nehmen und ein cooles Restaurant in Nolita vorstellen: The Butcher’s Daughter .  Ein Tipp für ein leckeres, stylisches Restaurant mit gesundem Essen in New York. Und trotz des Namens (Butcher ist ja das englische Wort für Metzger) ist es vegetarisch. Daher haben sie auch den augenwzinkernden Zusatz: „We treat fruits and vegetables as a butcher would meat: We chop, fillet and carve fresh produce into healthy vegetarian dishes and press them into pretty juices.“ Als ich das gelesen habe wurde ich neugierig, und habe es gleich mal als Lunch-Pause für unseren Soho, Noho und Nolita Bummel eingeplant.

Ich habe ja eine Schwäche für durchgestylte Hipster-Läden, auch wenn sie manchmal etwas übertrieben und gewollt daher kommen und man das Gefühl hat, dass beim Publikum auch nur die obercoole Klientel dort verkehrt und man sich vor lauter Coolness etwas unwohl fühlt. In Amerika finde ich das überhaupt nicht so. Man merkt halt doch, dass gewisse Trends einfach von dort kommen. Und der Industrial Style zum Beispiel auch einfach zu den alten Häusern und Lofts in New York passt. Genauso wie dort ganz normale Leute in hippe Restaurants gehen.

Ein Bummel durch die hübschen Shopping-Straßen von Soho darf bei keinem NYC-Besuch fehlen und als wir Hunger hatten, sind wir ein Stückchen weiter nach Nolita gegangen, und bei The Butcher’s Daughter eingekehrt. Und dort findet man einfach alles vereint, was man so beim hippen amerikansichen Großstadtklischee im Kopf hat: Urban Jungleliges Einrichtungskonzept, Green Smoothies, und eine große Auswahl an leckerem Veggie-Food. Auch meinen Eltern, die altermässig vielleicht etwas über der Zielgruppe liegen,  hat der Lunch dort geschmeckt und die Einblicke in den healthy greensmoothy hipsterigen Teil der amerikanischen Esskultur richtig Spaß gemacht.

Die Karte ist rein vegetarisch aber ich denke, jeder findet dort was passendes. Ich war die einzige Vegetarierin und allen fünfen von uns hat es geschmeckt und dort gefallen. Wenn bei einem New York Besuch oder allgemein in Amerika der Hunger plötzlich kommt, ist man ja oft versucht, in die nächste Fast Food Kette zu rennen. Ein bisschen Planung und eine kleine Instagram Recherche zum Stadtteil, den man sich am jeweiligen Tag anschauen möchte, lohnt sich. Denn wo gibt es so viele tolle Restaurantkonzepte, wenn nicht in New York?  Ich hatte an diesem Tag meine große Kamera nicht mitgenommen – aber ich hoffe, die Handy-Fotos haben euch trotzdem gefallen. Ich wünsche euch noch einen schönen Abend!

P.S. Dass meine New York Überforderung nicht nur bei dieser Reise zugeschlagen hat – könnt ihr auch in diesem Blogpost lesen. Denn zum angekündigten Part II oder III ist es nie gekommen :P Einer der ersten Posts überhaupt auf diesem Blog – und schon drei Jahre alt ;-)

Wild und wunderschön – die Costa Vicentina an der Westalgarve

costa-vicentina-wild-and-beautifulAugen auf – hier kommt ein bilderlastiger Post, der sich nur mit Natur und Stränden beschäftigt. Und ich hoffe, ihr findet das ganze genausowenig langweilig wie ich. Denn in unserem Portugal-Urlaub haben wir nicht nur Zeit in unserer schönen Ferienwohnung verbracht, sondern auch viele Stunden an den verschiedenen Stränden in der Umgebung. Und weil mir die Landschaft so gut gefallen hat, hat sie auch einen eigenen Blogpost verdient. Und ich finde, Fotos von schönen Stränden anschauen hat auch einen kleinen Erholungseffekt. Vor allem jetzt, wenn es draußen nasser und grauer wird, spüre ich den Sommer mit seinem schönen Licht gerne nach.

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Viele denken bei der Algarve zunächst an die Südküste Portugals neben der Grenze zu Spanien und nicht an die westliche Atlantikküste. Aber eigentlich ist die Algarve die südlichste Region Portugals, also vergleichbar mit einem Bundesland. Und die besteht aus der Sandalgarve (östlich von Faro), der Felsargarve (westlich von Faro), den Sierras (Hinterland) und der Westalgarve. Die Costa Vicentina, wo wir uns hauptsächlich aufgehalten haben, ist auch noch ein Teil der Algarve und liegt im nicht so bekannten, weniger touristischen Gebiet nördlich von Sagres an der Westküste. Das besondere daran ist, dass sie zu den am besten erhaltenen Küstenstreifen Europas gehört und daher auch ein Naturschutzgebiet ist. Der Naturpark soll in seiner heutigen Form geschützt aber auch touristisch genutzt werden. Und ich muss sagen, diese Balance ist den Portugiesen durchaus gelungen.

