Outfit „waiting for Summer“ and a Sunday walk to „goldene Bar“

In der letzten Zeit habe ich es mir angewöhnt, meine Kamera öfter einfach mal in die Handtasche zu packen. Einerseits habe ich seit ein paar Wochen ein neues Objektiv mit Festbrennweite, das etwas leichter als mein Zoom-Kit-Objektiv ist. Man muss sich schon etwas umgewöhnen, wenn der Zoom plötzlich von den Füßen übernommen werden muss, aber mir macht das Knipsen gerade richtig Spaß und die Bilder gefallen mir auch schon recht gut. Andererseits brauche ich gerade im Job auch öfter meine Kamera und so ist sie jetzt öfter im Alltag mit dabei.

Das schöne daran ist, dass ich eigentlich schon länger wieder mehr über Restaurants oder meine Freizeitbeschäftigungen und Lieblings-entdeckungen in München schreiben wollte, aber das extra für den Blog zu planen, Kamera einpacken und so weiter war dann nie wirklich praktikabel. Zwar habe ich immer noch oft Hemmungen, in Restaurants meine Kamera auszupacken und Fotos zu machen – aber auf Reisen ist es mir ja auch egal und so spiele ich halt Tourist in der eigenen Stadt oder Münchenblogger -)

Ich finde auch, dass solche Beiträge vielleicht wieder mehr dem ursprünglichen Bloggedanken näher kommen, wiel ich so wieder mehr aus dem alltäglichen Leben erzähle, was ich so mache und unternehme – auch wenn die Bilder dann vielleicht nicht so schön werden, weil es schon dunkel ist oder einfach zu viele Leute im Weg.

Und während sich gerade die Sonne durch die dicke Wolkendecke kämpft, die München in den letzten Tagen nicht losgelassen hat, zeige ich euch die Bilder von unserem Spaziergang letzten Sonntag und eines meiner Lieblingsoutftis für die Überganzgszeit. Egal ob Herbst oder Frühling, die dicke Strickjacke von Kontatto zusammen mit meiner liebsten veganen Lederleggins, meiner knallroten Handtasche und einem Schal ziehe ich immer gerne als Vor – oder Nach-Stufe zum Wintermantel an. Mit dem Unterschied, dass ich im Herbst so richtig den Schichtlook und die goldenen Sonnenstrahlen genieße, während ich es im Frühling so gar nicht erwarten kann, dass die Blätter endlich grün werden, alles nicht mehr so kahl ist und ich überhaupt keine Jacke mehr bzw. nur eine dünne Jeansjacke brauche.

Ihr seht, ich bin nicht wirklich der Frühlingsmensch, vor allem weil es hauptsächlich ein Warten darauf ist, bis die Sonne endlich stark, die Blätter grün und die Temperaturen warm sind. Trotzdem freue ich mich schon sehr darauf, trotz drohendem Heuschnupfen immer mehr Zeit draußen zu verbringen und anstatt zuhause gemütlich Cocooning zu betreiben die Stadt für mich zurück zu erobern. Und da kommen wir auch gleich zu einem meiner Lieblingsplätze in München: Der goldenen Bar.

Letzten Sonntag sind wir dort eingekehrt und es war gerade die typische Kaffee-Sonntags-Rushhour. Daher war es entsprechend voll und ich habe nicht ganz so viele Fotos machen können und ein paar Handyschnellschüsse sind auch dabei. In die goldene Bar kann man aber auch toll abends zu feinen Cocktails oder Longdrinks einkehren oder bei wärmeren Temperaturen auf der schönen Terrasse sitzen – hier mal ein Foto aus wärmeren Zeiten:

Die Bar ist in der Prinzregentenstraße direkt anschließend an den englischen Garten im Haus der Kunst. Ich mag den Stil sehr, bei dem das wuchtige historische Beton-Gebäude mit dem goldenen Decor und den Metall- und Holztischen im Midcentury-Design in Kontrast steht. Alt und Neu, chic und lässig treffen hier entspannt aufeinander, was auch ein bisschen beim Publikum und dem Personal so ist. Ich freue mich schon auf eine lauen Abend mit netten Leuten und Weißweinschorle im Sommer auf der Terrasse der goldenen Bar.

Und jetzt wünsche ich uns allen ein wunderbars Frühlingswochenende – die Sonne hat sich mittlerweile durchgekämpft und es wird Zeit für meinen Samstagsspaziergang zum Wochenmarkt. Was haltet ihr von meinem Plan, öfter mal von Restaurants und Co zu berichten, wo ich mich in München so rumtreibe – auch wenn die Bilder vielleicht nicht so hochwertig werden? Happy weekend euch allen

*thea

Municorn’s Lieblinks im März

Nach dem Motto „Sharing is Caring“ habe ich mal wieder ein paar Links mitgespeichert, die mir in den letzten Wochen beim Lesen in diversen Feeds über den Weg gelaufen sind und bei denen ich denke, dass der ein oder andere vielleicht auch was damit anfangen kann beziehungsweise bei denen ich mir selbst ein Lesezeichen setzen wollte:

Bilduellen jeweils im folgenden Text verlinkt: Dariadaria, Liebewasist, goodtravel, coralinart, femtastics

Als alte Reise-Researcherin bin ich bei „goodtravel.de“ gleich hellhörig geworden: Eine Plattform mit ausgewählten Unterkünften, die nicht nur besonders ansprechend und authentisch sind, sondern auch nach nachhaltigen Gesichtspunkten ausgewählt wurden. Ich habe schon ein paar Mal reingeklickt und finde wirklich, dass da ein paar schöne Perlen dabei sind, die mich optisch gleich überzeugt haben – das mit der Nachhaltigkeit ist natürlich doppelt gut.

