Municorn goes Sri Lanka // Der Zauber von Unakuruwa

Nach meinem ausschweifendem Text im letzten Post – danke übrigens für eure Kommentare – ich habe die Jungle-Tapete bestellt und bin schon ein bisschen aufgeregt, wie sie wohl aussieht – gibts heute mal wieder viele Reiseeindrücke von unserem Sri Lanka-Trip im Januar mit weniger Worten  ;-) „Der Zauber von Unakuruwa“ – dass mein Blogartikel zu unseren zwei Tagen in diesem verträumten Strandörtchen in der Nähe von Tangalle diese Überschrift tragen sollte, habe ich schon dort beschlossen.

Und das passiert mir sonst eher selten. Aber das Dörfchen vereint für mich, was den Zauber von Sri Lanka und den Reiz in diesem Land zu Reisen ausmacht. Das sind schmale Sträßchen mit bunten, kleinen Häusern, in denen freundliche Menschen wohnen. Gleich zwei wunderschöne Strände in unmittelbarer Laufweite. Abseits des Massentourismus, aber doch gerade so viel Infrastruktur zum wohlfühlen. (eine Hand voll Restaurants, Surfbrettverleih und Tuk Tuks, falls man sich fortbewegen möchte – aber warum sollte man sich von diesem entspannten Ort fortbewegen?)  Und dann hatten wir noch eine unglaublich schöne, geschmackvolle Unterkunft.

Das little Tamarind ist ein Boutique-Hotel mit – ich glaube – drei Zimmern und einem kleinen, frei stehenden Bungalow. Das Grundstück liegt an einem Hang, weshalb wir von unserem Balkon sowie von der Terrasse im Restaurant (wenn man bei den wenigen Tischen von Restaurant sprechen kann) einen traumhaften Blick über grün und das Meer hatten. Alles war sehr gepflegt, sauber und geschmackvoll eingerichtet. Das freundliche Personal macht Frühstück und fragt morgens, ob man abends im Haus essen möchte. Danach werden die Zutaten frisch im Markt eingekauft. Wir haben einmal abends im Hotel gegessen und sonst mittags und am anderen Abend in einem der Restaurants der Locals am Strand.

Als wir am abend am Strand entlang spaziert sind, haben wir einen jungen Mann getroffen, der unheimlich stolz war, ein neues Restaurant eröffnet zu haben. Wir haben dann ein bisschen mit ihm geratscht und ein Bier zum Sundowner dort getrunken, am nächsten Abend sind wir wieder gekommen. Bei diesen kleinen Restaurants am Strand ist es noch ziemlich unsprünglich: Man sitzt auf Plastikstühlen und der Koch zeigt den frischen Fang aus dem Meer. Außerdem gibts noch die typisch singalesischen Gerichte wie Curries oder String Hoppers und die asiatischen Evergreens wie fried Rice oder Noodels auf der Karte. Sri Lanka ist im Vergleich zu Deutschland ein armes Land. Und trotz der süßen Häuschen, bunten Kleider und ihrem warmen Lächeln können viele von fließendem Wasser, Müllabfuhr und anderen Annehmlichkeiten, die für uns Basics sind, dort nur träumen. Und auch wenn ich im Urlaub gerne in schicke Läden und Hotels gehe, haben wir auch immer darauf geachtet, die Locals zu unterstützen. Bei diesen kleinen Restaurants haben die Menschen versucht, was aus ihrem Dorf zu machen – es stehen keine großen Investoren oder Hotelketten dahinter. Und auch wenn nur eine nackte Glühbirne abends über dem Tisch hängt und der Kellner auch mal die Bestellung verwechselt hat, war ich gerne dort Gast.

 

Ein kleines Cafe, dass ein bisschen stylischer ist, haben wir auch entdeckt – dort werden auch zwei Bungalows vermietet – das Aga Surf View. Wir sind dort einmal nachmittags eingekehrt. Ich habe zwar die Zimmer nicht gesehen, aber es sah online auch sehr schön aus. Würde ich auch als Unterkunft in Erwägung ziehen.

Wie überall an den kleineren Örtchen an der Südküste sieht man auch noch einzelne Ruinen des Tsunami-Unglücks. Was auf den ersten Blick fast verwunschen und sogar malerisch wirkt, lässt einen doch schnell daran erinnern, dass diese ungeheure Katastrophe sich wirklich genau an diesem Ort abgespielt hat, viele Menschen ihre Liebsten verloren und/oder wirtschaftlichen Totalschade erlitten haben, und beschert einem immer wieder Gänsehautmomente.

Viel mehr gibt es von Unakuruwa eigentlich nicht zu erzählen, es liegt ein paar Kilometer vor Tangalle. Tangalle direkt hat mir nicht so gut gefallen – ist halt eine Stadt mit Geschäften an der Straße aber rund um Tangalle gibt es wohl viele solche Örtchen mit traumhaften Stränden und schönen Unterkünften und eine Lagune. Man kann also auch ein bisschen länger bleiben und mit dem Tuk Tuk zu den verschiedenen Stränden fahren. Wenn man ein kleines, verträumtes Strandörtchen sucht, ist man hier bestens beraten. Wer schicke Bars und etwas mehr Unterhaltung, Party oder ähnliches braucht, wird sich eher langweilen, wir waren manchmal sogar alleine am Strand.

Mehr zu Sri Lanka:

Villa Vista in Haputale, Zentral Sri Lanka

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende – möge der Frühling aus seinem Versteck kriechen ;-)

Die Villa Vista in Haputale – ein Hideaway im wahrsten Sinne des Wortes

Nachdem ich noch Anfang des Jahres hochmotiviert verkündet habe, jede Woche einen Reisepost schreiben zu wollen – bin ich ganz schön im Rückstand. Dafür kommt hier endlich der erste Post zur Sri Lanka Reise, jipieh! Es ist doch immer so viel Arbeit die Fotos zu sortieren und zu bearbeiten, aber dafür ist in den letzten Tagen beim erstellen dieses Posts wieder so richtig die Zeit in Zentral-Sri Lanka vor meinem inneren Auge erschienen. Für den ein oder anderen Geschmack habe ich es beim Bilder bearbeiten vielleicht ein bisschen übertrieben – aber mir gefällt es so total gut, weil der Stil die verwunschene Dschungel-Atmosphäre so schön wieder gibt. Also tschüss einheitliches Farbschema, Blogdesign und Co – welcome to the Zauberwald!

Die Unterkunft, von der ich euch heute erzähle, ist wohl eine der besondersten in der ich je war. Sie rangiert auf der Romantik-Skala ganz weit oben, ohne dabei kitschig zu sein. Wir sprechen von einer Kolonialstil-Villa im Bergland von Sri-Lanka, die luxuriös aber nicht protzig ist, mit schönem Design, das aber nicht in die hippe oder überstylte Ecke geht und persönlichen, herzlichen Service bietet. Dennoch glaube ich, dass diese Art Unterkunft schon etwas speziell und nicht unbedingt jedermanns Sache ist – aber lest meine Geschichte von unserem Aufenthalt bei der Villa Vista Haputale und entscheidet selbst.

Ich habe ja schon öfter geschrieben, dass ich bei der Urlaubsrecherche ein kleiner Perfektionist bin. Ich pflüge mich durch das Internet auf der Suche nach Unterkünften, die etwas individuelles oder besonderes haben. Solche romantischen Unterkünfte und „Boutique-Villas“ mit dem Touch des Besonderen werden ja immer gerne als „Hidden Gems“, „Romantic Hideaway“ oder mit ähnlichen Begriffen beworben, was mich zugegebenermaßen auch gleich voll anspricht, ich bin quasi die personifizierte Zielgruppe (siehe auch das Titbild vom Beitrag hier haha).  Die Vorstellung, ein paar Tage mitten in der Natur in einem hübschen Haus zu verbringen, als Kontrast zu unserem Großstadt-Alltag ist doch immer sehr verlockend für mich.