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Die weiten Sandstrände, die an Buchten zwischen der Steilküste liegen, sind großflächig, sauber und mit dem Auto leicht zugänglich. Hotels und Ortschaften befinden sich meistens im Hinterland oder oberhalb auf den Felsen – trotz Tourismus wurde hier kein einziger Strand zugebaut – wie schön! (Man parkt oben an der Klippe entlang der Straße oder an ausgewiesenen Parkplätzen) Alle haben sie den Charme wilder Naturstrände – die einen mehr, die anderen weniger (es gibt komplette Naturstrände aber auch Plätze mit Liegen, Surfbrettverleih und ein paar Restaurants). Unsere Unterkunft lag im Hinterland der Costa Vicentina, daher haben haben wir mit dem Mietwagen zu keinem der hier aufgeführten Strände mehr als eine halbe Stunde gebraucht. Das Gebiet ist insgesamt windiger und rauher als die bekannten Strände im touristischeren Gebiet bei Lagos oder Albufeira und daher auch bei Surfern sehr beliebt. Wir waren im August dort und ich habe den Wind auch als Nicht-Surferin als angenehm empfunden. Nur an einem Tag war er etwas stärker – und auch abends haben wir nicht gefroren – das habe ich schon anders berichtet bekommen. Neben dem Wind war das Wetter beständig – jeden Tag Sonne satt und keine Wolke am Himmel – was wohl auch typisch für die Region ist. Unser Vermieter hat uns erzählt, es hätte das letzte Mal im Mai geregnet – und er erst erst im Oktober wieder mit Regen rechnet.

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Eine Fahrt an die Costa Vicentina lohnt sich aber auch als Ausflug, wenn man zum Beispiel in der Gegend um Lagos an der Südküste wohnt – die Strecken sind nicht so weit. Wir haben auch viele Leute gesehen, die mit ihren Wohnmobilen oder Surfer-VW-Bussen auf der Suche nach der perfekten Welle auf den ausgewiesenen Parkplätzen der Klippen übernachtet haben – aber alles in einer entspannten Dosis, weit entfernt vom Massentourismus. Und das hat mir besonders gut gefallen. Es gibt also noch tolle Ecken in Südeuropa, wo man sogar im August entspannt Strand und Natur genießen kann. Hier eine kleine Liste, der von uns besuchten Strände vor Ort:

Arrifana

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In Arrifana waren wir nicht direkt am Strand aber an der Clippe an unserem ersten Abend spazieren. Arrifana ist einer der bekannteren Surfspots und wenn man das Bild genau anschaut, sieht man die vielen kleinen Pünktchen im Wasser hinter der Brandung: Alles Surfer, die auf die nächste Welle warten. Der Ausblick von Arrifana selbst ist sehr beeindruckend:

arrifana-cliffs-portugalPraia do Amoreira

praia-do-amoreira-low-tideDieser Strand war unser Lieblingsstrand. Eine wunderschönes Stück Natur, das auch von anderen gerne besucht wurde – trotzdem war auf dem riesigen Sandstrand mehr als genug Patz fürs alle da. Es gibt Sonnenliegen zu mieten aber auch eine sehr große freie Liegefläche. Er liegt am Ende eines Tales, durch das ein Fluß ins Meer fließt- daher gibt es man neben dem eh schon großen Strand noch das Flußbett und Ufer, das aussieht wie eine große Sandbank.

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Diese Seite ist besonders für Familien geeignet, denen die Ströung im Meer ist dort bei Flut manchmal sehr stark. Am Strand gibt es auch ein Restaurant oben an der Klippe mit Toiletten und ein Hüttchen mit Rettungsschwimmern, Surflehrern und Surfbrettverleih.

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Den Strand haben wir gefunden, weil Mr.X eine Surfstunde gebucht hatte und er dort zum Treffpunkt kommen sollte. Wir sind täglich wieder gekommen und haben die Wellen genossen. Er mit dem Surfbrett und ich habe dann im Urlaub spontan ein Bodyboard gekauft, mit dem ich immer pseudosportlich über die Wellen gewitscht bin. Ein großer Spaß, für den man keine großen Skills braucht, ich kann es nur empfehlen.

bodyboard-algarve-aljezurAn so einem Strandtag am Atlantik kann man sehr schön die Gezeiten beobachten und sehen, wie der eh schon breite Sand noch länger bzw. kürzer wird.

wild-nature-costa-vicentina-algarve-near-aljezur-praia-amoreiraPraia do Amado

sunset-costa-vicentina-carrapateiraMindestens genauso schön – aber viel bekannter und in der Hauptsaison um einiges  voller, ist der Praia do Amado in der Nähe des Ortes Carrapateira. Einige Surfschulen unterrichten dort und es gibt eine Snack-Bar, Sonnenschirme, Liegen und eine Surferbar. Der Strand hat mehrere Teile und Aussichtspunkte. Wie man auf dem Bild oben sieht, lohnt es sich bis zum Sonnenuntergang zu bleiben. Dann ist auch dort, vor allem am rechten Teil des Strandes, nicht mehr viel los und man kann die atemberaubende Szenerie im besonderen Licht der Abendsonne genießen, während am linken Teil die Surfer je nach Wellen noch im Sonnenuntergang im Wasser sind.  (siehe Headerbild) Das schöne an der Westküste ist sowieso – egal an welchem Strand du bist – der tägliche Sonnenuntergang.