„Ich habe einen spannenden Beruf, aber ich kann nie sagen, dass ich tatsächlich nicht der langweilige Mensch bin, der ich vorgebe zu sein.“ Nicht nur für Homeland-Fans interessant ist das Interview auf Femtastics mit zwei Mitarbeiterinnen des Bundesnachrichtendienstes. Ein Job zu dem man ja sonst wenig bis gar nicht weiß. Neben den Fragen, wie sie sich beworben haben und warum sie sich dafür entschieden haben, bekommt man interessante Einblicke in ihren Alltag. Zum Beispiel, was sie auf Parties antworten, wenn sie zu ihrem Beruf gefragt werden.

Für Blogger sehr nützlich, aber bestimmt auch für den ein oder anderen im Job oder privat: Carolin hat eine Liste mit ihren fünf liebsten Quellen für kostenlose Stock-Fotos zusammen gestellt, die man je nach Lizenz mit oder ohne Quellen-Angaben verwenden kann.

Maddie motiviert nicht nur mit ihren tollen Fotos auf Instagram und Co dazu, mal wieder die Yogamatte rauszuholen, sondern stellt eine Reihe toller Labels mit fair produzierter und stylischer Sport und Yoga Bekleidung vor. Ich habe mir ja schon einen Badenanzug im Jungle-Look rausgesucht – oder doch lieber das Yoga-Outfit? hmm auf jeden Fall lässt sich mit einem dieser Outfits bestimmt der innere Sport-Schweinehund schnell überwinden.

Ich nutze Pinterest sehr unregelmäßig, meistens wenn irgendein Interieur Projekt ansteht, um dafür Inspirationen holen. Die liebe Tina hat schonmal ein paar coole Ideen für kleine Räume zusammen gestellt, bei denen man sich inspirieren lassen kann. Da bekomme ich richtig Lust, mir endlich auch mal ein Konzept für unser halbes Zimmer alias Mini-Homeoffice to be zu überlegen.

Bildquellen jeweils im folgenden Tetxt verlinkt: veganmom, 23qmstil,luziapimpinella

Und natürlich habe ich mir auch wieder ein paar Rezepte abgespeichert, die ich bald ausprobieren möchte. Aktuell mache ich ja wieder die Vegan for fit Challenge in der Fastenzeit, das heißt kein Weißmehl, Industriezucker, Alkohol und Co – und dazu noch vegan. Diese Rezepte passen alle da rein und das wichtigste: hören sich alle sehr lecker an:

Da hätten wir zunächst die Rote Linsensuppe mit Ingwer und Spinat in Kokosmilch von Ricarda. Gefolgt von der Idee von Nic, Gemüsechips aus Wirsing zu machen, zusammen mit sehr hübschen Papiertütchen zum verschenken. Und zu Guter letzt einen leckeren und gesunden Porridge der etwas anderen Art aus Amaranth und Süßkartoffeln auf dem Blog von Anna, den ich übrigens gleich morgen früh nachkochen möchte.

So, ich hoffe, dass der ein oder andere interessante Linktipp für euch dabei war – ich habe in den letzten Wochen auf jeden Fall wieder einiges an Inspiration und Ideen für die verschiedensten Lebensbereiche gefunden, vielen Dank an alle verlinkten Bloggerinnen. Einen schönen Abend euch noch! Ich gehe jetzt mal den Amaranth einweichen ;)

*thea

Die Villa Vista in Haputale – ein Hideaway im wahrsten Sinne des Wortes

Nachdem ich noch Anfang des Jahres hochmotiviert verkündet habe, jede Woche einen Reisepost schreiben zu wollen – bin ich ganz schön im Rückstand. Dafür kommt hier endlich der erste Post zur Sri Lanka Reise, jipieh! Es ist doch immer so viel Arbeit die Fotos zu sortieren und zu bearbeiten, aber dafür ist in den letzten Tagen beim erstellen dieses Posts wieder so richtig die Zeit in Zentral-Sri Lanka vor meinem inneren Auge erschienen. Für den ein oder anderen Geschmack habe ich es beim Bilder bearbeiten vielleicht ein bisschen übertrieben – aber mir gefällt es so total gut, weil der Stil die verwunschene Dschungel-Atmosphäre so schön wieder gibt. Also tschüss einheitliches Farbschema, Blogdesign und Co – welcome to the Zauberwald!

Die Unterkunft, von der ich euch heute erzähle, ist wohl eine der besondersten in der ich je war. Sie rangiert auf der Romantik-Skala ganz weit oben, ohne dabei kitschig zu sein. Wir sprechen von einer Kolonialstil-Villa im Bergland von Sri-Lanka, die luxuriös aber nicht protzig ist, mit schönem Design, das aber nicht in die hippe oder überstylte Ecke geht und persönlichen, herzlichen Service bietet. Dennoch glaube ich, dass diese Art Unterkunft schon etwas speziell und nicht unbedingt jedermanns Sache ist – aber lest meine Geschichte von unserem Aufenthalt bei der Villa Vista Haputale und entscheidet selbst.

