Municorn goes Sri Lanka // Der Zauber von Unakuruwa

Nach meinem ausschweifendem Text im letzten Post – danke übrigens für eure Kommentare – ich habe die Jungle-Tapete bestellt und bin schon ein bisschen aufgeregt, wie sie wohl aussieht – gibts heute mal wieder viele Reiseeindrücke von unserem Sri Lanka-Trip im Januar mit weniger Worten  ;-) „Der Zauber von Unakuruwa“ – dass mein Blogartikel zu unseren zwei Tagen in diesem verträumten Strandörtchen in der Nähe von Tangalle diese Überschrift tragen sollte, habe ich schon dort beschlossen.

Und das passiert mir sonst eher selten. Aber das Dörfchen vereint für mich, was den Zauber von Sri Lanka und den Reiz in diesem Land zu Reisen ausmacht. Das sind schmale Sträßchen mit bunten, kleinen Häusern, in denen freundliche Menschen wohnen. Gleich zwei wunderschöne Strände in unmittelbarer Laufweite. Abseits des Massentourismus, aber doch gerade so viel Infrastruktur zum wohlfühlen. (eine Hand voll Restaurants, Surfbrettverleih und Tuk Tuks, falls man sich fortbewegen möchte – aber warum sollte man sich von diesem entspannten Ort fortbewegen?)  Und dann hatten wir noch eine unglaublich schöne, geschmackvolle Unterkunft.

Das little Tamarind ist ein Boutique-Hotel mit – ich glaube – drei Zimmern und einem kleinen, frei stehenden Bungalow. Das Grundstück liegt an einem Hang, weshalb wir von unserem Balkon sowie von der Terrasse im Restaurant (wenn man bei den wenigen Tischen von Restaurant sprechen kann) einen traumhaften Blick über grün und das Meer hatten. Alles war sehr gepflegt, sauber und geschmackvoll eingerichtet. Das freundliche Personal macht Frühstück und fragt morgens, ob man abends im Haus essen möchte. Danach werden die Zutaten frisch im Markt eingekauft. Wir haben einmal abends im Hotel gegessen und sonst mittags und am anderen Abend in einem der Restaurants der Locals am Strand.

Als wir am abend am Strand entlang spaziert sind, haben wir einen jungen Mann getroffen, der unheimlich stolz war, ein neues Restaurant eröffnet zu haben. Wir haben dann ein bisschen mit ihm geratscht und ein Bier zum Sundowner dort getrunken, am nächsten Abend sind wir wieder gekommen. Bei diesen kleinen Restaurants am Strand ist es noch ziemlich unsprünglich: Man sitzt auf Plastikstühlen und der Koch zeigt den frischen Fang aus dem Meer. Außerdem gibts noch die typisch singalesischen Gerichte wie Curries oder String Hoppers und die asiatischen Evergreens wie fried Rice oder Noodels auf der Karte. Sri Lanka ist im Vergleich zu Deutschland ein armes Land. Und trotz der süßen Häuschen, bunten Kleider und ihrem warmen Lächeln können viele von fließendem Wasser, Müllabfuhr und anderen Annehmlichkeiten, die für uns Basics sind, dort nur träumen. Und auch wenn ich im Urlaub gerne in schicke Läden und Hotels gehe, haben wir auch immer darauf geachtet, die Locals zu unterstützen. Bei diesen kleinen Restaurants haben die Menschen versucht, was aus ihrem Dorf zu machen – es stehen keine großen Investoren oder Hotelketten dahinter. Und auch wenn nur eine nackte Glühbirne abends über dem Tisch hängt und der Kellner auch mal die Bestellung verwechselt hat, war ich gerne dort Gast.

 

Ein kleines Cafe, dass ein bisschen stylischer ist, haben wir auch entdeckt – dort werden auch zwei Bungalows vermietet – das Aga Surf View. Wir sind dort einmal nachmittags eingekehrt. Ich habe zwar die Zimmer nicht gesehen, aber es sah online auch sehr schön aus. Würde ich auch als Unterkunft in Erwägung ziehen.

Wie überall an den kleineren Örtchen an der Südküste sieht man auch noch einzelne Ruinen des Tsunami-Unglücks. Was auf den ersten Blick fast verwunschen und sogar malerisch wirkt, lässt einen doch schnell daran erinnern, dass diese ungeheure Katastrophe sich wirklich genau an diesem Ort abgespielt hat, viele Menschen ihre Liebsten verloren und/oder wirtschaftlichen Totalschade erlitten haben, und beschert einem immer wieder Gänsehautmomente.

Viel mehr gibt es von Unakuruwa eigentlich nicht zu erzählen, es liegt ein paar Kilometer vor Tangalle. Tangalle direkt hat mir nicht so gut gefallen – ist halt eine Stadt mit Geschäften an der Straße aber rund um Tangalle gibt es wohl viele solche Örtchen mit traumhaften Stränden und schönen Unterkünften und eine Lagune. Man kann also auch ein bisschen länger bleiben und mit dem Tuk Tuk zu den verschiedenen Stränden fahren. Wenn man ein kleines, verträumtes Strandörtchen sucht, ist man hier bestens beraten. Wer schicke Bars und etwas mehr Unterhaltung, Party oder ähnliches braucht, wird sich eher langweilen, wir waren manchmal sogar alleine am Strand.

Mehr zu Sri Lanka:

Villa Vista in Haputale, Zentral Sri Lanka

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende – möge der Frühling aus seinem Versteck kriechen ;-)

Die Villa Vista in Haputale – ein Hideaway im wahrsten Sinne des Wortes

Nachdem ich noch Anfang des Jahres hochmotiviert verkündet habe, jede Woche einen Reisepost schreiben zu wollen – bin ich ganz schön im Rückstand. Dafür kommt hier endlich der erste Post zur Sri Lanka Reise, jipieh! Es ist doch immer so viel Arbeit die Fotos zu sortieren und zu bearbeiten, aber dafür ist in den letzten Tagen beim erstellen dieses Posts wieder so richtig die Zeit in Zentral-Sri Lanka vor meinem inneren Auge erschienen. Für den ein oder anderen Geschmack habe ich es beim Bilder bearbeiten vielleicht ein bisschen übertrieben – aber mir gefällt es so total gut, weil der Stil die verwunschene Dschungel-Atmosphäre so schön wieder gibt. Also tschüss einheitliches Farbschema, Blogdesign und Co – welcome to the Zauberwald!

Die Unterkunft, von der ich euch heute erzähle, ist wohl eine der besondersten in der ich je war. Sie rangiert auf der Romantik-Skala ganz weit oben, ohne dabei kitschig zu sein. Wir sprechen von einer Kolonialstil-Villa im Bergland von Sri-Lanka, die luxuriös aber nicht protzig ist, mit schönem Design, das aber nicht in die hippe oder überstylte Ecke geht und persönlichen, herzlichen Service bietet. Dennoch glaube ich, dass diese Art Unterkunft schon etwas speziell und nicht unbedingt jedermanns Sache ist – aber lest meine Geschichte von unserem Aufenthalt bei der Villa Vista Haputale und entscheidet selbst.