clavicut-beachwaves-bloggerPraia de Vale Figeires

schoene-straende-westalgarve-portugalDieser Strand stand auf der Liste mit Ausflugstipps, die unsere Vermieter uns gegeben hatten und wir sind gleich am ersten Tag hingefahren, weil er der Ferienwohnung am nächsten gelegen ist. Ich habe versucht, auf den Bildern die schöne, fast schon mystische Stimmung einzufangen, wie die Wellen auf die Clippen zudonnern und dabei ein feiner Nebel in der Luft bei den vorgelagerten Steinen entsteht. In der Realität war die weite und die rauhe Schönheit noch etwas beeindruckender.

praia-de-vale-figueiras-westalgarve-portugalDieser Strand ist übrigens ein klassischer Naturstrand – wenn man hier etwas länger verweilen möchte, unbedingt etwas zu trinken und ein paar Snacks mitnehmen und vielleicht einen Sonnenschirm. Hier kann man weit an der Küste entlang laufen und es auch genug Platz für alle Besucher – von Surfern über Familien bis zu Urlaubern sind alle vertreten.

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Auch wenn wir nicht viel anderes gemacht haben, hat sich dieser Urlaub für mich ein bisschen anders wie ein typischer Strandurlaub angefühlt. Weil wir so viele schöne Plätze entdeckt haben – und das war überhaupt nicht schwer! Mein Fazit: An der Costa Vicentina kann man richtig schön in der Natur abschalten, daher empfehle ich unbedingt einen Mietwagen. Eigentlich hatte ich mir für den Urlaub auch vorgenommen, dass ich den Klippen eine oder mehrere Wanderungen unternehme (es gibt auch Wanderwege), wenn der Freund am surfen ist. Aber der Wind war dann doch nicht so kühl wie angekommen und mir war es einfach zu heiß. Ich denke dazu sind die Monate in der Nebensaison besser geeignet.

Am letzten Abend sind wir einmal von Aljezur aus auf die andere Seite des Strands von Amoreira  gefahren, also auf die südliche Klippe. Und da haben wir gesehen, dass da noch viele weitere kleine Strände und Buchten entlang der Küstenstraße gibt! Meine aufgeführten Strände sind also längst nicht alle – und es gibt einen guten Grund wieder zu kommen und noch mehr zu entdecken. Ich hoffe, euch hat mein kleiner Ausflug und die Bildauswahl gefallen und wünsche euch noch einen schönen Abend!

Mehr zu Portugal:

Municorn goes Portugal // Unser schönes Appartment an der Westalgarve

7 Municorn-Tipps für den nächsten Wien-Trip

tipps-viennaDer Herbst kehrt ein und wenn ich den Sommer Revue passieren lasse, fallen mir viele schöne Momente ein und auch die ein oder andere Reise. Dieses Jahr konnte ich meinem Fernwehgen doch schön öfter folgen und  während meiner Reisewütigkeit (wobei es da natürlich noch ganz andere Kaliber gibt) packt mich doch auch immer die Fotowut. So erkunde ich die Welt und tauche zwar nicht mit einem Brett aber zugegebenermaßen mit der Linse vor dem Kopf in die Örtlichkeiten ein. Ich kann zwar jeden verstehen, der an meine Vernunft appelliert: „Schau dir doch mal alles in live und ohne Filter an und genieße den Moment“ Aber ich entdecke die Details der Orte viel intensiver, wenn ich auf der Jagd nach schönen Motiven bin. Natürlich nicht ohne dabei die Geduldsfäden meiner Reisebegleiter zu strapazieren, denn man kommt natürlich nicht so schnell voran, wenn man eine fotosüchtige Bloggerin im Schlepptau hat, die zeitgleich Reise und Blog-Hobby verbindet, abwechselnd mit Handy und Spiegelreflexkamera jongliert und sich im Hinterkopf schon zig Ideen zu Blogposts macht.

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Aber dafür werde ich im Nachhinein immer mit vielen schönen Fotos belohnt und zehre davon, meine Trips beim anschauen der Bilder oder beim scrollen im Instagramfeed Revue passieren zu lassen. Das Gute bei meiner Bloggerreise nach Wien und Baden bei Wien war, dass ich dort ja quasi fotografieren MUSSTE und Mr.X als meine Begleitung gar nix gegen die Knipserei sagen KONNTE ;-) Deswegen ist das wohl noch etwas mehr ausgeufert als sonst. In zwei Artikeln habe ich euch bisher schon von der Reise erzählt – aber ich habe so viel (Foto-)Material gesammelt, dass ich auf jeden Fall noch etwas mehr über Wien erzählen möchte, als unsere Unterkunft zu zeigen. Besser spät als nie, denke ich mir da. Die Reise ist zwar schon etwas her (Anfang Juni) und wir hatten wirklich tolles Sommerwetter. Aber meine Tipps machen auch bei sonnigem Herbstwetter Spaß und können zur Not auch in nasskalter Umgebung durchgeführt werden – der Spaßfaktor ist halt dann nicht ganz so groß – was sie auf jeden Fall können, Lust auf Wien machen. Ich lasse mich bei Städtereisen gerne treiben und erzähle daher auch eher von meinen kleinen Entdeckungen was Essen, Shopping und Co betrifft als von den kulturellen Highlights und Sehenswürdigkeiten – die sind ja aber auch sowieso bekannt und leicht zu finden. Hier also meine kleinen Freuden der Wien Reise:

