Municorn’s Lieblinks im Mai

In den letzten Wochen habe ich wieder viele tolle Beiträge im www gelesen. Bei einigen habe ich es versemmelt, die Links mitzuspeichern – es hat sich trotzdem eine schöne Liste angesammelt und ich hoffe, für euch ist auch wieder was dabei – deshalb gibt es jetzt wieder ein paar Lese- und Klickepfehlungen von mir:

Meine Frühlingsentdeckung überhaupt war  diese leckere vegane Bärlauchquiche auf Arnes Blog „The vegetarian Diaries“. Ich habe sonst nie Quiches gemacht, mir sind die mit Ei, Käse und Sahne auch manchmal zu fettig. Diese vegane Variante hat Seidentofu als Basis, die auf einen Mürbeteig kommt und ich könnte mich reinlegen. Gab es jetzt schon dreimal bei uns – zweimal mit Bärlauch und einmal das Grundrezept gefreestylt mit verschiedenem Gemüse. Das Grundrezept ist so toll und super gut zu varriieren, ich habe zb. einen kleinen Teil Mehl mit Kastanienmehl ersetzt. Yummieeee

Bildquelle: the vegetarian diaries

Nachhaltiger Leben schön und gut aber im täglichen Trott ist das meistens gar nicht so einfach, wenn man erstmal vor jedem Schritt mit einer riesen Recherche anfangen muss.  Praktisch ist der Guide von Utopia „Nachhaltig unterwegs in München“. Einige Läden, wie zB. das Dear Goods oder den „Ohne“- Laden kannte ich schon und kann einen Besuch echt empfehlen – andere auf der Liste muss ich mal in meinen nächsten Stadtbummel integrieren.

Apropos Nachhaltigkeit – auf sz.de gibt es gerade den Schwerpunkt: „Deutschland schmeißt weg“ zum Thema Müll in Deutschland. Die 360Grad Reportagen der Süddeutschen Zeitung finde ich immer total interessant. Einerseits haben wir in Deutschland super recycling und Verwertungssysteme – andererseits gehören wir auch zu den Müllweltmeistern auf dem Globus. Auf jeden Fall ein informativer Themenschwerpunk ohne schwarz-weiß Malerei und mit Autoren, die verschiedene Standpunkte beleuchten und vertreten. Ich denke in den nächsten Tagen kommen noch weitere Beiträge dazu online.

Im Müllvermeiden bin ich mittlerweile richtig gut – mein „Ökolaster“ sind nach wie vor die Reisen. Aber das Fernwehbekämpfen, das Reisen und das Entdecken unserer schönen Welt gehört halt zu meinen liebsten Leidenschaften – und dafür bin ich ja im Alltag auf die flotte Lotte auf dem Radl ;-) Am Freitag geht es für mich nach drei Jahren Abstinenz endlich wieder für ein paar Tage in mein Herzland Spanien und ich freue mich rieeesig! Davon abgesehen habe ich auch einige tolle Fernwehbeiträge gefunden:

Bildquelle: Beseelt

Myanmar, das sich erst seit ein paar Jahren dem Tourismus geöffnet hat, ist wegen seiner Ursprünglichkeit – die sich jetzt natürlich wandelt – bei vielen auf der Reise-Bucket-List – auch wenn es dort immer noch einige gewalttätige Konflikte und ein autoritäres Regime gibt. Einige meiner Freunde waren sogar schon dort und begeistert. In diesem Interview auf dem Blog Mima erzählt die Deutsche Franziska Seel, die drei Jahre dort gelebt hat, wie sie den Wandel, die Hoffnung und die Aufbruchsstimmung dort wahrgenommen hat und warum Myanmar aus ihrer Sicht eine Reise wert ist.

Bildquelle: Heylilahey

Mia von Heylilahey war sechs Monate auf Weltreise und ich habe sie anhand ihrer tollen Instabilder und Blogposts schmachtend mitverfolgt. Jetzt hat sie veröffentlicht, wieviel Budget sie und ihr Freund in dem halben Jahr gebraucht haben. Das hat mich so positiv überrascht, dass ich nun fast selbst mit einem Sabbatical liebäugele ;-)

Ebenfalls inspirierend für eine Langzeit-Reise ist der Blog meiner Kinder- und Jugendfreundin Steffi, die gemeinsam mit ihrem Mann Max nach ihrer Hochzeit die Koffer gepackt hat und sich nun auf Weltreise befindet. Was sie in 111 Tagen Asien gelernt hat lest ihr hier – einiges kommt mir schon nach drei Wochen Asien bekannt vor, wie muss sich das dann erst in 111 Tagen anfühlen?

Bildquelle: evaexplora

Mexiko – ja oder nein – die Überlegung hatte ich schon öfter, war mir aber immer nie so richtig sicher, ob ich da mal hin will. Ein Wort hat die ganze Unsicherheit weggeblasen und ich muss irgendwann schon alleine deswegen nach Mexiko. Es heißt: Cenoten. Bringt vielleicht erst was, wenn ihr die Bilder dazu anseht – der Beitrag von Jana über Tulum mit ihren tollen Bildern hat auf jeden Fall das Cenoten-Fieber in mir geweckt.

Bildquelle: Sonne und Wolken

Ein Instatipp ist aktuell der Account von Juli @heimatpottential. Ich folge ihrem Blog schon lange, sie war eine Zeit lang viel auf Snapchat aktiv, das ich aber nicht nutze. Aktuell befindet sie sich aber in Island und nimmt uns über Instastories mit – und sie macht das mit so viel Herz, dramaturgischem Geschick und pottscher Redensart, dass jede professionelle Reisedoku locker mithalten kann. Jetzt wird mir klar, was ich da auf Snapchat verpasst habe – und wie mystisch und toll Island wohl sein muss. Und ich bekomme richtig Lust, mich doch selber auch mehr an Instastories zu versuchen – habe ja immer Angst, dass mein Dialekt peinlich ist – aber bei anderen finde ich das eigentlich authentisch und sympathisch..vielleicht melde ich mich mal aus Mallorca…wenn das mit dem Datenvolumen nicht immer so schnell um wäre…

Und zu guter Letzt was aus der Blogosphäre über die Blogosphäre – Fee mit ihrem Text: Wer entscheidet eigentlich was relevant ist? Der mir – und den Kommentaren nach zu urteilen – vielen aus der Seele spricht. Ich persönlich lese Blogs nämlich nicht wegen dem Mehrwert oder der Nische – sondern weil ich einem Menschen folge, der zeigt, was ihn beschäftigt, und inspiriert, und vor allem weil ich seine Art, wie er das präsentiert und von sich erzählt, mag. Ein Appell gegen die Schere im Kopf und für mehr Blogspaß – oder wie Fee es so schön sagt: Scheiß auf Relevanz!