Als ich die Route für unseren Sri Lanka-Trip zusammen gestellt habe, sollten auch ein paar Tage im zentralen Bergland dabei sein. Die meisten, die in Sri Lanka eine Rundreise machen, fahren direkt von Colombo Richtung Norden um sich dann alle ein oder zwei Tage mit ein paar Zwischenstops Richtung Strände im Südwesten der Insel vorzuarbeiten. Ich reise schon gerne rum, aber da wir beide ziemlich abgearbeitet waren und gleich nach der Landung auch Silvester anstand, haben wir erstmal mit zwei Stationen Strand angefangen. Danach hatten wir noch vier Nächte fürs Bergland zur Verfügung, bevor es ins Surf-Yoga-Camp ging, wo wir Samstags anreisen mussten, weshalb wir nicht so flexibel bei der Routenplanung waren. Ich habe dann etwas recherchiert und wollte während der vier Tage lieber an einem Ort im Bergland übernachten und von dort aus dann Tagesauflüge machen, weil ich es weniger stressig finde, als täglich meinen Rucksack zu packen und immer wieder aus und einzuchecken. Viele Backpacker nehmen den Zug oder Bus – andere haben dann einen Fahrer für die gesamte Zeit, der auch in gleichen den Hotels in Fahrerunterkünften übernachtet. Da wir aber nur einen Transfer hin – und von dort zurück zur Küste hatten, und für unsere Tagesausflüge einen Fahrer vor Ort gebraucht haben, haben wir das über die Villa Vista organisiert.

Ich habe also die Villa Vista im Internet gefunden – und mit google Maps überlegt, ob das, was ich gerne machen würde, von den Entfernungen als Tagesauflug möglich ist, und dann mal hingeschrieben. Obwohl es Hochsaison war, war sie noch frei. Ich habe auch von meinem Blog erzählt und mich sehr gefreut, dass der Manager offen für eine Kooperation war – ich wurde für die vier Nächte eingeladen – Essen und Fahrer haben wir separat bezahlt. Der normale Preis beläuft sich auf ca. 120 Euro pro Nacht pro Zimmer, also 60Euro pro Person aber mit Vollpension inklusive, was ich auch ok finde.

Nach über drei Stunden Fahrt mit einer anschließenden Hopser-Tour auf Schotterpisten und Waldwegen und mehreren Nachfragen des Fahrers bei Einheimischen (die Hinfahrt hatte unser vorheriges Hotel organisiert – und das Auto war nicht wirklich für die Strecke geeignet – unser Fahrer hat aber Ruhe und Geduld bewiesen und auch die Achsen vom Auto haben überlebt, woran ich zwischendurch schon gezweifelt hatte) und völliger Orientierungslosigkeit meinerseits,  fragt man sich dann doch, wie „hided“ so ein „Hideaway“ eigentlich sein muss, oder ob man mit einem der von mir verpönten großen Resorts an einer bequemen Zufahrtsstraße nicht doch besser bedient gewesen wäre. Diese Zweifel waren aber schon mit dem ersten Schritt aus dem Auto beseitigt. Denn nach der anstrengenden Fahrt über verschlungene Waldwege betritt man endlich eine Oase mitten in der Natur, bei der schon das Häuschen an der Einfahrt mit viel Liebe zum Detail gestaltet ist und schreitet mit weit aufgerissenen Augen durch das ansprechend gestaltete Areal.

Die Villa Vista hat drei Gästezimmer, wo insgesamt bis zu sieben Gäste übernachten können (ein Triple und zwei Doppelzimmer). Ich glaube an unserem ersten Tag ist ein anderes Paar abgereist, ich habe während der restlichen Zeit keine anderen Gäste gesehen. Unser Aufenthalt kommt mir im Nachhinein fast schon mehr vor wie in einer Privatvilla anstatt eines Boutique-Hotels. Vor Ort mit uns waren noch zwei Angestellte, die leider so gut wie kein englisch sprachen, was die weitere Planung etwas abenteuerlich machte – aber trotzdem war der Service und ihre freundliche Art super. Wir hatten ein schönes Schlafzimmer, mit einem eigenen Vorraum bzw. Wohnzimmer.

Im schön angelegten Garten gab es zwei Aussichtspunkte, mit Blick auf die Hügelkette, auf der die nächste Stadt Haputale liegt. Außerdem noch einen Pool und einen Outdoor-Essbereich. Der Tisch war jedes mal etwas anders dekoriert, mit verschiedenen schönen Kerzenständern, die beim Abendessen für Beleuchtung und Ambiente sorgten. Mein absolutes Highlight war, dass jeden Abend nur für uns die auf dem gesamten Grundstück verteilten Kerzen, Fackeln und Windlichter angezündet wurden, die uns den Weg zum Essen wiesen. So schön verwunschen war das! Ich bin immer noch ganz begeistert, wenn ich daran denke!

Das Essen war eine Mischung aus singalesischen Curries und westlichem Frühstück und jeden Tag etwas anders. Wir haben immer je nach unserem Tagesprogramm vorher die Uhrzeiten besprochen, zu denen wir essen wollten. Wie in einigen Unterkünften in Sri Lanka gewöhnlich, hat die Villa keine Alkohollizens. Es ist aber kein Problem, bei einem Laden unterwegs selbst etwas zu kaufen und mitzubringen, man kann sich die Getränke auch kalt stellen lassen.

Am ersten morgen dann um 11:00 hat es gehupt und unser Fahrer stand vor dem Tor. Er wohnt in einem kleinen Dörfchen ums Eck und fährt einen Van mit Allrad-Antrieb, so dass wir etwas schneller durch die Dschungelwege mit ihm gekommen sind, als bei der Hinfahrt. Trotzdem dauert es in die nächste Stadt Haputale schon so circa 40 Minuten – auch wenn es gar nicht viele Kilometer sind. Wem diese Abgeschiedenheit oder die damit verbundene Fahrerei also nicht taugt- sollte entweder eine zentralere Unterkunft suchen – oder sich ein paar faule Tage mit einem guten Buch am Pool in der Villa machen.

Ich fand die Mischung aus abenteuerlichen Ausflügen und Ruhe in der Villa aber genau richtig und würde es wieder so machen, vor allem weil das Ambiente so toll  verwunschen ist und man in der Gegend aber auch einiges unternehmen kann. Wir haben während unserem Aufenthalt drei verschiedene Tagesausflüge gemacht, von denen ich euch aber noch in einzelnen Blogbeiträgen genauer erzählen werde – hier ein Überblick:

Lipton’s Seat – Aussichtspunkt mitten in Teeplantagen mit kleiner Wanderung durch das Teeanbaugebiet, wo schon der alte Sir Lipton seinen Tee angebaut hat
Ausflug mit dem Zug nach Ella – kleine Wanderung zur Nine Arches Bridge
Mit dem Zug von Haputale nach Ella
Ausflug zum Horton-Plains-Nationalpark
Wanderung durch das Grasland im Horton Plains Nationalpark

Unterwegs sieht man die wunderschöne Natur Zentral-Sri Lankas und bekommt Eindrücke vom Leben der Menschen dort. So sieht man zum Beispiel nach Schulschluss die Kinder in ihren weißen Uniformen auf dem Weg zurück in ihre Dörfer, Teepflücker bei der Arbeit und die Häuser und Dörfchen am Wegesrand.

