Aus meiner Lunchbox // Frühlingssnack mit Erdbeeren, Rhabarber und Chiapudding {vegan}

Dieser Blogpost war erst gar nicht geplant – aber ich habe irgendwann von Sonntag auf Montag spontan diesen schicken Frühlingssnack für die Lunchbox (streng genommen kommen Schraubgläser natürlich nicht in die Box sondern dazu) erfunden und am Montag vor der Arbeit angesichts der Fotogenität schnell noch ein paar Bilder für Instagram geschossen. Als dann aber sowohl Mr.X – der eigentlich überhaupt keinen Chia-Pudding mag – als auch ich geschmacklich von der Kombination positiv überrascht waren und das Ganze auch noch einfach zuzubereiten geht und in einem Schraubglas sowohl perfekt für to go ins Büro ist, ALS auch angebertechnisch beim Osterbrunch oder sonstigen Events mit Besuch was hermacht UND ich die Rhabarbersaison auch noch damit eingeläutet habe, habe ich gerade beschlossen, das Ding schnell mit den Fotos vom Montag, die ich intuitiv sowieso mit meinem neuen Lieblingsobjetiv geschossen hatte, zu bloggen. Vielleicht ist ja der ein oder andere in Schichtlust oder überlegt, wie er was gesundes hübsch verpacken kann, dann habt ihr hier jetzt was ;-)

Dabei bin ich eigentlich gar nicht so der Chiapudding-Fan. Vor zwei Jahren gab es in der Foodbloggerszene ja gefühlt kein Retten mehr vor dem glibberigen Zeug und ich habe mich immer gefragt, was der Hype denn soll. Denn die Dinger sind ja nicht gerade günstig. Zwar gesund und weil man sie so lustig schichten kann auch irgendwie hübsch anzusehen aber geschmacklich nicht so der Knaller. Ich habe also seit geraumer Zeit noch Chiasamen rumstehen und die immer so neben den Leinsamen (die Wahlmünchnerin in mir hatte erst „Laimsamen“ geschrieben, haha) in geringen Dosen ins Müsli gestreut nach dem Motto: Hier könnt ihr eure volle gesunde Wirkung entfalten, aber geschmacklich nichts anrichten.

Während andere beim Chia-Pudding auch oft die Konsistenz ganz schlimm finden, hat mich das übrigens eher gereizt, dem ganzen noch eine Chance zu geben – erstens wie bereits erwähnt: die Optik und zweitens mag ich so glitschiges Zeug schon irgendwie. Ich war auch total fasziniert, als ich vor dem großen Hype das erste Mal 2009 in Kuala Lumpur Bubble Tea getrunken habe, war danach bekennende „Black Pearl Milk Tea“ Trinkerin und fand es immer witzig, wenn so eine Tapioka-Pearl in meinem Mund gelandet ist – das war noch vor meinen zerowaste Bemühungen ;-) Aber zurück zu meinem Chiapudding. Die zentrale Frage war also, was macht man mit gesundem Superfood „Froschlaich“, wenn der nach gar nix schmeckt? Ich habe überlegt, dass in den Glibber einfach mehr Geschmack rein muss – und siehe da: Das Geheimnis liegt im Einweichen: Ich habe die Chiasamen einfach in Kokosmlich eingeweicht. In Kombination mit dem fruchtigen Pürree ist das ganze nicht nur total cleaneating mässig healthy, instatauglich, vegan, challengetauglich, glutenfrei, mit saisonalen Frühlingsfrüchten bestückt und weiß der Teufel was SEO-Profis alles noch in diesen Text schreiben würden ;-)  sondern auch noch lecker.