Municorn goes Sri Lanka // Der Zauber von Unakuruwa

Nach meinem ausschweifendem Text im letzten Post – danke übrigens für eure Kommentare – ich habe die Jungle-Tapete bestellt und bin schon ein bisschen aufgeregt, wie sie wohl aussieht – gibts heute mal wieder viele Reiseeindrücke von unserem Sri Lanka-Trip im Januar mit weniger Worten  ;-) „Der Zauber von Unakuruwa“ – dass mein Blogartikel zu unseren zwei Tagen in diesem verträumten Strandörtchen in der Nähe von Tangalle diese Überschrift tragen sollte, habe ich schon dort beschlossen.

Und das passiert mir sonst eher selten. Aber das Dörfchen vereint für mich, was den Zauber von Sri Lanka und den Reiz in diesem Land zu Reisen ausmacht. Das sind schmale Sträßchen mit bunten, kleinen Häusern, in denen freundliche Menschen wohnen. Gleich zwei wunderschöne Strände in unmittelbarer Laufweite. Abseits des Massentourismus, aber doch gerade so viel Infrastruktur zum wohlfühlen. (eine Hand voll Restaurants, Surfbrettverleih und Tuk Tuks, falls man sich fortbewegen möchte – aber warum sollte man sich von diesem entspannten Ort fortbewegen?)  Und dann hatten wir noch eine unglaublich schöne, geschmackvolle Unterkunft.

Das little Tamarind ist ein Boutique-Hotel mit – ich glaube – drei Zimmern und einem kleinen, frei stehenden Bungalow. Das Grundstück liegt an einem Hang, weshalb wir von unserem Balkon sowie von der Terrasse im Restaurant (wenn man bei den wenigen Tischen von Restaurant sprechen kann) einen traumhaften Blick über grün und das Meer hatten. Alles war sehr gepflegt, sauber und geschmackvoll eingerichtet. Das freundliche Personal macht Frühstück und fragt morgens, ob man abends im Haus essen möchte. Danach werden die Zutaten frisch im Markt eingekauft. Wir haben einmal abends im Hotel gegessen und sonst mittags und am anderen Abend in einem der Restaurants der Locals am Strand.

Als wir am abend am Strand entlang spaziert sind, haben wir einen jungen Mann getroffen, der unheimlich stolz war, ein neues Restaurant eröffnet zu haben. Wir haben dann ein bisschen mit ihm geratscht und ein Bier zum Sundowner dort getrunken, am nächsten Abend sind wir wieder gekommen. Bei diesen kleinen Restaurants am Strand ist es noch ziemlich unsprünglich: Man sitzt auf Plastikstühlen und der Koch zeigt den frischen Fang aus dem Meer. Außerdem gibts noch die typisch singalesischen Gerichte wie Curries oder String Hoppers und die asiatischen Evergreens wie fried Rice oder Noodels auf der Karte. Sri Lanka ist im Vergleich zu Deutschland ein armes Land. Und trotz der süßen Häuschen, bunten Kleider und ihrem warmen Lächeln können viele von fließendem Wasser, Müllabfuhr und anderen Annehmlichkeiten, die für uns Basics sind, dort nur träumen. Und auch wenn ich im Urlaub gerne in schicke Läden und Hotels gehe, haben wir auch immer darauf geachtet, die Locals zu unterstützen. Bei diesen kleinen Restaurants haben die Menschen versucht, was aus ihrem Dorf zu machen – es stehen keine großen Investoren oder Hotelketten dahinter. Und auch wenn nur eine nackte Glühbirne abends über dem Tisch hängt und der Kellner auch mal die Bestellung verwechselt hat, war ich gerne dort Gast.

 

Ein kleines Cafe, dass ein bisschen stylischer ist, haben wir auch entdeckt – dort werden auch zwei Bungalows vermietet – das Aga Surf View. Wir sind dort einmal nachmittags eingekehrt. Ich habe zwar die Zimmer nicht gesehen, aber es sah online auch sehr schön aus. Würde ich auch als Unterkunft in Erwägung ziehen.

Wie überall an den kleineren Örtchen an der Südküste sieht man auch noch einzelne Ruinen des Tsunami-Unglücks. Was auf den ersten Blick fast verwunschen und sogar malerisch wirkt, lässt einen doch schnell daran erinnern, dass diese ungeheure Katastrophe sich wirklich genau an diesem Ort abgespielt hat, viele Menschen ihre Liebsten verloren und/oder wirtschaftlichen Totalschade erlitten haben, und beschert einem immer wieder Gänsehautmomente.

Viel mehr gibt es von Unakuruwa eigentlich nicht zu erzählen, es liegt ein paar Kilometer vor Tangalle. Tangalle direkt hat mir nicht so gut gefallen – ist halt eine Stadt mit Geschäften an der Straße aber rund um Tangalle gibt es wohl viele solche Örtchen mit traumhaften Stränden und schönen Unterkünften und eine Lagune. Man kann also auch ein bisschen länger bleiben und mit dem Tuk Tuk zu den verschiedenen Stränden fahren. Wenn man ein kleines, verträumtes Strandörtchen sucht, ist man hier bestens beraten. Wer schicke Bars und etwas mehr Unterhaltung, Party oder ähnliches braucht, wird sich eher langweilen, wir waren manchmal sogar alleine am Strand.

Mehr zu Sri Lanka:

Villa Vista in Haputale, Zentral Sri Lanka

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende – möge der Frühling aus seinem Versteck kriechen ;-)

Interior Update // Meine Frühlingsprojekte fürs Zuhause

Nach ewigen Zeiten bin ich mal wieder hochmotiviert ein paar Einrichtungsvorhaben zu realisieren. Ich bin ja leider ein unordentlicher Mensch und unsere 96qm Wohnung, die für Münchner Verhältnisse zu zweit recht großzügig ist, stellt mich regelmäßig vor die Herausforderung, sie auch angemessen zu bewohnen. Die offenen Baustellen kann ich nämlich gut verdrängen, indem ich mich einfach in einem anderen Zimmer aufhalte. Und während ich manchmal von einem alten Bauernhäuschen auf dem Land träume, bin ich in der Realität nicht mal im Stande eine 3,5 Zimmer Wohnung komplett einzurichten. Da frage ich mich schon, wie denn einmal der imaginäre Garten mit der imaginären Kaninchenauffangstation und den imaginären Gästen meiner Frühstückspension versorgt werden sollen. Ähm aber nun zurück zur Realität:

Vor zwei Jahren ist meine Mitbewohnerin mitsamt Kaninchen aus und mein Freund bei mir eingezogen. In den zehn Jahren, in denen ich die Wohnung mittlerweile bewohne (ein Hoch auf alte Mietverträge), hat sich einiges geändert. Vor dem Einzug von Mr.X haben wir gründlich renoviert und unsere Liebes-WG mehr oder weniger eingerichtet. Aber ab einem bestimmten Status haben wir nicht wirklich weiter gemacht und während der Freund eigentlich ganz zufrieden ist, bin ich mit ein paar Ecken noch nicht so glücklich. Deshalb habe ich Anfang des Jahres beschlossen, die offenen Baustellen endlich im Frühling anzugehen.