Blick aus dem Auto

Etwas schade war auch hier, dass der Fahrer so wenig englisch konnte – ich hätte ihn sehr gerne mehr zu Land und Leuten gefragt beziehungsweise mich mit ihm unterhalten. Aber wir haben öfter Teile seiner Familie ein Stück mitgenommen, da wir immer an seinem Haus vorbeigefahren sind – wo die Eltern einen kleinen Kiosk betreiben. So haben wir die kleinen Söhne, seine Eltern und die Schwager kennengelernt und uns mit Händen, Füßen und englischen Brocken verständigt. Auf dem Heimweg haben wir immer kurz dort angehalten und einen Joghurt für die restliche Fahrt reingereicht bekommen, sehr süß und nett – trotz Sprachbarriere.

Unsere vier Tage dort waren ein schönes individuelles Erlebnis weit fernab des Massentourismus. Wer also auch gerne mal eine Zeit in Abgeschiedenheit verbringt, dem kann ich die Villa Vista sehr empfehlen. Es gibt dort übrigens auch kein Wifi und keine Kartenzahlung. Wer eher auf praktische Wege, in Nähe von Bahnhof und Co setzt, wird dort wohl nicht so glücklich. Aber egal welcher Reisetyp ihr seid: Das zentrale Bergland in Sri Lanka bietet so eine schöne Landschaft und verschiedene Ausflugsmöglichkeiten, wenn ihr also einmal dort hin reisen solltet, macht keinen reinen Strandurlaub – ihr verpasst sonst definitiv ein Highlight!

Vielen Dank an die Villa Vista für die freundliche Einladung – meine Leser können sich wie immer sicher sein, dass hier nur meine persönliche Meinung steht.

Municorn goes Portugal // Unser schönes Appartment an der Westalgarve

our-portugese-hideawayWilde Küstenabschnitte mit weiten Sandstränden, umsäumt von hohen Klippen unter einem blauen, wolkenlosen Himmel und entspannte Stunden in einer wunderschönen Ferienwohnung mitten in der Natur – wenn ich unsere Urlaubswoche in Portugal mit einem einem Satz beschreiben müsste, würde dieser wohl so klingen. Und auch wenn wir im Kern nicht viel anderes gemacht und gesehen haben, habe ich doch noch einige Worte – und vor allem Bilder im Gepäck, um euch ein bisschen mehr vom ersten Teil meines Sommerurlaubs zu erzählen, die schönen Eindrücke zu zeigen und natürlich wie immer auch ein paar Reisetipps zu geben. Und damit ich euch nicht erschlage, gehts in diesem ersten Post erstmal hautpsächlich um den ersten Tipp – unsere schöne Ferienwohnung, die im Hinterland der Westalgarve zwischen Lagos und dem Städtchen Aljezur gelegen ist.

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La Cavalerica – Quintas das Andorinhas

Bei meinem Post über die Recherche vor dem Urlaub habe ich ja schon geschrieben, dass ich diesmal entgegen meiner eigenen Buchungs-Regeln eine Unterkunft gebucht habe, von der ich keine Bewertungen gefunden hatte. Dementsprechend war ich etwas aufgeregt, ob die Realität dann meine Erwartungshaltung aufgrund der schönen Bilder erfüllen kann. Und ich muss sagen: Meine Erwartungen wurden voll und ganz erfüllt, wenn nicht so gar übertroffen.

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Bei der Ankunft sind wir beide wie die aufgeschäuchten Hühner durch das Haus gerannt, haben Fotos gemacht und Videos nach Hause geschickt, weil wir so begeistert waren. Grundsätzlich gibt es ja bei mir die Reise-Foto-Regel – immer Bilder machen BEVOR man die Koffer auspackt und alles vollmüllt ;-) Aber die Wohnung war so mit Liebe zum Detail eingerichtet, dass ich während der Woche immer wieder begeistert Handy und Kamera gezückt habe, weil ich wieder etwas neues entdeckt hatte.

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Auf die Ferienwohnug bin ich gekommen, als ich auf der Recherche für unseren Mädelsurlaub nach einem größeren Ferienhaus war. Da habe ich auf Fewo-direkt ein tolles Haus für 5 Personen in Portugal gefunden – ist auch auf der Liste vom letzten Blogbeitrag dabei. Und in der Beschreibung stand, dass es zusammen mit anderen Unterkünften zur Anlage „Quinta das Andorinhas“ gehört. Auf dem Portal direkt habe ich zwar keine weiteren Unterkünfte mehr gefunden – aber nach etwas Googelei bin ich auf die Homepage dazu gestoßen. Die Seite ist von Silvie und Rene – einem Paar aus Belgien (Interieur-Stylistin – und Fotograf), das nach Portugal ausgewandert ist und mittlerweile sechs wunderschöne Ferienwohnungen unterschiedlicher Größe vermietet. Und als ich gesehen habe, dass es auch zwei Appartments nur für zwei Personen gibt, und ich ja eigentlich auch mit Mr.X nach Portugal wollte, habe ich zugeschlagen und uns im Appartment „A Cavalerica“ eingebucht. Alle Ferienhäuser von Silvie und Rene sind individuell und besonders eingerichtet und haben einen Pool. Im Winter vermieten die beiden ihre Häuser nicht – denn die Zeit wird für die Instanthaltung genutzt – und das mekrt man auch. Obwohl die beiden mittlerweile schon seit 15 Jahren in Portugal sind, sind die Häuser super gepflegt und wie neu – ihr seht, ich bin immer noch total begeistert und kann es nur empfehlen.

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Es ist aber nur etwas für Leute, die mitten in der Natur abschalten möchten- denn außenrum ist einfach – nichts. Das nächste Städtchen Aljezur, wo man unter anderem auf dem Markt einkaufen kann, ist mit dem Auto in ca. 15 Minuten erreichbar – so wie auch einige schöne Strände und Surfspots. Für mich war es die perfekte Location, denn nach mittlerweile fast 10 Jahren Großstadtleben freue ich mich im Urlaub über ein paar ruhige Tage auf dem Land – und wir erkunden sowieso total gerne im Urlaub die Gegend mit dem Mietwagen. Also, wenn ihr auch so eine Kombi mögt – egal ob mit Familie, Freunden oder nur zu zweit – bei Silvie und Rene findet ihr gehobene Ferienhäuser verschiedener Größe, die stilvoll eingerichtet und ausgestattet sind. Sogar das Geschirr war farblich passend zusammengestellt und alles andere als Zweckmässig.

living-room-la-cavaleria-portugal-algarve pool-hoildayhome-westalgarve Vom Flughafen in Faro haben wir circa eine Stunde mit dem Auto zur Ferienwohnung gebraucht. Ausflüge nach Lagos und Sagres sind in kürzerer Zeit machbar. Silvie hat eine Liste mit guten Tipps für Restaurants, Strände und weitere Aktivitäten in der Umgebungt bereit gelegt und langweilig wurde es uns in der Woche nicht – wir überlegen ernsthaft wieder zu kommen – obwohl ich mir ja eigentlich immer was Neues anschauen will. Die Ferienwohnung liegt im Hinterland der Costa Vicentina, wo die Küste in einem großen Naturschutzgebiet liegt. Das ist der wildere, einsamere Teil der Algarve mit schönen Stränden – von denen wir uns einige angeschaut haben. Die zeige ich euch dann im nächsten Post – hier schonmal eine kleine Vorschau:

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 Habt einen schönen Mittwochabend – genießt nochmal den Spätsommer, in zwei Tagen soll es ja vorbei sein… Alles liebe

*thea

Fünf schöne Ferienhäuser in Südeuropa, über diese Art des Reisens und ein paar Buchungstipps

holidayhomeBald geht es für mich in den Urlaub. Auf der Suche nach passenden Unterkünften bin ich auf mehrere schöne Ferienhäuser gestoßen, die in die engere Auswahl gerutscht sind – aber wegen Verfügbarkeit oder anderen Details nicht geklappt haben. Wie bei meiner Ski-Recherche auch, möchte ich die Liste hier aufschreiben. Für mich für die Zukunft – und für euch, falls ihr auch sowas sucht. Prämisse war ein schönes Ferienhaus in Südeuropa zu finden, für vier oder mehr Personen. Weil ich öfter nach Tipps gefragt werde und wie ich so in den Urlaub fahre,  gibt es noch einen ausführlicheren Text zum Thema Selbstversorgerunterkünfte und auf was ich bei der Recherche und Buchung achte. Die Ferienhäuser findet ihr auf den Bildern – die Infos dazu in der Bildunterschrift. Bildquelle sind die jeweiligen Buchunsportale – die auch verlinkt sind. Wohin es mich dann wirklich verschlägt, seht ihr dann in meinen Reiseberichten bzw. live auf FB oder Insta.

