Municorn’s Lieblinks im Mai

In den letzten Wochen habe ich wieder viele tolle Beiträge im www gelesen. Bei einigen habe ich es versemmelt, die Links mitzuspeichern – es hat sich trotzdem eine schöne Liste angesammelt und ich hoffe, für euch ist auch wieder was dabei – deshalb gibt es jetzt wieder ein paar Lese- und Klickepfehlungen von mir:

Meine Frühlingsentdeckung überhaupt war  diese leckere vegane Bärlauchquiche auf Arnes Blog „The vegetarian Diaries“. Ich habe sonst nie Quiches gemacht, mir sind die mit Ei, Käse und Sahne auch manchmal zu fettig. Diese vegane Variante hat Seidentofu als Basis, die auf einen Mürbeteig kommt und ich könnte mich reinlegen. Gab es jetzt schon dreimal bei uns – zweimal mit Bärlauch und einmal das Grundrezept gefreestylt mit verschiedenem Gemüse. Das Grundrezept ist so toll und super gut zu varriieren, ich habe zb. einen kleinen Teil Mehl mit Kastanienmehl ersetzt. Yummieeee

Bildquelle: the vegetarian diaries

Nachhaltiger Leben schön und gut aber im täglichen Trott ist das meistens gar nicht so einfach, wenn man erstmal vor jedem Schritt mit einer riesen Recherche anfangen muss.  Praktisch ist der Guide von Utopia „Nachhaltig unterwegs in München“. Einige Läden, wie zB. das Dear Goods oder den „Ohne“- Laden kannte ich schon und kann einen Besuch echt empfehlen – andere auf der Liste muss ich mal in meinen nächsten Stadtbummel integrieren.

Apropos Nachhaltigkeit – auf sz.de gibt es gerade den Schwerpunkt: „Deutschland schmeißt weg“ zum Thema Müll in Deutschland. Die 360Grad Reportagen der Süddeutschen Zeitung finde ich immer total interessant. Einerseits haben wir in Deutschland super recycling und Verwertungssysteme – andererseits gehören wir auch zu den Müllweltmeistern auf dem Globus. Auf jeden Fall ein informativer Themenschwerpunk ohne schwarz-weiß Malerei und mit Autoren, die verschiedene Standpunkte beleuchten und vertreten. Ich denke in den nächsten Tagen kommen noch weitere Beiträge dazu online.

Im Müllvermeiden bin ich mittlerweile richtig gut – mein „Ökolaster“ sind nach wie vor die Reisen. Aber das Fernwehbekämpfen, das Reisen und das Entdecken unserer schönen Welt gehört halt zu meinen liebsten Leidenschaften – und dafür bin ich ja im Alltag auf die flotte Lotte auf dem Radl ;-) Am Freitag geht es für mich nach drei Jahren Abstinenz endlich wieder für ein paar Tage in mein Herzland Spanien und ich freue mich rieeesig! Davon abgesehen habe ich auch einige tolle Fernwehbeiträge gefunden:

Bildquelle: Beseelt

Myanmar, das sich erst seit ein paar Jahren dem Tourismus geöffnet hat, ist wegen seiner Ursprünglichkeit – die sich jetzt natürlich wandelt – bei vielen auf der Reise-Bucket-List – auch wenn es dort immer noch einige gewalttätige Konflikte und ein autoritäres Regime gibt. Einige meiner Freunde waren sogar schon dort und begeistert. In diesem Interview auf dem Blog Mima erzählt die Deutsche Franziska Seel, die drei Jahre dort gelebt hat, wie sie den Wandel, die Hoffnung und die Aufbruchsstimmung dort wahrgenommen hat und warum Myanmar aus ihrer Sicht eine Reise wert ist.

Bildquelle: Heylilahey

Mia von Heylilahey war sechs Monate auf Weltreise und ich habe sie anhand ihrer tollen Instabilder und Blogposts schmachtend mitverfolgt. Jetzt hat sie veröffentlicht, wieviel Budget sie und ihr Freund in dem halben Jahr gebraucht haben. Das hat mich so positiv überrascht, dass ich nun fast selbst mit einem Sabbatical liebäugele ;-)

Ebenfalls inspirierend für eine Langzeit-Reise ist der Blog meiner Kinder- und Jugendfreundin Steffi, die gemeinsam mit ihrem Mann Max nach ihrer Hochzeit die Koffer gepackt hat und sich nun auf Weltreise befindet. Was sie in 111 Tagen Asien gelernt hat lest ihr hier – einiges kommt mir schon nach drei Wochen Asien bekannt vor, wie muss sich das dann erst in 111 Tagen anfühlen?

Bildquelle: evaexplora

Mexiko – ja oder nein – die Überlegung hatte ich schon öfter, war mir aber immer nie so richtig sicher, ob ich da mal hin will. Ein Wort hat die ganze Unsicherheit weggeblasen und ich muss irgendwann schon alleine deswegen nach Mexiko. Es heißt: Cenoten. Bringt vielleicht erst was, wenn ihr die Bilder dazu anseht – der Beitrag von Jana über Tulum mit ihren tollen Bildern hat auf jeden Fall das Cenoten-Fieber in mir geweckt.