Blöd bei meinen Einrichtungsbemühungen ist auch immer, dass ich nicht wirklich so stilsicher bin, wie ich es gerne wäre. Ich kann mich nämlich für unheimlich viele Stile total begeistern. Landhaus, Boho, oder doch ein bisschen Skandinavisch? Alle toll! Retro und Flohmarktstücke? her damit! Midcenturystyle? sowieso! Ach und bloß nicht Ethno vergessen!  Ihr könnt erahnen, was in meinem Kopf los ist, wenn ich ein Konzept finden will,  das nicht ein großes durcheinander und Kuddelmuddel ist, sondern eines in dem man sich wohlfühlt und das was ausschaut. Meine pragmatische Lösung: Wenn ich schon nicht DEN einen persönlichen Stil entwickeln kann, nachdem ich intuitiv einrichte, gehe ich das Ganze halt strategisch an und überlege mir eine Stilrichtung pro Raum.

Bei zwei Räumen bin ich damit zumindest schon recht gut gefahren: Unsere Küche im modernen Landhausstil und das Schlafzimmer im „Milch-Honig-Farbkonzept“ mit Midcentury-Elementen sind die beiden Räume in denen ich mich am liebsten aufhalte und mit der Einrichtung glücklich bin. Das Wohnzimmer sollte mal eine Urban-Jungelige-Boho-Oase werden – ich würde sagen, das ist so halb ausgegoren und hat noch Potenzial.

Nachdem ich aber gestern nach zwei Jahren erfolgloser Suche zufällig auf dem Wiesn-Flohmarkt ENDLICH einen schönen, nicht versifften und vor allem bezahlbaren Perser-Teppich in rot und blau gefunden habe, ist das Wohnzimmer auf meiner Zufriedenheits-Skala sprunghaft angestiegen, wenn auch noch nicht vollendet.

Bleiben noch die Räume, mit denen ich weniger zufrieden bin: Das halbe Zimmer, unser Abstell/Schuhkammerl alias zukünftiges Homeoffice und der größte Dorn in meinem Auge: Unser Ankleide- bzw. Gästezimmer: Hier stehen unsere Kleiderschränke, das alte Bett von Mr.X als Gästebett,  ein mit nicht aussortierten, verstaubten Sachen vom Umzug vollgestoftes Expeditregal, Bügelbrett und Wäscheständer. Die Tatsache, dass ich es HASSE Kleider einzuräumen verschlimmert das ganze noch, weil auf Gästebett und Boden diverse Wäschekörbe mit meiner gewaschenen Wäsche rumliegen.

Weil der Schrank sowieso dringend aussortiert gehört und ich schon lange ein praktischere Schranksystem möchte, habe ich jetzt beschlossen: Die Tage dieses immer mehr zur Rumpelkammer verkommenden Raumes sind gezählt! Ha! Ich habe eine Vision von einer Gäste-Wohlfühloase mit Ankleide- und Schminkplatz. Aktuell renne ich nämlich auch immer mit meinen Klamotten ins Schlafzimmer um mir dort das Outfit anzusehen und mich zu schminken, weil im Ankleidezimmer kein richtiger Spiegel ist und ich mich im Schlafzimmer einfach wohler fühle. Das soll auch ein Ende haben.

Und damit ich meine To Dos etwas planen kann, nutze ich nutze den Blog mal wieder um meine Gedanken zu sortieren. Vielleicht inspiriert es ja euch gleich mit, einige ungeliebte Stellen zuhause in Angriff zu nehmen, oder ihr habt Ratschläge für mich? Oder zufällig ein passendes Stück, was ihr nicht mehr braucht und verkauft? Pinterest ist mir zwar eine große Hilfe, aber das ganze zu gliedern hilft noch mehr, vor allem weil ich immer gerne schaue, ob ich einige Dinge auch gebraucht bekomme, was mit einer To-Do-Liste einfacher ist.

Welches Konzept habe ich mir also überlegt? Eigentlich bin ich ja bei allen Stilen, für die ich mich so begeistern kann, am wenigsten der Typ für klares, modernes Design. Auch Räume, die nur aus IKEA bestehen, sind mir zu wenig individuell. Trotzdem wäre diese Richtung hier ganz praktisch, aufgrund der Voraussetzungen (Bett und Schrank vom Freund) und weil ich glaube, dass es so am einfachsten und günstigsten umzugestalten geht und mit der richtigen Deko bekommt man auch den Dreh zum geschmackvollen Styling hin.

  1. Die Kleiderschrankwand
    Die linke Wand des Zimmers besteht schon jetzt zur Hälfte aus dem Pax-Schrank von Mr.X. An dem hält er fest und da lässt er sich auch leider nicht für andere Varianten oder Kombinationen überreden. Ich habe online nämlich schon einige tolle Pax-Lösungen gesehen, die offen sind und für uns beide zusammen toll wären, zum Beispiel so wie hier:

    Bildquelle: www.followthepinkfox.com / Pinterest

    Aber er hat sein Ordnungssystem und das bleibt so basta.  Sein Schrank hat Türen, da könnte ich einfach zwei oder drei Elemente anbauen und es wäre wie aus einem Guss. Die linke Wand wird also eher praktisch aus weißen PAX-Schränken bestehen und endlich genug Platz für mein Kleiderchaos haben. Auf den Inspo-Bildern sind keine Türen, aber bei der Innenaufteilung tendiere ich zu einem ähnlichen Konzept wie beim zweiten Bild, würde auch vom Platz her gut passen.