Ich habe ja schon öfter geschrieben, dass ich bei der Urlaubsrecherche ein kleiner Perfektionist bin. Ich pflüge mich durch das Internet auf der Suche nach Unterkünften, die etwas individuelles oder besonderes haben. Solche romantischen Unterkünfte und „Boutique-Villas“ mit dem Touch des Besonderen werden ja immer gerne als „Hidden Gems“, „Romantic Hideaway“ oder mit ähnlichen Begriffen beworben, was mich zugegebenermaßen auch gleich voll anspricht, ich bin quasi die personifizierte Zielgruppe (siehe auch das Titbild vom Beitrag hier haha).  Die Vorstellung, ein paar Tage mitten in der Natur in einem hübschen Haus zu verbringen, als Kontrast zu unserem Großstadt-Alltag ist doch immer sehr verlockend für mich.

Als ich die Route für unseren Sri Lanka-Trip zusammen gestellt habe, sollten auch ein paar Tage im zentralen Bergland dabei sein. Die meisten, die in Sri Lanka eine Rundreise machen, fahren direkt von Colombo Richtung Norden um sich dann alle ein oder zwei Tage mit ein paar Zwischenstops Richtung Strände im Südwesten der Insel vorzuarbeiten. Ich reise schon gerne rum, aber da wir beide ziemlich abgearbeitet waren und gleich nach der Landung auch Silvester anstand, haben wir erstmal mit zwei Stationen Strand angefangen. Danach hatten wir noch vier Nächte fürs Bergland zur Verfügung, bevor es ins Surf-Yoga-Camp ging, wo wir Samstags anreisen mussten, weshalb wir nicht so flexibel bei der Routenplanung waren. Ich habe dann etwas recherchiert und wollte während der vier Tage lieber an einem Ort im Bergland übernachten und von dort aus dann Tagesauflüge machen, weil ich es weniger stressig finde, als täglich meinen Rucksack zu packen und immer wieder aus und einzuchecken. Viele Backpacker nehmen den Zug oder Bus – andere haben dann einen Fahrer für die gesamte Zeit, der auch in gleichen den Hotels in Fahrerunterkünften übernachtet. Da wir aber nur einen Transfer hin – und von dort zurück zur Küste hatten, und für unsere Tagesausflüge einen Fahrer vor Ort gebraucht haben, haben wir das über die Villa Vista organisiert.

Ich habe also die Villa Vista im Internet gefunden – und mit google Maps überlegt, ob das, was ich gerne machen würde, von den Entfernungen als Tagesauflug möglich ist, und dann mal hingeschrieben. Obwohl es Hochsaison war, war sie noch frei. Ich habe auch von meinem Blog erzählt und mich sehr gefreut, dass der Manager offen für eine Kooperation war – ich wurde für die vier Nächte eingeladen – Essen und Fahrer haben wir separat bezahlt. Der normale Preis beläuft sich auf ca. 120 Euro pro Nacht pro Zimmer, also 60Euro pro Person aber mit Vollpension inklusive, was ich auch ok finde.

Nach über drei Stunden Fahrt mit einer anschließenden Hopser-Tour auf Schotterpisten und Waldwegen und mehreren Nachfragen des Fahrers bei Einheimischen (die Hinfahrt hatte unser vorheriges Hotel organisiert – und das Auto war nicht wirklich für die Strecke geeignet – unser Fahrer hat aber Ruhe und Geduld bewiesen und auch die Achsen vom Auto haben überlebt, woran ich zwischendurch schon gezweifelt hatte) und völliger Orientierungslosigkeit meinerseits,  fragt man sich dann doch, wie „hided“ so ein „Hideaway“ eigentlich sein muss, oder ob man mit einem der von mir verpönten großen Resorts an einer bequemen Zufahrtsstraße nicht doch besser bedient gewesen wäre. Diese Zweifel waren aber schon mit dem ersten Schritt aus dem Auto beseitigt. Denn nach der anstrengenden Fahrt über verschlungene Waldwege betritt man endlich eine Oase mitten in der Natur, bei der schon das Häuschen an der Einfahrt mit viel Liebe zum Detail gestaltet ist und schreitet mit weit aufgerissenen Augen durch das ansprechend gestaltete Areal.

Die Villa Vista hat drei Gästezimmer, wo insgesamt bis zu sieben Gäste übernachten können (ein Triple und zwei Doppelzimmer). Ich glaube an unserem ersten Tag ist ein anderes Paar abgereist, ich habe während der restlichen Zeit keine anderen Gäste gesehen. Unser Aufenthalt kommt mir im Nachhinein fast schon mehr vor wie in einer Privatvilla anstatt eines Boutique-Hotels. Vor Ort mit uns waren noch zwei Angestellte, die leider so gut wie kein englisch sprachen, was die weitere Planung etwas abenteuerlich machte – aber trotzdem war der Service und ihre freundliche Art super. Wir hatten ein schönes Schlafzimmer, mit einem eigenen Vorraum bzw. Wohnzimmer.

Im schön angelegten Garten gab es zwei Aussichtspunkte, mit Blick auf die Hügelkette, auf der die nächste Stadt Haputale liegt. Außerdem noch einen Pool und einen Outdoor-Essbereich. Der Tisch war jedes mal etwas anders dekoriert, mit verschiedenen schönen Kerzenständern, die beim Abendessen für Beleuchtung und Ambiente sorgten. Mein absolutes Highlight war, dass jeden Abend nur für uns die auf dem gesamten Grundstück verteilten Kerzen, Fackeln und Windlichter angezündet wurden, die uns den Weg zum Essen wiesen. So schön verwunschen war das! Ich bin immer noch ganz begeistert, wenn ich daran denke!

Das Essen war eine Mischung aus singalesischen Curries und westlichem Frühstück und jeden Tag etwas anders. Wir haben immer je nach unserem Tagesprogramm vorher die Uhrzeiten besprochen, zu denen wir essen wollten. Wie in einigen Unterkünften in Sri Lanka gewöhnlich, hat die Villa keine Alkohollizens. Es ist aber kein Problem, bei einem Laden unterwegs selbst etwas zu kaufen und mitzubringen, man kann sich die Getränke auch kalt stellen lassen.

Am ersten morgen dann um 11:00 hat es gehupt und unser Fahrer stand vor dem Tor. Er wohnt in einem kleinen Dörfchen ums Eck und fährt einen Van mit Allrad-Antrieb, so dass wir etwas schneller durch die Dschungelwege mit ihm gekommen sind, als bei der Hinfahrt. Trotzdem dauert es in die nächste Stadt Haputale schon so circa 40 Minuten – auch wenn es gar nicht viele Kilometer sind. Wem diese Abgeschiedenheit oder die damit verbundene Fahrerei also nicht taugt- sollte entweder eine zentralere Unterkunft suchen – oder sich ein paar faule Tage mit einem guten Buch am Pool in der Villa machen.

Ich fand die Mischung aus abenteuerlichen Ausflügen und Ruhe in der Villa aber genau richtig und würde es wieder so machen, vor allem weil das Ambiente so toll  verwunschen ist und man in der Gegend aber auch einiges unternehmen kann. Wir haben während unserem Aufenthalt drei verschiedene Tagesausflüge gemacht, von denen ich euch aber noch in einzelnen Blogbeiträgen genauer erzählen werde – hier ein Überblick:

Lipton’s Seat – Aussichtspunkt mitten in Teeplantagen mit kleiner Wanderung durch das Teeanbaugebiet, wo schon der alte Sir Lipton seinen Tee angebaut hat
Ausflug mit dem Zug nach Ella – kleine Wanderung zur Nine Arches Bridge
Mit dem Zug von Haputale nach Ella
Ausflug zum Horton-Plains-Nationalpark
Wanderung durch das Grasland im Horton Plains Nationalpark

Unterwegs sieht man die wunderschöne Natur Zentral-Sri Lankas und bekommt Eindrücke vom Leben der Menschen dort. So sieht man zum Beispiel nach Schulschluss die Kinder in ihren weißen Uniformen auf dem Weg zurück in ihre Dörfer, Teepflücker bei der Arbeit und die Häuser und Dörfchen am Wegesrand.

