UFF//#62 Der Ferrari unter den Einhornkostümen

Einhornkostüm an Fasching Umzug Landsberg 2017

Aus gegebenem Anlass gibt es heute seit langem mal wieder einen UFF. Denn der liebe Martin – guter Freund und langjähriger Faschingskumpel hat mir gestern vom Faschingszug in Landsberg dieses Bild geschickt.

Und ich muss sagen – da blieb mir doch die Spucke weg vor Neid. Diese Einhornkostüme sind doch wirklich der Porsche oder Ferrari unter den Einhornkostümen. Mit so viel liebe zum Detail – die eine hat sogar kleine Christbaumkugeln und Blümchen überall verteilt Wahnsinn – und schaut euch nur mal diesen hübschen Einhornpopo an – mit Schmetterling drauf!

Hübscher Einhornpopo
Hübscher Einhornpopo

Trotzdem muss ich sagen, dass mir der Einhornhype gerade etwas zu viel wird – anfangs war ich gefühlt die einzige, die sich mit dem Thema beschäftigt hat und es als Augenzwinkernder Side-Kick ganz lustig war, die mit dem Einhorn-Tick zu sein. Jetzt schwimmt gefühlt jede zweite Marke, Facebookpage oder sonst noch was auf der Welle mit – bis es dann irgendwann keiner mehr sehen mag. Und was mach ich dann? Stehe ich dann alleine auf der Einhornflur? Brauche ich einen neuen Blognamen? Naja ein Unicorn ist ja nochmal was anderes als ein Municorn und so ernst sollte man das ganze nun auch nicht sehen.

Angefangen hat meine Einhornliebe übrigens nicht mit diesem Blog sondern nämlich in der Tat mit einem Faschingskostüm. Seit 2010 bin ich als Superheldin, die ein Plüscheinhorn als Reittier dabei hat, an Fasching unterwegs (Vorbild She-Ra mit dem geflügelten Pferd und der sprechenden Eule  kennt jemand noch She-Ra? Bei der Macht von Gracegal?) manchmal auch mit meinen wackeren Einhornreiter-Freundinnen als Begleiterinnen – es gab Zeiten, da waren wir sogar fast eine Einhorn-Quadriga. Das Einhornkostüm hat für so viele Lacher, Einhornliebe und Schmunzeleien gesorgt, dass ich es immer noch nicht einmotten mag und zwischenzeitlich eben auch noch zum Municorn wurde. Zu Singlezeiten war das Einhorn-Superheldinnen Kostüm übrigens das Erfolgskostüm schlechthin ;-) Leider fällt man diesem Fasching wohl nicht mehr so mit einem Einhorn auf – nachdem es nicht nur in perfektionierter Form in Landsberg seinen Auftritt hatte – sondern jetzt kommt es: Auch bei den Top-Kostüm Tipps auf SZ online genannt wurde: Kontext: Man solle leiber nicht auf die langweiligen Klassiker wie Indianer und Co setzen – sondern dann doch lieber als Einhorn oder Superheld gehen – auch WENN DAS NICHT SO ORIGINELL IST. DABEI IST DOCH DIE EINHORN-SUPERHELDEN-KOMBI mein KLASSIKER überhaupt!! Naja von 2010 bis 2016 war es zumikndest VOLL ORIGINELL! und diese Jahre kann mir keiner nehmen….

… Sagte Sie etwas verschnupftf und ritt in einer Wolke aus Glitzerstaub beledigt beleidigt von dannen- begleitet vom Huftrappeln und Wiehern ihres Einhorns (diesen Soundeffekt hat mein Einhorn übrigens wirklich)

Ansonsten – egal ob Einhorn oder nicht – wünsche ich euch ein tolles Faschingswochenende! Und auch wenn ihr Faschingsmuffel seid – Krapfen gibts nur noch bis Aschermittwoch-also haut rein – Helau!

UFF// was ist das? Freitags nutze ich diesen Blog manchmal als kleines Ventil für meine Vorliebe für Einhörner und ihre Freunde. Ich suche Dinge aus der realen oder virtuellen Welt, um das Einhorn und seine Freunde zu ehren. Meine Leser machen dabei mit und schicken mir ihre Entdeckungen.

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Red Power Juice // Unser aktueller Lieblingssaft

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Als ich meinen vorletzten Geburstag gefeiert habe, habe ich von meinen Freunden einen Entsafter bekommen. Manchmal findet man ja irgendwelche Küchengeräte auf einmal total sinnvoll, will sie unbedingt haben und dann nutzt man sie nicht und sie stehen nur im Weg oder nehmen den Platz in den Schubladen. Ich muss aber sagen, dass ich nicht soooo viele Küchengeräte habe, aber die vorhandenen gerne und regelmäßig nutze. So auch den Entsafter, auch wenn er hauptsächlich im Winter seinen Einsatz hat. Während ich im Sommer lieber Beeren und Co für Smoothies in den Mixer schmeiße, bekomme ich im Winter richtig Lust auf frischgepresste Säfte. Liegt wahrscheinlich auch an den Zutaten: Karotten, Ingwer und Co sind ja doch auch im Winter verfügbar. Also kommt meistens am Wochenende, wenn dann Zeit dafür ist, der Entsafter raus.