Bildquelle: Sonne und Wolken

Ein Instatipp ist aktuell der Account von Juli @heimatpottential. Ich folge ihrem Blog schon lange, sie war eine Zeit lang viel auf Snapchat aktiv, das ich aber nicht nutze. Aktuell befindet sie sich aber in Island und nimmt uns über Instastories mit – und sie macht das mit so viel Herz, dramaturgischem Geschick und pottscher Redensart, dass jede professionelle Reisedoku locker mithalten kann. Jetzt wird mir klar, was ich da auf Snapchat verpasst habe – und wie mystisch und toll Island wohl sein muss. Und ich bekomme richtig Lust, mich doch selber auch mehr an Instastories zu versuchen – habe ja immer Angst, dass mein Dialekt peinlich ist – aber bei anderen finde ich das eigentlich authentisch und sympathisch..vielleicht melde ich mich mal aus Mallorca…wenn das mit dem Datenvolumen nicht immer so schnell um wäre…

Und zu guter Letzt was aus der Blogosphäre über die Blogosphäre – Fee mit ihrem Text: Wer entscheidet eigentlich was relevant ist? Der mir – und den Kommentaren nach zu urteilen – vielen aus der Seele spricht. Ich persönlich lese Blogs nämlich nicht wegen dem Mehrwert oder der Nische – sondern weil ich einem Menschen folge, der zeigt, was ihn beschäftigt, und inspiriert, und vor allem weil ich seine Art, wie er das präsentiert und von sich erzählt, mag. Ein Appell gegen die Schere im Kopf und für mehr Blogspaß – oder wie Fee es so schön sagt: Scheiß auf Relevanz!

Outfit „waiting for Summer“ and a Sunday walk to „goldene Bar“

In der letzten Zeit habe ich es mir angewöhnt, meine Kamera öfter einfach mal in die Handtasche zu packen. Einerseits habe ich seit ein paar Wochen ein neues Objektiv mit Festbrennweite, das etwas leichter als mein Zoom-Kit-Objektiv ist. Man muss sich schon etwas umgewöhnen, wenn der Zoom plötzlich von den Füßen übernommen werden muss, aber mir macht das Knipsen gerade richtig Spaß und die Bilder gefallen mir auch schon recht gut. Andererseits brauche ich gerade im Job auch öfter meine Kamera und so ist sie jetzt öfter im Alltag mit dabei.

Das schöne daran ist, dass ich eigentlich schon länger wieder mehr über Restaurants oder meine Freizeitbeschäftigungen und Lieblings-entdeckungen in München schreiben wollte, aber das extra für den Blog zu planen, Kamera einpacken und so weiter war dann nie wirklich praktikabel. Zwar habe ich immer noch oft Hemmungen, in Restaurants meine Kamera auszupacken und Fotos zu machen – aber auf Reisen ist es mir ja auch egal und so spiele ich halt Tourist in der eigenen Stadt oder Münchenblogger -)

Ich finde auch, dass solche Beiträge vielleicht wieder mehr dem ursprünglichen Bloggedanken näher kommen, wiel ich so wieder mehr aus dem alltäglichen Leben erzähle, was ich so mache und unternehme – auch wenn die Bilder dann vielleicht nicht so schön werden, weil es schon dunkel ist oder einfach zu viele Leute im Weg.

Und während sich gerade die Sonne durch die dicke Wolkendecke kämpft, die München in den letzten Tagen nicht losgelassen hat, zeige ich euch die Bilder von unserem Spaziergang letzten Sonntag und eines meiner Lieblingsoutftis für die Überganzgszeit. Egal ob Herbst oder Frühling, die dicke Strickjacke von Kontatto zusammen mit meiner liebsten veganen Lederleggins, meiner knallroten Handtasche und einem Schal ziehe ich immer gerne als Vor – oder Nach-Stufe zum Wintermantel an. Mit dem Unterschied, dass ich im Herbst so richtig den Schichtlook und die goldenen Sonnenstrahlen genieße, während ich es im Frühling so gar nicht erwarten kann, dass die Blätter endlich grün werden, alles nicht mehr so kahl ist und ich überhaupt keine Jacke mehr bzw. nur eine dünne Jeansjacke brauche.

Ihr seht, ich bin nicht wirklich der Frühlingsmensch, vor allem weil es hauptsächlich ein Warten darauf ist, bis die Sonne endlich stark, die Blätter grün und die Temperaturen warm sind. Trotzdem freue ich mich schon sehr darauf, trotz drohendem Heuschnupfen immer mehr Zeit draußen zu verbringen und anstatt zuhause gemütlich Cocooning zu betreiben die Stadt für mich zurück zu erobern. Und da kommen wir auch gleich zu einem meiner Lieblingsplätze in München: Der goldenen Bar.

Letzten Sonntag sind wir dort eingekehrt und es war gerade die typische Kaffee-Sonntags-Rushhour. Daher war es entsprechend voll und ich habe nicht ganz so viele Fotos machen können und ein paar Handyschnellschüsse sind auch dabei. In die goldene Bar kann man aber auch toll abends zu feinen Cocktails oder Longdrinks einkehren oder bei wärmeren Temperaturen auf der schönen Terrasse sitzen – hier mal ein Foto aus wärmeren Zeiten:

Die Bar ist in der Prinzregentenstraße direkt anschließend an den englischen Garten im Haus der Kunst. Ich mag den Stil sehr, bei dem das wuchtige historische Beton-Gebäude mit dem goldenen Decor und den Metall- und Holztischen im Midcentury-Design in Kontrast steht. Alt und Neu, chic und lässig treffen hier entspannt aufeinander, was auch ein bisschen beim Publikum und dem Personal so ist. Ich freue mich schon auf eine lauen Abend mit netten Leuten und Weißweinschorle im Sommer auf der Terrasse der goldenen Bar.