Bildquelle: Airbnb
Finca mit Pool bis zu 6 Personen, Nähe Artà Mallorca, ab 227€/Nacht – via Airbnb

Wer meinen Blog schon länger liest oder mich persönlich kennt weiß, dass ich gerne wegfahre. Dabei mache ich nicht, wie eingeschweißte „Traveller“ das gerne tun, einen Unterschied zwischen „Reisen“ und „in den Urlaub“ fahren. Denn beide Formen haben gemeinsam, worauf es mir ankommt: Abschalten vom Alltag durch einen Ortswechsel. Und glücklicherweise gibt es ja viele Abstufungen zwischen den extremen der Klischees. Ich bin weder die Allinclusive Poolliegen-Reserviererin noch die einsame Wanderin, die mit Zelt und zwei Konservendosen auf dem Rücken durchs mongolische Hinterland stapft. Auch werde ich sicherlich niemals beim Champusflaschen-Weitwurf in St.Tropez gewinnen (abgesehen davon, dass ich sowieso nicht werfen kann). Dabei will ich nicht leugnen, dass ich in gewissen Lebensphasen einigen Klischees durchaus nicht abgeneigt war: Mit Abitours im Reisebus 17 Stunden nach Lloret de Mar? – es war schön. Mit 9 bei der Minidisco im Cluburlaub auf Mallorca Polonaise tanzen? – wir haben die Kassette noch ein halbes Jahr danach mitgesungen. In Lissabon die Nacht zum Tag machen und danach im 6er-Zimmer im Stockbett aufwachen? Kein Problem.

Bildquelle - Fe-Wo direkt
Casa Barreta – Stadthaus mit eigenem Pool und Meerblick in Olhão (Portigal), 6 Personen, 235€/Nacht via Fewo-direkt

Die Vorlieben beim Reisen ändern sich wie viele andere Dinge eben auch im Leben. Mittlerweile bin ich (mehr oder weniger) erwachsen, und es haben sich im laufe der Zeit bestimmte Reiseroutinen bewährt (auch wenn ich immer noch offen für Neues bin und wer weiß, was noch kommt ;-) Dabei habe ich unter anderem Selbstversorger-Unterkünfte sehr zu schätzen gelernt: Sowohl für die Gruppenreise mit Freunden als auch für die romantische Zweisamkeit. Für den Städtetrip aber auch den entspannenden Badeurlaub und die Auszeit in der Natur.

Eine schöne Selbstversorgerunterkunft hat mehrere Vorteile für mich. Erstens mag ich stilvolle, schön gestaltete Unterkünfte. Und wenn man etwas Zeit und Mühe in die Recherche investiert, findet man Selbstversorgerunterkünfte, die oft einen höheren Standard und ein schöneres Design haben,  als ein Hotelzimmer zum gleichen Preis. Oder anders ausgedrückt: Für ein Hotelzimmer im gleichen Stil und vor allem mit ähnlichem Platzangebot zahlt man oft mehr, weil man ja fast immer eine Junior-Suite beziehungsweise die höhere Zimmerkategorie nehmen muss, wenn man etwas mehr als ein Doppelbett und Badezimmer möchte. Klar – denn man hat im Hotel ja auch viel mehr Service. Auch bin ich jemand, der sich gerne mal einen Tee macht oder Obst und etwas zum Brotzeiten kauft und sich daher bei einem längeren Aufenthalt mit einer Küche wohler fühlt. Dafür hat man natürlich in der Regel kein Zimmermädchen, das täglich sauber macht – und die Qual der Wahl zwischen essen gehen und selber kochen. Für unseren Kreta-Urlaub vor zwei Jahren habe ich da eine super Kombination gefunden: Viel Platz, kein Massentourismus, tolles Design – aber mit täglichem Putz-Service. Hier gehts zur Unterkunft.   Wenn man mit mehreren Personen unterwegs ist, hat eine Ferienwohnung den Vorteil, dass man lange gemütlich zusammen sitzen kann – ohne in die Bar oder in ein Restaurant zu müssen. Und das macht einen Urlaub unter Freunden oder mit der Familie für mich auch aus. Abends ein Weinchen trinken, tratschen oder Gesellschaftsspiele spielen geht einfacher, wenn man eine Terrasse hat oder im Winter ein Wohnzimmer.

Bildquelle: Fewo-direkt
Altes restauriertes Haus in Stari Grad, Insel Hvar, Kroatien, 6 Personen, ca. 168€/Nacht, via Fewo-direkt

 „Home away from Home“ – Stimmt das?

Einerseit stimmt der der Slogan, mit dem Airbnb wirbt, für mich schon. Denn ich habe nach einem Aufenthalt in einer „eigenen“ Wohnung schon mehr das Gefühl, in die Umgebung einzutauchen und Eindrücke vom Leben dort zu bekommen, als in einem Hotel. In New York hatten wir uns in einem Appartment in Brooklyn eingemietet. Wir haben tagsüber das gleiche Programm in Manhattan gemacht, wie jeder Tourist auch – und natürlich hatten wir mehr Fahrtzeit. Aber wir haben noch eine ganz andere Facette der Stadt kennengelernt. Hatten „unseren“ Donut-Laden und „unseren Supermarkt“. Haben auch schöne Restaurants in Brooklyn entdeckt und die typische Architektur des Viertels mit Treppen über dem Hauseingang und Erkern. In London ging es mir genauso. Man ist vielleicht nicht ganz so zentral aber man hat einen kleinen Reise-Alltag. (Das ist lustig – ich schätze es irgendwie schon, wenn man sich vor Ort ein bisschen eingelebt hat – auch wenn man ja vom Alltag zuhause eine Pause will.)

Andererseits kommt der Slogan ja eigentlich von der Airbnb-Grundidee. Also, dass man in seiner eigenen Wohnung ein Zimmer für Gäste frei macht oder die Wohnung komplett vermietet, wenn man unterwegs ist. Das sind auch nette Erfahrungen und Begegnungen, die man macht – aber ich habe gemerkt, dass ich mich freier bewegen und „heimisch“ fühlen kann, wenn die Wohnung sonst nicht von anderen Leuten bewohnt wird – es also doch eher eine Ferienwohnung ohne persönliche Gegenstände der Besitzer ist – anstatt das Zuhause von komplett fremden Leuten.