Blick aus dem Auto

Etwas schade war auch hier, dass der Fahrer so wenig englisch konnte – ich hätte ihn sehr gerne mehr zu Land und Leuten gefragt beziehungsweise mich mit ihm unterhalten. Aber wir haben öfter Teile seiner Familie ein Stück mitgenommen, da wir immer an seinem Haus vorbeigefahren sind – wo die Eltern einen kleinen Kiosk betreiben. So haben wir die kleinen Söhne, seine Eltern und die Schwager kennengelernt und uns mit Händen, Füßen und englischen Brocken verständigt. Auf dem Heimweg haben wir immer kurz dort angehalten und einen Joghurt für die restliche Fahrt reingereicht bekommen, sehr süß und nett – trotz Sprachbarriere.

Unsere vier Tage dort waren ein schönes individuelles Erlebnis weit fernab des Massentourismus. Wer also auch gerne mal eine Zeit in Abgeschiedenheit verbringt, dem kann ich die Villa Vista sehr empfehlen. Es gibt dort übrigens auch kein Wifi und keine Kartenzahlung. Wer eher auf praktische Wege, in Nähe von Bahnhof und Co setzt, wird dort wohl nicht so glücklich. Aber egal welcher Reisetyp ihr seid: Das zentrale Bergland in Sri Lanka bietet so eine schöne Landschaft und verschiedene Ausflugsmöglichkeiten, wenn ihr also einmal dort hin reisen solltet, macht keinen reinen Strandurlaub – ihr verpasst sonst definitiv ein Highlight!

Vielen Dank an die Villa Vista für die freundliche Einladung – meine Leser können sich wie immer sicher sein, dass hier nur meine persönliche Meinung steht.

7 Municorn-Tipps für den nächsten Wien-Trip

tipps-viennaDer Herbst kehrt ein und wenn ich den Sommer Revue passieren lasse, fallen mir viele schöne Momente ein und auch die ein oder andere Reise. Dieses Jahr konnte ich meinem Fernwehgen doch schön öfter folgen und  während meiner Reisewütigkeit (wobei es da natürlich noch ganz andere Kaliber gibt) packt mich doch auch immer die Fotowut. So erkunde ich die Welt und tauche zwar nicht mit einem Brett aber zugegebenermaßen mit der Linse vor dem Kopf in die Örtlichkeiten ein. Ich kann zwar jeden verstehen, der an meine Vernunft appelliert: „Schau dir doch mal alles in live und ohne Filter an und genieße den Moment“ Aber ich entdecke die Details der Orte viel intensiver, wenn ich auf der Jagd nach schönen Motiven bin. Natürlich nicht ohne dabei die Geduldsfäden meiner Reisebegleiter zu strapazieren, denn man kommt natürlich nicht so schnell voran, wenn man eine fotosüchtige Bloggerin im Schlepptau hat, die zeitgleich Reise und Blog-Hobby verbindet, abwechselnd mit Handy und Spiegelreflexkamera jongliert und sich im Hinterkopf schon zig Ideen zu Blogposts macht.

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Aber dafür werde ich im Nachhinein immer mit vielen schönen Fotos belohnt und zehre davon, meine Trips beim anschauen der Bilder oder beim scrollen im Instagramfeed Revue passieren zu lassen. Das Gute bei meiner Bloggerreise nach Wien und Baden bei Wien war, dass ich dort ja quasi fotografieren MUSSTE und Mr.X als meine Begleitung gar nix gegen die Knipserei sagen KONNTE ;-) Deswegen ist das wohl noch etwas mehr ausgeufert als sonst. In zwei Artikeln habe ich euch bisher schon von der Reise erzählt – aber ich habe so viel (Foto-)Material gesammelt, dass ich auf jeden Fall noch etwas mehr über Wien erzählen möchte, als unsere Unterkunft zu zeigen. Besser spät als nie, denke ich mir da. Die Reise ist zwar schon etwas her (Anfang Juni) und wir hatten wirklich tolles Sommerwetter. Aber meine Tipps machen auch bei sonnigem Herbstwetter Spaß und können zur Not auch in nasskalter Umgebung durchgeführt werden – der Spaßfaktor ist halt dann nicht ganz so groß – was sie auf jeden Fall können, Lust auf Wien machen. Ich lasse mich bei Städtereisen gerne treiben und erzähle daher auch eher von meinen kleinen Entdeckungen was Essen, Shopping und Co betrifft als von den kulturellen Highlights und Sehenswürdigkeiten – die sind ja aber auch sowieso bekannt und leicht zu finden. Hier also meine kleinen Freuden der Wien Reise:

1. Das Eis bei Veganisa Ice Cream

Kleine, individuelle Eisläden mit besonderen Sorten sind ja in vielen Städten in Mode gekommen. Aber ich habe Eindruck, dass die Auswahl in Wien besonders gut ist. Daher habe ich auch gleich zwei Eisläden ausprobiert und für gut befunden. Das tolle bei Veganista ist – wie der Name es schon sagt – die große Auswahl an veganen Eissorten, die vom Geschmack dem gewohnten Milchspeiseeis nicht nachstehen. (Zumindest die ich probiert habe). Außerdem haben sie einen tollen Fußboden, wie ich mir das Wiener Altbau-Klischee so vorstelle ;-)

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Aber eine Sache bei meinem Veganista-Besuch ärgert mich so richtig: Ich habe im Nachgang unserer Reise neben dem Eis ein weiteres Produkt entdeckt, dass Veganista in verschiedenen Sorten anbietet. Den sogenannten „INBETWIENER“. Eine Art Eisburger ziwschen Cookies. Sieht das nicht unheimlich lecker aus? Ich hätte gerne einen „InbetMünchner“ – oder muss halt bald nochmal nach Wien zum probieren. Was der „Cronut“ mal in NYC war, ist jetzt wohl der Inbetwiener in Wien.

2. Etwas andere Mitbringsel aus der St. Charles Apotheke

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Souvenirs? In einer Apotheke? Das passt ja erstmal  nicht zusammen – aber ist in der Tat eines meiner orginielleren Wien-Lieblinge. Beim Schlendern durch die Gumpendorfer Straße ist mir der Laden ins Auge gesprungen, ich wurde neugierig und habe mich ein bisschen umgesehen. Denn die Apotheke hat ein super schön erhaltenes Interieur, wie noch vor hundert Jahren. Aber nicht nur die Einrichtung, sondern auch das Angebot hat seinen eigenen Charme. Denn während man im hinteren Teil des Ladens ganz normal seine Rezepte für Medikamente einlösen kann, gibt es im vorderen Teil viele verschiedene Produkte aus Eigenproduktion, die sehr ansprechend präsentiert werden. Und auch hier: große Wiener Altbauboden -Liebe ;-)

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Mir ist nicht nur sofort die umweltfreundliche und ansprechende Verpackung aufgefallen, sondern auch die Vielfalt und Originalität der Produktnamen und Beschreibung. So habe ich zum Beispiel ein erfrischendes Badesalz mitgenommen, für eine liebe Freundin, die immer friert, den „Frösteltee“ gefunden und bei Produkten, wie dem Liebestonikum „Love divine“ einfach schmunzeln müssen.