Und jetzt wünsche ich uns allen ein wunderbars Frühlingswochenende – die Sonne hat sich mittlerweile durchgekämpft und es wird Zeit für meinen Samstagsspaziergang zum Wochenmarkt. Was haltet ihr von meinem Plan, öfter mal von Restaurants und Co zu berichten, wo ich mich in München so rumtreibe – auch wenn die Bilder vielleicht nicht so hochwertig werden? Happy weekend euch allen

*thea

Ausflugstipp für Münchner // Wandern und Wellness am Schliersee

Wandern und Wellness am Schliersee

Liebe Municorn-Freunde, ich habe letzte Woche einen großen Fehler begangen – ein Profi-Blogger würde das nie tun – aber die Sucht ist Schuld! Ich leide seit Donnerstag nämlich unter starker Schilf-Fotosucht! Und während ich im Schilf-Foto-High ein Foto nach dem nächsten durch die VCO-APP gezogen habe, habe ich vor lauter Begeisterung ob des Schilfs und der Sonne vor bayerischem Idyll und der  Kombination von Schilf und Fotofiltern, nicht nur ein tolles Bild geteilt, sondern gleich Facebook und Instagram mit Schilfies (Bezeichnung der Schilf-Foto-Junkies für ihren Stoff,  Kombination aus Schilf und Selfie) vollgespamt. Wohlwissend, dass ich eigentlich auch tolle Bilder mit meiner großen Kamera geschossen hatte, die ich dann als Ausflugstipp für Münchner Bloggen wollte. Nachdem ich beim Sichten der Bilder auf der Nikon aber dann gemerkt habe, dass die Motive eigentlich auch nichts anderes als die bereits geposteten Handybilder hergeben – Schilf, Berge und See angereichert mit Herbstlaub – trat Ernüchterung ein. Der Schilf-Fotosucht-Kater sozusagen. Pulver verschossen – Blogpost überflüssig, toll. Aber weil der Ausflug so schön war und ich finde, dass man sich an goldenen Herbstbildern und bayerischen Seen sowieso nie satt sehen kann, kommt hier jetzt trotzdem noch der Post dazu – ohne VSCO-Filter aber trotzdem mit viel Schilf. Ich möchte euch wirklich nicht langweilen, aber ein Herbstausflug zum schönen Schliersee ist ein toller Tipp und das beste daran: Ihr könnt den ganz entspannt und easy peasy ohne Orga- und Orientierungsstress machen.

Und weil er so easy peasy ist, sag ich es gleich: Die Outdoor-Spezialisten unter euch, die jedes Wochenende mit ihren Trekking-Stöcken und Funktionskleidung bewaffnet durchs bayerische Voralpenland kraxeln, werden enttäuscht sein, beziehungsweise kennen den See und die Routen außenrum sowieso in und auswendig – ihr könnt euch ja an den Schilfbildern erfreuen;-)schliersee balancieren - nofilter Beziehungsweise an diesem tollen Gif –>
Aber vielleicht gibt es ja noch ein paar andere in München, Zugroaste oder Faule, denen es so geht wie mir des öfteren: Ich wache an einem freien Tag auf und merke, dass schönes Wetter ist. Und bis mir ein schöner Ausflug einfällt, bei dem man die Nähe Münchens zu den Bergen ausnutzen kann, geht es auf mittag zu und für eine große Bergwanderung ist es viel zu spät und ich laufe dann einmal um den Flaucher oder durch den englischen Garten und dann wirds auch schon dunkel. Wenn man kein Auto hat, ist das Ganze irgendwie noch komplizierter. Dabei kann es so einfach sein: Man fährt mit der Bob zum Schliersee und läuft einmal außenrum – kann die schöne Natur genießen ohne sich zu überanstrengen, kehrt in ein nettes Cafe ein und fährt wieder heim. Oder man geht anschließend zum Wellnessen.

Das ist ja jetzt kein großes Geheimnis, aber bei mir hat es fast acht Jahre in München gedauert, bis ich mal da drauf gekommen bin. Letzte Woche war nämlich meine Mama zu Besuch und das Wetter war fein. Sie ist wie ich bayerischen Seen und dem Wellnessen nicht abgeneigt. Daher habe ich überlegt, wie wir den freien Tag zusammen verbingen können. Und weil ich schon einmal am Schliersee im Monte Mare Wellnessen war und wusste, dass es nur einen Katzensprung vom Bahnhof enfternt ist, dachte ich, das wäre eine gute Idee. Wo man da entspannt ohne große Karte und Recherche laufen kann, wusste ich aber nicht. Zum Glück wohnt die liebe Mrs.A, in Schliersee, die mir per Facebook gleich ein paar Tipps für einen Ausflug mit Mama in der Herbstsonne geschickt hat, die ich euch nicht vorenthalten möchte:

Der Schliersee hat einen Rundweg direkt am See und die Größe ist auch genau richtig, um da mal außenrum zu laufen. Das heißt, man ist nicht nach 10 Minuten wieder am Ausgangspunkt aber man betreibt auch keinen Hochleistungssport und muss nicht einen ganzen Tag dafür einplanen. Er ist 7,5 km lang und man kehrt entweder in Schliersee ein oder am Weg in der Rixner Alm. Was nur nicht so schön ist: der Weg liegt an der einen Seeseite direkt neben der Straße. Naturliebhaber können aber auf eine ausgedehntere Variante über die Burgruine Hohenwaldeck ausweichen. Alternativ gibt es die Möglichkeit, nur den halben Weg zu gehen: Man fährt dann mit der Bob bis nach Fischhausen-Neuhaus, schaut bei Interesse das Wasmeier-Museum an und spaziert dann am Westufer ohne Verkehrsmief zurück nach Schliersee. Dort kann man dann einkehren oder ins Monte Mare zum Wellnessen bevor man vom Ort Schliersee mit der Bob zurück fährt.

Wir wollten eigentlich die kurze Variante nehmen… aber wir haben als absolute Bob-Anfänger nicht auf den richtigen Wagen beim einsteigen geachtet – Vorsicht: Entkoppelt wird das erste Mal in Holzkirchen – und befanden uns kurzzeitig auf dem Weg nach Bad Tölz (auch nicht das hässlichste Ziel). Ein netter Schaffner hat uns dann aber gesagt, dass wir noch zurückfahren und umsteigen können, ohne groß Zeit zu verlieren. So kamen wir dann wie geplant am Schliersee an, aber die Möglichkeit in Fischhausen auszusteigen war mit der neuen Verbindung dann irgendwie nicht mehr möglich. Leider waren wir auch noch ein bisschen Erkältungs gebeutelt, so dass wir zwar am Monte Mare vorbei geschlendert sind, aber das mit dem Wellnessen aufs nächste mal verschoben haben. Man müsste für meine grandiose Idee mit dem Wandern und Wellnessen dann nur klären, ob man seine Tasche mit Bademantel und Co dort hinterlegen kann, während man um den See läuft, sonst wäre die Kombi aus Wandern, Wellnessen und Zug fahren dann doch nicht sooo praktisch.

Wir sind letztendlich dann den kompletten Rundweg gelaufen- zurück am Weg neben der Straße, weil es schon gedämmert hat. Die Möglichkeit mit der Ruine möchte ich aber auch noch ausprobieren. Jetzt wo ich weiß, dass das mit der Orientierung und der Bob so einfach geht. In Schliersee gibt es dann nette Möglichkeiten zum einkehren, wir haben uns das Cafe Glückseelig ausgesucht, das vegetarische Speisen aus der Region und aus einem Fair Trade Laden anbietet. Nach einer heißen Suppe gings zurück in die Bob, die dann von Ferien-Kindern plus zugehörigen Eltern doch recht gut besucht war. Von denen haben wir auf unserer Tour übrigens fast nichts bemerkt – die waren bestimmt auf der Schliersbergalm, eine andere leichte Wanderung, die Mrs. A. mir noch geschickt hatte.

Fazit: Auch wenn man sich keine Riesenwanderung vornimmt, für die man Karte, Auto und Kondition braucht, kann man als Münchner doch ganz leicht was von den Bergen und dem schönen Oberland haben. Der Ausflug wird bestimmt bald wiederholt, gerne auch im Schnee und in Kombination mit Sauna nach dem Wandern. Nach dem Wellnessen in den Zug zu steigen, stelle ich mir zwar nicht so gemütlich vor – in dem Fall vom Monte Mare würde ich da aber wirklich eine Ausnahme machen, denn der Weg zum Bahnhof ist nicht der Rede wert.

Es war wirklich ein schöner Mutter-Tochter-Tag, mit Herbstsonne, dem idyllischen Bayernland und nicht zu vergessen: Schilf-Fotos! Habt ihr auch noch Ausflugstipps und Routen zum Spazierengehen oder Wandern, die man ganz spontan ohne langes planen machen kann? Am liebsten mit dem Zug oder der S-Bahn? Dann immer nur her damit!

Schon gebloggt habe ich den Sommerausflug zum Baden an den Wörthsee – ich denke, den kann man auch genauso gut in einen Herbst-Winter.Spaziergang umwandeln.

Ich wünsche euch einen gemütlichen Übergang vom Herbst in den Winter – und wenn ihr vor lauter Cocoonen, Kerzen und Glühwein auch mal raus wollt, wisst ihr ja jetzt, was ihr zu tun habt ;-)

P.S. Das Monte Mare gibts übrigens auch am Tegernsee – und die Bob fährt da auch hin – das probiere ich vielleicht das nächste Mal aus…

Drei mal 3×3 im März – Vol. II

Der Municorn-März frei nach Instagramhome sweet home

Hallo ihr lieben! Irgendwie ist hier in der letzten Zeit wirklich nicht viel los aber das Mindeste ist ja wohl ein Monatsrückblick und der ein oder andere UFF. Aber die wohnlichen Veränderungen schlucken viel Zeit und im März hat die Umsetzungsphase schon angefangen ;-) So habe ich unser neues Türschild als Geburtstagsüberraschung für Mr. X gravieren lassen und die Küchenplanung wurde im Ikea in Angriff genommen. Da die beiden flauschigen Mitbewohner mittlerweile auch erstmal ausgezogen sind, habe ich im März noch viele Bilder geschossen und Kuscheleinheiten genossen. Das Herz-Gericht ist übrigens Rote Beete Risotto mit Feldsalat – ich konnte mich bei der Farbe beim Garnieren irgendwie nicht zurückhalten ;-)Frühlingsluft schnuppern