1. Das Eis bei Veganisa Ice Cream

Kleine, individuelle Eisläden mit besonderen Sorten sind ja in vielen Städten in Mode gekommen. Aber ich habe Eindruck, dass die Auswahl in Wien besonders gut ist. Daher habe ich auch gleich zwei Eisläden ausprobiert und für gut befunden. Das tolle bei Veganista ist – wie der Name es schon sagt – die große Auswahl an veganen Eissorten, die vom Geschmack dem gewohnten Milchspeiseeis nicht nachstehen. (Zumindest die ich probiert habe). Außerdem haben sie einen tollen Fußboden, wie ich mir das Wiener Altbau-Klischee so vorstelle ;-)

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Aber eine Sache bei meinem Veganista-Besuch ärgert mich so richtig: Ich habe im Nachgang unserer Reise neben dem Eis ein weiteres Produkt entdeckt, dass Veganista in verschiedenen Sorten anbietet. Den sogenannten „INBETWIENER“. Eine Art Eisburger ziwschen Cookies. Sieht das nicht unheimlich lecker aus? Ich hätte gerne einen „InbetMünchner“ – oder muss halt bald nochmal nach Wien zum probieren. Was der „Cronut“ mal in NYC war, ist jetzt wohl der Inbetwiener in Wien.

2. Etwas andere Mitbringsel aus der St. Charles Apotheke

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Souvenirs? In einer Apotheke? Das passt ja erstmal  nicht zusammen – aber ist in der Tat eines meiner orginielleren Wien-Lieblinge. Beim Schlendern durch die Gumpendorfer Straße ist mir der Laden ins Auge gesprungen, ich wurde neugierig und habe mich ein bisschen umgesehen. Denn die Apotheke hat ein super schön erhaltenes Interieur, wie noch vor hundert Jahren. Aber nicht nur die Einrichtung, sondern auch das Angebot hat seinen eigenen Charme. Denn während man im hinteren Teil des Ladens ganz normal seine Rezepte für Medikamente einlösen kann, gibt es im vorderen Teil viele verschiedene Produkte aus Eigenproduktion, die sehr ansprechend präsentiert werden. Und auch hier: große Wiener Altbauboden -Liebe ;-)

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Mir ist nicht nur sofort die umweltfreundliche und ansprechende Verpackung aufgefallen, sondern auch die Vielfalt und Originalität der Produktnamen und Beschreibung. So habe ich zum Beispiel ein erfrischendes Badesalz mitgenommen, für eine liebe Freundin, die immer friert, den „Frösteltee“ gefunden und bei Produkten, wie dem Liebestonikum „Love divine“ einfach schmunzeln müssen.

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Auf der Website erfährt man, dass Alexander Ehrmann, der Gründer von Saint Charles, die Tradition in seiner Familie bereits in der sechsten Generation fortführt und mit seiner Natur-Apotheke im besonderem Stil ein Angebot machen möchte, das den ganzen Menschen umfasst und traditionelle Heilmittel mit modernen Konzepten verbindet. Daher gibt es nicht nur die Apotheke sondern auch noch einen weiteren Naturkosmetikshop, ein Kosmetikstudio und ein Landhaus wo zum Beispiel auch Feriencamps für unbegleitete Flüchtlinge  durchgeführt werden. Ein interessantes Unternehmen und Geschäft, mit schönen und nachhaltigen Produkten, die oft mit einem Augenzwinkern angeboten werden und sich auch sehr gut als Mitbringsel eignen.

3. Mein Wien-Liebling forever: Neni am Naschmarkt

neni-am-naschmarkt-wien-collageDer Naschmarkt ist sowieso immer einen Besuch wert, und gehört zu jedem klassischen Wien-Programm dazu. Man kann nicht nur verschiedene kulinarische Köstlichkeiten aus aller Welt kaufen, sondern sich in einer der vielen Buden und Restaurants einen Platz suchen und es sich gut gehen lassen. Schon bei unserem Wien-Trip im letzten Jahr haben wir das Neni entdeckt und haben uns darauf gefreut, ihm wieder einen Besuch abzustatten. Das Neni ist das Restaurant einer Wiener Szene Gastronomin, die unter anderem auch im 25hours Hotel in Zürich eine Location eröffnet hat. Im Neni am Naschmarkt gibt es israelisch angehauchte Küche. Als große Mezze Fans haben Mr.X und ich uns einige der Aufstriche und Vorspeisen bestellt, um verschiedenes ausprobieren zu können. Meine Entdeckung: Muhammara, eine Vorspeise, die ursprünglich aus Syrien kommt und aus gebackener Paprika und Walnüssen gemacht wird. Ich habe mir den nicht ganz so leicht zu merkenden Namen gleich augfeschrieben und zuhause schon öfter nachgemacht. Im Internet finden sich auch einige deutsche Rezepte dazu oder vielleicht mache ich auch mal einen eigenen Post mit meinen liebsten Mezze- und Aufstrich Rezepten, was meint ihr?