Und auch wenn die Möglichkeiten an verschiedenen Saft-Geschmacksrichtungen ja ins Unendliche gehen, gab es bei uns schon seit über einem Jahr eigentlich immer den gleichen Klassiker, den alt bewährten Orange – Karotten – Ingwer-Saft. Seitdem ich aber mitbekommen habe, dass im Januar und Februar die leckeren Moro-Blutorangen aus Italien Saison haben, bestelle ich gerade wöchentlich eine Ration Blutorangen über unser Ökokisten-Abo. Normalerweise lasse ich die Kiste automatisch immer nur mit regionalem Gemüse und Obst befüllen – aber wenn dann gerade leckere Dinge Saison haben, bestelle ich es gerne dazu, das ist dann nicht wirklich regional aber trotzdem noch saisonal, hehe.

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Als ich dann letztens Lust auf Saft zum Sonntagsfrühstück hatte, habe ich gedacht, wenn du jetzt schon die tollen Blutorangen hast, kannst du dir ja auch mal einen anderen Saft machen. Und so ist diese Kombination entstanden, die wir so lecker finden, dass sie unseren Klassiker schnell abgelöst hat. Der Saft schmeckt total erfrischend, etwas säuerlich und ist auch noch gesund.

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Und weil man alle Zutaten gerade gut bekommt, habe ich gedacht, ich teile das Rezept schnell mit euch – so lange noch Blutorangen-Zeit ist:

Für 2 Personen/ ca. 500ml Saft braucht ihr:

5 Blutorangen

1/4 bis 1/2 Knolle frische rote Beete (ca. 60gramm) – so kommt der rote Beete Geschmack leicht durch – aber nicht penetrant. Wenn ihr das nicht mögt, nehmt erstmal 20-30 gramm.

Ein Stückchen frischer Ingwer (ca eine halbe Daumengröße)

2 große oder 4 kleine Karotten

1-2 Hand voll Granatapfelkerne (kann man auch weglassen)

Orangen, Ingwer und rote Beete schälen. Ich gebe die Orangen bei Stufe eins in den Entsafter – den härteren Rest bei Stufe 2. Umrühren, fertig. Obwohl es Winter ist, mag ich Saft am liebsten Eiskalt, also kommen noch wei Eiswürfel ins Glas und der erfrischende Geschmack kommt noch besser raus.

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Macht ihr euch auch gerne selbst Säfte? Was sind eure Liebings-Kombinationen? Ich habe gerade heute wieder 2 Kilo Blutorangen in der Ökokiste gehabt und Rote Beete und Karotten waren auch drin – ich weiß also schon, was es am Wochenende geben wird ;-) Freue mich aber auch, falls ihr Rezepttipps mit Blutorangen habt, für andere Verwendungsmöglichkeiten als Saft. Ich esse sie ja auch gerne einfach so zwischendurch oder im Salat.

P.S: Ich trinke Säfte aber auch zum Beispiel auch Cafe-Latte etc. voll gerne aus dem Strohhalm, weil man damit auch gleich umrühren kann. Fand es aber irgendwann doof, für mich zuhause alleine Plastikstrohhalme zu kaufen und die nach einmal benutzen wegzuschmeißen – daher durften zwei schicke Edelstahlsrohhalme einziehen, die einfach in der Spülmaschine gewaschen werden, kann ich sehr empfehlen.

Mein Bücherjahr 2016 // Leserückblick

mein-buecherjahr-16-flatlay-booksWie Anfang letzten Jahres, möchte ich wieder ein Resüme zu meinem vergangen Lesejahr ziehen. 2015 habe ich damit angefangen, mein Leseverhalten zu dokumentieren, indem ich jedes Buch, das ich gelesen habe, fotografiert und auf Instagram unter einem Hashtag gesammelt habe. Aus #meinbücherjahr15 wurde mein #bücherjahr16 und mittlerweile bin ich schon bei #meinbücherjahr17 angelangt. Ihr seht, ich bin also immer noch fleißig dabei.

Als ich gerade mal durchgezählt habe, wieviele Bücher es denn insgesamt in 2016 waren, musste ich doch schon sehr schmunzeln – und zweimal nachzählen – denn ohne es irgendwie beabsichtigt zu haben, waren es lustigerweilse ganz genau so viele wie im Vorjahr – nämlich 14 Stück. Das scheint also meine persönliche Schlagzahl zu sein, was meinen Jahreskonsum an Büchern angeht. Ich bin mal gespannt, wieviele es 2017 werden.

Und womit habe ich mir meine Lese- und Schmökerstunden denn nun im letzten Jahr versüßt? Hier kommt also #meinbücherjahr16 mit kleinen persönlichen Rezensionen. Aus Platzgründen verzichte ich auf die Inhaltsangaben – verlinke aber auf Amazon, so dass ihr bei Interesse direkt mehr Infos zum jeweiligen Buch bekommt. Beim Betrachten der Liste fällt auf, dass es wohl das Jahr der Serien, Sagas und Fortsetzungen war – meine Seriensucht hat sich jetzt offenbar von Netflix aufs Medium Buch ausgebreitet.