Das ergibt also dann folgendes Rezept für zwei Schraubgläser à ca. 200ml:

2 Esslöffel Chia-Samen in ein Schälchen geben und Kokosmilch einfüllen (ca. 120ml). Ich habe in den ersten 15 Minuten nochmal ab und zu umgerührt, dass die Samen gleichmäßig quellen und nicht klumpen und gesehen, dass es etwas zu wenig Flüssigkeit war und noch etwas Wasser nachgefüllt. Wer möchte kann einen Spritzer süßen Sirup (Ahorn, Agave was ihr wollt) zum Süßen dazu geben. Das ganze über Nacht (oder mindestens zwei Stunden) quellen lassen. Am nächsten Tag ist der Pudding fertig, nochmal gut umrühren und in die untere Hälfte/ Drittel der Gläser füllen.

Zwei Stangen Rhabarber in Stücke schneiden und in einer kleinen Auflaufform im Ofen bei ca. 200 Grad erhitzen, bis er weich und kompottartig ist. Zusammen mit ca. 8 Erdbeeren (je nach Größe) in den Mixer geben. Je nach Geschmack ein bis zwei Esslöffel (pflanzlichen) Joghurt und optional etwas Zitronenschalenabrieb und Süße dazugeben. Alles pürieren und langsam über den Chiapudding gießen, die Schicht ergibt sich automatisch.

Als Topping kleine Erdbeerstückchen darüber streuen und je nach Lust, Laune und Vorräten verzieren. Ich habe Haselnussstückchen genommen, kann mir aber auch gut Krokant, weiße Schokolade, Kakaonibs oder ein Minzblatt vorstellen. Wenn ihr mit einem Holzstäbchen an der Seite am Glas entlang fahrt, könnt ihr Effekte in den Pudding „malen“ weil dann das Fruchtpürree runterläuft. Filigran begabtere und geduldigere Menschen als ich können sich auch an vier Schichten probieren.

Schmecken tut am besten alles zusammen, also vor dem Verzehr einfach alles umrühren. Ihr könnt alternativ bestimmt auch gleich die Früchte mit der Kokosmilch pürieren und das ganze dann mit den Chiasamen quellen lassen –  habe ich noch nicht probiert und die tolle Optik hat man dann auch nicht – obwohl so ein pinker Pudding bestimmt auch was hat ;-)

Übrigens, während ich diesen Text verfasst habe, ist mir eingefallen, dass es ja noch eine tolle Möglichkeit gibt, die gelierende Wirkung der Chia-Samen zu nutzen, so dass es nach was schmeckt, denn kann man damit ganz unkomplizert und schnell frische Marmelade machen, hier ein Rezept, das ich bei Jasmin gesehen habe. Muss ich auch mal ausprobieren. Ich wünsche euch noch eine tolle Erdbeer- und Rhabarberzeit. Und Spargel und Schokohasen und überhaupt was jetzt alles noch tolles Saison hat ;-) *thea

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23 Kommentare zu „Aus meiner Lunchbox // Frühlingssnack mit Erdbeeren, Rhabarber und Chiapudding {vegan}“

  1. Eine tolle Idee.
    Ich mache mir immer eine Lunchbox, aber auf die Idee mit einem Schraubglas bin ich tatsächlich noch nie gekommen :D Die Idee muss ich definitiv ausprobieren und das Rezept am Besten auch gleich

    Liebe Grüße Anni von http://hydrogenperoxid.net

    1. Ich bin mittlerweile ein riesen Fan von Schraubgläsern geworden – sie kosten nix, halten dicht, es schmeckt besser und ist gesünder wie mit Plastik und umweltfreundlicher auch :D Ich nehme Sie auch zum einfrieren und zum Sachen im Kühlschrank aufbewahren, kann es nur empfehlen – und das Rezept natürlich auch :D Viel Spaß dabei, liebe Grüße *thea

  2. Das klingt ja sehr interessant und lecker. Ich gebe meine Chaisamen auch immer ins Müsli nach deinem Motto, dass sie geschmacklich nichts anrichten können ;-) Aber so wie du es beschreibst, klingt es lecker. Sollte ich mal ausprobieren.
    Liebe Grüße
    Dorothee