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5. Individuelle Design-Läden entdecken

Als wir das erste Mal in Wien waren und nach Shopping-Tips gefragt hatten, wurden wir direkt in die Mariahilfer-Straße geschickt. Dort waren wir etwas enttäuscht, denn da finden sich hauptsächlich die typischen Ketten, in denen ich sowieso nicht mehr bevorzugt einkaufe und auf einem Städtetrip eigentlich noch weniger. Dieses Mal waren wir besser vorbereitet, mit einem Stadtführer, der in unserem Hotelzimmer auslag – aber auch online verfügbar ist und den ich nur empfehlen kann: Guided Vienna. Wer wie ich auf der Suche nach kleinen, individuellen Läden oder Concept Stores ist, wird dort fündig. Restaurants sind ebenfalls verzeichnet und alles schön übersichtlich nach Bezirk geordnet. Zusätzlich hat uns noch die nette Dame im Hotel die Gässchen in unserem Bezirk eingezeichnet, wo sich kleine Lädchen finden. Da die Läden aber alle nicht nebeneinander sind, lohnt sich vorher auf jeden Fall eine kleine Recherche oder eben der Blick in den Stadtführer, um dann etwas gezielter  Bummeln zu können.

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6. Mode im natürlichen Stil bei Blaumax shoppen

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Wie…. Gerade erzählt sie, sie kauft nicht bei Ketten und dann kommt ein Tipp, der nix anderes sagt als: kauft in einer Kette auf der Mariahilfer Straße ein ;-) Aber Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel und der Blaumax Laden hat mir so gut gefallen, dass er hier mit auf die Liste kommt. Bisher habe ich die Marke noch nicht gekannt – die Kleider sind puristisch aber hochwertig und soweit ich es einschätzen kann mit nachhaltigen Materialien und fair in Europa produziert. Das Label selbst kommt aus Österreich. Ich glaube, dass es keine eigenen Läden der Marke in Deutschland gibt – eine Freundin hat aber jetzt eine Blaumax-Ecke im Konen in München entdeckt, Also vielleicht kennt ihr es ja alle schon und es ist ein alter Hut? Ich werde jedenfalls bald mal im Konen vorbei schauen – und habe mir schon in Wien zwei schöne Leinen-Oberteile gegönnt.shopping-blaumax-vienna

7. Noch ein Eis beim Eis Greissler holen

 

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Ich hatte ja oben schon erwähnt, dass es nicht bei einem Eisladen geblieben ist ;-) Aber ich liebe Eiscreme und Eisläden besuchen kann man ja auch gut mit Sightseeing verbinden. Eine weitere Eismanufaktur in Österreich ist die von  Eis-Greissler. Zwischen Wien und Graz wird laut Website direkt mit der Milch der hofeigenen Kühe in ökologischer Landwirtschaft das Eis hergestellt. Die Läden gibt es mehrmals in Wien – wir waren bei dem in der Altstadt im ersten Bezirk. Ich habe Marille und Pistazie probiert und für sehr lecker befunden.

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Als achter und letzter Wien-Tipp wäre hier eigentlich Tretbootfahren und Baden in der alten Donau gestanden. Für Tage, an denen es einfach zu heiß für Sightseeing ist- denn genau das war es an unserem ersten Wien-Tag. Da das aber nun wirklich nicht mehr Jahreszeiten kompatibel ist, hebe ich mir die Bilder und Infos lieber für einen weiteren Blogpost auf, den ich mal für nächsten Sommer plane ;-)

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Ich hoffe, ich konnte euch ein bisschen Lust auf Wien machen, auch wenn ich etwas andere Ecken als den Stefansdom und die Hofburg gezeigt habe – die auf jeden Fall auch sehenswert sind – wo man aber eigentlich ja sowieso vorbei kommt. Wart ihr schonmal in Wien? Ich freue mich immer über weitere Tipps für den nächsten Besuch, denn der kommt bestimmt.

Weitere Beiträge zur Bloggerreise nach Wien und Baden bei Wien:

Impressionen aus dem 25hours Hotel Vienna im Museumsquartier

Municorn goes Baden bei Wien // Relaxen im Rosarium

*Ich wurde von der Stadt Wien und der Österreich Werbung Deutschland GmbH nach Wien eingeladen – vielen Dank dafür! Meine Leser können sich aber wie immer sicher sein, dass der Text meine persönliche Meinung wiederspiegelt.

Municorn goes Portugal // Unser schönes Appartment an der Westalgarve

our-portugese-hideawayWilde Küstenabschnitte mit weiten Sandstränden, umsäumt von hohen Klippen unter einem blauen, wolkenlosen Himmel und entspannte Stunden in einer wunderschönen Ferienwohnung mitten in der Natur – wenn ich unsere Urlaubswoche in Portugal mit einem einem Satz beschreiben müsste, würde dieser wohl so klingen. Und auch wenn wir im Kern nicht viel anderes gemacht und gesehen haben, habe ich doch noch einige Worte – und vor allem Bilder im Gepäck, um euch ein bisschen mehr vom ersten Teil meines Sommerurlaubs zu erzählen, die schönen Eindrücke zu zeigen und natürlich wie immer auch ein paar Reisetipps zu geben. Und damit ich euch nicht erschlage, gehts in diesem ersten Post erstmal hautpsächlich um den ersten Tipp – unsere schöne Ferienwohnung, die im Hinterland der Westalgarve zwischen Lagos und dem Städtchen Aljezur gelegen ist.