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Jeffrey Archer – „Das Vermächtnis des Vaters“ und „Erbe und Schicksal“

Ich liebe, liebe die Clifton-Saga von Jeffrey Archer und habe mittlerweile auch schon gefühlt den halben Freundeskreis damit angesteckt. Einige meiner Mädels bekommen den neuesten Band immer weitergereicht – andere sind schon auf die englische Version umgeswitcht, weil man da schon alle Bände lesen kann. 2015 habe ich den ersten Band durch Zufall entdeckt. Der zweite Teil war dann Anfang 2016 auf dem Rückflug von New York dran und der dritte im Frühsommer. Mittlerweile bin ich schon mit dem vierten durch, das gehört aber zum Lesejahr 2017. Wer auf historische Romane mit schön gezeichneten Figuren die Liebe, Intrigen, Politik und Wirtschaft mit und gegeneinander erleben steht, macht mit den Büchern nichts falsch. Und wie bei süchtigmachenden TV-Serien auch, endet jeder Band mit einem brutalen Cliffhanger, so dass man kaum die nächste Ausgabe abwarten kann. Beim dritten Band fand ich einige Dinge etwas unlogisch, aber natürlich musste ich weiterlesen und war trotzdem sehr gut unterhalten.

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James Frey- Strahlend schöner Morgen

Dieses Buch habe ich mit gemischten Gefühlen gelesen. Ich finde, es ist mal etwas anderes und ich wollte auf jeden Fall wissen, wie es mit den Personen aus den verschiedenen Handlungssträngen weitergeht. Der Autor streut zwischen die Handlungsstränge, die parallel verlaufen, viele Fakten zur Megastadt LA ein – die zwar nicht uninteressant sind, man aber am liebsten überblättern will oder überfliegt, weil sie halt nicht zur Geschichte gehören. Einerseits glaube ich, dass das Bild – unromantisch und teilweise brutal – das man von LA vermittelt bekommt in der Realität auch so ist – andererseits hat mich das Buch doch schon sehr depri gestimmt irgendwie…

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Harry Potter Teil fünf bis sieben

Nachdem ich die ersten Bände vor über zehn Jahren verschlungen hatte, habe ich ganz lange verdrängt, dass da ja noch drei Bände fehlen. Letztes Jahr habe ich dann endlich meine Wissenslücke geschlossen. Ich glaube zu Harry Potter muss ich nicht mehr viel sagen – wie viele andere auch, finde ich, dass die Bücher gegen Ende hin immer weniger Kinderbuch sind und der Kampf Gut gegen Böse immer härter und spannender wird. Bei den Todesfällen war ich sehr traurig, denn die Figuren sind mir einfach mit der Zeit so ans Herz gewachsen. Harry Potter geht einfach immer und nach dem letzten Band habe ich die Figuren und die magische Welt richtig vermisst.

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Marian Keyes – Glücksfall

Der letzte Teil der Reihe um die Töchter der verrückt liebenswerten irischen Walsh-Familie. Diesmal steht die jüngste Schwester Helen im Mittelpunkt. Die Figur hat schon bei den vorherigen Bänden für einige Lacher gesorgt – das Buch handelt im Kern aber von einem ernsten Thema. Denn Helen ist nicht nur Dedektivin und muss einen Fall um einen verschwundenen Boygroup-Sänger lösen, sondern kämpft auch mit Depressionen. Wie immer eine gelungene Mischung aus Tiefgang und Chicklit.

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Ken Follet – Die Nadel

Das Buch ist eines der früheren Werke von Ken Follet – und etwas dünner und kompakter als die bekannten wie „Die Säulen der Erde“ und Co. Ein spannender Agenten-Thriller zu Zeiten des zweiten Weltkriegs, den ich auch zügig durchgelesen habe – auch wenn der Protagonist nicht wirklich der Sympathieträger ist.

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Harlan Coben – Kein Lebenszeichen

Ein spannender Krimi mit überraschenden Wenungen. Es war mein erster Coben und ich würde auch wieder einen lesen – wenn auch eher für Zwischendurch. Die Thriller von Adler Olsen haben sich mir zum Beispiel mehr in die Erinnerung geprägt.

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Donna Tartt – Der Distelfink

Der Distelfink – was soll ich sagen. Ich habe das Buch schon vor langem empfohlen bekommen und ewig gewartet, bis es endlich als Taschenbuch rausgekommen ist. Ich glaube einerseits, dass die Autorin sich mit dem Buch sehr viel vorgenommen hat – vielleicht mehr als es dann auch geworden ist- denn es ist Krimi, Entwicklungsroman und noch ein paar mehr Genres in einem. Manchmal fand ich es langatmig, dennoch ist es sprachlich so gut formuliert, dass mir einzelne Passagen und die Stimmungen darin immer noch wie vor dem inneren Auge eingebrannt sind – vor allem die Las-Vegas Passage. Die Auflösung am Ende war rasant wie in einem Hollywood-Ganoven-Krimi – zwischendrin war es aber teilwiese fast zuviel für mein Gemüt: Die Vernachlässigung der beiden Jungs in Las Vegas, dass der Protagonist irgendwie nicht wirklich was lernt und den einzigen, der an ihn glaubt und vertraut hintergeht und vor allem der ständige Drogenkonsum (wieviel hält so ein Körper über die Jahre aus???) haben mich irgendwie fertig gemacht – was aber ja auch nur wegen der intensiven Beschreibungen möglich war – was ja wiederum wieder für die Autorin spricht.. Habt ihr den Distelfink gelesen? Mich würde eure Meinung interessieren.