Bildquelle Airbnb
Finca in Soller, Mallorca, 8 Personen, ab 195€/Nacht via Airbnb

Worauf achte ich bei der Buchung? Meine Tipps

Solche Angebote, die nur für Gäste vermietet werden oder zum Beispiel nur als Feriensitz vom Eingentümer genutzt werden, sind also mein Favorit. Ich achte bei der Recherche immer darauf, dass es keine nur zweckmäßig ausgestattete Unterkunft ist, mit den Möbeln vom alten Jungendzimmer oder der Oma (außer es sind coole Vintage-Sachen-)  drin, sondern suche nach den Angeboten mit Liebe zum Detail. Auch schaue ich immer auf die Bewertungen – da sind nicht nur die Angaben der Besucher zur Wohnung interessant, sondern auch zur Lage. Gerade bei Städtetrips schaue ich genauer, was zur Lage, Sicherheit im Viertel, Anbindung und Lärm geschrieben wird. Ich muss sagen bei Fewo-direkt – das zweite Portal, wo ich oft fündig werde, sind die Bewertungen noch etwas rar. Für den anstehenden Portugal Urlaub habe ich auch etwas ohne Bewertungen gebucht – denn die schönen Bilder haben mich überzeugt – drückt mir die Daumen, dass auch sie der Realität entsprechen ;-) Ein weiterer Punkt  für Airbnb-Anfänger: Man muss persönlich mit den Vermietern den Check-In und Check-out organisieren – denn es gibt ja keine 24h Rezeption wie im Hotel. Dafür bekommt man durch den persönlichen Kontakt oft gute Tipps für die Gegend. Bei Airbnb findet man mittlerweile nicht nur die klassischen „Ich stelle meine Wohnung mal ins Internet“ Anzeigen – oft werden auch Bnbs oder Zwischenformen angeboten. Mich persönlich stört das nicht, denn wenn ich zum Beispiel optional auch noch ein Frühstück buchen kann, ist das für mich als Nutzer ja nur von Vorteil.

Bildquelle: Fewo-direkt
Quinta mit Pool in Aljezur, Portugal, 5 Personen, ca. 123€/Nacht via Fewo-direkt

Ich freue mich jetzt jedenfalls darauf, in den kommenden zwei Wochen eine (hofffentlich) schöne Basisstation zu haben, in die man jeden Abend zurück kommt – und mit dem (Miet)-Wagen, zu Fuß oder auch mit dem Radl tagsüber die Region zu erkunden. Beim Markt im Ort die Leckereien des jeweiligen Landes einzukaufen und zu kochen oder die Restaurants im Umkreis zu besuchen. Ich freue mich auf Frühstück auf der Terrasse zu den Zeiten wann ich möchte – und auf laue Sommernächte mit einem Glas Wein in der Hand. Ob sich diese romantische Vorstellung dann auch in der Realität erfüllt, werden wir sehen – ich werde berichten! Fals ihr auch schon in einem tollen Ferienhaus oder Appartment euren Urlaub verbracht habt, freue ich mich über eure Tipps und Links, denn der nächste Urlaub kommt bestimmt ;-) Liebe Grüße

*thea

Zum Thema passende Reiseberichte:

Municorn goes Andalucia – romantisches Appartment in spanischem Bergdorf

Municorn goes Liguria – unser Cottage in Tellaro, nähe Cinque Terre

Municorn goes Greece – Appartment in Sougia, Kreta

Municorn goes Lago di Garda – Appartment in Salo

5 schöne Unterkünfte in den Bergen – oder wo ich fast meinen Skiurlaub verbacht hätte

5 Skihotels tipps

Juhu am Donnerstag ist es soweit: Endlich geht’s ein paar Tage in die Berge! Normalerweise liebe ich es ja, einen Trip zu organisieren, doch dieser Ski-Kurzurlaub hat mich im Vorfeld einige Nerven gekostet. Zwischenzeitlich habe ich nicht mehr daran geglaubt, dass er überhaupt stattfindet.

Wenn ich Wegfahren möchte, ist das immer so eine Sache. Es verläuft eigentlich immer nach einem ähnlichen Muster: In meinem Kopf poppt die fixe Idee auf, dass ich jetzt unbedingt nach Reiseziel XY fahren will. Dann wird überlegt, welcher Zeitpunkt in Frage käme – und es geht los: Wie ein Terrier beiße ich mich in den Untiefen des Internets fest um die für mich und den Zweck der Reise perfekte Unterkunft zu finden. Ich habe mittlerweile einen gewissen Ehrgeiz darin entwickelt, eine schöne Unterkunft zu finden, die nicht 0815, bezahlbar und mit Flair ist. Ist das Objekt der Begierde gefunden wird dann gleich gebucht. Eigentlich habe ich da ein Händchen für – das finden zumindest auch immer meine Mitreisenden. Aber in den letzten Wochen hat mich mein Talent etwas im Stich gelassen.

Naiv habe ich gedacht, zwischen Fasching und Ostern, so ganz ohne Ferien würde man ja recht spontan ohne Vorlauf ein verlängertes Wochenende organisieren können. Weit gefehlt. Immer, wenn ich eine schöne Unterkunft in Pisten-Nähe gefunden und angefragt hatte, war diese bereits ausgebucht. Das Ende vom Lied war, dass ich mehrere Unterkünfte recherchiert hatte – nacheinander angefragt und Absagen bekommen hatte. Eigentlich sollte der Skiurlaub nämlich schon vor zwei Wochen oder letztes Wochenende stattfinden – aber ich hatte Glück im Unglück: Der erkältungsgeplagte Mr.X ist sowieso jetzt erst wieder fit – und der Wetterbericht fürs Wochenende sagt Sonne pur voraus. Bei der letztendlich gefundenen Unterkunft sind wir jetzt den Kompromiss eingegangen, nicht direkt am Skigebiet zu wohnen – aber besser als überhaupt kein Skiurlaub – und preislich ist es auch voll OK. Dazu gibt’s dann aber natürlich noch einen eigenen Blog-Post mit Reisebericht, wenn ich zurück bin.

Da ich die recherchierten Unterkünfte aber allesamt am liebsten sofort gebucht hätte, und es ja immer gut ist, ein paar Hoteltips in petto zu haben, wollte ich die Liste jetzt einfach bloggen – damit es nicht umsonst war. Für die Zukunft. Wenn Madam vielleicht weniger spontan und ein paar Monate im voraus bucht. Oder für den Sommer, wenn es viel günstiger ist und die Natur der Berge zum wandern und abschalten einlädt. Und natürlich für euch. Wenn ihr auch Bergfans seid und ein paar Tipps nicht schaden können. Wie gesagt: Ich weiß nicht wie es sich dort wirklich urlaubt – aber den Bewertungen und Homepages nach sind sie bestimmt allesamt schön.

Mountain Chalet Pra Ronch – Wolkenstein/Gröden

Bildquelle: Mountain Chalet Pra Ronch

Diese kleine Frühstückspension mit gemütlicher Hüttenanmutung in den Dolomiten wäre meine erste Wahl gewesen. Auf Tripadvisor beste Bewertungen, stilvoll traditionell und gemütlich eingerichtet und direkt neben der Piste. Preislich je nach Saison liegt sie aktuell bei ca. 75€ pro Person und Nacht.

Chalte Pra Ronch inside
Bildquelle: Mountain Chalet Pra Ronch

Hotel Rosalpina Dolomites – Brixen

Bildquelle: Hotel Rosalpina Dolomites

Als Denise von Foodlovin auf ihrem Blog von diesem Hotel berichtet hatte, wollte ich sofort hin. Nicht nur ihr Beitrag sondern auch die Bilder und Beschreibungen auf der Homepage haben mich sehr angesprochen. Das Hotel ist natürlich gehobener und teurer als die zuerst  angestrebte Pension – in Anbetracht der Preise, die solche Wellness-Hotels mit Skipiste vor der Türe sonst aufrufen, aber relativ günstig. Leider auch ausgebucht – laut Preisliste im Internet hätte es uns ca. 115€ pro Person und Nacht für meinen angefragten Zeitraum gekostet – dafür mit dreiviertel Pension.

  Troadkostn – Schladming Dachstein

Schladming Dachstein Troadkasten
Bildquelle: huetten.com

Ich liebe schöne Ferienhäuser und Selbstversorger-Hütten. Aber eine zu finden, die so klein ist, dass es sich nur für zwei Personen lohnt, für nur drei Tage buchbar ist und dazu noch gemütlich und nicht allzu zweckmäßig eingerichtet, ist schwer. Hier wäre das Fundstück. Es lohnt sich übrigens immer, bei huetten.com direkt nochmal anzufrgaen, wenn die Hütte über das Online-Tool ausgbucht anzeigt. Ich habe sehr freundliche Emails bekommen – leider hat es nicht für die angefragten Wochenenden trotzdem nicht geklappt.