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Auf der Website erfährt man, dass Alexander Ehrmann, der Gründer von Saint Charles, die Tradition in seiner Familie bereits in der sechsten Generation fortführt und mit seiner Natur-Apotheke im besonderem Stil ein Angebot machen möchte, das den ganzen Menschen umfasst und traditionelle Heilmittel mit modernen Konzepten verbindet. Daher gibt es nicht nur die Apotheke sondern auch noch einen weiteren Naturkosmetikshop, ein Kosmetikstudio und ein Landhaus wo zum Beispiel auch Feriencamps für unbegleitete Flüchtlinge  durchgeführt werden. Ein interessantes Unternehmen und Geschäft, mit schönen und nachhaltigen Produkten, die oft mit einem Augenzwinkern angeboten werden und sich auch sehr gut als Mitbringsel eignen.

3. Mein Wien-Liebling forever: Neni am Naschmarkt

neni-am-naschmarkt-wien-collageDer Naschmarkt ist sowieso immer einen Besuch wert, und gehört zu jedem klassischen Wien-Programm dazu. Man kann nicht nur verschiedene kulinarische Köstlichkeiten aus aller Welt kaufen, sondern sich in einer der vielen Buden und Restaurants einen Platz suchen und es sich gut gehen lassen. Schon bei unserem Wien-Trip im letzten Jahr haben wir das Neni entdeckt und haben uns darauf gefreut, ihm wieder einen Besuch abzustatten. Das Neni ist das Restaurant einer Wiener Szene Gastronomin, die unter anderem auch im 25hours Hotel in Zürich eine Location eröffnet hat. Im Neni am Naschmarkt gibt es israelisch angehauchte Küche. Als große Mezze Fans haben Mr.X und ich uns einige der Aufstriche und Vorspeisen bestellt, um verschiedenes ausprobieren zu können. Meine Entdeckung: Muhammara, eine Vorspeise, die ursprünglich aus Syrien kommt und aus gebackener Paprika und Walnüssen gemacht wird. Ich habe mir den nicht ganz so leicht zu merkenden Namen gleich augfeschrieben und zuhause schon öfter nachgemacht. Im Internet finden sich auch einige deutsche Rezepte dazu oder vielleicht mache ich auch mal einen eigenen Post mit meinen liebsten Mezze- und Aufstrich Rezepten, was meint ihr?

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5. Individuelle Design-Läden entdecken

Als wir das erste Mal in Wien waren und nach Shopping-Tips gefragt hatten, wurden wir direkt in die Mariahilfer-Straße geschickt. Dort waren wir etwas enttäuscht, denn da finden sich hauptsächlich die typischen Ketten, in denen ich sowieso nicht mehr bevorzugt einkaufe und auf einem Städtetrip eigentlich noch weniger. Dieses Mal waren wir besser vorbereitet, mit einem Stadtführer, der in unserem Hotelzimmer auslag – aber auch online verfügbar ist und den ich nur empfehlen kann: Guided Vienna. Wer wie ich auf der Suche nach kleinen, individuellen Läden oder Concept Stores ist, wird dort fündig. Restaurants sind ebenfalls verzeichnet und alles schön übersichtlich nach Bezirk geordnet. Zusätzlich hat uns noch die nette Dame im Hotel die Gässchen in unserem Bezirk eingezeichnet, wo sich kleine Lädchen finden. Da die Läden aber alle nicht nebeneinander sind, lohnt sich vorher auf jeden Fall eine kleine Recherche oder eben der Blick in den Stadtführer, um dann etwas gezielter  Bummeln zu können.

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6. Mode im natürlichen Stil bei Blaumax shoppen

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Wie…. Gerade erzählt sie, sie kauft nicht bei Ketten und dann kommt ein Tipp, der nix anderes sagt als: kauft in einer Kette auf der Mariahilfer Straße ein ;-) Aber Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel und der Blaumax Laden hat mir so gut gefallen, dass er hier mit auf die Liste kommt. Bisher habe ich die Marke noch nicht gekannt – die Kleider sind puristisch aber hochwertig und soweit ich es einschätzen kann mit nachhaltigen Materialien und fair in Europa produziert. Das Label selbst kommt aus Österreich. Ich glaube, dass es keine eigenen Läden der Marke in Deutschland gibt – eine Freundin hat aber jetzt eine Blaumax-Ecke im Konen in München entdeckt, Also vielleicht kennt ihr es ja alle schon und es ist ein alter Hut? Ich werde jedenfalls bald mal im Konen vorbei schauen – und habe mir schon in Wien zwei schöne Leinen-Oberteile gegönnt.shopping-blaumax-vienna

7. Noch ein Eis beim Eis Greissler holen

 

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Ich hatte ja oben schon erwähnt, dass es nicht bei einem Eisladen geblieben ist ;-) Aber ich liebe Eiscreme und Eisläden besuchen kann man ja auch gut mit Sightseeing verbinden. Eine weitere Eismanufaktur in Österreich ist die von  Eis-Greissler. Zwischen Wien und Graz wird laut Website direkt mit der Milch der hofeigenen Kühe in ökologischer Landwirtschaft das Eis hergestellt. Die Läden gibt es mehrmals in Wien – wir waren bei dem in der Altstadt im ersten Bezirk. Ich habe Marille und Pistazie probiert und für sehr lecker befunden.

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Als achter und letzter Wien-Tipp wäre hier eigentlich Tretbootfahren und Baden in der alten Donau gestanden. Für Tage, an denen es einfach zu heiß für Sightseeing ist- denn genau das war es an unserem ersten Wien-Tag. Da das aber nun wirklich nicht mehr Jahreszeiten kompatibel ist, hebe ich mir die Bilder und Infos lieber für einen weiteren Blogpost auf, den ich mal für nächsten Sommer plane ;-)

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Ich hoffe, ich konnte euch ein bisschen Lust auf Wien machen, auch wenn ich etwas andere Ecken als den Stefansdom und die Hofburg gezeigt habe – die auf jeden Fall auch sehenswert sind – wo man aber eigentlich ja sowieso vorbei kommt. Wart ihr schonmal in Wien? Ich freue mich immer über weitere Tipps für den nächsten Besuch, denn der kommt bestimmt.

Weitere Beiträge zur Bloggerreise nach Wien und Baden bei Wien:

Impressionen aus dem 25hours Hotel Vienna im Museumsquartier

Municorn goes Baden bei Wien // Relaxen im Rosarium

*Ich wurde von der Stadt Wien und der Österreich Werbung Deutschland GmbH nach Wien eingeladen – vielen Dank dafür! Meine Leser können sich aber wie immer sicher sein, dass der Text meine persönliche Meinung wiederspiegelt.

Municorn goes Sella Ronda // Frühling in den Dolomiten

Municorn goes Sella RondaJaja, ich weiß – ihr könnt keinen Schnee mehr sehen. Aber wenn er so frühlingshaft und mit traumhafter Bergkulisse daherkommt, macht ihr vielleicht eine Ausnahme? Für mich? Ich verspreche es – nach diesem Post ist der Winter dann auch hier offiziell abgeschlossen und ich stelle mich dem Heuschnupfen Frühling. Denn ich muss ja noch berichten, wie das Drama um unseren Skiurlaub dann geendet ist – nämlich überhaupt nicht dramatisch – sondern wie ihr sehen könnt, mit den besten Bedingungen!