Typisch für einen März-Rückblick sind die ersten Genuß- Momente draußen im Freien. Wenn endlich, endlich die Sonne wieder erstarkt, die Sonnenbrille ab sofort ihren festen Wohnsitz in der Handtasche oder auf dem Näschen hat, der Himmel länger als eine Stunde mal wieder so richtig blau ist und man was anderes als Stiefel anziehen kann. Auch wenn zeitgleich die Heuschnupfen-Saison beginnt ist es doch irgendwie immer eine Freude und eine Streicheleinheit fürs Gemüt.munich in and out

In München unterwegs war ich auch wieder zur genüge – ich bin halt ein kleiner Gastro-Fan. Etwas ärgerlich ist es auch, wenn man eine Woche Urlaub hat, nur renoviert und rumräumt, sich an einem einzigen Tag einen Urlaubtag gönnt, an dem Mr. X Geburtstag hat, einen Stadtbummel plant – und dann der Sturm Niklas wütet. Aber wir haben es uns trotzdem schön gemacht und uns vom bummeln auch nicht abbringen lassen. Meine Restaurant-Empfehlungen aufgrund der Bilder: Palast der Winde – ein leckerer Inder im Glockenbachviertel. Die Einrichtung ist auch typisch indisch: etwas kitschig, einen Touch billig, aber viel rot und gold und wer gerne spontan indisch essen gehen möchte, hat gute Chancen auch ohne Reservierung einen Tisch bekommen. Weiter im Glockenbachviertel: Das sehr fotogene Cafe Cotidiano. Und es hat nicht nur fotogene Holztische, sondern auch leckere Sachen zum bestellen für obendrauf. Mit der liebsten bald Ex-Mitbewohnerin wurde ein Freitag-Feierabend-Drink in der Loretta Bar eingenommen und das grüne Curry im Seychellen-Restaurant Coco de Mer hat auch sehr fein geschmeckt;-) So habe ich mich bis in den April geschlemmt – der jetzt auch schon wieder fast um ist. Mit diesem Post jährt sich übrigens die Drei mal 3×3-Reihe schon – ich habe damals mit dem März 2014 angefangen, die Monatsrückblicke zu erstellen – und hoffe ihr habt euch auch noch nicht daran satt gesehen? Das was ich momentan gerne ändern würde, wäre ein neues Handy zu kaufen, um die Alltags-Schnappschüsse etwas hochwertiger hinzubekommen – aber jetzt wird erstmal in Küche und Co investiert… Ich wünsch euch eine schöne Woche – bis ganz bald, *thea

Municorn’s Munich Monday // Ein Blick hinter den Streetfoodtrend in München

Streetfood Foodtrucks München

Hallo ihr lieben! Irgendwie musste ich gerade mal wieder an mein schon lange in sämtlichen Hirnwindungen versacktes BWL Studium denken. Warum? Weil man die allgemeinen Grundsätze der Marktstrategie auch ziemlich gut an urbanen Lifestyletrends beobachten kann, ihr glaubt mir nicht? Nun, da wären zunächst die Pioniere, die mit ihrer Geschäftsidee als erstes am Markt erscheinen. Ihr Vorteil: Sie haben keine Konkurrenten und können die Preise bestimmen. Können sie mit ihrer Idee begeistern und funktioniert das Produkt, kommen dann schnell die Nachmacher, die sich mit einem ähnlichen Konzept den Markt mit dem Original teilen wollen. Gerade sehr gut beim allgemeinen Streetfoodtrend zu beobachten, der nun auch in München angekommen ist. Und ich meine damit nicht normale Imbissstände oder die Hippie-Buden des Tollwoodfestivals, ihr könnt es euch schon denken (haha und in der Überschrift stehts ja  auch) ich meine die Foodtrucks.

Bevor mir meine liebe Freundin Mrs. N. letztes Jahr erzählt hat, sie möchte mit ihrem Freund zusammen einen alten Truck kaufen, restaurieren und zu einem Foodtruck umfunktionieren, wusste ich ehrlich gesagt gar nicht so genau, was da der Unterschied zur fahrbaren Imbißbude sein soll und wie sowas dann genau aussieht. Mittlerweile weiß natürlich jeder was ein Foodtruck ist, und es gibt nicht nur eine sondern gleich mehrere Möglichkeiten in München, sich bei Streetfood-Märkten und Co was leckeres auf die Hand zu holen. Ihr seht: Martkfolger-Strategie und so ,-)  Das erste Event, das mir aufgefallen ist, war der Hall of Taste Streetfoodmarket im MMA, den es seit Anfang des Jahres gibt. Schnell gab es weitere Streetfoodevents, zum Beispiel auch am Großmarkt. Und nicht nur wegen dem Projekt meiner Freundin war ich neugierig, denn für so Trend-Sachen habe ich ja doch immer eine große Affinität. Am Samstag habe ich es dann endlich auch mal ins MMA zu „Hall of Taste meets Midnightbazar“ geschafft.

