Goldene Milch, Gewürze mit heilender Wirkung und was eine Fahrt im Skilift damit zu tun hat

goldene-milchGoldene Milch wurde schon im letzen Winter ziemlich gehyped und geistert auch jetzt zur kalten Jahreszeit vermehrt in meinem Feed herum – und  jetzt muss die Alte auch noch auf der goldenen Welle mit surfen, haha ;-) Aber beim ratschen mit meinen Mädels habe ich gemerkt, dass goldene Milch außerhalb der Blogger und Instawelt noch gar nicht so ins Bewusstsein vorgedrungen ist. Und weil ich auch einige Leser habe, die sich sonst eher in der analogen Welt rumtreiben, ich aber die goldene Milch mittlerweile liebe und nicht nur als super leckeren und belebenden Wohlfühldrink, sondern auch als Anti-Erkältungswaffe einsetze, bekommt sie jetzt auch hier einen Eintrag. Sie ist auf jeden Fall „worth the hype“ und goldene Milch, beziehungsweise die Gewürze darin werden in der aryuvedischen Medizin schon seit Jahrtausenden wegen ihrer heilenden Wirkung eingesetzt. Darauf bin ich aber zunächst gar nicht nur über die hippen Blogster gekommen – sondern wie es manchmal so ist – erst hört man jahrelang gar nichts von einem Thema und dann kommt es zufällig so oft an einem vorbei, dass man sich doch mal mit beschäftigt und plötzlich unabsichtlich ein ganz neues Wissen aufbaut und das kam so: (wem die Ankedote zu lange ist – einfach zum Rezept runterscrollen)

Anfang des Jahres machen Mr.X und ich einen Ski-Tagestrip ins Zillertal. Im Gegensatz zu den (zumindest in meinem Kopf) eleganten und sportlichen Schwüngen auf der Piste, resümiert der Freund im Sessellift über die körperlichen Zipperlein, die halt so mit fortgeschrittenem Alter Ü30 Einzug halten. U30? lache ich – ich hatte ja schon mit Ende zwanzig, nach einer missglückten Yogastunde Schmerzen im Knie und seitdem knirscht es bei jedem Treppengang ganz laut, angeblich eine Art Artrose – weil der Knorpel sich wohl abnutzt und gegen die Kniescheibe reibt – muss man halt akzeptieren, werfe ich schulterzuckend ein. „Kennet Sie den Dr. Feil?“ kommt es da überraschend vom linken Außenplatz des Lifts in bestem schwäbisch von einem Herrn im besten Alter, der sich ganz begeistert und hochmotiviert ins unsere arthrotische Unterhaltung einklingt. „Ja, wissens (ich kann leider nicht so gut schwäbisch schreiben – einfach dazu denken) ich habe eine Firma, und mein Mitarbeiter hat solche Probleme mit den Gelenken – da habe ich ihm – und noch anderen gesagt, sie sollen jeden Tag den Gewürzjoghurt vom Dr. Feil essen und jetzt rennen sie wieder wie die Rehle – auch wenn der schon über 60 ist“. Ah ok – nein, den mit seinem Joghurt kenn ich nicht  – noch nie davon gehört – ich steige aus dem Lift aus und schwinge mich wieder auf die Ski.