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Die Sturmzeit-Trilogie von Charlotte Link

Vielleicht so etwas wie das deutsche Pendant zur Clifton-Saga. Es geht auch um eine Familie im Wandel des vergangenen Jahrhunderts, vor allem um die Protagonistin Felicia – später dann um ihre Töchter und ihre Enkelin. Weil ich wie gesagt einen Fable für solche historischen Fortsetzungsromane habe, wurden auch diese drei Bücher während einer Woche im Apulien-Urlaub verschlungen. Sprachlich ist es nicht ganz so fein formuliert und Felicia ist auch nicht immer Sympatieträgerin sondern ganz oft eine richtige Bitch – trotzdem wurde ich gut unterhalten und kann die Bücher weiter empfehlen.

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Justin Go – Der stete Lauf der Stunden

Als ich die Inhaltsangabe des Buchs gelesen habe, dachte ich mir gleich: Der Plot ist genau mein Ding: Rahmenhandlung in der Gegenwart, in der ein junger Mann die Liebesgeschichte seiner Ur-Großmutter rekonstruiert, um zu beweisen dass er der Erbe eines großen Vermögens ist. Natürlich sind die Nachforschungen ein Wettlauf gegen die Zeit und führen ihn quer durch Europa – Rückblenden zu dem Liebespaar Anfang des 20. Jahrhunderts inklusive. Das Buch war auch super spannend – aber ich war am Ende etwas enttäuscht. Die Figuren hatten nicht so viel Tiefgang, ich habe am Anfang alle kennengelernt, aber irgendwie ging es mit den Charakteren nicht wirklich weiter – was bei einer großen Liebesgeschichte schade ist. Und als der Protagonist endlich vor des Rätsels Lösungs steht – wird der Leser nicht mitgenommen. Das saß ich dann doch mit einem großen Hä?? vor dem Buch.

So – das war mein Bücherjahr 2016. Vielleicht war ja der ein oder andere Buchtipp für euch dabei. Habt ihr Empfehlungen oder ein Lieblingsbuch, das ich unbedingt lesen muss? Es geht auf jeden Fall weiter mit #meinbücherjahr17 – ihr seid wieder herzlich eingeladen den Hashtag mitzubenutzen. Mal schauen, was bei mir als nächstes dran kommt.

Municorn’s Lieblinks // Netzkonfetti

lieblinks-und-lesetipps-municorn-bloggerBina macht es mit ihren „Strylinks“, die Mädels von Amazed haben ihre „cherrypicks“, Rebecca von Ruhrstyle hat die „Lesenswert“-Reihe und es gibt noch einige mehr. Die Rede ist von Bloggern, die ihren Lesern in regelmäßigen Abständen neben ihren eigenen Posts die Beiträge empfehlen, die sie in der Bloggersphäre bzw. ihrem Feed besonders angesprochen haben und lesenswert finden. Ich finde das super – denn dabei lernt man neue Blogs, Trends oder Themen kennen, die man vielleicht noch nicht so vor der Nase hatte. Vor allem gefällt mir der Gedanke, dass es dabei nicht um die eigene Selbstdarstellung, eigenen Texte und Bilder sondern um das Miteinander und die Vernetzung geht. Schon lange wollte ich auch mal ein paar Lesetipps oder „Lieblinks“ zusammen stellen – habe aber immer wieder vergessen, mir die Links regelmäßig zu speichern. Diese Woche habe ich es aber geschafft und hoffe, dass ich es wie die oben genannten Mädels auch zu einer gewissen Regelmäßigkeit schaffe.

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Bildquellen: fox.de, inalicespinkshoes.com, instagram, elfenkindberlin.de, nikesherztanzt.de

Viel Freude macht mir gerade Fee mit ihrer Instagram-Aktion #feesfarbspirale. Wider den grauen Februar hat sie sich für jeden Februar-Tag eine Farbe ausgesucht und dazu aufgerufen, auf Instagram genau diese Farbe zu posten. Die Regeln und Farbangaben gibt es hier auf ihrem Blog. Und das Ergebnis? Ist meiner Meinung nach grandios! Es ist jedesmal ein Urlaub für die Augen, wenn man sich durch den Hashtag scrollt, der täglich aus vielen kleinen Kunstwerken der gleichen Farbe besteht und sich fast minütlich ändert – selbst mitzumachen macht natürlich auch riesen Spaß. Abends gibts dann immer noch eine Collage mit Fees Lieblingen des Tages – definitiv noch mehr Urlaub für die Augen. Danke, liebe Fee für diese tolle Idee und dass du dir die Mühe machst, alles anzuschauen und zu moderieren.