Was mir gefallen hat: Ganz klar die Food Trucks an sich. Jeder Truck  hat ein eigenes Konzept, das mit kreativer Namensgebung („Grillin‘ me sofly“), handbemalten Schildern und vielem mehr indivuduell und mit viel Liebe zum Detail gestaltet und umgesetzt wurde. So waren nicht nur Trucks am Start, sondern zum Beispiel auch eine Crepe-Tram. Die Auswahl der angebotenen Waren war abwechlsungsreich und alles andere als 0815. Vom Smoothie über die klassischen asiatischen Straßengerichte bis zum Burger aus Wild mit Preiselbeeren (Stand Vogelwild) war für (fast) jeden Geschmack etwas dabei. Nur wer die Imbissbuden-Klassiker, wie ne einfache Tüte Pommes liebt, hatte zumindest bei dem Event  am Samstag das Nachsehen.chivito foodtruck

Was mir nicht so gefallen hat: Letzten Samstag im Speziellen fand ich die Kombination aus Streetfood-Market und Flomarkt nicht so gelungen. Im Flohmarktbereich war es super eng, und das Stöbern hat nicht wirklich Spaß gemacht. Der Streetfoodmarkt fand nur draußen statt und es war hauptsächlich voll, kalt und dunkel, gerade was die Sitzplätze betrifft. Da kommt dann aber auch meine Erfahrung zu Streetfood im Speziellen dazu: Ich habe zum Beispiel auch in Asien, dem Mekka der Straßenküche, gemerkt dass ich nicht so der Typ Mensch bin, der gerne auf der Straße isst. Ich mag es, mir zum essen Zeit zu nehmen und wenn ich „draußen“ essen gehe und mich mit Leuten treffe, will ich dann gemütlich in einem schönen Restaurant, Cafe oder Biergarten sitzen und mich unterhalten. Im Stehen und Laufen essen mache ich nur, wenn ich es absolut eilig habe und die Nahrungsaufnahe aufgrund eines drohenden Kreislaufkollapses oder ähnlichem geschehen muss. Normalerweise findet der „Hall of Taste“ ja draußen und drinnen statt, vielleicht ist es dann etwas stressfreier. streetfoodWenn ich im Sommer auf einem Outdoor Event, Festival oder ähnlichem wäre, ein gemütliches Plätzchen in der Sonne hätte und mit Freunden ein paar Stündchen da rumflaggen würde, würde ich mich sicher über ein paar hübsch designte Foodtrucks in der Nähe freuen. Jetzt im Winter aber abends Eintritt zu bezahlen, damit sich jeder der Gruppe woanders anstellt um im Halbdunklen schnell draußen was auf die Hand zu essen, muss ich so nicht mehr machen. Da warte ich dann lieber auf wärmere Temperaturen, dann ist auch bestimmt der Foodtruck von meinen lieben Freunden fertig ;-) Oder auf den nächsten Flohmarkt, denn wie gesagt, ein Mitläufer kommt selten allein – und Flohmarktfan bin ich ja schonmal….wenn es nicht so vollgestopft ist… my indigo food truck münchen

Und wie seht ihr das? Ist der Streetfoodtrend auch schon bei euch angekommen oder seid ihr eher wie ich die „Slow und Sitz“-Foodies? Falls ihr euch auch eine Meinung bilden wollt und das ganze mal anschauen möchtet: Hier kommt ihr zur Facebookseite von Hall of Taste und vom angekündigten Nachtkonsum mit Foodtruck RoundUp. Ich wünsche euch einen tollen Wochenstart!

Euer Municorn *thea

munich monday2Mindestens einmal im Monat gibts hier Montags Münchenliebe. Ich stelle eine Location vor oder widme mich aktuellen Themen oder Ereignissen unserer Stadt. Gerne könnt ihr mir auch Themenvorschläge schicken oder mich irgendwo hinschicken: Wenn ihr möchtet, dass das Municorn irgendeine Kneipe, Bar, Museum oder sonst noch was in unsrer schönen Stadt anschaut, ausprobiert oder testet und darüber berichtet – immer nur raus damit! In die Kommentare auf allen Kanälen oder per Mail.

Municorn’s Munich Monday // Tapas in der CORDO BAR

munich monday cordobarHappy Monday liebe Freunde des Municorns! Da töne ich noch groß rum, dass es hier bald totaaal viele München-Tipps und Münchner Gschicht’n geben und wird und dann kommt erstmal – nichts. So habe ich mir das mit meiner Montags Rubrik ja nicht vorgestellt. Einmal im Monat wollte ich den Munich Monday stattfinden lassen und habe gleich ein paar Wochen verstreichen lassen. Ich muss mir wirklich erst noch etwas antrainieren, meine Kamera öfter mitzunehmen, und mein Municorn-Dasein in mein gesellschaftliches Leben zu integrieren. Denn an Gelegenheiten die Ecken unserer Stadt vorzustellen mangelt es mir eigentlich nicht. Sozializing ist mein zweiter Vorname und ich bin ja doch des öfteren abends unterwegs. Und wenn ich das schon bin, kann ich ja meine Eindrücke durchaus mit euch teilen. Am Donnerstag war es dann soweit, die Kamera mit dabei und meine Arbeitskollegen mussten beim Stammtisch erstmal geduldig ihre Tapas von mir fotografieren lassen, bevors ans Schnabulieren ging. Die Bilder sind zwar trotzdem irgendwie unscharf geworden, aber das war mir jetzt auch egal. Tapas? Ja genau, denn wie es der Titel schon sagt, haben wir den Abend in der Cordo Bar im Glockenbachviertel verbracht.