Eine Woche später – ich bin mit einer Freundin im Auto unterwegs und wir unterhalten uns über unsere sportlichen Männer und was sie gerne auf dem Essensplan hätten im Gegensatz zu unserem Geschmack – und da meint sie: Ja, und seitdem ich dem M. das Dr. Feil Buch geschenkt habe, kann ich beherzt alles lecker asiatisch würzen, weil das die Selbstheilungskräfte im Körper aktiviert – und beim sporteln hilft, gut zu regenerieren.“ Hm – schon wieder dieser Dr. Feil und die Gewürze. Ich werde neugierig und stoße ziemlich schnell auf seine Website mit vielen Infos zur Ernährung für Gelenke und auf diverse Seiten mit Rezepten für diesen Gewürzjoghurt bzw. Quark der so gesund und berühmt sein soll. Ich bin nicht tiefer in die Lehren des Dr. Feil eingestiegen- dafür knirscht mein Knie wohl noch zu leise – dafür habe ich folgende Quintessenz für mich mitnehmen können: Einige Gewürze haben eine entzündungshemmende, heilende Wirkung  unter anderem auch bei Krankheiten der Gelenke. „Besonders entzündungs- und schmerzsenkend wirken die Gewürze Chili, Kurkuma, Zimt und Ingwer sowie alle grünen Kräuter: Oregano, Petersilie, Schnittlauch, Salbei, Thymian, Rosmarin, Liebstöckel, Basilikum, Koriander, Dill usw.“ (Quelle Dr. Feil) Das hat mir schonmal super gefallen, denn Curries und Co liebe ich sowieso und grüne frische Kräuter werten meiner Meinung nach sowieso fast jedes Gericht auf. Also habe ich habe ich mir vorgenommen, noch öfter damit zu kochen.

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Als dann die ersten Blogs, die ich abonniert habe, über goldene Milch geschrieben haben, war ich ja sowieso schon empfänglich für das Gewürzthema und habe gemerkt, dass da ja genau die gleichen Gewürze drin sind – allen voran Kurkuma, das ich erst 2010 bei einem Kochkurs in Indien kennengelernt habe, das Gewürz, das den Curry gelb macht und dem in der chinesischen und aryvedischen Medizin verschiedene Wirkung nachgesagt wird: „Kurkuma entgiftet die Leber, wirkt Völlegefühl entgegen und kurbelt die Verdauung an. Das Curcumin im Kurkuma wirkt stark entzündungshemmend und schmerzlindernd, und wird deshalb vor allem bei Arthrose- und Rheuma-Erkrankungen eingesetzt. Es wirkt antioxidativ, antiseptisch und stärkt das Immunsystem, senkt sowohl einen Blutzuckerspiegel als auch hohen Blutdruck und wirkt dabei regulierend auf den Cholesterinspiegel. Da Curcumin kaum wasserlöslich ist, wird es im allgemeinen mit einem hochwertigen Öl eingenommen, z.B. Kokosöl oder einem anderen nativen Öl. Es empfiehlt sich außerdem, dem Kurkuma unbedingt etwas gemahlenen schwarzen Pfeffer zuzugeben, da das im Pfeffer enthaltene Alkaloid Piperin die Resorbierbarkeit von Curcumin um den Faktor 2.000 erhöht. Piperin kommt vor allem im Schwarzen und Langen Pfeffer vor und ist nicht nur für den scharfen Geschmack verantwortlich, sondern außerdem gesund für die Verdauung sowie ein Katalysator zur Aufnahme von Nährstoffen.“

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Und somit wird die Zusammensetzung für das Rezept der goldenen Milch logisch – das Rezept, das mir am besten gefallen hat, ist vom Blog veggie.es ,  das ich in leicht abgwandelter Form nutze:

  • 1 EL Kurkuma
  • 120 ml Wasser
  • Ein daumengroßes Stück Ingwer aufgerieben
  • Etwas frisch aufgeriebene Muskatnuss (ich habe Pulver zuhause und nehme erstmal das)
  • 1-2 EL Agavendicksaft oder Ahornsirup, je nachdem mit was ihr gerne süßt bzw. wie süß ihr die goldene Milch möchtet
  • Eine Prise schwarzer Pfeffer
  • Eine Prise Zimt
  • 1 TL natives Kokosöl (ich nehme etwas weniger, weil es mir sonst zu fettig schmeckt)
  • 350 ml Mandelmilch | oder eine andere Pflanzenmilch möglichst ohne Zuckerzusatz

Kurkuma-Pulver in einen Topf geben und 120 ml Wasser dazu gießen. Kurkuma mit dem Wasser verrühren und erhitzen. Das Stück Ingwer schälen und mit einer Ingwerreibe in die langsam andickende Flüssigkeit geben. Ebenfalls eine große Prise Muskat zu den Zutaten geben. Die Flüssigkeit so lange unter Rühren köcheln, bis sich eine aromatisch duftende Paste gebildet hat. Paste in ein Schälchen füllen. Die Menge ergibt in etwa 1 EL Paste.