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La Cavalerica – Quintas das Andorinhas

Bei meinem Post über die Recherche vor dem Urlaub habe ich ja schon geschrieben, dass ich diesmal entgegen meiner eigenen Buchungs-Regeln eine Unterkunft gebucht habe, von der ich keine Bewertungen gefunden hatte. Dementsprechend war ich etwas aufgeregt, ob die Realität dann meine Erwartungshaltung aufgrund der schönen Bilder erfüllen kann. Und ich muss sagen: Meine Erwartungen wurden voll und ganz erfüllt, wenn nicht so gar übertroffen.

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Bei der Ankunft sind wir beide wie die aufgeschäuchten Hühner durch das Haus gerannt, haben Fotos gemacht und Videos nach Hause geschickt, weil wir so begeistert waren. Grundsätzlich gibt es ja bei mir die Reise-Foto-Regel – immer Bilder machen BEVOR man die Koffer auspackt und alles vollmüllt ;-) Aber die Wohnung war so mit Liebe zum Detail eingerichtet, dass ich während der Woche immer wieder begeistert Handy und Kamera gezückt habe, weil ich wieder etwas neues entdeckt hatte.

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Auf die Ferienwohnug bin ich gekommen, als ich auf der Recherche für unseren Mädelsurlaub nach einem größeren Ferienhaus war. Da habe ich auf Fewo-direkt ein tolles Haus für 5 Personen in Portugal gefunden – ist auch auf der Liste vom letzten Blogbeitrag dabei. Und in der Beschreibung stand, dass es zusammen mit anderen Unterkünften zur Anlage „Quinta das Andorinhas“ gehört. Auf dem Portal direkt habe ich zwar keine weiteren Unterkünfte mehr gefunden – aber nach etwas Googelei bin ich auf die Homepage dazu gestoßen. Die Seite ist von Silvie und Rene – einem Paar aus Belgien (Interieur-Stylistin – und Fotograf), das nach Portugal ausgewandert ist und mittlerweile sechs wunderschöne Ferienwohnungen unterschiedlicher Größe vermietet. Und als ich gesehen habe, dass es auch zwei Appartments nur für zwei Personen gibt, und ich ja eigentlich auch mit Mr.X nach Portugal wollte, habe ich zugeschlagen und uns im Appartment „A Cavalerica“ eingebucht. Alle Ferienhäuser von Silvie und Rene sind individuell und besonders eingerichtet und haben einen Pool. Im Winter vermieten die beiden ihre Häuser nicht – denn die Zeit wird für die Instanthaltung genutzt – und das mekrt man auch. Obwohl die beiden mittlerweile schon seit 15 Jahren in Portugal sind, sind die Häuser super gepflegt und wie neu – ihr seht, ich bin immer noch total begeistert und kann es nur empfehlen.

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Es ist aber nur etwas für Leute, die mitten in der Natur abschalten möchten- denn außenrum ist einfach – nichts. Das nächste Städtchen Aljezur, wo man unter anderem auf dem Markt einkaufen kann, ist mit dem Auto in ca. 15 Minuten erreichbar – so wie auch einige schöne Strände und Surfspots. Für mich war es die perfekte Location, denn nach mittlerweile fast 10 Jahren Großstadtleben freue ich mich im Urlaub über ein paar ruhige Tage auf dem Land – und wir erkunden sowieso total gerne im Urlaub die Gegend mit dem Mietwagen. Also, wenn ihr auch so eine Kombi mögt – egal ob mit Familie, Freunden oder nur zu zweit – bei Silvie und Rene findet ihr gehobene Ferienhäuser verschiedener Größe, die stilvoll eingerichtet und ausgestattet sind. Sogar das Geschirr war farblich passend zusammengestellt und alles andere als Zweckmässig.

living-room-la-cavaleria-portugal-algarve pool-hoildayhome-westalgarve Vom Flughafen in Faro haben wir circa eine Stunde mit dem Auto zur Ferienwohnung gebraucht. Ausflüge nach Lagos und Sagres sind in kürzerer Zeit machbar. Silvie hat eine Liste mit guten Tipps für Restaurants, Strände und weitere Aktivitäten in der Umgebungt bereit gelegt und langweilig wurde es uns in der Woche nicht – wir überlegen ernsthaft wieder zu kommen – obwohl ich mir ja eigentlich immer was Neues anschauen will. Die Ferienwohnung liegt im Hinterland der Costa Vicentina, wo die Küste in einem großen Naturschutzgebiet liegt. Das ist der wildere, einsamere Teil der Algarve mit schönen Stränden – von denen wir uns einige angeschaut haben. Die zeige ich euch dann im nächsten Post – hier schonmal eine kleine Vorschau:

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 Habt einen schönen Mittwochabend – genießt nochmal den Spätsommer, in zwei Tagen soll es ja vorbei sein… Alles liebe

*thea

Fünf schöne Ferienhäuser in Südeuropa, über diese Art des Reisens und ein paar Buchungstipps

holidayhomeBald geht es für mich in den Urlaub. Auf der Suche nach passenden Unterkünften bin ich auf mehrere schöne Ferienhäuser gestoßen, die in die engere Auswahl gerutscht sind – aber wegen Verfügbarkeit oder anderen Details nicht geklappt haben. Wie bei meiner Ski-Recherche auch, möchte ich die Liste hier aufschreiben. Für mich für die Zukunft – und für euch, falls ihr auch sowas sucht. Prämisse war ein schönes Ferienhaus in Südeuropa zu finden, für vier oder mehr Personen. Weil ich öfter nach Tipps gefragt werde und wie ich so in den Urlaub fahre,  gibt es noch einen ausführlicheren Text zum Thema Selbstversorgerunterkünfte und auf was ich bei der Recherche und Buchung achte. Die Ferienhäuser findet ihr auf den Bildern – die Infos dazu in der Bildunterschrift. Bildquelle sind die jeweiligen Buchunsportale – die auch verlinkt sind. Wohin es mich dann wirklich verschlägt, seht ihr dann in meinen Reiseberichten bzw. live auf FB oder Insta.