Um Viellfalt in einem viel ernsteren Zusammenhang geht es bei Rebecca von Elfenkindberlin. In ihrem Beitrag „Ich kann nicht aus meiner Haut! Dunkelhäutig in Deutschland“ schreibt sie über ihre Erfahrungen mit Rassismus, die sie und ihre Kinder machen (mussten). Der Text hat mich sehr berührt und nachdenklich gemacht, denn leider ist Rassismus immer noch nicht nur Teil unserer Vergangenheit. Dass ihre hübsche kleine Tochter heutzutage noch in der Schule in der Weltstadt Berlin wegen Aussagen über ihre Hautfarbe leiden muss, ist nur noch traurig. Auch lesenswert sind die vielen, vielen Kommentare – die einerseits zeigen wie viele weltoffene, empathische Menschen es gottseidank trotzdem gibt, die dem ganzen entschieden ihre Stimme entgegen stellen – aber in denen andererseis auch einige andere Betroffene über ihre Erfahrungen berichten. Manchmal finde ich es auch gar nicht so einfach, die Grenze zu kennen, wo natürliche Neugierde aufhört und Rassismus anfängt. Ich denke, hier kommt es auch immer darauf an, in welchem Verhältnis man zu der Person steht und Empathie, Herzlichkeit aber auch Respekt helfen dabei, keine unangebrachten Fragen zu stellen, die verletzen können – und auch Texte wie dieser, um das Bewusstsein zu schärfen. Auch wenn ich als Nicht-Mutter nicht zur Zielgruppe von Rebeccas Blog gehöre, folge ich ihr schon länger vor allem auf Instagram, weil ich ihren Stil, ihre vielen kreativen Ideen und ihre kleine Familie so mag und kann einen Klick zu ihr nur empfehlen.

Um tolle schwarze Frauen geht es auch im nächsten Beitrag „Wieso ihr Hidden Figueres sehen müsst“. schreibt Ines. „Rassentrennung, Frauenrechte, Jobverlust durch Digitalisierung – Theodore Melfis Film „Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen“ spielt in den 1960er Jahren und ist mit seinen Kernthemen doch aktueller denn je.“ Der Film erzählt unterhaltsam die Geschichte von drei Mathematikerinnen bei der Nasa in den 60er Jahren. Nach dem Review habe ich mir gleich den Trailer angesehen und möchte jetzt unbedingt auch bald rein. Wer kommt mit?

Herrlich leckere Patisserie in den schönsten Farben gibt es bei Jasmin zu sehen – und einen München-Tipp gleich noch dazu! Ich frage mich selbst, warum ich eigentlich noch nie in diesem Cafe war, obwohl es doch so bekannt und zetral ist..Gerade wenn man mal Gäste aus der Heimat hat oder wie ich einen Kuchensüchtigen Mr.X…

Ein ebenso farbenfrohes Gericht – aber zum selber kochen – habe ich bei Nike entdeckt – auch schon ausprobiert und für lecker befunden. Es gibt gerösteten Rotkohl mit Kichererbsen und Tahini – Gerade jetzt im Winter liegt irgendwie ständig Rot- oder Weißkohl in unserer Ökokiste und ich bin dankbar für kreative Rezepteideen damit – darauf, ihn mal in der Pfanne zu rösten, wäre ich von allein sicher nicht gekommen.

Ich hoffe, der ein oder andere Lesetipp war für euch dabei und wünsche schonmal ein schönes Wochenende!

Alles liebe *thea

 

 

 

Hello 2017 // Municorn’s Blogupdate #3

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Liebe Municorn-Freunde, am 22. November ging der letze Beitrag hier online – uff – fast ganze zwei Monate ohne Bloggen – wie habe ich das nur ausgehalten? Einerseits musste zum Jahresende noch einiges im Job erledigt werden, bevor ich mich dann in einen fast vier wöchigen Urlaub begeben habe und dementsprechend müde war ich dann in meiner freien Zeit – beziehungsweise auch oft ausgebucht, weil noch einige Treffen im Freundeskreis vor Weihnachten anstanden. Dann kam Weihnachten in der Heimat und der Heimat von Mr.X, wo ich viele liebe Menschen wieder getroffen habe und dann noch als Highlight unsere schöne Reise ins ferne Sri Lanka. Andererseits kam mir die Blogpause gar nicht so richtig vor wie Pause, weil ich euch ja auch auf Facebook und Instagram immer ein bisschen „live“ mitgenommen habe.

Aber jetzt bin ich zurück, stapfe gebräunt durch den Münchner Schnee und möchte mit neuem Schwung und vielen Bildern im Gepäck ins neue Blogjahr starten. Ich habe richtig Lust und einiges vor und ich hoffe, dass ihr auch noch dabei seid. Weil ich ja doch eher ein spontan Blogger und ein Freigeist bin – bin ich mal gespannt, wie es dann auch mit der Umsetzung in die Realität aussieht ;-) aber zumindest im Kopf habe ich doch schon einiges geplant, was ich so angehen und dann auch darüber schreiben möchte:

Mehr Wanderlust und Reiseimpressionen

Ich habe unter anderem mit dem Bloggen angefangen, weil ich einen Ort gesucht habe, wo ich alle meine Eindrücke von unterwegs und Reisetipps sammeln kann. Einerseits klappt das auch ganz gut – andererseits merke ich, dass ich von jedem Aufenthalt noch so viel mehr erzählen möchte, mir das aufwendige Bilder aussortieren aber oft im Weg steht, und ich dann doch den Riesen Foto-Ordner von der jeweiligen Reise nie vollständig durchschaue – geschweige denn über alles schreibe, obwohl ich aber schon während des Trips schon Ideen für Blogposts darüber habe. Jetzt, wo ich gerade aus Sri Lanka zurück und noch so richtig in Reiselaune bin, ist also ein guter Zeitpunkt für einen Vorsatz fürs neue Jahr: Ich möchte gerne einmal pro Woche einen Reisepost schreiben und mich disziplinieren, was meine private Bilderablage angeht. Wenn ich das schaffe, dann bekommt das Thema Reisen auch auf dem Blog den Stellenwert, den es bei mir im „echten“ Leben hat – und ihr habt dann noch ein paar Reisetipps und Fernwehträumereien mehr.