    Bildquellen: Ikea, Dariadaria via Pinterest

    2. Styling- und Wohlfühlsideboard
    An der Wand gegenüber hätte ich gerne geschlossenen Stauraum aber auch Platz für Deko und einen Spiegel zum Schminken und Ankleiden. Alle Wände in unserer Wohnung sind bisher weiß. Ich hätte mal wieder Lust mit Farbe zu spielen und zu experimentieren. Damit das Zimmer nicht zu clean wirkt, könnten wir die Wand hellgrau streichen. Rechts im Zimmer steht noch ein antiker grüner Kachelofen, der zur Wohnung gehört. Weil ich ja auch Pflanzen liebe, könnte das Farbkonzept im Zimmer grau, weiß, grün und natur bzw. Holztöne sein. Und auch wenn ich total gerne ein 60er Jahre Sideboard hätte, glaube ich zu den Pax-Schränken und dem moderneren Gästebett gehe ich lieber mit einem schlichten, weißen Besta auf Nummer sicher. Das würde ich auch aufhängen, weil man es bei unseren dicken Fußleisten nicht ganz an die Wand schieben kann, wenn es am Boden steht.

    Interior-Ideen Besta-Sideboard vor grauer Wand , Bildquellen gesammelt auf Pinterest

    3. Klimbim auf dem Sideboard

Um den cleanen IKEA-Touch ansprechend und persönlicher zu machen, bräuchten wir dann noch passende Bilder und Rahmen. Hier muss ich mal schauen, ob ich eigene Fotografien entwickeln lasse und/oder auf Etsy oder Dawanda fündig werde.

Bilquellen gesammelt auf Pinterest

Ein passender Spiegel auf dem Sideboard oder aufgehängt und Pflanzen sowie einen Behälter für meine täglichen Schminkbasics kommen auch noch dazu. Ein industrial mäßiger secondhand Spiegel wäre toll. Alternativ gefallen mir diese Spiegel von Housedoctor außerodentlich gut:

Spiegel mit Metallrahmen von Housedoctor – Bildquellen gesammelt auf Pinterest

4. Gästebett
Das Gästebett steht hinten rechts im Eck und bleibt so stehen. Hier möchte ich ein wenig rumprobieren, was als Nachttisch gut aussieht. Ich hätte noch eine Weinkiste oder einen weißen Holzstuhl zuhause. Farblich passendes Bettzeug und Kissen würden das Zimmer auch gleich viel stimmiger machen. Hier muss ich erstmal einen Kassensturz machen, wieviele Kissen in welcher Größer noch so zuhause rumfliegen. Dann bräuchte ich nur noch die Bezüge. Ob und wie ich die Wand am Bett mit einem Regal oder Bildern noch verschönere, habe ich noch nicht final überlegt. Bei meiner Nachttischlampe bröckelt schon der Schirm. Wenn ich einen neuen finde, würde die dann ins Gästezimmer wandern und ich mir eine andere passende fürs Schlafzimmer suchen.

Ideen fürs Gästebett – Bildquellen auf Pinterest

Das hat aber Prio 2 genau wie die folgenen Punkte:

5. Fenster
Am Fenster hängt noch eine alte Vorhangstange, die nicht so zum neuen Stil des Raumes passt. Aber wirklich störend ist sie auch nicht. Hier muss ich noch überlegen, welche Vorhänge oder Jalousie passen könnten. Auch ob und wie das Fensterbrett dekoriert werden sollte, ist noch offen.

6. Lampe und Boden
Der Kronleuchter, den ich noch von meiner Oma habe, und noch von meinem alten WG-Zimmer dahängt, passt dann wahrscheinlich auch nicht mehr ins Konzept. Und als letztes hätte ich noch gerne einen Teppich und vielleicht einen Sitzpouf und eine Stehpflanze um den Raum gemütlicher zu machen.

urban jungle wallpaper – bildquelle Pinterest

7. Oder doch mal mutig sein?

Eigentlich hatte ich meine Gedanken schon geordnet und diesen Post geschrieben und plötzlich ist mir anstatt der cleanen Lösung mit der grauen Wand eingefallen, dass es ja so tolle Pflanzenprints gibt. Und wo wenn nicht in einem „nicht so wichtigen“ Zimmer mal was ausgeflipptes ausprobieren? Die eine Wand mit so einer tollen Tapete, das Schränke, Sideboard und Bett wie geplant. Nur die Deko könnte wieder etwas mehr in Richtung Boho gehen und der Kronleuchter würde wieder passen….
Hmmm ich bin verwirrt, wie es halt so ist wenn man plötzlich schockverliebt ist – auch wenn es nur eine Tapete ist.. Die Tapeten auf Etsy oder Dawanda sind selbstklebend und abziehbar…also das Risiko wäre bis aufs Geld nicht sooo groß. Was meint ihr dazu? Lieber vernünftig oder verrückt? Ich würde gerne das nächste, lange Wochenende für die Umgestaltung des Raumes nutzen.. da müsste ich gleich morgen so eine Tapete bestellen… Mr.X findet beide Varianten gut.. also der ist bei der Entscheidung auch keine große Hilfe… nur würde er gerne sein Rad aufhängen, wie auf diesem Bild, aber bevor es unseren Gästen beim Schlafen auf den Kopf fällt…lieber nicht ;-)

So das war jetzt wieder mal ein langer Text aber mir war danach, ein bisschen aus dem Nähkästchen zu plaudern. Drückt mir die Daumen, dass der Nachher-Blogpost mit Bildern des umgestalteten Raumes bald  folgt und dass ich nicht die Motiviation verliere und alles so umsetze wie geplant! Und wenn das hinhaut, warten schon Balkon, halbes Zimmer und Wohnzimmer auf ihr Makeover ;-)

Aus meiner Lunchbox // Frühlingssnack mit Erdbeeren, Rhabarber und Chiapudding {vegan}

Dieser Blogpost war erst gar nicht geplant – aber ich habe irgendwann von Sonntag auf Montag spontan diesen schicken Frühlingssnack für die Lunchbox (streng genommen kommen Schraubgläser natürlich nicht in die Box sondern dazu) erfunden und am Montag vor der Arbeit angesichts der Fotogenität schnell noch ein paar Bilder für Instagram geschossen. Als dann aber sowohl Mr.X – der eigentlich überhaupt keinen Chia-Pudding mag – als auch ich geschmacklich von der Kombination positiv überrascht waren und das Ganze auch noch einfach zuzubereiten geht und in einem Schraubglas sowohl perfekt für to go ins Büro ist, ALS auch angebertechnisch beim Osterbrunch oder sonstigen Events mit Besuch was hermacht UND ich die Rhabarbersaison auch noch damit eingeläutet habe, habe ich gerade beschlossen, das Ding schnell mit den Fotos vom Montag, die ich intuitiv sowieso mit meinem neuen Lieblingsobjetiv geschossen hatte, zu bloggen. Vielleicht ist ja der ein oder andere in Schichtlust oder überlegt, wie er was gesundes hübsch verpacken kann, dann habt ihr hier jetzt was ;-)