Ich behaupte ja, dass ich ein spanisches Herz habe. Biologisch ist das zwar nicht möglich, aber auf einer spirituellen metaphorischen Ebene auf jeden Fall. Ich habe die Siesta praktisch schon in meinen Alltag integriert bevor ich überhaupt mal in ihrem Herkunftsland war und seit meinem Erasmus Semster vor mittlerweile 10 Jahren ist die Liebe noch größer geworden. Hier habe ich ja schonmal geschrieben, dass es mich in regelmäßigen Abständen auf die iberische Halbinsel zieht. Und wenn ich länger nicht dort gewesen bin, überkommt mich eine merkwüdige Fern-Heimweh-Mischung nach Spanien und ich muss verstärkt zu Ersatzdrogen greifen, wie der übermäßige Konsum von Manu Chao und Maná-Liedern, Rotwein und natürlich Tapas!! In München gibt es ja diverse Tapas-Bars – mein alltime Favourite ist zum Beispiel das Theatro-Tapas in Haidhausen. Aber als ich die Cordo Bar entdeckt habe, fand ich das Wortspiel im Namen schon mal cool und die Bilder von der Einrichtung auf der Homepage so ansprechend, dass ich sie ausprobieren wollte.

Und ich kann gleich vorweg sagen: Ich werde bestimmt wieder kommen um meine spanophilen Seiten auszuleben. Das Restaurant ist recht neu eingerichtet aber wirkt doch urig und gemütlich. Kachelmosaike an der Wand und dunkle Holzmöbel bestimmen das Bild. Die Lampen im industrial Style und die Bilder an der Wand geben den Räumen dazu noch einen modernen Touch. Als wir gleich nach der Arbeit um 18:30 reinkamen, war die Bar noch leer und ich habe die Gelegenheit für ein paar Fotos genutzt. Wie für München typisch empfiehlt es sich aber trotzdem zu reservieren, denn spätestens um 20:00 war der Laden dann voll. Was mir auch positiv aufgefallen ist, ist die Raumaufteilung. Es gibt eine Galerie und mehrere ineinander übergehende Gasträume – so merkt man gar nicht wie groß das Lokal eigentlich ist, und der Lautstärkepegel hält sich auf einem angenehmen Niveau. Was mir auch gut gefallen hat, ist das Speisen-Angebot.

Beim Tapas-Essen muss man ja immer aufpassen, dass man nicht an verölung leidet. Aber in der Cordo Bar gibts es eine abwechslungsreiche Karte und auch als Vegetarier hatte ich keine Probleme eine leckere Auswahl zu finden. Ich glaube auch, dass manche Tapas saisonal variiert werden. So kann ich aktuell den überbackenen Ziegenkäse auf gegrillter Rote Beete und Apfel empfehlen. Und zum Start warmes Brot mit Olivenöl und Meersalz. Die kleinen frittierten grünen Paprika, Pimientos de Padron genannt, die ich auch in jedem Spanien-Urlaub mehrmals genieße, sind auch auf der Karte vertreten. Außerdem hab ich noch die Gemüsetortilla probiert und panierte Artischocken, hat alles lecker geschmeckt und kann so weiterempfohlen werden. Die Fleisch- und Fischesser unter uns können sich über Serranoschinken, Gambas und viele weitere Schmankerl freuen. Außerdem gibts auf der Karte noch andere Gerichte als Tapas, wie zB Paella oder auch Nachtisch. Die habe ich aber selber nicht probiert, deswegen kann ich nix dazu sagen. Der Schokokuchen mit heißem Kern meiner Kollegin hat aber auch sehr fein geduftet.

Preislich würde ich sagen, liegt das Restaurant in der „typisch München“-Skala also nicht wirklich günstig aber schon OK. So ein gebackener Ziegenkäse hat glaube ich ca. 6€ gekostet. Ich empfehle als kleine Gruppe hinzugehen, und pro Person ca, drei Tapas zu bestellen und alles zu teilen. Dann wirds auch nicht zu teuer. Preise und Karte könnt ihr auch im Internet einsehen. Zusammengefasst hatte ich dort  einen schönen gemütlichen Ratschabend mit leckerem Essen und gutem spanischen Wein. Einziger Wermutstropfen: Freunde von mir waren zu einem Geburtstag dort und hatten dem Geburtstagskind einen Kuchen mitgebracht. Sie haben mir erzählt, dass der Kellner pro Person 1€ Tellergeld verlangen musste. Ich finde, wenn man in einer großen Gruppe den ganzen Abend dort trinkt und isst, muss das nicht sein. Aber wie gesagt: Ich persönlich habe gute Erfahrungen da gemacht. So, das wärs für den ersten Munich Monday. Ich freue mich schon auf die nächsten München Streifzug und wünsche euch einen guten Start in die Woche!

Euer Municorn

munich monday2Mindestens einmal im Monat gibts hier Montags Münchenliebe. Ich stelle eine Location vor oder widme mich aktuellen Themen oder Ereignissen unserer Stadt. Gerne könnt ihr mir auch Themenvorschläge schicken oder mich irgendwo hinschicken: Wenn ihr möchtet, dass das Municorn irgendeine Kneipe, Bar, Museum oder sonst noch was in unsrer schönen Stadt anschaut, ausprobiert oder testet und darüber berichtet – immer nur raus damit! In die Kommentare auf allen Kanälen oder per Mail.