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Interieur Projekte

Das sind eigentlich keine Blogprojekte – aber meine Interieur-Posts kommen immer so gut bei euch an – da kann ich die Neuerungen genauso gut auch bloggen, die es hoffentlich auch bald gibt. Ich habe mir fürs erste Quartal nämlich vorgenommen, das Gäste- und Ankleidezimmer sowie auch das Wohnzimmer und vielleicht auch unser halbes Zimmer alias Homeoffice noch etwas zu vervollständigen bzw. weiter einzurichten. Ich habe noch nicht wirklich ein Konzept oder genaue Vorstellungen, also werde ich wohl Pinterest und Co ein bisschen bemühen müssen.

Außerdem wird es weiterhin, immer wenn mir danach ist, natürlich Rezepte geben und auch ein paar Einblicke in meine Schritte Richtung „zerowaste“ sind geplant, sowie was mir spontan einfällt Lust und Freude bereitet. Ihr seht, ich bin motiviert und freue mich auf 2017 mit dem Municorn und natürlich, wenn ihr weiterhin dabei seid <3 Und falls es Wünsche zu Blogposts gibt – immer her damit!

Alles liebe

*thea

Goldene Milch, Gewürze mit heilender Wirkung und was eine Fahrt im Skilift damit zu tun hat

goldene-milchGoldene Milch wurde schon im letzen Winter ziemlich gehyped und geistert auch jetzt zur kalten Jahreszeit vermehrt in meinem Feed herum – und  jetzt muss die Alte auch noch auf der goldenen Welle mit surfen, haha ;-) Aber beim ratschen mit meinen Mädels habe ich gemerkt, dass goldene Milch außerhalb der Blogger und Instawelt noch gar nicht so ins Bewusstsein vorgedrungen ist. Und weil ich auch einige Leser habe, die sich sonst eher in der analogen Welt rumtreiben, ich aber die goldene Milch mittlerweile liebe und nicht nur als super leckeren und belebenden Wohlfühldrink, sondern auch als Anti-Erkältungswaffe einsetze, bekommt sie jetzt auch hier einen Eintrag. Sie ist auf jeden Fall „worth the hype“ und goldene Milch, beziehungsweise die Gewürze darin werden in der aryuvedischen Medizin schon seit Jahrtausenden wegen ihrer heilenden Wirkung eingesetzt. Darauf bin ich aber zunächst gar nicht nur über die hippen Blogster gekommen – sondern wie es manchmal so ist – erst hört man jahrelang gar nichts von einem Thema und dann kommt es zufällig so oft an einem vorbei, dass man sich doch mal mit beschäftigt und plötzlich unabsichtlich ein ganz neues Wissen aufbaut und das kam so: (wem die Ankedote zu lange ist – einfach zum Rezept runterscrollen)

Anfang des Jahres machen Mr.X und ich einen Ski-Tagestrip ins Zillertal. Im Gegensatz zu den (zumindest in meinem Kopf) eleganten und sportlichen Schwüngen auf der Piste, resümiert der Freund im Sessellift über die körperlichen Zipperlein, die halt so mit fortgeschrittenem Alter Ü30 Einzug halten. U30? lache ich – ich hatte ja schon mit Ende zwanzig, nach einer missglückten Yogastunde Schmerzen im Knie und seitdem knirscht es bei jedem Treppengang ganz laut, angeblich eine Art Artrose – weil der Knorpel sich wohl abnutzt und gegen die Kniescheibe reibt – muss man halt akzeptieren, werfe ich schulterzuckend ein. „Kennet Sie den Dr. Feil?“ kommt es da überraschend vom linken Außenplatz des Lifts in bestem schwäbisch von einem Herrn im besten Alter, der sich ganz begeistert und hochmotiviert ins unsere arthrotische Unterhaltung einklingt. „Ja, wissens (ich kann leider nicht so gut schwäbisch schreiben – einfach dazu denken) ich habe eine Firma, und mein Mitarbeiter hat solche Probleme mit den Gelenken – da habe ich ihm – und noch anderen gesagt, sie sollen jeden Tag den Gewürzjoghurt vom Dr. Feil essen und jetzt rennen sie wieder wie die Rehle – auch wenn der schon über 60 ist“. Ah ok – nein, den mit seinem Joghurt kenn ich nicht  – noch nie davon gehört – ich steige aus dem Lift aus und schwinge mich wieder auf die Ski.