Hier hatte ich ja schon von meiner anfangs vergeblichen Recherche nach einer schönen Unterkunft für ein verlängertes Wochenende im Februar geschrieben. Es war immer wieder nichts schönes frei und aus Februar wurde März. Aber dann hat sich das Warten gelohnt, denn Wetter und Schneeverhältnisse waren an diesem Wochenende dann einfach bombig – und noch dazu habe ich eine schöne Unterkunft in Südtirol gefunden, die frei war und in der Nähe des Grödnertals (italienisch Val Gardena) liegt. Ich wollte nämlich schon immer einmal die Sella Ronda fahren, was man von dort aus tun kann. An direkten Einstiegsorten zur Sella habe ich kein Zimmer nach meinem Geschmack und Preisvorstellungen gefunden, umso froher war ich, als mein Arbeitskollege mir das Hotel zur Sonne in Gufidaun, Klausen empfohlen hat. Und weil wir sehr zufrieden mit der Unterkunft waren, empfehle ich sie euch doch gleich weiter. Sorry, aber mein Urlaubs-Ich war zu faul, hochwertige DSLR-Bilder zu machen, deshalb sind fast alle Fotos vom Handy.

Es gibt Zimmer, die im traditionellen alpenländischen Stil gehalten sind – aber auch frisch renovierte Bio-Zirbenzimmer. Auf Rat meines Arbeitskollegen habe ich beim buchen per Mail gleich eines der neuen Zimmer angefragt, und wurde nicht enttäuscht. Das Zimmer hätte von Stil und Komfort her locker in einem vier Sterne Superior-Haus stehen können und die 80Euro pro Person und Nacht mit Halbpension, die wir bezahlt haben, waren mehr als fair. Ich liebe den Geruch von Zirbeholz und die kleinen Heukissen, die im Bett bereit lagen, haben auch einen angenehmen, unaufdringlichen Duft verströmt.

Morgens beim Frühstücksbuffet hat mein Müsli-Herz gleich höher geschlagen und auch das Gänge-Menu am Abend war fein. Man konnte sich schon morgens aus zwei Menüvorschlägen sein Abendessen zusammen stellen. Etwas schade dabei war, dass manchmal keines der beiden Gerichte pro Gang vegetarisch war. Aber in Absprache mit der Bedienung war für mich immer eine leckere Alternative gefunden und das Salatbuffet gab es ja auch noch. Auch der kleine aber feine Wellnessbereich war frisch renoviert und nach einem Skitag ein schönes Exra. Dank der Sonne war ich zwar nicht durchgefroren – aber beim Wellnessen bin ich trotzdem ja immer gleich dabei. Hier habe ich keine Bilder gemacht, da Tetxtilfreie-Zone und so – aber auf der Homepage gibt es welche. Der einzige Nachteil, der über den Preis aber wieder realitivert wird: Man muss morgens noch ins Skigebiet fahren . Dafür hat man dann auch die Wahl, wo man in das riesige Gebiet des Dolomiti-SuperSki einsteigen möchte.

Die freundliche Dame des Hauses hat uns den Tipp gegeben, die Sella Ronda am Samtag zu umrunden, weil das dort der Haupt An- und Abreisetag ist – und somit die Liftzeiten entsprechend kurz und die Pisten leerer wären. Der Tipp war super, und auch den Rat, dass wir in Wolkenstein einsteigen  und dann mit dem Uhrzeigersinn die Runde um das Massiv drehen sollten, haben wir befolgt. So war die Sonne den ganzen Tag mit uns und wir mussten eigentlich nie im Schatten fahren. Trotzdem war die ganzen drei Tage unseres Aufenthalt der Schnee – abgesehen vom Ende der Talabfahrten – nie sulzig.

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Ich bin die Runde zum ersten Mal gefahren und ich muss sagen, es wird sicher nicht das letzte Mal sein. Die Pisten waren abwechslungsreich und lange Abfahrten haben das Liften schön ausgeglichen. Ich war gespannt, wie lange wir brauchen würden –  und ob es dann gegen Ende stressig wird. Wir haben sogar auf die Mittagspause verzichtet – und nur mal kurz 20 Minuten Liegestuhlpause eingeschoben. Aber wir waren schon um drei Uhr wieder am Ausgangspunkt in Wolkenstein angelangt und konnten dann den Tag ganz gemütlich mit einem langen Hüttenbesuch in der Sonne ausklingen lassen.

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Nachdem wir am Samstag so fleissig waren, und das gesamte Massiv einmal umrundet hatten, haben wir am Sonntag vor der Abreise nochmal auf der Seceda Sonne getankt. Dort ist es nicht so voll und man kann von St.Ulrich aus einsteigen, das ist der erste Ort im Grödnertal und somit auch am nähesten an der Autobahn richtung Brenner gelegen. Ich bin ja eigentlich immer jemand, der gerne neue Orte entdeckt- aber nach diesen Tagen in den Dolomiten kann ich die Holländer durchaus verstehen, die jedes Jahr für eine Woche ins Grödnertal kommen und schon bei ihrer Abreise fürs Folgejahr buchen. Sella Rona, Südtirol und Dolomiti-Superski – ich komme wieder!

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 Mehr zu Italien findet ihr hier:
La spiaggia di punta corvo // Ein toller Naturstrand
Unser Cottage in Tellaro, Ligurien

Municorn goes Lago di Garda
Bergfrühling in Meran mit Palmen und Schnee

Mehr zum Thema Skifahren hier:
Ein spontaner Sonntag im Schnee // Hochfügen

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Reisebegegnungen // Trekking mit Zi in Sa Pa

[Achtung: Dies ist ein langer Text im Stil einer Reise-Reportage über einen Tag mit unserer Reiseführerin Zi, die einer indigenen Volksgruppe im Norden Vietnams angehört. Lesefaule und Menschen, die sich gerade in der Reiseplaung befinden, können einfach runter scrollen und unterwegs die Bilder anschauen – meine Reise-Tipps zu Sa Pa sind am Ende des Posts nochmal auf einen Blick zusammengestellt – wer das alles liest macht mir dennoch eine Freude ;-) ] Trekking in Sa Pa

Der Tag mit Zi in Sa Pa hat mich berührt. Eigentlich kommt sie gar nicht aus Sa Pa, der Stadt im Norden Vietnams, die mittlerweile von der Regierung als touristisches Trekking-Zentrum beworben und ausgebaut wird. Sie lebt in einem der zahlreichen Dörfer in der Umgebung, wo die vielen verschiedenen ethnischen Minderheiten im Grenzgebiet zu China zu Hause sind. Zi ist 28 Jahre alt und kombiniert die Tracht ihres Dorfes mit Nike Sneakern, um beim Trekking mit den Touristen bequem und lange laufen zu können. Zi ist Mutter von drei Kindern. Ihre Kinder sind aus dem gröbsten raus, sagt sie, und freut sich, dass der Staat mittlerweile eine große Schule gebaut hat, die Bildung und auch eine Betreuung für ihren Nachwuchs ermöglicht, während sie arbeiten geht.