Dabei bin ich eigentlich gar nicht so der Chiapudding-Fan. Vor zwei Jahren gab es in der Foodbloggerszene ja gefühlt kein Retten mehr vor dem glibberigen Zeug und ich habe mich immer gefragt, was der Hype denn soll. Denn die Dinger sind ja nicht gerade günstig. Zwar gesund und weil man sie so lustig schichten kann auch irgendwie hübsch anzusehen aber geschmacklich nicht so der Knaller. Ich habe also seit geraumer Zeit noch Chiasamen rumstehen und die immer so neben den Leinsamen (die Wahlmünchnerin in mir hatte erst „Laimsamen“ geschrieben, haha) in geringen Dosen ins Müsli gestreut nach dem Motto: Hier könnt ihr eure volle gesunde Wirkung entfalten, aber geschmacklich nichts anrichten.

Während andere beim Chia-Pudding auch oft die Konsistenz ganz schlimm finden, hat mich das übrigens eher gereizt, dem ganzen noch eine Chance zu geben – erstens wie bereits erwähnt: die Optik und zweitens mag ich so glitschiges Zeug schon irgendwie. Ich war auch total fasziniert, als ich vor dem großen Hype das erste Mal 2009 in Kuala Lumpur Bubble Tea getrunken habe, war danach bekennende „Black Pearl Milk Tea“ Trinkerin und fand es immer witzig, wenn so eine Tapioka-Pearl in meinem Mund gelandet ist – das war noch vor meinen zerowaste Bemühungen ;-) Aber zurück zu meinem Chiapudding. Die zentrale Frage war also, was macht man mit gesundem Superfood „Froschlaich“, wenn der nach gar nix schmeckt? Ich habe überlegt, dass in den Glibber einfach mehr Geschmack rein muss – und siehe da: Das Geheimnis liegt im Einweichen: Ich habe die Chiasamen einfach in Kokosmlich eingeweicht. In Kombination mit dem fruchtigen Pürree ist das ganze nicht nur total cleaneating mässig healthy, instatauglich, vegan, challengetauglich, glutenfrei, mit saisonalen Frühlingsfrüchten bestückt und weiß der Teufel was SEO-Profis alles noch in diesen Text schreiben würden ;-)  sondern auch noch lecker.

Das ergibt also dann folgendes Rezept für zwei Schraubgläser à ca. 200ml:

2 Esslöffel Chia-Samen in ein Schälchen geben und Kokosmilch einfüllen (ca. 120ml). Ich habe in den ersten 15 Minuten nochmal ab und zu umgerührt, dass die Samen gleichmäßig quellen und nicht klumpen und gesehen, dass es etwas zu wenig Flüssigkeit war und noch etwas Wasser nachgefüllt. Wer möchte kann einen Spritzer süßen Sirup (Ahorn, Agave was ihr wollt) zum Süßen dazu geben. Das ganze über Nacht (oder mindestens zwei Stunden) quellen lassen. Am nächsten Tag ist der Pudding fertig, nochmal gut umrühren und in die untere Hälfte/ Drittel der Gläser füllen.

Zwei Stangen Rhabarber in Stücke schneiden und in einer kleinen Auflaufform im Ofen bei ca. 200 Grad erhitzen, bis er weich und kompottartig ist. Zusammen mit ca. 8 Erdbeeren (je nach Größe) in den Mixer geben. Je nach Geschmack ein bis zwei Esslöffel (pflanzlichen) Joghurt und optional etwas Zitronenschalenabrieb und Süße dazugeben. Alles pürieren und langsam über den Chiapudding gießen, die Schicht ergibt sich automatisch.

Als Topping kleine Erdbeerstückchen darüber streuen und je nach Lust, Laune und Vorräten verzieren. Ich habe Haselnussstückchen genommen, kann mir aber auch gut Krokant, weiße Schokolade, Kakaonibs oder ein Minzblatt vorstellen. Wenn ihr mit einem Holzstäbchen an der Seite am Glas entlang fahrt, könnt ihr Effekte in den Pudding „malen“ weil dann das Fruchtpürree runterläuft. Filigran begabtere und geduldigere Menschen als ich können sich auch an vier Schichten probieren.

Schmecken tut am besten alles zusammen, also vor dem Verzehr einfach alles umrühren. Ihr könnt alternativ bestimmt auch gleich die Früchte mit der Kokosmilch pürieren und das ganze dann mit den Chiasamen quellen lassen –  habe ich noch nicht probiert und die tolle Optik hat man dann auch nicht – obwohl so ein pinker Pudding bestimmt auch was hat ;-)

Übrigens, während ich diesen Text verfasst habe, ist mir eingefallen, dass es ja noch eine tolle Möglichkeit gibt, die gelierende Wirkung der Chia-Samen zu nutzen, so dass es nach was schmeckt, denn kann man damit ganz unkomplizert und schnell frische Marmelade machen, hier ein Rezept, das ich bei Jasmin gesehen habe. Muss ich auch mal ausprobieren. Ich wünsche euch noch eine tolle Erdbeer- und Rhabarberzeit. Und Spargel und Schokohasen und überhaupt was jetzt alles noch tolles Saison hat ;-) *thea

Outfit „waiting for Summer“ and a Sunday walk to „goldene Bar“

In der letzten Zeit habe ich es mir angewöhnt, meine Kamera öfter einfach mal in die Handtasche zu packen. Einerseits habe ich seit ein paar Wochen ein neues Objektiv mit Festbrennweite, das etwas leichter als mein Zoom-Kit-Objektiv ist. Man muss sich schon etwas umgewöhnen, wenn der Zoom plötzlich von den Füßen übernommen werden muss, aber mir macht das Knipsen gerade richtig Spaß und die Bilder gefallen mir auch schon recht gut. Andererseits brauche ich gerade im Job auch öfter meine Kamera und so ist sie jetzt öfter im Alltag mit dabei.