Eine Woche später – ich bin mit einer Freundin im Auto unterwegs und wir unterhalten uns über unsere sportlichen Männer und was sie gerne auf dem Essensplan hätten im Gegensatz zu unserem Geschmack – und da meint sie: Ja, und seitdem ich dem M. das Dr. Feil Buch geschenkt habe, kann ich beherzt alles lecker asiatisch würzen, weil das die Selbstheilungskräfte im Körper aktiviert – und beim sporteln hilft, gut zu regenerieren.“ Hm – schon wieder dieser Dr. Feil und die Gewürze. Ich werde neugierig und stoße ziemlich schnell auf seine Website mit vielen Infos zur Ernährung für Gelenke und auf diverse Seiten mit Rezepten für diesen Gewürzjoghurt bzw. Quark der so gesund und berühmt sein soll. Ich bin nicht tiefer in die Lehren des Dr. Feil eingestiegen- dafür knirscht mein Knie wohl noch zu leise – dafür habe ich folgende Quintessenz für mich mitnehmen können: Einige Gewürze haben eine entzündungshemmende, heilende Wirkung  unter anderem auch bei Krankheiten der Gelenke. „Besonders entzündungs- und schmerzsenkend wirken die Gewürze Chili, Kurkuma, Zimt und Ingwer sowie alle grünen Kräuter: Oregano, Petersilie, Schnittlauch, Salbei, Thymian, Rosmarin, Liebstöckel, Basilikum, Koriander, Dill usw.“ (Quelle Dr. Feil) Das hat mir schonmal super gefallen, denn Curries und Co liebe ich sowieso und grüne frische Kräuter werten meiner Meinung nach sowieso fast jedes Gericht auf. Also habe ich habe ich mir vorgenommen, noch öfter damit zu kochen.

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Als dann die ersten Blogs, die ich abonniert habe, über goldene Milch geschrieben haben, war ich ja sowieso schon empfänglich für das Gewürzthema und habe gemerkt, dass da ja genau die gleichen Gewürze drin sind – allen voran Kurkuma, das ich erst 2010 bei einem Kochkurs in Indien kennengelernt habe, das Gewürz, das den Curry gelb macht und dem in der chinesischen und aryvedischen Medizin verschiedene Wirkung nachgesagt wird: „Kurkuma entgiftet die Leber, wirkt Völlegefühl entgegen und kurbelt die Verdauung an. Das Curcumin im Kurkuma wirkt stark entzündungshemmend und schmerzlindernd, und wird deshalb vor allem bei Arthrose- und Rheuma-Erkrankungen eingesetzt. Es wirkt antioxidativ, antiseptisch und stärkt das Immunsystem, senkt sowohl einen Blutzuckerspiegel als auch hohen Blutdruck und wirkt dabei regulierend auf den Cholesterinspiegel. Da Curcumin kaum wasserlöslich ist, wird es im allgemeinen mit einem hochwertigen Öl eingenommen, z.B. Kokosöl oder einem anderen nativen Öl. Es empfiehlt sich außerdem, dem Kurkuma unbedingt etwas gemahlenen schwarzen Pfeffer zuzugeben, da das im Pfeffer enthaltene Alkaloid Piperin die Resorbierbarkeit von Curcumin um den Faktor 2.000 erhöht. Piperin kommt vor allem im Schwarzen und Langen Pfeffer vor und ist nicht nur für den scharfen Geschmack verantwortlich, sondern außerdem gesund für die Verdauung sowie ein Katalysator zur Aufnahme von Nährstoffen.“

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Und somit wird die Zusammensetzung für das Rezept der goldenen Milch logisch – das Rezept, das mir am besten gefallen hat, ist vom Blog veggie.es ,  das ich in leicht abgwandelter Form nutze:

  • 1 EL Kurkuma
  • 120 ml Wasser
  • Ein daumengroßes Stück Ingwer aufgerieben
  • Etwas frisch aufgeriebene Muskatnuss (ich habe Pulver zuhause und nehme erstmal das)
  • 1-2 EL Agavendicksaft oder Ahornsirup, je nachdem mit was ihr gerne süßt bzw. wie süß ihr die goldene Milch möchtet
  • Eine Prise schwarzer Pfeffer
  • Eine Prise Zimt
  • 1 TL natives Kokosöl (ich nehme etwas weniger, weil es mir sonst zu fettig schmeckt)
  • 350 ml Mandelmilch | oder eine andere Pflanzenmilch möglichst ohne Zuckerzusatz

Kurkuma-Pulver in einen Topf geben und 120 ml Wasser dazu gießen. Kurkuma mit dem Wasser verrühren und erhitzen. Das Stück Ingwer schälen und mit einer Ingwerreibe in die langsam andickende Flüssigkeit geben. Ebenfalls eine große Prise Muskat zu den Zutaten geben. Die Flüssigkeit so lange unter Rühren köcheln, bis sich eine aromatisch duftende Paste gebildet hat. Paste in ein Schälchen füllen. Die Menge ergibt in etwa 1 EL Paste.

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Pflanzenmilch in einen Topf gießen und erhitzen. Die Kurkuma-Paste mit einem Schneebesen in die Milch einrühren. (Ich nehme erstmal einen Teelöffel Paste und gebe bei Bedarf etwas mehr hinzu. Liebhaber nehmen die ganze Paste. Wenn man den Geschmack nicht so gewohnt ist, würde ich erstmal mit einem Teelöffel anfangen. Die Paste hält sich im Kühlschrank in einem Schraubglas mehrere Tage.) Dann Agavendicksaft, eine Prise Zimt und das native Kokosöl hinzu geben, rühren und die Goldene Milch noch zwei Minuten köcheln lassen. Eine große Prise schwarzen Pfeffer in die Milch geben und diese heiß servieren und genießen.