München mal anders // Impressionen vom Nachtflohmarkt

Hallo ihr lieben! Bei all den vielen Ideen, Geschichten und Bildern, die ich gebloggt habe und euch noch zeigen möchte, habe ich in der letztens Zeit eines vernachlässigt: Unser schönes München! Und damit das Municorn nicht zu so einem stinknormalen Unicorn verkommt gibts heute mal wieder Futter für mein „Living in Munich“-Archiv mit einem Ausflug in die Flohmarktwelt dieser Stadt. Dabei stand dieser Beitrag eigentlich genau deswegen auf meiner To-Blog-Liste, weil er nämlich mal nicht das typische München zeigt. Zwar liebe ich meine Isar-Eisbach-Viktualienmarkt-Touren und Fotos sehr, es ist aber ja genauso reizvoll auch mal ein anderes Bild dieser Stadt zu zeigen. Es gibt hier nämlich nicht nur Schickies, Laptop und Lederhosn sondern auch Streetart, Vintage, Dreck und Kreativität. Und die sind mir letztens geballt beim Besuch des Nachtflohmarkts in der alten Zündapphalle begegnet.

Deswegen habe ich gleich mein Handy gezückt und versucht, diese besondere Stimmung einzufangen. Die Bildqualität ist nicht ganz so toll aber die Motive machen es hoffentlich wieder wett! Nachtflohmärkte sind eine super Sache finde ich. Normalerweise muss man ja Frühfrühaufsteher sein, wenn man seine Sachen bei einem Flohmarkt verkaufen möchte. Gut, das macht man in der Regel auch nicht soooo oft und man verdient ja auch etwas dabei. Aber was ist mit den Flohmarktliebhabern die gar nichts bestimmtes suchen und einfach mal bummeln wollen? Die in ihrer Freizeit gerne mal über Flohmärkte schlendern oder Freunde besuchen möchten, damit denen an ihrem Stand nicht langweilig wird?

Ich zähle mich ja eher zur zweiteren Gruppe. Meistens bin ich zu faul um einen Stand zu betreiben. Aber mal vorbei schauen, bisschen hier quatschen und da helfen mache ich super gerne. Aber doch nicht Samstag morgens um zehn, wenn dann auch noch schon alles gelaufen ist! Da war ich froh als ich vor ein paar Jahren das erste Mal beim Nachtkonsum vorbei geschaut habe. Statt Samtag-Abends auszugehen, geht man halt mal zum Flohmarkt.

Bei 3€ Eintritt sorgen Live-Musik oder Djs für musikalische Untermahlung, man trifft nette Leute und quatscht mal hier und da. Drinks und was zu Essen gibt es natürlich auch. Der Name Nachtflohmarkt ist etwas verwirrend, denn es handelt sich in der Praxis eher um die Abende. Von 17 bis 23 Uhr kann gebummelt, gehandelt und geshoppt werden. Das Publikum ist angenehm und die Standorte meistens gut mit den Öffentlichen zu erreichen, so dass man im Anschluss bei guter Stimmung (und nicht zu sperrigen Flohmarktschnäppchen) noch weiterziehen kann. Womit ich natürlich nicht das Gelände der Kultfabrik meine, über das man zur Halle gelangt, die Clubs dort sind dann doch eher von einer anderen „Kultur“.

Mittlerweile werden in München Nachtflohmärkte von verschiedenen Veranstaltern und an wechselnden Locations angeboten. Deswegen war ich auch das erste Mal in der alten Zündapphalle, die ich wegen der vielen Graffitis am eindrucksvollsten fand. Wenn Klamotten auf Wäscheleinen hängend angeboten werden und dann wieder Ateliers im verratzten  Loft-Stil zum Vorschein kommen, fühlt man sich abwechselnd in eine lateinamerikanische knallbunte Favela oder in die Ecken der kreativen Szene in Berlin versetzt aber definitiv nicht nach München. Da das Modell „trödeln am Abend“ ziemlich erfolgreich ist, bietet Nachtkonsum mitterweile seine Märkte in verschiedenen Städten an. In München kenne ich noch den Midnightbazar, der zum Beispiel im Postpalast oder in der Reithalle stattfindet.

Beliebt sind auch die Märkte mit spezialisiertem Angebot, zum Beispiel Mädels und Modeflohmärkte- oder Kinderbasaare. Wenn ihr an einem Stand interessiert seid, müsst ihr vorher beim Anbieter reservieren, den die Plätze sind meistens sehr begehrt. Neben den Nachtflohmärkten gehe ich noch ganz gerne auf die Hofflohmärkte oder den großen Frühlingsflohmarkt auf der Theresienwiese. Verkauft oder kauft ihr auch gerne Vintage-Entdeckungen auf Flohmärkten? Was sind eure liebsten Märkte? Ich bin ja weniger auf der Suche nach Kleidern sondern eher nach alten Schachteln (also Boxen, ne;-) Bilderrahmen oder kleinen Möbelstücken. Mal schauen was ich noch so finde ;-)

Einen schönen Abend wünscht euch *thea