  3. Liebe Thea,
    heute ging es bei mir wieder einmal drunter und drüber. Jetzt bin ich gerade aus dem Kino zurück gekommen, wir haben Ghost in the Shell geschaut und auch im Kino ging es irgendwie seltsam zu. Hmmm, na ja und jetzt habe ich deinen Comment im Spam Ordner gefunden… irgendwie ist heute was faul :-D
    Hehe :-) Ich finde deine Einleitung zu den Chiasamen und insbesondere dem Chiapudding richtig cool ;-) Ja, es gab echt einen riesigen Hype darum und auch ich habe diese Samen in meine Küche zum festen Bestandteil integriert. Ich streue sie mir immer in mein Müsli.
    Danke, dass du mich mit der Marmelade verlinkt hast :-*
    Deine Fotos sehen sooo lecker aus. Ich würde mir jetzt am liebsten noch so ein leckeres Chia-Pudding-Glas zubereiten :-D
    Danke, dass du dieses schöne Rezept mit uns teilst :-*
    Gute Nacht liebe Thea :-*
    Viele liebe Grüße
    Jasmin

    1. Liebe Jasmin, ich muss mir gleich mal den Trailer anschauen, ob der Film auch was für mich ist. Freut mich, dass dir die Einleitung das Rezept gefällt – auf deine Marmelade habe ich auch richtig Lust bekommen, vor allem weil mein Freund und ich verschiedene Auffassungen davon haben, wieviele offene Gläser Marmelade im Kühlschrank lagern dürfen- nachdem wir jetzt 5 offene Gläser rumstehen hatten, hat er nämlich Kaufverbot bekommen und es dürfen nur noch selbstgemachte einziehen, die wir geshcenkt bekommen. Jetzt schreibt er schon meinen Freundinnen Nachrichten, ob sie mir Marmelade mitgeben ;-)) Also er wird wahrscheinlich sehr glücklich sein, wenn ich mich mal selber ans Marmeladen kochen mache, haha :D

  4. ja manchmal, da kommt ein zum anderen und schwupps ist in aus ein paar zufälligen Handgriffen so ein wundervolles Dessert entstanden!
    ich finde schon die Fotos, die du nur so eben schnell geschossen hast, unglaublich appetitlich. natürliches Essen hat eben noch so richtig schöne satte Farben und das sieht man hier ganz genau :)
    hihi, das Erlebnis mit den lustigen Tapiokaperlen hatte ich auch – man freut sich doch wie ein kleines Kind, was?!

    ich habe auch noch ein ganzes Päckchen Chiasamen bei mir im Schrank stehen – muss nämlich zugeben, dass ich kaum Verwendung dafür finde (außer dass ich die Chiamarmelade von Jasmin ebenfalls mal ausprobiert habe – sehr lecker!). da ist es super mal wieder einen neuen Rezeptanstoß zu haben.

    so nun wünsche ich dir aber auch erstmal eine geruhsame Nacht meine Liebe und die liebsten Grüße und Küsschen,
    ❤ Tina von Liebe was ist
    Liebe was ist auf Instagram

    1. Ja das stimmt – es gibt Tage, da kreiert man ganz nebenbei was neues – und an anderen zermartert man sich das Hirn, was man denn kochen könnte :D Die produktiven mehr auszunutzen und das gleich zu bloggen hat sich gleich gelohnt, danach fühlt mich sich finde ich auch richtig gut und dynamisch, haha ;-) Wenn du das Rezept ausprobierst, bin ich gespannt, wie du es findest – aber ich glaube wir haben da einen ähnlichen Geschmack!