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Pflanzenmilch in einen Topf gießen und erhitzen. Die Kurkuma-Paste mit einem Schneebesen in die Milch einrühren. (Ich nehme erstmal einen Teelöffel Paste und gebe bei Bedarf etwas mehr hinzu. Liebhaber nehmen die ganze Paste. Wenn man den Geschmack nicht so gewohnt ist, würde ich erstmal mit einem Teelöffel anfangen. Die Paste hält sich im Kühlschrank in einem Schraubglas mehrere Tage.) Dann Agavendicksaft, eine Prise Zimt und das native Kokosöl hinzu geben, rühren und die Goldene Milch noch zwei Minuten köcheln lassen. Eine große Prise schwarzen Pfeffer in die Milch geben und diese heiß servieren und genießen.

Als ich das das erste Mal mal ausprobiert habe und lecker fand, habe ich beschlossen, das angenehme mit dem nützlichen zu verbinden, und gerade in der kalten Jahreszeit regelmäßig goldene Milch zu trinken. Habe ich über den Sommer natürlich vergessen – und mir ist es erst vor zwei Wochen wieder eingefallen, als ich schon mit grippalem Effekt im Bett lag, haha. Das Knie knirscht natürlich auch immer noch ;-) Trotzdem wollte ich die Geschichte mit den Gewürzen doch mal aufschreiben, falls ihr dieses Wissen nicht über lustige Begegnungen in Skiliften oder sonstigen Gefährten erworben ;-) und Lust auf ein feines Wellnessgetränk für den Winter und eure Abwehrkräfte habt – oder vielleicht wirklich jemanden mit Gelenkproblemen noch nichts von den beigesterten Rezensionen über Gewürzjoghurt und Co gehört hat ;-)

Trump, Brexit, Le Pen und die AFD – meine Stimme gegen den Nationalismus

Über die USA-Wahl wurde schon viel gesagt und erst dachte ich, dass ich nicht auch noch meinen Senf dazu geben muss – aber irgendwie treibt mich das Thema doch so um, dass ich hier nicht einfach unbeschwert über hübsche Inspirationen weiter schreiben kann ohne darauf einzugehen.

Trump als Präsident und ob Clinton wirklich die bessere Wahl oder eine Kriegstreiberin gewesen wäre, ist die eine Frage. Aber dass rechter Populismus, Hetze und Hass weltweit auf dem Vormarsch sind, sogar in UK und USA, die so stolz auf ihre lange demokratische Tradition sind, ist schlimm für mich und jagt mir Angst ein. Bei der komplizierten Weltlage mit Flüchtlingen, Terror und Globalisierung erscheint die Rückkehr zum Nationalstaat als heimelig und die einfache Lösung. Ist es aber nicht. Denn Nationalismus gefährdert den Frieden und Parteien, die zu Rassismus, Machismus und Homophie aufrufen, fördern den Hass. Denn wenn jedes Land puren Nationalismus lebt, kommt es es irgendwann zu Krieg um Ressourcen, Geld und Macht und am Ende verlieren alle. Hat die Geschichte ja oft genug belegt. Ja, ich bin auch der Meinung, dass wir diese Wähler nicht einfach als dumm verlachen und Politiker die wütenden und Abgehängten mehr beachten sollten. Aber sprechen auf rechte Populisten wirklich nur die Abgehängten an? Ich frage mich, kommt es nicht vielen, denen es eigentlich gar nicht so schlecht geht, auch ganz gelegen, es sich von einer Partei legitimieren zu lassen, die niederen Instinkte wie Rassismus, Homophobie, Sexismus und Hass mal wieder so richtig rauslassen zu können? Ist ja auch nicht so anstrengend wie differenziert und vernünftig zu diskutieren. Und je mehr die Grenze der zivilisierten Dikussion überschritten und rumgepöbelt wird, desto mehr lassen sich anstecken und wütend machen. Denn Rechtspopulisten machen doch nicht wirklich Politik für die Abgehängten oder ist die AFD etwa berühmt für ihre innovative Sozialpolitik? Im Gegenteil, sie wollen die Sozialhilfe doch sogar noch abschaffen. Und auch wenn Trump jetzt als Präsident gemäßigter handelt als im Wahlkampf – was ich sehr hoffe – fühlen sich die Rassisten, Menschenfeinde und EU-Gegner im Recht und reiben sich schon die Hände für den nächsten Wahlkampf.