Ich habe ja schon öfter geschrieben, dass ich bei der Urlaubsrecherche ein kleiner Perfektionist bin. Ich pflüge mich durch das Internet auf der Suche nach Unterkünften, die etwas individuelles oder besonderes haben. Solche romantischen Unterkünfte und „Boutique-Villas“ mit dem Touch des Besonderen werden ja immer gerne als „Hidden Gems“, „Romantic Hideaway“ oder mit ähnlichen Begriffen beworben, was mich zugegebenermaßen auch gleich voll anspricht, ich bin quasi die personifizierte Zielgruppe (siehe auch das Titbild vom Beitrag hier haha).  Die Vorstellung, ein paar Tage mitten in der Natur in einem hübschen Haus zu verbringen, als Kontrast zu unserem Großstadt-Alltag ist doch immer sehr verlockend für mich.

Als ich die Route für unseren Sri Lanka-Trip zusammen gestellt habe, sollten auch ein paar Tage im zentralen Bergland dabei sein. Die meisten, die in Sri Lanka eine Rundreise machen, fahren direkt von Colombo Richtung Norden um sich dann alle ein oder zwei Tage mit ein paar Zwischenstops Richtung Strände im Südwesten der Insel vorzuarbeiten. Ich reise schon gerne rum, aber da wir beide ziemlich abgearbeitet waren und gleich nach der Landung auch Silvester anstand, haben wir erstmal mit zwei Stationen Strand angefangen. Danach hatten wir noch vier Nächte fürs Bergland zur Verfügung, bevor es ins Surf-Yoga-Camp ging, wo wir Samstags anreisen mussten, weshalb wir nicht so flexibel bei der Routenplanung waren. Ich habe dann etwas recherchiert und wollte während der vier Tage lieber an einem Ort im Bergland übernachten und von dort aus dann Tagesauflüge machen, weil ich es weniger stressig finde, als täglich meinen Rucksack zu packen und immer wieder aus und einzuchecken. Viele Backpacker nehmen den Zug oder Bus – andere haben dann einen Fahrer für die gesamte Zeit, der auch in gleichen den Hotels in Fahrerunterkünften übernachtet. Da wir aber nur einen Transfer hin – und von dort zurück zur Küste hatten, und für unsere Tagesausflüge einen Fahrer vor Ort gebraucht haben, haben wir das über die Villa Vista organisiert.

Ich habe also die Villa Vista im Internet gefunden – und mit google Maps überlegt, ob das, was ich gerne machen würde, von den Entfernungen als Tagesauflug möglich ist, und dann mal hingeschrieben. Obwohl es Hochsaison war, war sie noch frei. Ich habe auch von meinem Blog erzählt und mich sehr gefreut, dass der Manager offen für eine Kooperation war – ich wurde für die vier Nächte eingeladen – Essen und Fahrer haben wir separat bezahlt. Der normale Preis beläuft sich auf ca. 120 Euro pro Nacht pro Zimmer, also 60Euro pro Person aber mit Vollpension inklusive, was ich auch ok finde.

Nach über drei Stunden Fahrt mit einer anschließenden Hopser-Tour auf Schotterpisten und Waldwegen und mehreren Nachfragen des Fahrers bei Einheimischen (die Hinfahrt hatte unser vorheriges Hotel organisiert – und das Auto war nicht wirklich für die Strecke geeignet – unser Fahrer hat aber Ruhe und Geduld bewiesen und auch die Achsen vom Auto haben überlebt, woran ich zwischendurch schon gezweifelt hatte) und völliger Orientierungslosigkeit meinerseits,  fragt man sich dann doch, wie „hided“ so ein „Hideaway“ eigentlich sein muss, oder ob man mit einem der von mir verpönten großen Resorts an einer bequemen Zufahrtsstraße nicht doch besser bedient gewesen wäre. Diese Zweifel waren aber schon mit dem ersten Schritt aus dem Auto beseitigt. Denn nach der anstrengenden Fahrt über verschlungene Waldwege betritt man endlich eine Oase mitten in der Natur, bei der schon das Häuschen an der Einfahrt mit viel Liebe zum Detail gestaltet ist und schreitet mit weit aufgerissenen Augen durch das ansprechend gestaltete Areal.

Die Villa Vista hat drei Gästezimmer, wo insgesamt bis zu sieben Gäste übernachten können (ein Triple und zwei Doppelzimmer). Ich glaube an unserem ersten Tag ist ein anderes Paar abgereist, ich habe während der restlichen Zeit keine anderen Gäste gesehen. Unser Aufenthalt kommt mir im Nachhinein fast schon mehr vor wie in einer Privatvilla anstatt eines Boutique-Hotels. Vor Ort mit uns waren noch zwei Angestellte, die leider so gut wie kein englisch sprachen, was die weitere Planung etwas abenteuerlich machte – aber trotzdem war der Service und ihre freundliche Art super. Wir hatten ein schönes Schlafzimmer, mit einem eigenen Vorraum bzw. Wohnzimmer.

Im schön angelegten Garten gab es zwei Aussichtspunkte, mit Blick auf die Hügelkette, auf der die nächste Stadt Haputale liegt. Außerdem noch einen Pool und einen Outdoor-Essbereich. Der Tisch war jedes mal etwas anders dekoriert, mit verschiedenen schönen Kerzenständern, die beim Abendessen für Beleuchtung und Ambiente sorgten. Mein absolutes Highlight war, dass jeden Abend nur für uns die auf dem gesamten Grundstück verteilten Kerzen, Fackeln und Windlichter angezündet wurden, die uns den Weg zum Essen wiesen. So schön verwunschen war das! Ich bin immer noch ganz begeistert, wenn ich daran denke!

Das Essen war eine Mischung aus singalesischen Curries und westlichem Frühstück und jeden Tag etwas anders. Wir haben immer je nach unserem Tagesprogramm vorher die Uhrzeiten besprochen, zu denen wir essen wollten. Wie in einigen Unterkünften in Sri Lanka gewöhnlich, hat die Villa keine Alkohollizens. Es ist aber kein Problem, bei einem Laden unterwegs selbst etwas zu kaufen und mitzubringen, man kann sich die Getränke auch kalt stellen lassen.