Unser kurzer, zweitätiger Aufenthalt in Sa Pa hat mir den Fluch und Segen des Reisens ganz nah gebracht. Tourismus bringt Wohlstand – und zerstört dabei in rasender Geschwindigkeit das bestehende und ursprüngliche, weswegen man ja eigentlich dort hinreist. Aber ist es wirklich ein Teufelskreis, wenn man als Gast den Menschen dort zu einem geregelten Einkommen und Bildung verhilft? Weil wir bei unserer Wanderung mit Zi ganz unter uns waren und sie wie bei einem Mädels-Plausch ganz herzlich und offen alle unsere Fragen zu ihrem Leben beantwortet hat, hatte ich das Gefühl live dabei zu sein, bei den Veränderungen in der Region durch die Touristen. Das viel stärkere Gefühl, das meine Erinnerungen heute noch bestimmt, ist aber ein anderes: Ich durfte eine Frau meiner Generation kennenlernen, die nur aufgrund ihrer Herkunft so viel weniger Privilegien genießen darf als ich. Eine Frau, die es aber mit Intelligenz und Herzlichkeit versteht, die Zeichen der Zeit zu deuten und versucht, ihre Chancen nutzen.

Sichtlich stolz ist sie, als sie erzählt, dass nur noch drei andere Frauen aus ihrem Dorf so gut englisch sprechen, um einen Schein zum offiziellen Tourguide machen zu können. Sie kann jetzt alleine Touren mit den Gästen machen, und muss nicht wie die anderen Frauen und Mädchen, die unseren Weg kreuzen und sich uns anschließen, Armbändchen und Nippes verkaufen. Zi kann nicht lesen und schreiben, mühevoll lernt sie es gerade in einer Art Abendschule. Weil sie „nur“ ein Mädchen war, haben ihre Eltern sie nicht in die Schule geschickt. Beeindruckend, dass ihr Englisch eigentlich das beste war, dass ich bei Tourguides oder Hotelangestellten unserer ganzen Vietnam-Reise gehört habe. Zi hat sich die Sprache selbst beigebracht. In den Neunzigern, als die Touristen das authentische Leben der naturnahen Völker rund um Sapa entdeckt haben, hat sie als Dreizehnjährige anfangen, Armbändchen an Touristen zu verkaufen. Damals hat sie so viel wie möglich mit den Gästen gesprochen, um Englisch zu lernen.

Als Zi siebzehn war, waren ihre Eltern der Meinung, dass sie heiraten sollte. Weil sie schon zwei Anträge abgelehnt hatte, musste sie beim dritten Bewerber einer Ehe zustimmen. Sie ist in das Dorf ihres Mannes gezogen und lebt dort mit zusammen mit ihm, ihren Kindern und seinen Eltern in einem spartanischen Holzhaus. Dabei hatte sie Glück – wie sie erzählt, denn ihr Mann ist auch ein „Black Monk“. Frauen, die in eine andere Gemeinschaft einheiraten, verstehen dann weder die Sprache des neuen Dorfes noch wissen sie, wie die traditionelle Kleidung der jeweiligen ethnischen Gruppe genäht wird. Die offizielle vietnamesische Sprache verstehen die Menschen der Region auch eher schlecht als recht – vietnamesisch ist ein Schulfach, nicht mehr und nicht weniger. Zi hat in ihrem kleinen Holzhäuschen kaum Möbel – aber ein TV-Gerät. Auf die Frage, was sie am liebsten im Fernsehen schaut, antwortet sie: „Nachrichten, denn ich möchte etwas mitbekommen von der Welt“.

Bei unserer Wanderung durch die Natur zu ihrem Dorf liegen ständig Chips-Tüten im Gras. So etwas wie Supermärkte gibt es dort wohl erst seit ein paar Jahren. Dass man Plastik und Dosenmüll nicht einfach in die Natur schmeißt, müssen die Kids noch lernen. Ich glaube nicht, dass es eine Müllabfuhr gibt und habe wieder das zwiespältige Gefühl im Bauch. Vor den Touristen lebten die Menschen dort mehr oder weniger im Einklang mit der Natur als Selbstversorger.

Jede Familie bewirtschaftet Reisterrassen und hat mehrere Tiere. Die Frauen haben sich um die Kinder gekümmert, aus Hanffasern Kleidung hergestellt oder sind mit ihren Weidenkörben auf dem Rücken nach Sa Pa zum Markt gelaufen. Die Männer sind für die Landwirtschaft zuständig. Seit der Nachtzug, der in der nahe gelegenen Grenzstadt La Cai jeden morgen aus Hanoi anrollt, immer mehr wanderfreudige Touristen ausspuckt, haben die Frauen die lukrativen Einkünfte als Verkäuferinnen und Tour-Guides entdeckt und weiter entwickelt, während die Männer in ihrer Rolle als Versorger in den Hintergrund gedrängt werden.

Zi freut sich über ihr Einkommen und investiert in den Ausbau ihres Hauses – sie möchte ein Bad mit fließendem Wasser und Toilette, damit sie eine Art „Homestay“ für Touristen anbieten kann. In ihrem Dorf gibt es bis jetzt nur die Trekking-Touristen, die abends wieder in ihre Hotels nach Sa Pa zurück gehen. Auf den bekannteren Touri-Pfaden gibt es in den Dörfern mittlerweile wohl schon Souvenirshops und eine industrielle Produktion der Waren. Für die reicheren Vietnamesen, die wegen des frischen Klimas und nicht zum Trekking nach Sa Pa kommen, ist wohl auch eine Gondel auf den höchsten Berg hinauf in Arbeit.  Ich weiß nicht, wie meine Meinung dazu sein soll.

Das große Geld mit den Gästen, die ja eigentlich wegen der ethnischen Volksgruppen und der Natur kommen, machen die Reiseagenturen in Hanoi und Hoteliers in Sa Pa, die eine große Provision für die Buchung der Guides einstecken. Als Zi uns erzählt, wie wenig sie für unseren Trip bekommt, sind wir erschrocken. Mit einem verschmitzten Lächeln zückt sie später ihr Smartphone und erklärt uns, dass sie aber auch eine zweite, eigene Nummer hat, für direkte Buchungen. Wenn wir jemanden kennen, sollen wir sie doch empfehlen. Und das mache ich hiermit auch. Also, falls ihr eine Vietnam-Reise plant: Eine Tour, die ihr bei Zi direkt bucht, ist billiger für euch und sie bekommt mehr Lohn für die gleiche Arbeit, als wenn ihr euch einen Guide vom Hotel buchen lasst – oder ihr euch am Markt in Sa Pa mit Scharen konkurrierender Frauen auseinander setzen müsst. Wenn ihr wanderfreudig seid, zeigt sie gerne Routen abseits des Touristen-Troubels. Da sie nicht schreiben kann, ruft sie direkt auf dem Handy an ( +84 1652161586) , wenn ihr in Vietnam seid, bevor ihr euren Sa Pa Trip plant und macht einen Treffpunkt mit ihr aus. Ich habe sie schon zwei verschiedenen Freunden empfohlen und es hat immer gut geklappt.