Bildquelle: Airbnb
Finca mit Pool bis zu 6 Personen, Nähe Artà Mallorca, ab 227€/Nacht – via Airbnb

Wer meinen Blog schon länger liest oder mich persönlich kennt weiß, dass ich gerne wegfahre. Dabei mache ich nicht, wie eingeschweißte „Traveller“ das gerne tun, einen Unterschied zwischen „Reisen“ und „in den Urlaub“ fahren. Denn beide Formen haben gemeinsam, worauf es mir ankommt: Abschalten vom Alltag durch einen Ortswechsel. Und glücklicherweise gibt es ja viele Abstufungen zwischen den extremen der Klischees. Ich bin weder die Allinclusive Poolliegen-Reserviererin noch die einsame Wanderin, die mit Zelt und zwei Konservendosen auf dem Rücken durchs mongolische Hinterland stapft. Auch werde ich sicherlich niemals beim Champusflaschen-Weitwurf in St.Tropez gewinnen (abgesehen davon, dass ich sowieso nicht werfen kann). Dabei will ich nicht leugnen, dass ich in gewissen Lebensphasen einigen Klischees durchaus nicht abgeneigt war: Mit Abitours im Reisebus 17 Stunden nach Lloret de Mar? – es war schön. Mit 9 bei der Minidisco im Cluburlaub auf Mallorca Polonaise tanzen? – wir haben die Kassette noch ein halbes Jahr danach mitgesungen. In Lissabon die Nacht zum Tag machen und danach im 6er-Zimmer im Stockbett aufwachen? Kein Problem.

Bildquelle - Fe-Wo direkt
Casa Barreta – Stadthaus mit eigenem Pool und Meerblick in Olhão (Portigal), 6 Personen, 235€/Nacht via Fewo-direkt

Die Vorlieben beim Reisen ändern sich wie viele andere Dinge eben auch im Leben. Mittlerweile bin ich (mehr oder weniger) erwachsen, und es haben sich im laufe der Zeit bestimmte Reiseroutinen bewährt (auch wenn ich immer noch offen für Neues bin und wer weiß, was noch kommt ;-) Dabei habe ich unter anderem Selbstversorger-Unterkünfte sehr zu schätzen gelernt: Sowohl für die Gruppenreise mit Freunden als auch für die romantische Zweisamkeit. Für den Städtetrip aber auch den entspannenden Badeurlaub und die Auszeit in der Natur.

Eine schöne Selbstversorgerunterkunft hat mehrere Vorteile für mich. Erstens mag ich stilvolle, schön gestaltete Unterkünfte. Und wenn man etwas Zeit und Mühe in die Recherche investiert, findet man Selbstversorgerunterkünfte, die oft einen höheren Standard und ein schöneres Design haben,  als ein Hotelzimmer zum gleichen Preis. Oder anders ausgedrückt: Für ein Hotelzimmer im gleichen Stil und vor allem mit ähnlichem Platzangebot zahlt man oft mehr, weil man ja fast immer eine Junior-Suite beziehungsweise die höhere Zimmerkategorie nehmen muss, wenn man etwas mehr als ein Doppelbett und Badezimmer möchte. Klar – denn man hat im Hotel ja auch viel mehr Service. Auch bin ich jemand, der sich gerne mal einen Tee macht oder Obst und etwas zum Brotzeiten kauft und sich daher bei einem längeren Aufenthalt mit einer Küche wohler fühlt. Dafür hat man natürlich in der Regel kein Zimmermädchen, das täglich sauber macht – und die Qual der Wahl zwischen essen gehen und selber kochen. Für unseren Kreta-Urlaub vor zwei Jahren habe ich da eine super Kombination gefunden: Viel Platz, kein Massentourismus, tolles Design – aber mit täglichem Putz-Service. Hier gehts zur Unterkunft.   Wenn man mit mehreren Personen unterwegs ist, hat eine Ferienwohnung den Vorteil, dass man lange gemütlich zusammen sitzen kann – ohne in die Bar oder in ein Restaurant zu müssen. Und das macht einen Urlaub unter Freunden oder mit der Familie für mich auch aus. Abends ein Weinchen trinken, tratschen oder Gesellschaftsspiele spielen geht einfacher, wenn man eine Terrasse hat oder im Winter ein Wohnzimmer.

Bildquelle: Fewo-direkt
Altes restauriertes Haus in Stari Grad, Insel Hvar, Kroatien, 6 Personen, ca. 168€/Nacht, via Fewo-direkt

 „Home away from Home“ – Stimmt das?