Am ersten morgen dann um 11:00 hat es gehupt und unser Fahrer stand vor dem Tor. Er wohnt in einem kleinen Dörfchen ums Eck und fährt einen Van mit Allrad-Antrieb, so dass wir etwas schneller durch die Dschungelwege mit ihm gekommen sind, als bei der Hinfahrt. Trotzdem dauert es in die nächste Stadt Haputale schon so circa 40 Minuten – auch wenn es gar nicht viele Kilometer sind. Wem diese Abgeschiedenheit oder die damit verbundene Fahrerei also nicht taugt- sollte entweder eine zentralere Unterkunft suchen – oder sich ein paar faule Tage mit einem guten Buch am Pool in der Villa machen.

Ich fand die Mischung aus abenteuerlichen Ausflügen und Ruhe in der Villa aber genau richtig und würde es wieder so machen, vor allem weil das Ambiente so toll  verwunschen ist und man in der Gegend aber auch einiges unternehmen kann. Wir haben während unserem Aufenthalt drei verschiedene Tagesausflüge gemacht, von denen ich euch aber noch in einzelnen Blogbeiträgen genauer erzählen werde – hier ein Überblick:

Lipton’s Seat – Aussichtspunkt mitten in Teeplantagen mit kleiner Wanderung durch das Teeanbaugebiet, wo schon der alte Sir Lipton seinen Tee angebaut hat
Ausflug mit dem Zug nach Ella – kleine Wanderung zur Nine Arches Bridge
Mit dem Zug von Haputale nach Ella
Ausflug zum Horton-Plains-Nationalpark
Wanderung durch das Grasland im Horton Plains Nationalpark

Unterwegs sieht man die wunderschöne Natur Zentral-Sri Lankas und bekommt Eindrücke vom Leben der Menschen dort. So sieht man zum Beispiel nach Schulschluss die Kinder in ihren weißen Uniformen auf dem Weg zurück in ihre Dörfer, Teepflücker bei der Arbeit und die Häuser und Dörfchen am Wegesrand.

Blick aus dem Auto

Etwas schade war auch hier, dass der Fahrer so wenig englisch konnte – ich hätte ihn sehr gerne mehr zu Land und Leuten gefragt beziehungsweise mich mit ihm unterhalten. Aber wir haben öfter Teile seiner Familie ein Stück mitgenommen, da wir immer an seinem Haus vorbeigefahren sind – wo die Eltern einen kleinen Kiosk betreiben. So haben wir die kleinen Söhne, seine Eltern und die Schwager kennengelernt und uns mit Händen, Füßen und englischen Brocken verständigt. Auf dem Heimweg haben wir immer kurz dort angehalten und einen Joghurt für die restliche Fahrt reingereicht bekommen, sehr süß und nett – trotz Sprachbarriere.

Unsere vier Tage dort waren ein schönes individuelles Erlebnis weit fernab des Massentourismus. Wer also auch gerne mal eine Zeit in Abgeschiedenheit verbringt, dem kann ich die Villa Vista sehr empfehlen. Es gibt dort übrigens auch kein Wifi und keine Kartenzahlung. Wer eher auf praktische Wege, in Nähe von Bahnhof und Co setzt, wird dort wohl nicht so glücklich. Aber egal welcher Reisetyp ihr seid: Das zentrale Bergland in Sri Lanka bietet so eine schöne Landschaft und verschiedene Ausflugsmöglichkeiten, wenn ihr also einmal dort hin reisen solltet, macht keinen reinen Strandurlaub – ihr verpasst sonst definitiv ein Highlight!

Vielen Dank an die Villa Vista für die freundliche Einladung – meine Leser können sich wie immer sicher sein, dass hier nur meine persönliche Meinung steht.

UFF//#62 Der Ferrari unter den Einhornkostümen

Einhornkostüm an Fasching Umzug Landsberg 2017

Aus gegebenem Anlass gibt es heute seit langem mal wieder einen UFF. Denn der liebe Martin – guter Freund und langjähriger Faschingskumpel hat mir gestern vom Faschingszug in Landsberg dieses Bild geschickt.

Und ich muss sagen – da blieb mir doch die Spucke weg vor Neid. Diese Einhornkostüme sind doch wirklich der Porsche oder Ferrari unter den Einhornkostümen. Mit so viel liebe zum Detail – die eine hat sogar kleine Christbaumkugeln und Blümchen überall verteilt Wahnsinn – und schaut euch nur mal diesen hübschen Einhornpopo an – mit Schmetterling drauf!

Hübscher Einhornpopo
Hübscher Einhornpopo

Trotzdem muss ich sagen, dass mir der Einhornhype gerade etwas zu viel wird – anfangs war ich gefühlt die einzige, die sich mit dem Thema beschäftigt hat und es als Augenzwinkernder Side-Kick ganz lustig war, die mit dem Einhorn-Tick zu sein. Jetzt schwimmt gefühlt jede zweite Marke, Facebookpage oder sonst noch was auf der Welle mit – bis es dann irgendwann keiner mehr sehen mag. Und was mach ich dann? Stehe ich dann alleine auf der Einhornflur? Brauche ich einen neuen Blognamen? Naja ein Unicorn ist ja nochmal was anderes als ein Municorn und so ernst sollte man das ganze nun auch nicht sehen.