Schladming Dachstein Troadkasten 3
Bildquelle: huetten.com

Ich habe noch eine weitere kleine Hütte auf der gleichen Seite mit den gleichen Kriterien geunden – die Schladming Dachstein Zirbenhütte. Bei beiden Hütten muss ich aber sagen, dass es sich für nur drei Tage eher weniger lohnt. Man muss noch Endreinigung zahlen und ist dann meistens bei ca. 70€ pro Person und Nacht – und man hat ja keine Verpflegung… Dafür ist es bestimmt romantisch.. so in einer kleinen Hütte zu zweit…

Schladming Dachstein Zirbenhütte
Bildquelle: heutten.com

Das Goldberg – Bad Hofgastein

Bildquelle: dasgoldberg.at

Das Goldberg steht schon länger auf meiner gedanklichen Reisewunschliste. Die Anfahrt von München ins Salzburger Land ist nicht ganz soweit wie nach Südtirol oder in die Steiermark und die Bilder vom Design und die Bewertungen sprechen für sich. Eigentlich ist mir der Normalpreis in der Ski-Saison zu teuer – so habe ich mir das Hotel eigentlich mal für ein paar Wellnesstage im Herbst vorgemerkt. Aber ein regelmäßiger Blick auf secretescapes oder travelzoo lohnt sich – denn Das Goldberg macht oft bei Aktionen mit. Leider habe ich bei der letzten Aktion eine Nacht gewartet um dann in der Arbeit Urlaub einzureichen – schwupps war das Zimmer zum gewünschten Zeitpunkt ausgebucht.

Bildquelle: dasgoldberg.at

Und hier noch eine Unterkunft, die ich nicht angefragt hatte – da für zwei Personen zu groß und zu teuer mit 275€ pro Nacht- aber wenn man mal zu viert oder zu sechst ist – diese Hütte in der Nähe vom Stubaier Gletscher mit Frühstücksservice hat es mir auch angetan:

Gletscher-Chalet – Neustift im Stubaital

So – auch wenn es schlussendlich keine dieser schönen Unterkünfte geworden ist, freue ich mich beim Anblick der verschneiten Bergbilder jetzt umso mehr auf die Dolomiten, meine Skier und das schöne Alternativ-Hotel, das ich euch auch bald vorstellen werde. Seid ihr auch eher der Typ spontan Bucher – oder fahrt ihr vielleicht jedes Jahr in das gleiche Hotel – oder zur gleichen Hütte, die ihr dann schon immer fürs Folgejahr bucht? Ich freue mich auch über Tipps – denn wie gesagt, schöne Ski-Unterkünfte kann man wohl nie genug in Petto haben!

Einen schönen Abend und bis bald!

*thea

 

La spiaggia di punta corvo // Ein toller Naturstrand, der erarbeitet werden will

un giorno al mare montemarcello

Wenn man das Wetter der letzten Tage hier in München so betrachtet, hat man das Gefühl, dass Frühling und Winter ihren letzten Kampf ausfechten. Mal scheint die Sonne und die Temperaturen klettern, dann kommt wieder Regen, der sich in Schnee verwandelt und umgekehrt. Ich habe zwar keine Lust auf Heuschnupfen und Pollen-Asthma aber das triste Winter nass-kalt kann ich auch nicht mehr sehen. Und obwohl sich mein Skifahrerherz nochmal Schnee in den Bergen wünscht, träume ich mich  frierend und im (Schnee-) Regen stehend, immer öfter auf ein Strandtuch, stelle mir die Sonne auf der Haut vor, kleine Sandkörner, die mir vom Zeh rieseln und das Plätschern der Wellen. Je grauer und nasser der Tag – desto größer die Tag-Träumerei.

Das schönste Strand-Erlebnis im vergangenen Jahr hatte ich in unserem Ligurien-Urlaub in Italien. Wenn man mich vor diesem Urlaub gefragt hätte, was mir bei den Stichworten Strand und Italien so einfällt, hätte ich ganz klischeehaft geantwortet: Volle Promenaden und Campingplätze an der Adria, Reihen voller Liegestühle und Sonnenschirme. Viele Urlauber -wenig Platz und dazwischen die „Cocobella“ – Rufe der Strandverkäufer. Ich weiß zwar nicht, wieso sich dieses 80er Jahre Bild in meinem Kopf festgesetzt hat, denn ich war eigentlich bis letztes Jahr noch nie an der italienischen Küste. Und ich glaube auch, dass es an einigen italienischen Stränden immer noch so oder so ähnlich zu geht, aber nicht in Ligurien. Und schon gar nicht am schönen Naturstrand „La spaggia di punta corvo“ unterhalb des Dörfchens Montemarcello, den ich euch heute zeigen möchte – und der auch zu einem der dreißig schönsten Strände Italiens gezählt wird.

spiaggia du punta corvo, ligurien

Ganz in der Nähe der bekannten Cinque Terre hatten wir uns ein Cottage im weniger bekannten Örtchen Tellaro gemietet. Wer die Beschaffenheit der Cinque Terre mag – mag die ganze Region um den Golf der Poeten: idyllische bunte Häuschen, die sich auf Steilklippen zusammen schmiegen, kleine Buchten und Strände und vor allem Wege mit vielen Höhenmetern, die erklommen werden wollen. Im Gegensatz zu den Cinque Terre gibt es aber durchaus Orte mit genauso viel Charme und weniger Touri-Trubel – und dazu gehört Montemarcello. Wir hatten im Reiseführer gelesen, dass es dort einen schönen Strand an einer abgelegenen Bucht geben soll und sind gleich am zweiten Tag unseres Aufenthalts hingefahren. Wir waren Anfang September dort, also in der Nachsaison – im August oder am Wochenende wird es wahrscheinlich auch hier etwas enger zugehen.

montemarcello weg zum strand

In Montemarcello angekommen haben wir das Auto problemlos am öffentlichen Parkplatz abgestellt und sind losmarschiert. Der Weg führt am Ortsrand vorbei zur Klippe und dort führt dann ein Wanderweg mit vielen Stufen zum Strand. Aber: Es sind VIELE Stufen. Laut google ca 700! Zum Glück läuft man im Schatten, weil die Klippe bewachsen ist. Trotzdem war ich froh, dass ich nicht FlipFlops, sondern feste Sneaker angezogen hatte. Je mehr man nach unten kommt, und je näher man am Strand ist, wird man mit tollen Blicken über die Bucht und auf den Strand belohnt.

naturstrand spiaggia di punta corvo nähe cinque terre

steps to the beach montemarcelloDie graue Farbe des Sands und die vereinzelten bunten Schirmchen und Handtücher vor dem tiefblauen Meer geben eine schöne, ruhige, sommerliche Stimmung wieder. Und je weiter man es schafft, je mehr man schwitzt, desto mehr freut man sich, endlich, endlich nach circa 30 Minuten Treppensteigerei die Schuhe und Socken fallen zu lassen, und die Füße ins kühle Wasser zu stellen.

schöner naturstrand in ligurien, italien

Unten agenkommen verlief der Rest des Strandtags ruhig: Lesen, Baden, Schlafen, Bräunen und das ganze wieder von vorne. Der Strand und das Wasser waren sauber, die Stimmung friedlich. Doch irgendwann hat sich der Hunger bemerkbar gemacht und uns wieder die Klippe hochgetrieben. Bei einem Ausflug an einen Naturstrand muss man unbedingt genug zu Trinken mitbringen – und wer Schatten braucht, einen Schirm – der ein oder andere Snack schadet aber auch nicht, da dort ja nichts verkauft wird. Wir waren trotzdem fast die letzten, als wir uns gegen Abend auf den Weg gemacht haben und die steile Klippe wieder hochgekraxelt sind. Eine einsame orangene Badehose leuchtete uns im Abendlicht noch auf dem grauen Sand entgegen.