      1. die unfotogene Probe-Version heute Mittag mit Mango war auf jeden Fall sehr appetitlich :)
        jetzt wird mein Chai-Verbrauch vermutlich steigen ;)

      2. Haha das freut mich! Ich kann es mir auch total gut mit Mango vorstellen oder auch schon beim einweichen den Inhalt von einer maracuja mit rein tun oder mit Püree aus Mango maracuja Ananas oder Banane hach da gibts viele Möglichkeiten 😂

  5. Was spontan entsteht, ist immernoch gut :) und es sieht zudem noch verdammt lecker aus.

    Ich bin ein absoluter Frühstücksmensch und werde die Tage gleich mal dein Rezept ausprobieren.
    Danke dafür liebe Thea

    Und hab einen wunderschönen kleinen Freitag ♡

    Liebe Grüße

  6. Ich weiche Chia auch immer in Kokosdrink oder dergleichen ein, der Geschmack hält sich trotzdem in Grenzen ;) So ganz wird mich Chia nie überzeugen können, befürchte ich…
    Liebe Grüße,
    Ela

    1. Also purer Chiapudding wird mich glaube ich auch nicht überzeugen können – und Kokosdrink finde ich auch oft zu wässrig, da musste hier schon die cremige Kokosmlich zum kochen her :D Und wie gesagt in Kombi mit dem Fruchtpürree war ich echt überrascht – aber ich versteh dich trotzdem gut ;-)

  7. Ich musste gerade so grinsen, Chia-Pudding und ich haben auch eine Hassliebe bzw. habe ich mich noch immer nicht entschieden, ob ich ihn mag oder nicht, so ähnlich geht es mir auch mit Avocados, bisher habe ich den Hype nie verstanden, bis ich draufgekommen bin, dass es einfach nur an der Zubereitung liegt und so wird es wohl auch mit dem Chia-Pudding sein, denn auch ich habe ihn bisher eher geschmackslos empfunden, deshalb werde ich deine Version auf alle Fälle ausprobieren, weil alleine das Rhabarberkompott ist genau meins. Ich wünsche dir noch einen wunderschönen Tag, alles Liebe und ganz ganz liebe Grüße, x S.Mirli
    http://www.mirlime.com

    1. Haha, das mit der Hassliebe bzw. dass du nicht weißt, ob du ihn magst oder nicht kenne ich – daher habe ich ja auch so lange rumüberlegt in welcher Variation ich dem ganzen noch eine Chance geben sollte und deswegen musste ich die Erkenntnis gleich mit euch teilen :D Bei Avocados muss ich aber sagen, dass ich schon lange vor dem Hype ein großer Fan war, sogar als Kind gab es bei uns öfter Avocadobrot und meine Schwester konnte es noch nicht aussprechen als sie klein war und hat dann Aokao gesagt ;-)) Gib mir doch Bescheid, ob es dir geschmeckt hat, wenn du ihn nachmachst, ich finde auch – Sachen mit Rhabarber gehen eigentlich immer :D liebe Grüße *thea

  8. Das mit den Chiasamen hab ich jetzt ehrlich gesagt auch immer nicht so ganz verstanden… die sind nicht wirklich meins, dieses glibberige Zeug… Ihh. Na ja, im Müsli hatte ich sie eine Zeitlang drin, aber da gibt’s dann doch geschmacklich interessanteres Super-Food! ;)

  9. Was für eine leckere Idee… Chiapudding habe ich schon oft gemacht aber meisten nur als „Schoko-Pudding“ die weiße Kokosmilchvariante gefällt mir aber auch ziemlich gut und mit dem rosa Rharbarber sieht das natürlich ganz Klasse aus. Werde ich definitiv auch mal versuchen Danke für das Rezept. Dein Blog ist wirklich toll :)

    Grüße auch aus München von Ines und Tanja
    (wetreatyou.wordpress.com)

  10. Ui, das sieht aber lecker aus.
    Die Rhabarberzeit ist eh nicht lang, da muss man ausprobieren was geht.
    Danke für das schöne Rezept, werd ich mir gleich notieren.
    Liebe Grüße
    Sassi

  11. oh man ey sieht das lecker aus und vor allem habe ich das gefühl dass ihr dafür nur minuten braucht während ich mich stundenlang in der küche abacker und es nachher aussieht als hätte eine bombe eingeschlagen :D ärgerlich aber wenn das resultat schmeckt nimmt mans in kauf würde ich sagen :)
    urlaubsgrüße aus dem wellnesshotel südtirol 5 sterne
    Claudia

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