Angefangen hat meine Einhornliebe übrigens nicht mit diesem Blog sondern nämlich in der Tat mit einem Faschingskostüm. Seit 2010 bin ich als Superheldin, die ein Plüscheinhorn als Reittier dabei hat, an Fasching unterwegs (Vorbild She-Ra mit dem geflügelten Pferd und der sprechenden Eule  kennt jemand noch She-Ra? Bei der Macht von Gracegal?) manchmal auch mit meinen wackeren Einhornreiter-Freundinnen als Begleiterinnen – es gab Zeiten, da waren wir sogar fast eine Einhorn-Quadriga. Das Einhornkostüm hat für so viele Lacher, Einhornliebe und Schmunzeleien gesorgt, dass ich es immer noch nicht einmotten mag und zwischenzeitlich eben auch noch zum Municorn wurde. Zu Singlezeiten war das Einhorn-Superheldinnen Kostüm übrigens das Erfolgskostüm schlechthin ;-) Leider fällt man diesem Fasching wohl nicht mehr so mit einem Einhorn auf – nachdem es nicht nur in perfektionierter Form in Landsberg seinen Auftritt hatte – sondern jetzt kommt es: Auch bei den Top-Kostüm Tipps auf SZ online genannt wurde: Kontext: Man solle leiber nicht auf die langweiligen Klassiker wie Indianer und Co setzen – sondern dann doch lieber als Einhorn oder Superheld gehen – auch WENN DAS NICHT SO ORIGINELL IST. DABEI IST DOCH DIE EINHORN-SUPERHELDEN-KOMBI mein KLASSIKER überhaupt!! Naja von 2010 bis 2016 war es zumikndest VOLL ORIGINELL! und diese Jahre kann mir keiner nehmen….

… Sagte Sie etwas verschnupftf und ritt in einer Wolke aus Glitzerstaub beledigt beleidigt von dannen- begleitet vom Huftrappeln und Wiehern ihres Einhorns (diesen Soundeffekt hat mein Einhorn übrigens wirklich)

Ansonsten – egal ob Einhorn oder nicht – wünsche ich euch ein tolles Faschingswochenende! Und auch wenn ihr Faschingsmuffel seid – Krapfen gibts nur noch bis Aschermittwoch-also haut rein – Helau!

UFF// was ist das? Freitags nutze ich diesen Blog manchmal als kleines Ventil für meine Vorliebe für Einhörner und ihre Freunde. Ich suche Dinge aus der realen oder virtuellen Welt, um das Einhorn und seine Freunde zu ehren. Meine Leser machen dabei mit und schicken mir ihre Entdeckungen.

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Red Power Juice // Unser aktueller Lieblingssaft

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Als ich meinen vorletzten Geburstag gefeiert habe, habe ich von meinen Freunden einen Entsafter bekommen. Manchmal findet man ja irgendwelche Küchengeräte auf einmal total sinnvoll, will sie unbedingt haben und dann nutzt man sie nicht und sie stehen nur im Weg oder nehmen den Platz in den Schubladen. Ich muss aber sagen, dass ich nicht soooo viele Küchengeräte habe, aber die vorhandenen gerne und regelmäßig nutze. So auch den Entsafter, auch wenn er hauptsächlich im Winter seinen Einsatz hat. Während ich im Sommer lieber Beeren und Co für Smoothies in den Mixer schmeiße, bekomme ich im Winter richtig Lust auf frischgepresste Säfte. Liegt wahrscheinlich auch an den Zutaten: Karotten, Ingwer und Co sind ja doch auch im Winter verfügbar. Also kommt meistens am Wochenende, wenn dann Zeit dafür ist, der Entsafter raus.

Und auch wenn die Möglichkeiten an verschiedenen Saft-Geschmacksrichtungen ja ins Unendliche gehen, gab es bei uns schon seit über einem Jahr eigentlich immer den gleichen Klassiker, den alt bewährten Orange – Karotten – Ingwer-Saft. Seitdem ich aber mitbekommen habe, dass im Januar und Februar die leckeren Moro-Blutorangen aus Italien Saison haben, bestelle ich gerade wöchentlich eine Ration Blutorangen über unser Ökokisten-Abo. Normalerweise lasse ich die Kiste automatisch immer nur mit regionalem Gemüse und Obst befüllen – aber wenn dann gerade leckere Dinge Saison haben, bestelle ich es gerne dazu, das ist dann nicht wirklich regional aber trotzdem noch saisonal, hehe.

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Als ich dann letztens Lust auf Saft zum Sonntagsfrühstück hatte, habe ich gedacht, wenn du jetzt schon die tollen Blutorangen hast, kannst du dir ja auch mal einen anderen Saft machen. Und so ist diese Kombination entstanden, die wir so lecker finden, dass sie unseren Klassiker schnell abgelöst hat. Der Saft schmeckt total erfrischend, etwas säuerlich und ist auch noch gesund.

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Und weil man alle Zutaten gerade gut bekommt, habe ich gedacht, ich teile das Rezept schnell mit euch – so lange noch Blutorangen-Zeit ist:

Für 2 Personen/ ca. 500ml Saft braucht ihr:

5 Blutorangen

1/4 bis 1/2 Knolle frische rote Beete (ca. 60gramm) – so kommt der rote Beete Geschmack leicht durch – aber nicht penetrant. Wenn ihr das nicht mögt, nehmt erstmal 20-30 gramm.