abends am strand in montemarcello

In Montemarcello selber kann man den Tag dann schön bei einer Pizza in einem der Dorf-Restaurants ausklingen lassen. Und hier noch ein Tipp: In der Gegend rund um die Cinque Terre kann man Aktiv-und Badeurlaub herrlich verbinden – denn zu den Stränden muss man sowieso meist runter – und dann wieder rauf klettern. Wenn man abends aber noch etwas draußen sitzen möchte und vorher nicht unbedingt in die Unterkunft zurück fahren möchte – ein Wechselshirt und eine frische Leggins im Rucksack schaden nie. Sonst wird es nämlich gerade im Früh- oder Spätsommer recht kühl in der verschwitzten Klamotte – und es wäre doch schade nach geschaffter Kletterei nicht noch ein bisschen das Örtchen genießen zu können.

So – das war unsere kleine Traumreise nach Ligurien. Vielleicht braucht der ein oder andere von euch ja auch auch in paar gedankliche Sonnenstrahlen oder auch Urlaubs-Tipps für den Sommer 2016? Die Region rund um den Golf der Poeten in Ligurien kann ich euch schonmal ans Herz legen – vorausgesetzt ihr seid nicht auf barrierefeiheit angewiesen. Denn mit Gehbehinderung, Kinderwagen oder Rollstuhl ist es wahrscheinlich nicht so entspannend dort.

Weitere Blogposts zu Italien:

Unser Cottage in Tellaro, Ligurien
Municorn goes Lago di Garda
Bergfrühling in Meran mit Palmen und Schnee

naturstrand ligurien nähe tellaro

Einen schönen Abend im Warmen wünscht euch
*thea

Reisebegegnungen // Trekking mit Zi in Sa Pa

[Achtung: Dies ist ein langer Text im Stil einer Reise-Reportage über einen Tag mit unserer Reiseführerin Zi, die einer indigenen Volksgruppe im Norden Vietnams angehört. Lesefaule und Menschen, die sich gerade in der Reiseplaung befinden, können einfach runter scrollen und unterwegs die Bilder anschauen – meine Reise-Tipps zu Sa Pa sind am Ende des Posts nochmal auf einen Blick zusammengestellt – wer das alles liest macht mir dennoch eine Freude ;-) ] Trekking in Sa Pa

Der Tag mit Zi in Sa Pa hat mich berührt. Eigentlich kommt sie gar nicht aus Sa Pa, der Stadt im Norden Vietnams, die mittlerweile von der Regierung als touristisches Trekking-Zentrum beworben und ausgebaut wird. Sie lebt in einem der zahlreichen Dörfer in der Umgebung, wo die vielen verschiedenen ethnischen Minderheiten im Grenzgebiet zu China zu Hause sind. Zi ist 28 Jahre alt und kombiniert die Tracht ihres Dorfes mit Nike Sneakern, um beim Trekking mit den Touristen bequem und lange laufen zu können. Zi ist Mutter von drei Kindern. Ihre Kinder sind aus dem gröbsten raus, sagt sie, und freut sich, dass der Staat mittlerweile eine große Schule gebaut hat, die Bildung und auch eine Betreuung für ihren Nachwuchs ermöglicht, während sie arbeiten geht.

Unser kurzer, zweitätiger Aufenthalt in Sa Pa hat mir den Fluch und Segen des Reisens ganz nah gebracht. Tourismus bringt Wohlstand – und zerstört dabei in rasender Geschwindigkeit das bestehende und ursprüngliche, weswegen man ja eigentlich dort hinreist. Aber ist es wirklich ein Teufelskreis, wenn man als Gast den Menschen dort zu einem geregelten Einkommen und Bildung verhilft? Weil wir bei unserer Wanderung mit Zi ganz unter uns waren und sie wie bei einem Mädels-Plausch ganz herzlich und offen alle unsere Fragen zu ihrem Leben beantwortet hat, hatte ich das Gefühl live dabei zu sein, bei den Veränderungen in der Region durch die Touristen. Das viel stärkere Gefühl, das meine Erinnerungen heute noch bestimmt, ist aber ein anderes: Ich durfte eine Frau meiner Generation kennenlernen, die nur aufgrund ihrer Herkunft so viel weniger Privilegien genießen darf als ich. Eine Frau, die es aber mit Intelligenz und Herzlichkeit versteht, die Zeichen der Zeit zu deuten und versucht, ihre Chancen nutzen.

Sichtlich stolz ist sie, als sie erzählt, dass nur noch drei andere Frauen aus ihrem Dorf so gut englisch sprechen, um einen Schein zum offiziellen Tourguide machen zu können. Sie kann jetzt alleine Touren mit den Gästen machen, und muss nicht wie die anderen Frauen und Mädchen, die unseren Weg kreuzen und sich uns anschließen, Armbändchen und Nippes verkaufen. Zi kann nicht lesen und schreiben, mühevoll lernt sie es gerade in einer Art Abendschule. Weil sie „nur“ ein Mädchen war, haben ihre Eltern sie nicht in die Schule geschickt. Beeindruckend, dass ihr Englisch eigentlich das beste war, dass ich bei Tourguides oder Hotelangestellten unserer ganzen Vietnam-Reise gehört habe. Zi hat sich die Sprache selbst beigebracht. In den Neunzigern, als die Touristen das authentische Leben der naturnahen Völker rund um Sapa entdeckt haben, hat sie als Dreizehnjährige anfangen, Armbändchen an Touristen zu verkaufen. Damals hat sie so viel wie möglich mit den Gästen gesprochen, um Englisch zu lernen.

Als Zi siebzehn war, waren ihre Eltern der Meinung, dass sie heiraten sollte. Weil sie schon zwei Anträge abgelehnt hatte, musste sie beim dritten Bewerber einer Ehe zustimmen. Sie ist in das Dorf ihres Mannes gezogen und lebt dort mit zusammen mit ihm, ihren Kindern und seinen Eltern in einem spartanischen Holzhaus. Dabei hatte sie Glück – wie sie erzählt, denn ihr Mann ist auch ein „Black Monk“. Frauen, die in eine andere Gemeinschaft einheiraten, verstehen dann weder die Sprache des neuen Dorfes noch wissen sie, wie die traditionelle Kleidung der jeweiligen ethnischen Gruppe genäht wird. Die offizielle vietnamesische Sprache verstehen die Menschen der Region auch eher schlecht als recht – vietnamesisch ist ein Schulfach, nicht mehr und nicht weniger. Zi hat in ihrem kleinen Holzhäuschen kaum Möbel – aber ein TV-Gerät. Auf die Frage, was sie am liebsten im Fernsehen schaut, antwortet sie: „Nachrichten, denn ich möchte etwas mitbekommen von der Welt“.

Bei unserer Wanderung durch die Natur zu ihrem Dorf liegen ständig Chips-Tüten im Gras. So etwas wie Supermärkte gibt es dort wohl erst seit ein paar Jahren. Dass man Plastik und Dosenmüll nicht einfach in die Natur schmeißt, müssen die Kids noch lernen. Ich glaube nicht, dass es eine Müllabfuhr gibt und habe wieder das zwiespältige Gefühl im Bauch. Vor den Touristen lebten die Menschen dort mehr oder weniger im Einklang mit der Natur als Selbstversorger.