Das schöne daran ist, dass ich eigentlich schon länger wieder mehr über Restaurants oder meine Freizeitbeschäftigungen und Lieblings-entdeckungen in München schreiben wollte, aber das extra für den Blog zu planen, Kamera einpacken und so weiter war dann nie wirklich praktikabel. Zwar habe ich immer noch oft Hemmungen, in Restaurants meine Kamera auszupacken und Fotos zu machen – aber auf Reisen ist es mir ja auch egal und so spiele ich halt Tourist in der eigenen Stadt oder Münchenblogger -)

Ich finde auch, dass solche Beiträge vielleicht wieder mehr dem ursprünglichen Bloggedanken näher kommen, wiel ich so wieder mehr aus dem alltäglichen Leben erzähle, was ich so mache und unternehme – auch wenn die Bilder dann vielleicht nicht so schön werden, weil es schon dunkel ist oder einfach zu viele Leute im Weg.

Und während sich gerade die Sonne durch die dicke Wolkendecke kämpft, die München in den letzten Tagen nicht losgelassen hat, zeige ich euch die Bilder von unserem Spaziergang letzten Sonntag und eines meiner Lieblingsoutftis für die Überganzgszeit. Egal ob Herbst oder Frühling, die dicke Strickjacke von Kontatto zusammen mit meiner liebsten veganen Lederleggins, meiner knallroten Handtasche und einem Schal ziehe ich immer gerne als Vor – oder Nach-Stufe zum Wintermantel an. Mit dem Unterschied, dass ich im Herbst so richtig den Schichtlook und die goldenen Sonnenstrahlen genieße, während ich es im Frühling so gar nicht erwarten kann, dass die Blätter endlich grün werden, alles nicht mehr so kahl ist und ich überhaupt keine Jacke mehr bzw. nur eine dünne Jeansjacke brauche.

Ihr seht, ich bin nicht wirklich der Frühlingsmensch, vor allem weil es hauptsächlich ein Warten darauf ist, bis die Sonne endlich stark, die Blätter grün und die Temperaturen warm sind. Trotzdem freue ich mich schon sehr darauf, trotz drohendem Heuschnupfen immer mehr Zeit draußen zu verbringen und anstatt zuhause gemütlich Cocooning zu betreiben die Stadt für mich zurück zu erobern. Und da kommen wir auch gleich zu einem meiner Lieblingsplätze in München: Der goldenen Bar.

Letzten Sonntag sind wir dort eingekehrt und es war gerade die typische Kaffee-Sonntags-Rushhour. Daher war es entsprechend voll und ich habe nicht ganz so viele Fotos machen können und ein paar Handyschnellschüsse sind auch dabei. In die goldene Bar kann man aber auch toll abends zu feinen Cocktails oder Longdrinks einkehren oder bei wärmeren Temperaturen auf der schönen Terrasse sitzen – hier mal ein Foto aus wärmeren Zeiten:

Die Bar ist in der Prinzregentenstraße direkt anschließend an den englischen Garten im Haus der Kunst. Ich mag den Stil sehr, bei dem das wuchtige historische Beton-Gebäude mit dem goldenen Decor und den Metall- und Holztischen im Midcentury-Design in Kontrast steht. Alt und Neu, chic und lässig treffen hier entspannt aufeinander, was auch ein bisschen beim Publikum und dem Personal so ist. Ich freue mich schon auf eine lauen Abend mit netten Leuten und Weißweinschorle im Sommer auf der Terrasse der goldenen Bar.

Und jetzt wünsche ich uns allen ein wunderbars Frühlingswochenende – die Sonne hat sich mittlerweile durchgekämpft und es wird Zeit für meinen Samstagsspaziergang zum Wochenmarkt. Was haltet ihr von meinem Plan, öfter mal von Restaurants und Co zu berichten, wo ich mich in München so rumtreibe – auch wenn die Bilder vielleicht nicht so hochwertig werden? Happy weekend euch allen

*thea

Municorn’s Lieblinks im März

Nach dem Motto „Sharing is Caring“ habe ich mal wieder ein paar Links mitgespeichert, die mir in den letzten Wochen beim Lesen in diversen Feeds über den Weg gelaufen sind und bei denen ich denke, dass der ein oder andere vielleicht auch was damit anfangen kann beziehungsweise bei denen ich mir selbst ein Lesezeichen setzen wollte:

Bilduellen jeweils im folgenden Text verlinkt: Dariadaria, Liebewasist, goodtravel, coralinart, femtastics

Als alte Reise-Researcherin bin ich bei „goodtravel.de“ gleich hellhörig geworden: Eine Plattform mit ausgewählten Unterkünften, die nicht nur besonders ansprechend und authentisch sind, sondern auch nach nachhaltigen Gesichtspunkten ausgewählt wurden. Ich habe schon ein paar Mal reingeklickt und finde wirklich, dass da ein paar schöne Perlen dabei sind, die mich optisch gleich überzeugt haben – das mit der Nachhaltigkeit ist natürlich doppelt gut.

„Ich habe einen spannenden Beruf, aber ich kann nie sagen, dass ich tatsächlich nicht der langweilige Mensch bin, der ich vorgebe zu sein.“ Nicht nur für Homeland-Fans interessant ist das Interview auf Femtastics mit zwei Mitarbeiterinnen des Bundesnachrichtendienstes. Ein Job zu dem man ja sonst wenig bis gar nicht weiß. Neben den Fragen, wie sie sich beworben haben und warum sie sich dafür entschieden haben, bekommt man interessante Einblicke in ihren Alltag. Zum Beispiel, was sie auf Parties antworten, wenn sie zu ihrem Beruf gefragt werden.

Für Blogger sehr nützlich, aber bestimmt auch für den ein oder anderen im Job oder privat: Carolin hat eine Liste mit ihren fünf liebsten Quellen für kostenlose Stock-Fotos zusammen gestellt, die man je nach Lizenz mit oder ohne Quellen-Angaben verwenden kann.

Maddie motiviert nicht nur mit ihren tollen Fotos auf Instagram und Co dazu, mal wieder die Yogamatte rauszuholen, sondern stellt eine Reihe toller Labels mit fair produzierter und stylischer Sport und Yoga Bekleidung vor. Ich habe mir ja schon einen Badenanzug im Jungle-Look rausgesucht – oder doch lieber das Yoga-Outfit? hmm auf jeden Fall lässt sich mit einem dieser Outfits bestimmt der innere Sport-Schweinehund schnell überwinden.

Ich nutze Pinterest sehr unregelmäßig, meistens wenn irgendein Interieur Projekt ansteht, um dafür Inspirationen holen. Die liebe Tina hat schonmal ein paar coole Ideen für kleine Räume zusammen gestellt, bei denen man sich inspirieren lassen kann. Da bekomme ich richtig Lust, mir endlich auch mal ein Konzept für unser halbes Zimmer alias Mini-Homeoffice to be zu überlegen.