Ein Stückchen frischer Ingwer (ca eine halbe Daumengröße)

2 große oder 4 kleine Karotten

1-2 Hand voll Granatapfelkerne (kann man auch weglassen)

Orangen, Ingwer und rote Beete schälen. Ich gebe die Orangen bei Stufe eins in den Entsafter – den härteren Rest bei Stufe 2. Umrühren, fertig. Obwohl es Winter ist, mag ich Saft am liebsten Eiskalt, also kommen noch wei Eiswürfel ins Glas und der erfrischende Geschmack kommt noch besser raus.

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Macht ihr euch auch gerne selbst Säfte? Was sind eure Liebings-Kombinationen? Ich habe gerade heute wieder 2 Kilo Blutorangen in der Ökokiste gehabt und Rote Beete und Karotten waren auch drin – ich weiß also schon, was es am Wochenende geben wird ;-) Freue mich aber auch, falls ihr Rezepttipps mit Blutorangen habt, für andere Verwendungsmöglichkeiten als Saft. Ich esse sie ja auch gerne einfach so zwischendurch oder im Salat.

P.S: Ich trinke Säfte aber auch zum Beispiel auch Cafe-Latte etc. voll gerne aus dem Strohhalm, weil man damit auch gleich umrühren kann. Fand es aber irgendwann doof, für mich zuhause alleine Plastikstrohhalme zu kaufen und die nach einmal benutzen wegzuschmeißen – daher durften zwei schicke Edelstahlsrohhalme einziehen, die einfach in der Spülmaschine gewaschen werden, kann ich sehr empfehlen.

Mein Bücherjahr 2016 // Leserückblick

mein-buecherjahr-16-flatlay-booksWie Anfang letzten Jahres, möchte ich wieder ein Resüme zu meinem vergangen Lesejahr ziehen. 2015 habe ich damit angefangen, mein Leseverhalten zu dokumentieren, indem ich jedes Buch, das ich gelesen habe, fotografiert und auf Instagram unter einem Hashtag gesammelt habe. Aus #meinbücherjahr15 wurde mein #bücherjahr16 und mittlerweile bin ich schon bei #meinbücherjahr17 angelangt. Ihr seht, ich bin also immer noch fleißig dabei.

Als ich gerade mal durchgezählt habe, wieviele Bücher es denn insgesamt in 2016 waren, musste ich doch schon sehr schmunzeln – und zweimal nachzählen – denn ohne es irgendwie beabsichtigt zu haben, waren es lustigerweilse ganz genau so viele wie im Vorjahr – nämlich 14 Stück. Das scheint also meine persönliche Schlagzahl zu sein, was meinen Jahreskonsum an Büchern angeht. Ich bin mal gespannt, wieviele es 2017 werden.

Und womit habe ich mir meine Lese- und Schmökerstunden denn nun im letzten Jahr versüßt? Hier kommt also #meinbücherjahr16 mit kleinen persönlichen Rezensionen. Aus Platzgründen verzichte ich auf die Inhaltsangaben – verlinke aber auf Amazon, so dass ihr bei Interesse direkt mehr Infos zum jeweiligen Buch bekommt. Beim Betrachten der Liste fällt auf, dass es wohl das Jahr der Serien, Sagas und Fortsetzungen war – meine Seriensucht hat sich jetzt offenbar von Netflix aufs Medium Buch ausgebreitet.

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Jeffrey Archer – „Das Vermächtnis des Vaters“ und „Erbe und Schicksal“

Ich liebe, liebe die Clifton-Saga von Jeffrey Archer und habe mittlerweile auch schon gefühlt den halben Freundeskreis damit angesteckt. Einige meiner Mädels bekommen den neuesten Band immer weitergereicht – andere sind schon auf die englische Version umgeswitcht, weil man da schon alle Bände lesen kann. 2015 habe ich den ersten Band durch Zufall entdeckt. Der zweite Teil war dann Anfang 2016 auf dem Rückflug von New York dran und der dritte im Frühsommer. Mittlerweile bin ich schon mit dem vierten durch, das gehört aber zum Lesejahr 2017. Wer auf historische Romane mit schön gezeichneten Figuren die Liebe, Intrigen, Politik und Wirtschaft mit und gegeneinander erleben steht, macht mit den Büchern nichts falsch. Und wie bei süchtigmachenden TV-Serien auch, endet jeder Band mit einem brutalen Cliffhanger, so dass man kaum die nächste Ausgabe abwarten kann. Beim dritten Band fand ich einige Dinge etwas unlogisch, aber natürlich musste ich weiterlesen und war trotzdem sehr gut unterhalten.

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James Frey- Strahlend schöner Morgen

Dieses Buch habe ich mit gemischten Gefühlen gelesen. Ich finde, es ist mal etwas anderes und ich wollte auf jeden Fall wissen, wie es mit den Personen aus den verschiedenen Handlungssträngen weitergeht. Der Autor streut zwischen die Handlungsstränge, die parallel verlaufen, viele Fakten zur Megastadt LA ein – die zwar nicht uninteressant sind, man aber am liebsten überblättern will oder überfliegt, weil sie halt nicht zur Geschichte gehören. Einerseits glaube ich, dass das Bild – unromantisch und teilweise brutal – das man von LA vermittelt bekommt in der Realität auch so ist – andererseits hat mich das Buch doch schon sehr depri gestimmt irgendwie…

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Harry Potter Teil fünf bis sieben

Nachdem ich die ersten Bände vor über zehn Jahren verschlungen hatte, habe ich ganz lange verdrängt, dass da ja noch drei Bände fehlen. Letztes Jahr habe ich dann endlich meine Wissenslücke geschlossen. Ich glaube zu Harry Potter muss ich nicht mehr viel sagen – wie viele andere auch, finde ich, dass die Bücher gegen Ende hin immer weniger Kinderbuch sind und der Kampf Gut gegen Böse immer härter und spannender wird. Bei den Todesfällen war ich sehr traurig, denn die Figuren sind mir einfach mit der Zeit so ans Herz gewachsen. Harry Potter geht einfach immer und nach dem letzten Band habe ich die Figuren und die magische Welt richtig vermisst.