Einerseit stimmt der der Slogan, mit dem Airbnb wirbt, für mich schon. Denn ich habe nach einem Aufenthalt in einer „eigenen“ Wohnung schon mehr das Gefühl, in die Umgebung einzutauchen und Eindrücke vom Leben dort zu bekommen, als in einem Hotel. In New York hatten wir uns in einem Appartment in Brooklyn eingemietet. Wir haben tagsüber das gleiche Programm in Manhattan gemacht, wie jeder Tourist auch – und natürlich hatten wir mehr Fahrtzeit. Aber wir haben noch eine ganz andere Facette der Stadt kennengelernt. Hatten „unseren“ Donut-Laden und „unseren Supermarkt“. Haben auch schöne Restaurants in Brooklyn entdeckt und die typische Architektur des Viertels mit Treppen über dem Hauseingang und Erkern. In London ging es mir genauso. Man ist vielleicht nicht ganz so zentral aber man hat einen kleinen Reise-Alltag. (Das ist lustig – ich schätze es irgendwie schon, wenn man sich vor Ort ein bisschen eingelebt hat – auch wenn man ja vom Alltag zuhause eine Pause will.)

Andererseits kommt der Slogan ja eigentlich von der Airbnb-Grundidee. Also, dass man in seiner eigenen Wohnung ein Zimmer für Gäste frei macht oder die Wohnung komplett vermietet, wenn man unterwegs ist. Das sind auch nette Erfahrungen und Begegnungen, die man macht – aber ich habe gemerkt, dass ich mich freier bewegen und „heimisch“ fühlen kann, wenn die Wohnung sonst nicht von anderen Leuten bewohnt wird – es also doch eher eine Ferienwohnung ohne persönliche Gegenstände der Besitzer ist – anstatt das Zuhause von komplett fremden Leuten.

Bildquelle Airbnb
Finca in Soller, Mallorca, 8 Personen, ab 195€/Nacht via Airbnb

Worauf achte ich bei der Buchung? Meine Tipps

Solche Angebote, die nur für Gäste vermietet werden oder zum Beispiel nur als Feriensitz vom Eingentümer genutzt werden, sind also mein Favorit. Ich achte bei der Recherche immer darauf, dass es keine nur zweckmäßig ausgestattete Unterkunft ist, mit den Möbeln vom alten Jungendzimmer oder der Oma (außer es sind coole Vintage-Sachen-)  drin, sondern suche nach den Angeboten mit Liebe zum Detail. Auch schaue ich immer auf die Bewertungen – da sind nicht nur die Angaben der Besucher zur Wohnung interessant, sondern auch zur Lage. Gerade bei Städtetrips schaue ich genauer, was zur Lage, Sicherheit im Viertel, Anbindung und Lärm geschrieben wird. Ich muss sagen bei Fewo-direkt – das zweite Portal, wo ich oft fündig werde, sind die Bewertungen noch etwas rar. Für den anstehenden Portugal Urlaub habe ich auch etwas ohne Bewertungen gebucht – denn die schönen Bilder haben mich überzeugt – drückt mir die Daumen, dass auch sie der Realität entsprechen ;-) Ein weiterer Punkt  für Airbnb-Anfänger: Man muss persönlich mit den Vermietern den Check-In und Check-out organisieren – denn es gibt ja keine 24h Rezeption wie im Hotel. Dafür bekommt man durch den persönlichen Kontakt oft gute Tipps für die Gegend. Bei Airbnb findet man mittlerweile nicht nur die klassischen „Ich stelle meine Wohnung mal ins Internet“ Anzeigen – oft werden auch Bnbs oder Zwischenformen angeboten. Mich persönlich stört das nicht, denn wenn ich zum Beispiel optional auch noch ein Frühstück buchen kann, ist das für mich als Nutzer ja nur von Vorteil.

Bildquelle: Fewo-direkt
Quinta mit Pool in Aljezur, Portugal, 5 Personen, ca. 123€/Nacht via Fewo-direkt

Ich freue mich jetzt jedenfalls darauf, in den kommenden zwei Wochen eine (hofffentlich) schöne Basisstation zu haben, in die man jeden Abend zurück kommt – und mit dem (Miet)-Wagen, zu Fuß oder auch mit dem Radl tagsüber die Region zu erkunden. Beim Markt im Ort die Leckereien des jeweiligen Landes einzukaufen und zu kochen oder die Restaurants im Umkreis zu besuchen. Ich freue mich auf Frühstück auf der Terrasse zu den Zeiten wann ich möchte – und auf laue Sommernächte mit einem Glas Wein in der Hand. Ob sich diese romantische Vorstellung dann auch in der Realität erfüllt, werden wir sehen – ich werde berichten! Fals ihr auch schon in einem tollen Ferienhaus oder Appartment euren Urlaub verbracht habt, freue ich mich über eure Tipps und Links, denn der nächste Urlaub kommt bestimmt ;-) Liebe Grüße

*thea

Zum Thema passende Reiseberichte:

Municorn goes Andalucia – romantisches Appartment in spanischem Bergdorf

Municorn goes Liguria – unser Cottage in Tellaro, nähe Cinque Terre

Municorn goes Greece – Appartment in Sougia, Kreta

Municorn goes Lago di Garda – Appartment in Salo