Bildquellen jeweils im folgenden Tetxt verlinkt: veganmom, 23qmstil,luziapimpinella

Und natürlich habe ich mir auch wieder ein paar Rezepte abgespeichert, die ich bald ausprobieren möchte. Aktuell mache ich ja wieder die Vegan for fit Challenge in der Fastenzeit, das heißt kein Weißmehl, Industriezucker, Alkohol und Co – und dazu noch vegan. Diese Rezepte passen alle da rein und das wichtigste: hören sich alle sehr lecker an:

Da hätten wir zunächst die Rote Linsensuppe mit Ingwer und Spinat in Kokosmilch von Ricarda. Gefolgt von der Idee von Nic, Gemüsechips aus Wirsing zu machen, zusammen mit sehr hübschen Papiertütchen zum verschenken. Und zu Guter letzt einen leckeren und gesunden Porridge der etwas anderen Art aus Amaranth und Süßkartoffeln auf dem Blog von Anna, den ich übrigens gleich morgen früh nachkochen möchte.

So, ich hoffe, dass der ein oder andere interessante Linktipp für euch dabei war – ich habe in den letzten Wochen auf jeden Fall wieder einiges an Inspiration und Ideen für die verschiedensten Lebensbereiche gefunden, vielen Dank an alle verlinkten Bloggerinnen. Einen schönen Abend euch noch! Ich gehe jetzt mal den Amaranth einweichen ;)

*thea

Die Villa Vista in Haputale – ein Hideaway im wahrsten Sinne des Wortes

Nachdem ich noch Anfang des Jahres hochmotiviert verkündet habe, jede Woche einen Reisepost schreiben zu wollen – bin ich ganz schön im Rückstand. Dafür kommt hier endlich der erste Post zur Sri Lanka Reise, jipieh! Es ist doch immer so viel Arbeit die Fotos zu sortieren und zu bearbeiten, aber dafür ist in den letzten Tagen beim erstellen dieses Posts wieder so richtig die Zeit in Zentral-Sri Lanka vor meinem inneren Auge erschienen. Für den ein oder anderen Geschmack habe ich es beim Bilder bearbeiten vielleicht ein bisschen übertrieben – aber mir gefällt es so total gut, weil der Stil die verwunschene Dschungel-Atmosphäre so schön wieder gibt. Also tschüss einheitliches Farbschema, Blogdesign und Co – welcome to the Zauberwald!

Die Unterkunft, von der ich euch heute erzähle, ist wohl eine der besondersten in der ich je war. Sie rangiert auf der Romantik-Skala ganz weit oben, ohne dabei kitschig zu sein. Wir sprechen von einer Kolonialstil-Villa im Bergland von Sri-Lanka, die luxuriös aber nicht protzig ist, mit schönem Design, das aber nicht in die hippe oder überstylte Ecke geht und persönlichen, herzlichen Service bietet. Dennoch glaube ich, dass diese Art Unterkunft schon etwas speziell und nicht unbedingt jedermanns Sache ist – aber lest meine Geschichte von unserem Aufenthalt bei der Villa Vista Haputale und entscheidet selbst.

Ich habe ja schon öfter geschrieben, dass ich bei der Urlaubsrecherche ein kleiner Perfektionist bin. Ich pflüge mich durch das Internet auf der Suche nach Unterkünften, die etwas individuelles oder besonderes haben. Solche romantischen Unterkünfte und „Boutique-Villas“ mit dem Touch des Besonderen werden ja immer gerne als „Hidden Gems“, „Romantic Hideaway“ oder mit ähnlichen Begriffen beworben, was mich zugegebenermaßen auch gleich voll anspricht, ich bin quasi die personifizierte Zielgruppe (siehe auch das Titbild vom Beitrag hier haha).  Die Vorstellung, ein paar Tage mitten in der Natur in einem hübschen Haus zu verbringen, als Kontrast zu unserem Großstadt-Alltag ist doch immer sehr verlockend für mich.

Als ich die Route für unseren Sri Lanka-Trip zusammen gestellt habe, sollten auch ein paar Tage im zentralen Bergland dabei sein. Die meisten, die in Sri Lanka eine Rundreise machen, fahren direkt von Colombo Richtung Norden um sich dann alle ein oder zwei Tage mit ein paar Zwischenstops Richtung Strände im Südwesten der Insel vorzuarbeiten. Ich reise schon gerne rum, aber da wir beide ziemlich abgearbeitet waren und gleich nach der Landung auch Silvester anstand, haben wir erstmal mit zwei Stationen Strand angefangen. Danach hatten wir noch vier Nächte fürs Bergland zur Verfügung, bevor es ins Surf-Yoga-Camp ging, wo wir Samstags anreisen mussten, weshalb wir nicht so flexibel bei der Routenplanung waren. Ich habe dann etwas recherchiert und wollte während der vier Tage lieber an einem Ort im Bergland übernachten und von dort aus dann Tagesauflüge machen, weil ich es weniger stressig finde, als täglich meinen Rucksack zu packen und immer wieder aus und einzuchecken. Viele Backpacker nehmen den Zug oder Bus – andere haben dann einen Fahrer für die gesamte Zeit, der auch in gleichen den Hotels in Fahrerunterkünften übernachtet. Da wir aber nur einen Transfer hin – und von dort zurück zur Küste hatten, und für unsere Tagesausflüge einen Fahrer vor Ort gebraucht haben, haben wir das über die Villa Vista organisiert.

Ich habe also die Villa Vista im Internet gefunden – und mit google Maps überlegt, ob das, was ich gerne machen würde, von den Entfernungen als Tagesauflug möglich ist, und dann mal hingeschrieben. Obwohl es Hochsaison war, war sie noch frei. Ich habe auch von meinem Blog erzählt und mich sehr gefreut, dass der Manager offen für eine Kooperation war – ich wurde für die vier Nächte eingeladen – Essen und Fahrer haben wir separat bezahlt. Der normale Preis beläuft sich auf ca. 120 Euro pro Nacht pro Zimmer, also 60Euro pro Person aber mit Vollpension inklusive, was ich auch ok finde.