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Marian Keyes – Glücksfall

Der letzte Teil der Reihe um die Töchter der verrückt liebenswerten irischen Walsh-Familie. Diesmal steht die jüngste Schwester Helen im Mittelpunkt. Die Figur hat schon bei den vorherigen Bänden für einige Lacher gesorgt – das Buch handelt im Kern aber von einem ernsten Thema. Denn Helen ist nicht nur Dedektivin und muss einen Fall um einen verschwundenen Boygroup-Sänger lösen, sondern kämpft auch mit Depressionen. Wie immer eine gelungene Mischung aus Tiefgang und Chicklit.

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Ken Follet – Die Nadel

Das Buch ist eines der früheren Werke von Ken Follet – und etwas dünner und kompakter als die bekannten wie „Die Säulen der Erde“ und Co. Ein spannender Agenten-Thriller zu Zeiten des zweiten Weltkriegs, den ich auch zügig durchgelesen habe – auch wenn der Protagonist nicht wirklich der Sympathieträger ist.

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Harlan Coben – Kein Lebenszeichen

Ein spannender Krimi mit überraschenden Wenungen. Es war mein erster Coben und ich würde auch wieder einen lesen – wenn auch eher für Zwischendurch. Die Thriller von Adler Olsen haben sich mir zum Beispiel mehr in die Erinnerung geprägt.

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Donna Tartt – Der Distelfink

Der Distelfink – was soll ich sagen. Ich habe das Buch schon vor langem empfohlen bekommen und ewig gewartet, bis es endlich als Taschenbuch rausgekommen ist. Ich glaube einerseits, dass die Autorin sich mit dem Buch sehr viel vorgenommen hat – vielleicht mehr als es dann auch geworden ist- denn es ist Krimi, Entwicklungsroman und noch ein paar mehr Genres in einem. Manchmal fand ich es langatmig, dennoch ist es sprachlich so gut formuliert, dass mir einzelne Passagen und die Stimmungen darin immer noch wie vor dem inneren Auge eingebrannt sind – vor allem die Las-Vegas Passage. Die Auflösung am Ende war rasant wie in einem Hollywood-Ganoven-Krimi – zwischendrin war es aber teilwiese fast zuviel für mein Gemüt: Die Vernachlässigung der beiden Jungs in Las Vegas, dass der Protagonist irgendwie nicht wirklich was lernt und den einzigen, der an ihn glaubt und vertraut hintergeht und vor allem der ständige Drogenkonsum (wieviel hält so ein Körper über die Jahre aus???) haben mich irgendwie fertig gemacht – was aber ja auch nur wegen der intensiven Beschreibungen möglich war – was ja wiederum wieder für die Autorin spricht.. Habt ihr den Distelfink gelesen? Mich würde eure Meinung interessieren.

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Die Sturmzeit-Trilogie von Charlotte Link

Vielleicht so etwas wie das deutsche Pendant zur Clifton-Saga. Es geht auch um eine Familie im Wandel des vergangenen Jahrhunderts, vor allem um die Protagonistin Felicia – später dann um ihre Töchter und ihre Enkelin. Weil ich wie gesagt einen Fable für solche historischen Fortsetzungsromane habe, wurden auch diese drei Bücher während einer Woche im Apulien-Urlaub verschlungen. Sprachlich ist es nicht ganz so fein formuliert und Felicia ist auch nicht immer Sympatieträgerin sondern ganz oft eine richtige Bitch – trotzdem wurde ich gut unterhalten und kann die Bücher weiter empfehlen.

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Justin Go – Der stete Lauf der Stunden

Als ich die Inhaltsangabe des Buchs gelesen habe, dachte ich mir gleich: Der Plot ist genau mein Ding: Rahmenhandlung in der Gegenwart, in der ein junger Mann die Liebesgeschichte seiner Ur-Großmutter rekonstruiert, um zu beweisen dass er der Erbe eines großen Vermögens ist. Natürlich sind die Nachforschungen ein Wettlauf gegen die Zeit und führen ihn quer durch Europa – Rückblenden zu dem Liebespaar Anfang des 20. Jahrhunderts inklusive. Das Buch war auch super spannend – aber ich war am Ende etwas enttäuscht. Die Figuren hatten nicht so viel Tiefgang, ich habe am Anfang alle kennengelernt, aber irgendwie ging es mit den Charakteren nicht wirklich weiter – was bei einer großen Liebesgeschichte schade ist. Und als der Protagonist endlich vor des Rätsels Lösungs steht – wird der Leser nicht mitgenommen. Das saß ich dann doch mit einem großen Hä?? vor dem Buch.

So – das war mein Bücherjahr 2016. Vielleicht war ja der ein oder andere Buchtipp für euch dabei. Habt ihr Empfehlungen oder ein Lieblingsbuch, das ich unbedingt lesen muss? Es geht auf jeden Fall weiter mit #meinbücherjahr17 – ihr seid wieder herzlich eingeladen den Hashtag mitzubenutzen. Mal schauen, was bei mir als nächstes dran kommt.