Was soll man den Menschen dort jetzt wünschen? Ich wünsche ihnen wirtschaftlichen Erfolg ohne sich selbst zu verlieren. Ich wünsche ihnen weiterhin einen großen Zusammenhalt in ihren Dörfen ohne zu großen Neid und Missgunst. Ich wünsche ihnen Bildung und jemanden, der ihnen zeigt, dass es auch Ökotourismus gibt und wie der funktioniert. Ich wünsche Ihnen viele Gäste, die sie freundschaftlich begrüßen können, ohne eine zu große Touri-Abzocke zu etablieren. Ich wünsche ihnen Wohlstand und dass sie die Achtung vor der Natur nicht verlieren. Ich wünsche allen Gästen, die dorthin kommen, so ein schönes Erlebnis mit den Menschen dort, wie wir es mit Zi hatten. Ich weiß, dass das eher utopisch als realistisch ist. Aber wünschen darf man sich alles.

So – wie versprochen hier noch meine Reisetipps, kurz und knackig:

Anreise:
Nachtzug in VietnamDie meisten planen ihre Ausflüge in Nordvietnam von Hanoi aus – so auch wir. Reiseagenturen verkaufen das Gesamtpaket mit Anreise, Unterkunft und Guide. Man kann sich alles aber auch selbst organisieren. Typisch ist die Reise mit dem Nachtzug. Hier gibt es verschiedene Kategorien, wenn man in der besten Kategorie eine Kabine für sich möchte, ist es nicht gerade billig. Es gibt aber auch eine neue Schnellstraße. (Wussten wir nicht – wird irgendwie auch nicht beworben und steht noch nicht im Reiseführer). Nachdem wir wirklich gerädert aus dem Zug gestiegen sind, hier ein Tipp, wie es Freunde gemacht haben: Fragt bei euch im Hotel in Hanoi nach dem Bus. Der fährt günstig und weitaus schneller und komfortabler als der Zug. Wenn ihr mehr als zwei Personen seid, kann es sich auch lohnen ein privates Taxi/Fahrer (ca. 60 USD) zu organisieren.

Unterkunft:
Sa pa GardenDie Stadt Sa Pa selbst ist voll mit Hotels und Unterkünften. Wem der Trubel zu viel ist, dem kann ich das schöne BnB „Sa Pa Garden“ etwas außerhalb empfehlen. Besitzer Nam, den man nie persönlich trifft, ist sehr freundlich und auch geschäftstüchtig. Das heißt er organisiert einem per Mail von Zugtickets bis Guide alles. Das heißt aber auch, er bekommt für alles eine Provision. Seine Eltern führen das BnB, das einen tollen Garten hat, liebevoll und sind tolle Gastgeber. Wenn man möchte, kann man neben dem Frühstück auch von Nams Mutter ein Abendessen machen lassen – das war einfach nur köstlich. Über Nam haben wir auch Zi vermittelt bekommen. Aber wie gesagt, bucht sie lieber direkt, genauso wie die Anreise.

Guide Zi:
Wie gesagt haben wir Zi über die Unterkunft gebucht. Freunde, die nach mir in Vietnam waren, haben sie einfach von Hanoi aus angerufen (oder es von der Rezeption aus machen lassen) und einen Treffpunkt in Sa Pa vereinbart. Ich habe gehört, dass man mit ihr ein bisschen den Preis verhandeln kann – meine Freunde haben für eine Tagestour mit ihr 30$ gezahlt. Dafür war sie mit ihnen auch in Sa Pa beim Markt einkaufen und hat sie in ihrem Haus bekocht – was uns leider nicht vergönnt war, da wir ein Lunch-Paket vom Hotel mitbekommen hatten. Ihre Nummer ist: +84 1652161586 und sie hat auch ein Facebook-Profil. Da sie aber nicht schreiben kann, checkt sie es nicht regelmäßig, und lässt es sich von Touristen vorlesen. Gerade deshalb habe ich mich total über ihre Nachricht gefreut, die sie mir – mit Hilfe meines Arbeitskollegen – geschrieben hat, der über meine Empfehlung eine Tour mit ihr gemacht hatte.

Zi FacebookWenn ihr noch Fragen habt oder Reisetipps zu Sa Pa und Vietnam braucht, schreibt mir gerne einen Kommentar – meinen Blogpost mit allgemeinen Reiseinformationen zu Vietnam findet ihr hier.

P.S. Falls jemand aufgrund meiner Tipps Zi angerufen und einen Tag mit ihr verbracht hat, würde ich mich sehr über einen Kommentar/Mail freuen – und richtet ihr Grüße aus!

Diesen Artikel möchte ich nachträglich noch zu Marens Aktion „Blogger denken nach“ einsenden, denn im Juni heißt das Thema: „Nachhaltig reisen – nur wie und wohin?“Und ich denke meine Gedanken zu den Veränderungen durch den Tourismus in der Region passen da auch ganz gut dazu ,-)

UFF//#44 CasinoCorn

casino unicorn

Hallo ihr lieben! Meine Freunde Dani und Christopher sind nicht nur treue Municorn-Leser der ersten Stunde und haben und auch schon einen Gastbeitrag für mich geschrieben – nein ich bekomme auch noch fast wöchentlich Einhorn-Entdeckungen von ihnen geschickt! Nachdem der letzte UFF schon eine Entdeckung von Christopher war, hat mir diesmal seine liebe Freundin Dani diese Urlaubs-Entdeckung direkt aus Nevada geschickt, ich hoffe doch mal, dass „Enchanted Unicorn“ auch einen hübschen Betrag ausgespuckt hat ;-) Einhörner sind wirklich überall – macht die Äuglein auf und habt ein schönes, sonniges Mai-Wochenende. Bei uns wird die Küche gestrichen – danach ist es aber dann hoffentlich auch vorbei mit der Streicherei ;-) Und den beiden Amerika-Reisenden noch einen schönen Trip – vielen Dank ihr zwei hübschen!

UFF// was ist das? (fast) Jeden Freitag nutze ich diesen Blog als kleines Ventil für meine Vorliebe für Einhörner, Katzen, Otter etc. Ich suche Dinge aus der realen oder virtuellen Welt, um das Einhorn und seine Freunde zu ehren. Meine Leser machen dabei mit und schicken mir ihre Entdeckungen. Sollte es weitere Blogger mit Vorlieben für diese Glitzerwesen und ihre Freunde geben, seid ihr herzlich eingeladen mitzumachen und eure Links in die Kommentare zu posten.

Municorn goes Vienna // Über Wien, Wanda und meine Beziehung zum Nachbarland

Municorn goes Vienna

Kurz vor Beginn des Jahres habe ich meine Reisewunschliste für 2015 gebloggt und ich muss sagen, ich bin noch nicht sehr weit gekommen in der Fernweh-Bekämpfung, zumindest was die Abwechslung betrifft. Aber auch wenn ich den deutschen Sprachraum nicht verlassen habe, habe ich es zumindest schon dreimal übers Wochenende in unser schönes Nachbarland geschafft plus Tagesausflüge. Seit ich Münchnerin bin, kann man eine Reise ins österreichische Ausland ja auch nicht mehr wirklcih als solche bezeichnen – und ich muss zugeben, dass sich dieses „Ausland“ für mich sogar ein bisschen weniger fremd anfühlt als zB. Norddeutschland. Ich bin sowieso ein großer Österreich-Fan, ja vielleicht bin ich ja sogar ein bisschen austrophil?