Als ich das das erste Mal mal ausprobiert habe und lecker fand, habe ich beschlossen, das angenehme mit dem nützlichen zu verbinden, und gerade in der kalten Jahreszeit regelmäßig goldene Milch zu trinken. Habe ich über den Sommer natürlich vergessen – und mir ist es erst vor zwei Wochen wieder eingefallen, als ich schon mit grippalem Effekt im Bett lag, haha. Das Knie knirscht natürlich auch immer noch ;-) Trotzdem wollte ich die Geschichte mit den Gewürzen doch mal aufschreiben, falls ihr dieses Wissen nicht über lustige Begegnungen in Skiliften oder sonstigen Gefährten erworben ;-) und Lust auf ein feines Wellnessgetränk für den Winter und eure Abwehrkräfte habt – oder vielleicht wirklich jemanden mit Gelenkproblemen noch nichts von den beigesterten Rezensionen über Gewürzjoghurt und Co gehört hat ;-)

Trump, Brexit, Le Pen und die AFD – meine Stimme gegen den Nationalismus

Über die USA-Wahl wurde schon viel gesagt und erst dachte ich, dass ich nicht auch noch meinen Senf dazu geben muss – aber irgendwie treibt mich das Thema doch so um, dass ich hier nicht einfach unbeschwert über hübsche Inspirationen weiter schreiben kann ohne darauf einzugehen.

Trump als Präsident und ob Clinton wirklich die bessere Wahl oder eine Kriegstreiberin gewesen wäre, ist die eine Frage. Aber dass rechter Populismus, Hetze und Hass weltweit auf dem Vormarsch sind, sogar in UK und USA, die so stolz auf ihre lange demokratische Tradition sind, ist schlimm für mich und jagt mir Angst ein. Bei der komplizierten Weltlage mit Flüchtlingen, Terror und Globalisierung erscheint die Rückkehr zum Nationalstaat als heimelig und die einfache Lösung. Ist es aber nicht. Denn Nationalismus gefährdert den Frieden und Parteien, die zu Rassismus, Machismus und Homophie aufrufen, fördern den Hass. Denn wenn jedes Land puren Nationalismus lebt, kommt es es irgendwann zu Krieg um Ressourcen, Geld und Macht und am Ende verlieren alle. Hat die Geschichte ja oft genug belegt. Ja, ich bin auch der Meinung, dass wir diese Wähler nicht einfach als dumm verlachen und Politiker die wütenden und Abgehängten mehr beachten sollten. Aber sprechen auf rechte Populisten wirklich nur die Abgehängten an? Ich frage mich, kommt es nicht vielen, denen es eigentlich gar nicht so schlecht geht, auch ganz gelegen, es sich von einer Partei legitimieren zu lassen, die niederen Instinkte wie Rassismus, Homophobie, Sexismus und Hass mal wieder so richtig rauslassen zu können? Ist ja auch nicht so anstrengend wie differenziert und vernünftig zu diskutieren. Und je mehr die Grenze der zivilisierten Dikussion überschritten und rumgepöbelt wird, desto mehr lassen sich anstecken und wütend machen. Denn Rechtspopulisten machen doch nicht wirklich Politik für die Abgehängten oder ist die AFD etwa berühmt für ihre innovative Sozialpolitik? Im Gegenteil, sie wollen die Sozialhilfe doch sogar noch abschaffen. Und auch wenn Trump jetzt als Präsident gemäßigter handelt als im Wahlkampf – was ich sehr hoffe – fühlen sich die Rassisten, Menschenfeinde und EU-Gegner im Recht und reiben sich schon die Hände für den nächsten Wahlkampf.

Gegen meine Ängste vor den nächsten Wahlen in Europa hilft mir, meine Werte im kleinen zu Leben. Aber ich bin mir nicht mehr sicher, ob das reicht. Vielleicht müssen wir selbstbewusster für unsere Werte einstehen und nicht nur von den Politikern fordern, jetzt aufzuwachen. Es wird Zeit, dass gerade wir, die jungen Leute in Europa unseren Mund aufmachen und zeigen, dass wir unsere Zukunft in einem friedlichen und  demokratischen Europa sehen. Bevor  wieder das böse Erwachen kommt und die ewig gestrigen, der Angst-Macherei verfallenen, Schicksalswahlen a la Brexit entscheiden und wir irgendwann unseren Kindern erzählen müssen, dass es einmal ganz normal war in einem friedlichen Europa ohne Pass verreisen zu können und zusammen mit vielen anderen internationalen Studenten Erasmus gemacht zu haben. Natürlich ist es nicht so sexy und oft frustrierend, wenn die EU-Politiker in zähen Verhandlungen um Lösungen ringen, die  nicht immer die besten sind und man sich manchmal fragt, ob sie überhaupt vorwärts kommen. Aber das Ringen um Kompromisse ist ein wichtiger Teil der Demokratie. Das – und dass die EU das Projekt ist, dass die bisher längste Friedensperiode in Europa geschaffen und gesichert hat, darf bei allem Verdruss über Flüchtlingskrise, Terror und Co nicht vergessen werden.

In einem Kommentar auf Spiegel online schreibt Margarete Stokowski: „Die AfD Berlin twitterte, als das Wahlergebnis feststand: „Wir sind Präsident!“ Wir haben bis zur Bundestagswahl ein Dreivierteljahr Zeit, in unserem eigenen Land zu zeigen, dass die Rechten keine abstrakte Gefahr sind, über die wir uns dann schockiert zeigen. Sondern eine sehr reale.“

Rebecca von Ruhrstyle hat ebenfalls über das Thema geschrieben. Auch dieser Beitrag von Oliver Kalkofe ist hörenswert.