Municorn’s Lieblinks // Netzkonfetti

lieblinks-und-lesetipps-municorn-bloggerBina macht es mit ihren „Strylinks“, die Mädels von Amazed haben ihre „cherrypicks“, Rebecca von Ruhrstyle hat die „Lesenswert“-Reihe und es gibt noch einige mehr. Die Rede ist von Bloggern, die ihren Lesern in regelmäßigen Abständen neben ihren eigenen Posts die Beiträge empfehlen, die sie in der Bloggersphäre bzw. ihrem Feed besonders angesprochen haben und lesenswert finden. Ich finde das super – denn dabei lernt man neue Blogs, Trends oder Themen kennen, die man vielleicht noch nicht so vor der Nase hatte. Vor allem gefällt mir der Gedanke, dass es dabei nicht um die eigene Selbstdarstellung, eigenen Texte und Bilder sondern um das Miteinander und die Vernetzung geht. Schon lange wollte ich auch mal ein paar Lesetipps oder „Lieblinks“ zusammen stellen – habe aber immer wieder vergessen, mir die Links regelmäßig zu speichern. Diese Woche habe ich es aber geschafft und hoffe, dass ich es wie die oben genannten Mädels auch zu einer gewissen Regelmäßigkeit schaffe.

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Bildquellen: fox.de, inalicespinkshoes.com, instagram, elfenkindberlin.de, nikesherztanzt.de

Viel Freude macht mir gerade Fee mit ihrer Instagram-Aktion #feesfarbspirale. Wider den grauen Februar hat sie sich für jeden Februar-Tag eine Farbe ausgesucht und dazu aufgerufen, auf Instagram genau diese Farbe zu posten. Die Regeln und Farbangaben gibt es hier auf ihrem Blog. Und das Ergebnis? Ist meiner Meinung nach grandios! Es ist jedesmal ein Urlaub für die Augen, wenn man sich durch den Hashtag scrollt, der täglich aus vielen kleinen Kunstwerken der gleichen Farbe besteht und sich fast minütlich ändert – selbst mitzumachen macht natürlich auch riesen Spaß. Abends gibts dann immer noch eine Collage mit Fees Lieblingen des Tages – definitiv noch mehr Urlaub für die Augen. Danke, liebe Fee für diese tolle Idee und dass du dir die Mühe machst, alles anzuschauen und zu moderieren.

Um Viellfalt in einem viel ernsteren Zusammenhang geht es bei Rebecca von Elfenkindberlin. In ihrem Beitrag „Ich kann nicht aus meiner Haut! Dunkelhäutig in Deutschland“ schreibt sie über ihre Erfahrungen mit Rassismus, die sie und ihre Kinder machen (mussten). Der Text hat mich sehr berührt und nachdenklich gemacht, denn leider ist Rassismus immer noch nicht nur Teil unserer Vergangenheit. Dass ihre hübsche kleine Tochter heutzutage noch in der Schule in der Weltstadt Berlin wegen Aussagen über ihre Hautfarbe leiden muss, ist nur noch traurig. Auch lesenswert sind die vielen, vielen Kommentare – die einerseits zeigen wie viele weltoffene, empathische Menschen es gottseidank trotzdem gibt, die dem ganzen entschieden ihre Stimme entgegen stellen – aber in denen andererseis auch einige andere Betroffene über ihre Erfahrungen berichten. Manchmal finde ich es auch gar nicht so einfach, die Grenze zu kennen, wo natürliche Neugierde aufhört und Rassismus anfängt. Ich denke, hier kommt es auch immer darauf an, in welchem Verhältnis man zu der Person steht und Empathie, Herzlichkeit aber auch Respekt helfen dabei, keine unangebrachten Fragen zu stellen, die verletzen können – und auch Texte wie dieser, um das Bewusstsein zu schärfen. Auch wenn ich als Nicht-Mutter nicht zur Zielgruppe von Rebeccas Blog gehöre, folge ich ihr schon länger vor allem auf Instagram, weil ich ihren Stil, ihre vielen kreativen Ideen und ihre kleine Familie so mag und kann einen Klick zu ihr nur empfehlen.

Um tolle schwarze Frauen geht es auch im nächsten Beitrag „Wieso ihr Hidden Figueres sehen müsst“. schreibt Ines. „Rassentrennung, Frauenrechte, Jobverlust durch Digitalisierung – Theodore Melfis Film „Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen“ spielt in den 1960er Jahren und ist mit seinen Kernthemen doch aktueller denn je.“ Der Film erzählt unterhaltsam die Geschichte von drei Mathematikerinnen bei der Nasa in den 60er Jahren. Nach dem Review habe ich mir gleich den Trailer angesehen und möchte jetzt unbedingt auch bald rein. Wer kommt mit?

Herrlich leckere Patisserie in den schönsten Farben gibt es bei Jasmin zu sehen – und einen München-Tipp gleich noch dazu! Ich frage mich selbst, warum ich eigentlich noch nie in diesem Cafe war, obwohl es doch so bekannt und zetral ist..Gerade wenn man mal Gäste aus der Heimat hat oder wie ich einen Kuchensüchtigen Mr.X…

Ein ebenso farbenfrohes Gericht – aber zum selber kochen – habe ich bei Nike entdeckt – auch schon ausprobiert und für lecker befunden. Es gibt gerösteten Rotkohl mit Kichererbsen und Tahini – Gerade jetzt im Winter liegt irgendwie ständig Rot- oder Weißkohl in unserer Ökokiste und ich bin dankbar für kreative Rezepteideen damit – darauf, ihn mal in der Pfanne zu rösten, wäre ich von allein sicher nicht gekommen.

Ich hoffe, der ein oder andere Lesetipp war für euch dabei und wünsche schonmal ein schönes Wochenende!

Alles liebe *thea