Beim schreiben dieses Posts kommt mir nämlich gerade in den Sinn, dass man ja ganz verschiedene Beziehungen zu Ländern haben kann. Man kann meine Zuneigung für Österreich zum Beispiel nicht mit meiner heißen, ungestümen Liebe zu Spanien vergleichen. Bei meiner Abifahrt in Barcelona war ich gleich verliebt und habe beschlossen, hier will ich mal leben. Nach fünf Monaten Erasmus und zahlreichen Spanien-Tripps wallt dann regelmäßig auch heute noch die Sehnsucht in mir auf und wenn ich dann auch noch andalusische Gitarren höre, gibt‘s kein Halten mehr. Mit Österreich ist es anders. Das ist wie eine unkomplizierte, entspannte und langjährige Freundschaft. Wenn ich Lust habe, fahr ich einfach mal hin – und dann ist es eigentlich immer gut. Ich mag die Skigebiete und geräumten Straßen im Winter, ich habe die deutsche Sprache noch lieber im Ohr, wenn sie österreichisch klingt und bin – vielleicht auch deswegen – ein großer Austro-Pop Fan.


Ich habe nicht nur in der Grundschule in die Freundschaftsbücher immer bei der Spalte Lieblingsband die „EAV“ reingeschrieben, nein „Abrakadabra- und sie war nicht mehr da“ wird auch heute noch gerne gesungen. Das „Bergwerk“ ist meine Hauptmotivation, auch nach 5 Stunden Bierzelt auf der Wiesn bis zum Schluss zu bleiben und meine jüngste Entdeckung, die Wiener Band „Wanda“ macht meine Ösi-Liebe jetzt komplett. Ich stehe auf ihre Gitarren-Songs, die ins Ohr gehen, auf die skurrilen, manchmal selbstzerstörerischen, aber doch liebevoll getexteten Zeilen, die im Wiener Schmäh ins Mikro geranzt werden und auf die charismatische, ganz eigene aber doch professionell aufgebaute Selbstdarstellung des Sängers Marco Michael Wanda, nicht zu vergessen den durchaus heißen Gitaristen. Obwohl Mr.X meine Begeisterung für die EAV aus unerfindlichen Gründen nicht teilen kann und die Augen rollt, wenn ich ihm klarmachen will, dass „Samurai“ durchaus gesellschaftskritisch und anspruchsvoll ist – war er von Wanda gleich begeistert. Und so kam es, dass er mir Konzertkarten geschenkt hat. Aber nicht für München sondern für Wien, die Heimat der Band. Für unser Wanda-Wien-Wochenende haben wir die Umzugs- und Renovierungs-Aktion mal unterbrochen und es uns gut gehen lassen. Und ich es muss sagen, nach den coolen Vorbands mit Wiener Schmäh war Wanda natürlich der Höhepunkt des Trips, gleich am Freitagabend nach der Ankunft.

Und auch wenn wir Sonntag schon wieder mittags aufgebrochen sind, und ich weder die absoluten Geheimtipps, noch eine Liste der wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorweisen kann, möchte ich euch mitnehmen, ein paar Eindrücke zeigen und den ein oder anderen Tipp weiter geben – denn in den zwei Tagen sind wir sehr schön eingekehrt und haben es uns gut gehen lassen.

Wie zum Beispiel in dem schönen BnB von Susanne. Nachdem ich eigentlich auch mal so ein schickes 25hours Hotel ausprobieren wollte, mir das aber doch zu teuer war, und ich ja immer auch den Ehrgeiz habe, eine ganz individuelle und gemütliche Unterkunft zu finden, habe ich meinen Trick 17 angewendet: Nämlich auf Tripadvisor das Reiseziel eingeben, und dann aber nur in der Kategorie „sonstige Unterkünfte“ nach den besten Platzierungen zu schauen.

Bildquelle: This is not a hotel
Bildquelle: This is not a Hotel

Und siehe da: „This is not a Hotel“ war gefunden. Ganz billig ist es dort auch nicht, aber es ist genau die Art von Unterkunft, auf die ich stehe: Das Zimmer ist eigentlich von Größe und Einrichtung her wie eine Suite in einem Designhotel. Dafür bekommt man aber die persönliche Betreuung einer Pension anstatt Hotel-Anonymität und ein leckeres selbstgemachtes Frühstück serviert – bei dem die Besitzerin es sich nicht nehmen lässt, mit ihren Gästen zu plaudern und ihre Wien-Tipps weiter zu geben.

So – und was kann ich euch für einen Wien-Trip noch empfehlen? Was mir am allerbesten gefallen hat, ist das Flair der Stadt. Die allgegenwärtige Altbaupracht – von luxussaniert bis verratzt – hohe Decken, Mosaike im Flur, hohe Fenster und Stuck wohin das Auge reicht.

Dazu passt natürlich ein Besuch in einem Wiener Kaffeehaus, mit Wiener Melange und Sachertorte. Wir sind recht spontan vor einem Regenschauer ins Kaffeehaus Sperl geflüchtet. Nicht zu tourimässig und geschleckt aber doch typisch Wienerisch und so wie man es sich vorstellt.

Nicht weit vom Kaffeehaus Sperl befindet sich der Naschmarkt, der ebenfalls einen Besuch wert ist. An den vielen Ständen mit den leckeren Waren haben wir zwar nicht eingekauft, weil wir ja unterwegs waren, aber schön einkehren kann man da ja auch.

Nach dem Traditions-Kaffeehaus haben wir uns dann im hipstermässigen „Neni am Naschmarkt“ niedergelassen, mit israelischer Küche, tollen Minz-Garnituren auf den Getränken und einer Speisekarte für alle Vorlieben. Veganer, Vegetarier oder auch Fleischliebhaber.

Wer typisch Wienerisch Schnitzel und Co essen gehen möchte, etwas abseits der Touri-Pfade, kann in den „Friedensrichter“ in der Nähe des Donaukanals im zweiten Bezirk gehen. Auf der Karte gibt es aber auch leckere fleischlose Gerichte. Das Lokal hat erst wieder eröffnet und ist ein typisches altes Gasthaus, das schön renoviert und eingerichtet wurde. Auch ein schöner Tipp von Susanne vom „Not Hotel“.

Das zweite Abendessen haben wir im Cafe francais mit Blick auf den Stephansdom eingenommen, schönes Interieur, nette, schicke Kellner, und eine entspannte Karte für Leute auf Reisen. (Ich brauch manchmal halt nen Salat, oder Aufstriche oder was leichtes ;-) Davon habe ich leider keine Bilder gemacht. So! Und wer jetzt nach den ganzen Wien-Tipps inklusive austro Youtube-Videos noch ein paar schöne Link-Empfehlungen aus dem Nachbarland vertragen kann – bitteschön: Meine liebsten österreichischen Blogs: Magnoliaelectric, Dariadaria, Bierries & Passion und Ach du gute Güte. Der Youtuber Michael Buchinger und natürlich der Radiosender FM4.

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend – liebe Güße *thea

PS Heute morgen hat Mr. X sich übrigens gewünscht, mal zu einer Austro-Pop Night oder ähnlichem auszugehen. (Wenn jemand weiß, wann und wo sowas mal in München stattfindet – bin ich dankbar für Tipps) vielleicht wirds ja doch noch was mit ihm und der EAV ;-)

PPS Und jetzt alle: Ba Ba Ba Banküberfall – das Böse ist immer und überall!

PPPS Der Falco war natürlich auch n cooler Typ- siehe hier ab Minute 3 – Ok reichts aber;-)