Gegen meine Ängste vor den nächsten Wahlen in Europa hilft mir, meine Werte im kleinen zu Leben. Aber ich bin mir nicht mehr sicher, ob das reicht. Vielleicht müssen wir selbstbewusster für unsere Werte einstehen und nicht nur von den Politikern fordern, jetzt aufzuwachen. Es wird Zeit, dass gerade wir, die jungen Leute in Europa unseren Mund aufmachen und zeigen, dass wir unsere Zukunft in einem friedlichen und  demokratischen Europa sehen. Bevor  wieder das böse Erwachen kommt und die ewig gestrigen, der Angst-Macherei verfallenen, Schicksalswahlen a la Brexit entscheiden und wir irgendwann unseren Kindern erzählen müssen, dass es einmal ganz normal war in einem friedlichen Europa ohne Pass verreisen zu können und zusammen mit vielen anderen internationalen Studenten Erasmus gemacht zu haben. Natürlich ist es nicht so sexy und oft frustrierend, wenn die EU-Politiker in zähen Verhandlungen um Lösungen ringen, die  nicht immer die besten sind und man sich manchmal fragt, ob sie überhaupt vorwärts kommen. Aber das Ringen um Kompromisse ist ein wichtiger Teil der Demokratie. Das – und dass die EU das Projekt ist, dass die bisher längste Friedensperiode in Europa geschaffen und gesichert hat, darf bei allem Verdruss über Flüchtlingskrise, Terror und Co nicht vergessen werden.

In einem Kommentar auf Spiegel online schreibt Margarete Stokowski: „Die AfD Berlin twitterte, als das Wahlergebnis feststand: „Wir sind Präsident!“ Wir haben bis zur Bundestagswahl ein Dreivierteljahr Zeit, in unserem eigenen Land zu zeigen, dass die Rechten keine abstrakte Gefahr sind, über die wir uns dann schockiert zeigen. Sondern eine sehr reale.“

Rebecca von Ruhrstyle hat ebenfalls über das Thema geschrieben. Auch dieser Beitrag von Oliver Kalkofe ist hörenswert.

Süßkartoffel-Pasta mit Kürbissoße Asia Style {vegan}

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Es ist schon interessant, wie unterschiedlich Lebensmittel schmecken können, wenn sie eine andere Form haben. In der klassischen Küche ist das erstmal beim Fleisch bemerkbar, Geschnetzeltes, Braten oder Wurst schmeckt ja auch komplett anders – genauso wie es verschiedenste Pastasorten gibt. Oft wird vergessen, dass das bei Gemüse aber auch funktioniert. Seitdem ich kein Fleisch mehr esse, mache ich mir oft Aufstriche selber und der Mixer ist mein liebster Küchenhelfer geworden. Es gibt neben dem pürieren und dem klassischen Beilagengemüse aber auch noch unendlich viele weitere Varianten, mit denen man Gemüse zubereiten kann. Zucchinispaghetti alias „Zoodles“ sind nicht ohne Grund in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Aber es wäre doch viel zu schade und auch langweilig, wenn man dieses Konzept nur auf Zucchinis beschränken würde!