Jede Familie bewirtschaftet Reisterrassen und hat mehrere Tiere. Die Frauen haben sich um die Kinder gekümmert, aus Hanffasern Kleidung hergestellt oder sind mit ihren Weidenkörben auf dem Rücken nach Sa Pa zum Markt gelaufen. Die Männer sind für die Landwirtschaft zuständig. Seit der Nachtzug, der in der nahe gelegenen Grenzstadt La Cai jeden morgen aus Hanoi anrollt, immer mehr wanderfreudige Touristen ausspuckt, haben die Frauen die lukrativen Einkünfte als Verkäuferinnen und Tour-Guides entdeckt und weiter entwickelt, während die Männer in ihrer Rolle als Versorger in den Hintergrund gedrängt werden.

Zi freut sich über ihr Einkommen und investiert in den Ausbau ihres Hauses – sie möchte ein Bad mit fließendem Wasser und Toilette, damit sie eine Art „Homestay“ für Touristen anbieten kann. In ihrem Dorf gibt es bis jetzt nur die Trekking-Touristen, die abends wieder in ihre Hotels nach Sa Pa zurück gehen. Auf den bekannteren Touri-Pfaden gibt es in den Dörfern mittlerweile wohl schon Souvenirshops und eine industrielle Produktion der Waren. Für die reicheren Vietnamesen, die wegen des frischen Klimas und nicht zum Trekking nach Sa Pa kommen, ist wohl auch eine Gondel auf den höchsten Berg hinauf in Arbeit.  Ich weiß nicht, wie meine Meinung dazu sein soll.

Das große Geld mit den Gästen, die ja eigentlich wegen der ethnischen Volksgruppen und der Natur kommen, machen die Reiseagenturen in Hanoi und Hoteliers in Sa Pa, die eine große Provision für die Buchung der Guides einstecken. Als Zi uns erzählt, wie wenig sie für unseren Trip bekommt, sind wir erschrocken. Mit einem verschmitzten Lächeln zückt sie später ihr Smartphone und erklärt uns, dass sie aber auch eine zweite, eigene Nummer hat, für direkte Buchungen. Wenn wir jemanden kennen, sollen wir sie doch empfehlen. Und das mache ich hiermit auch. Also, falls ihr eine Vietnam-Reise plant: Eine Tour, die ihr bei Zi direkt bucht, ist billiger für euch und sie bekommt mehr Lohn für die gleiche Arbeit, als wenn ihr euch einen Guide vom Hotel buchen lasst – oder ihr euch am Markt in Sa Pa mit Scharen konkurrierender Frauen auseinander setzen müsst. Wenn ihr wanderfreudig seid, zeigt sie gerne Routen abseits des Touristen-Troubels. Da sie nicht schreiben kann, ruft sie direkt auf dem Handy an ( +84 1652161586) , wenn ihr in Vietnam seid, bevor ihr euren Sa Pa Trip plant und macht einen Treffpunkt mit ihr aus. Ich habe sie schon zwei verschiedenen Freunden empfohlen und es hat immer gut geklappt.

Was soll man den Menschen dort jetzt wünschen? Ich wünsche ihnen wirtschaftlichen Erfolg ohne sich selbst zu verlieren. Ich wünsche ihnen weiterhin einen großen Zusammenhalt in ihren Dörfen ohne zu großen Neid und Missgunst. Ich wünsche ihnen Bildung und jemanden, der ihnen zeigt, dass es auch Ökotourismus gibt und wie der funktioniert. Ich wünsche Ihnen viele Gäste, die sie freundschaftlich begrüßen können, ohne eine zu große Touri-Abzocke zu etablieren. Ich wünsche ihnen Wohlstand und dass sie die Achtung vor der Natur nicht verlieren. Ich wünsche allen Gästen, die dorthin kommen, so ein schönes Erlebnis mit den Menschen dort, wie wir es mit Zi hatten. Ich weiß, dass das eher utopisch als realistisch ist. Aber wünschen darf man sich alles.

So – wie versprochen hier noch meine Reisetipps, kurz und knackig:

Anreise:
Nachtzug in VietnamDie meisten planen ihre Ausflüge in Nordvietnam von Hanoi aus – so auch wir. Reiseagenturen verkaufen das Gesamtpaket mit Anreise, Unterkunft und Guide. Man kann sich alles aber auch selbst organisieren. Typisch ist die Reise mit dem Nachtzug. Hier gibt es verschiedene Kategorien, wenn man in der besten Kategorie eine Kabine für sich möchte, ist es nicht gerade billig. Es gibt aber auch eine neue Schnellstraße. (Wussten wir nicht – wird irgendwie auch nicht beworben und steht noch nicht im Reiseführer). Nachdem wir wirklich gerädert aus dem Zug gestiegen sind, hier ein Tipp, wie es Freunde gemacht haben: Fragt bei euch im Hotel in Hanoi nach dem Bus. Der fährt günstig und weitaus schneller und komfortabler als der Zug. Wenn ihr mehr als zwei Personen seid, kann es sich auch lohnen ein privates Taxi/Fahrer (ca. 60 USD) zu organisieren.

Unterkunft:
Sa pa GardenDie Stadt Sa Pa selbst ist voll mit Hotels und Unterkünften. Wem der Trubel zu viel ist, dem kann ich das schöne BnB „Sa Pa Garden“ etwas außerhalb empfehlen. Besitzer Nam, den man nie persönlich trifft, ist sehr freundlich und auch geschäftstüchtig. Das heißt er organisiert einem per Mail von Zugtickets bis Guide alles. Das heißt aber auch, er bekommt für alles eine Provision. Seine Eltern führen das BnB, das einen tollen Garten hat, liebevoll und sind tolle Gastgeber. Wenn man möchte, kann man neben dem Frühstück auch von Nams Mutter ein Abendessen machen lassen – das war einfach nur köstlich. Über Nam haben wir auch Zi vermittelt bekommen. Aber wie gesagt, bucht sie lieber direkt, genauso wie die Anreise.

Guide Zi:
Wie gesagt haben wir Zi über die Unterkunft gebucht. Freunde, die nach mir in Vietnam waren, haben sie einfach von Hanoi aus angerufen (oder es von der Rezeption aus machen lassen) und einen Treffpunkt in Sa Pa vereinbart. Ich habe gehört, dass man mit ihr ein bisschen den Preis verhandeln kann – meine Freunde haben für eine Tagestour mit ihr 30$ gezahlt. Dafür war sie mit ihnen auch in Sa Pa beim Markt einkaufen und hat sie in ihrem Haus bekocht – was uns leider nicht vergönnt war, da wir ein Lunch-Paket vom Hotel mitbekommen hatten. Ihre Nummer ist: +84 1652161586 und sie hat auch ein Facebook-Profil. Da sie aber nicht schreiben kann, checkt sie es nicht regelmäßig, und lässt es sich von Touristen vorlesen. Gerade deshalb habe ich mich total über ihre Nachricht gefreut, die sie mir – mit Hilfe meines Arbeitskollegen – geschrieben hat, der über meine Empfehlung eine Tour mit ihr gemacht hatte.

Zi FacebookWenn ihr noch Fragen habt oder Reisetipps zu Sa Pa und Vietnam braucht, schreibt mir gerne einen Kommentar – meinen Blogpost mit allgemeinen Reiseinformationen zu Vietnam findet ihr hier.

P.S. Falls jemand aufgrund meiner Tipps Zi angerufen und einen Tag mit ihr verbracht hat, würde ich mich sehr über einen Kommentar/Mail freuen – und richtet ihr Grüße aus!

Diesen Artikel möchte ich nachträglich noch zu Marens Aktion „Blogger denken nach“ einsenden, denn im Juni heißt das Thema: „Nachhaltig reisen – nur wie und wohin?“Und ich denke meine Gedanken zu den Veränderungen durch den Tourismus in der Region passen da auch ganz gut dazu ,-)