Nach über drei Stunden Fahrt mit einer anschließenden Hopser-Tour auf Schotterpisten und Waldwegen und mehreren Nachfragen des Fahrers bei Einheimischen (die Hinfahrt hatte unser vorheriges Hotel organisiert – und das Auto war nicht wirklich für die Strecke geeignet – unser Fahrer hat aber Ruhe und Geduld bewiesen und auch die Achsen vom Auto haben überlebt, woran ich zwischendurch schon gezweifelt hatte) und völliger Orientierungslosigkeit meinerseits,  fragt man sich dann doch, wie „hided“ so ein „Hideaway“ eigentlich sein muss, oder ob man mit einem der von mir verpönten großen Resorts an einer bequemen Zufahrtsstraße nicht doch besser bedient gewesen wäre. Diese Zweifel waren aber schon mit dem ersten Schritt aus dem Auto beseitigt. Denn nach der anstrengenden Fahrt über verschlungene Waldwege betritt man endlich eine Oase mitten in der Natur, bei der schon das Häuschen an der Einfahrt mit viel Liebe zum Detail gestaltet ist und schreitet mit weit aufgerissenen Augen durch das ansprechend gestaltete Areal.

Die Villa Vista hat drei Gästezimmer, wo insgesamt bis zu sieben Gäste übernachten können (ein Triple und zwei Doppelzimmer). Ich glaube an unserem ersten Tag ist ein anderes Paar abgereist, ich habe während der restlichen Zeit keine anderen Gäste gesehen. Unser Aufenthalt kommt mir im Nachhinein fast schon mehr vor wie in einer Privatvilla anstatt eines Boutique-Hotels. Vor Ort mit uns waren noch zwei Angestellte, die leider so gut wie kein englisch sprachen, was die weitere Planung etwas abenteuerlich machte – aber trotzdem war der Service und ihre freundliche Art super. Wir hatten ein schönes Schlafzimmer, mit einem eigenen Vorraum bzw. Wohnzimmer.

Im schön angelegten Garten gab es zwei Aussichtspunkte, mit Blick auf die Hügelkette, auf der die nächste Stadt Haputale liegt. Außerdem noch einen Pool und einen Outdoor-Essbereich. Der Tisch war jedes mal etwas anders dekoriert, mit verschiedenen schönen Kerzenständern, die beim Abendessen für Beleuchtung und Ambiente sorgten. Mein absolutes Highlight war, dass jeden Abend nur für uns die auf dem gesamten Grundstück verteilten Kerzen, Fackeln und Windlichter angezündet wurden, die uns den Weg zum Essen wiesen. So schön verwunschen war das! Ich bin immer noch ganz begeistert, wenn ich daran denke!

Das Essen war eine Mischung aus singalesischen Curries und westlichem Frühstück und jeden Tag etwas anders. Wir haben immer je nach unserem Tagesprogramm vorher die Uhrzeiten besprochen, zu denen wir essen wollten. Wie in einigen Unterkünften in Sri Lanka gewöhnlich, hat die Villa keine Alkohollizens. Es ist aber kein Problem, bei einem Laden unterwegs selbst etwas zu kaufen und mitzubringen, man kann sich die Getränke auch kalt stellen lassen.

Am ersten morgen dann um 11:00 hat es gehupt und unser Fahrer stand vor dem Tor. Er wohnt in einem kleinen Dörfchen ums Eck und fährt einen Van mit Allrad-Antrieb, so dass wir etwas schneller durch die Dschungelwege mit ihm gekommen sind, als bei der Hinfahrt. Trotzdem dauert es in die nächste Stadt Haputale schon so circa 40 Minuten – auch wenn es gar nicht viele Kilometer sind. Wem diese Abgeschiedenheit oder die damit verbundene Fahrerei also nicht taugt- sollte entweder eine zentralere Unterkunft suchen – oder sich ein paar faule Tage mit einem guten Buch am Pool in der Villa machen.

Ich fand die Mischung aus abenteuerlichen Ausflügen und Ruhe in der Villa aber genau richtig und würde es wieder so machen, vor allem weil das Ambiente so toll  verwunschen ist und man in der Gegend aber auch einiges unternehmen kann. Wir haben während unserem Aufenthalt drei verschiedene Tagesausflüge gemacht, von denen ich euch aber noch in einzelnen Blogbeiträgen genauer erzählen werde – hier ein Überblick:

Lipton’s Seat – Aussichtspunkt mitten in Teeplantagen mit kleiner Wanderung durch das Teeanbaugebiet, wo schon der alte Sir Lipton seinen Tee angebaut hat
Ausflug mit dem Zug nach Ella – kleine Wanderung zur Nine Arches Bridge
Mit dem Zug von Haputale nach Ella
Ausflug zum Horton-Plains-Nationalpark
Wanderung durch das Grasland im Horton Plains Nationalpark

Unterwegs sieht man die wunderschöne Natur Zentral-Sri Lankas und bekommt Eindrücke vom Leben der Menschen dort. So sieht man zum Beispiel nach Schulschluss die Kinder in ihren weißen Uniformen auf dem Weg zurück in ihre Dörfer, Teepflücker bei der Arbeit und die Häuser und Dörfchen am Wegesrand.

Blick aus dem Auto

Etwas schade war auch hier, dass der Fahrer so wenig englisch konnte – ich hätte ihn sehr gerne mehr zu Land und Leuten gefragt beziehungsweise mich mit ihm unterhalten. Aber wir haben öfter Teile seiner Familie ein Stück mitgenommen, da wir immer an seinem Haus vorbeigefahren sind – wo die Eltern einen kleinen Kiosk betreiben. So haben wir die kleinen Söhne, seine Eltern und die Schwager kennengelernt und uns mit Händen, Füßen und englischen Brocken verständigt. Auf dem Heimweg haben wir immer kurz dort angehalten und einen Joghurt für die restliche Fahrt reingereicht bekommen, sehr süß und nett – trotz Sprachbarriere.

Unsere vier Tage dort waren ein schönes individuelles Erlebnis weit fernab des Massentourismus. Wer also auch gerne mal eine Zeit in Abgeschiedenheit verbringt, dem kann ich die Villa Vista sehr empfehlen. Es gibt dort übrigens auch kein Wifi und keine Kartenzahlung. Wer eher auf praktische Wege, in Nähe von Bahnhof und Co setzt, wird dort wohl nicht so glücklich. Aber egal welcher Reisetyp ihr seid: Das zentrale Bergland in Sri Lanka bietet so eine schöne Landschaft und verschiedene Ausflugsmöglichkeiten, wenn ihr also einmal dort hin reisen solltet, macht keinen reinen Strandurlaub – ihr verpasst sonst definitiv ein Highlight!

Vielen Dank an die Villa Vista für die freundliche Einladung – meine Leser können sich wie immer sicher sein, dass hier nur meine persönliche Meinung steht.