suesskartoffelspaghettiUnd weil ich ja gerade auf Weißmehl verzichte, die Pastaform aber trotzdem so praktisch und lecker zu verschiedenen Soßen und Pesti ist und ich auch nicht ständig nur Zucchini essen will, habe ich mir weitere Varianten der Gemüsepasta überlegt: Letzte Woche gab es schonmal Spirelli aus Kohlrabi in meiner Lunchbox und gestern habe ich mir ein sehr leckeres challengetaugliches Rezept (Stufe 2) ausgedacht, das auch noch wunderbar in den Herbst passt: Spaghetti aus Süßkartoffeln mit einer cremigen asiatisch angehauchten Kürbis-Erdnusssoße. Dazu muss ich sagen, dass sich die Soße beim Shooten eher unten abgesetzt hat bzw. der Großteil im Topf geblieben ist – also auf den Bildern ist sie leider nicht so gut zu sehen  – Das ist mir leider erst nach dem Essen aufgefallen, als sowohl Fotomodell und Tageslicht nicht mehr vorhanden waren ;-) aber ich kann versprechen, dass sie sehr lecker und sättigend ist (auch ohne „leere“ Kohlehydrate).

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Zutaten für zwei Personen:

  • 2 mittelgroße Süßkartoffeln
  • 5 Spalten eines Kürbis (ca 1-2 Finger breit), den man nicht schälen muss (zB. Hokkaido oder Sweet-Dumpling)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 Hände voll frischer Blattspinat
  • nach Belieben etwas Chillischote
  • 1/2 TL Kurkumagewürz
  • jeweils eine Messerspitze gemahlener Kreuzkümmel, Garam Masala, gemahlener Koreander, Thai-Currypaste (wer eines der genannten Gewürze gerade nicht vorrätig hat – es schmeckt bestimmt auch, wenn man nicht alle reintut – wer gerne Currys kocht, kann ja nach Belieben stärker würzen – ich mag die Kombination dieser Gewürze in Curries sehr gerne – und sie sollen auch gesund und entzündungshemmend sein, vor allem das Kurkuma)
  • 120 ml Kokosmilch
  • 120 ml Wasser- oder etwas mehr – je nachdem wie sämig ihr eure Soße haben möchtet
  • 1 El Erdnussmuß
  • 2 El Kichererbsen (aus dem Glas/Dose – ich koche sie vor und friere sie ein)
  • 1 EL Sojasoße (Ich habe eine dünnere Sojasoße genommen – wer eine kräftige, sehr salzige hat, sollte erstmal weniger nehmen)

Zubereitung

Ofen auf 200 Grad vorheizen. Kürbis in Spalten schneiden und mit Olivenöl und etwas Salz bestreichen. Zusammen mit der Knoblauchzehe und – wer mag – Pepperoni-Stückchen in eine Auflaufform oder auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und im Ofen ca. 15-20 Minuten backen, bis der Kürbis weich ist.

Währenddessen Süßkartoffeln schälen und in Spaghettiform bringen. Das geht entweder mit einem Gemüsespiralisierer, Julienneschneider oder einem Gemüsehobel, der einen Stifteaufsatz hat. Ich benutze letzteres, weil mein Spiralisierer leider zu schmal für die dickeren Knollen der Süßkartoffel ist. Die Süßkartoffelspaghetti in einen Kochtopf geben.

Blattspinat in mundegerechte Blätter zupfen, waschen und trocken schleudern.

Eine Kürbisspalte in kleine Stückchen schneiden und auf Seite legen. Den restlichen Kürbis und den Knoblauch in einen Mixer geben. Kichererbsen, Erdnussmus, Sojasoße, Wasser, Kokosmilch und die Gewürze dazu geben. Mixen oder pürieren, bis eine cremige Soße entsteht. Die Soße über die Gemüsespaghetti geben, umrühren und alles aufkochen. Zwei bis drei Minuten kochen, bis die Spaghetti zwar gar aber immernoch bissfest sind. Herd ausschalten und den Spinat bis auf ein paar Blättchen unterrühren. Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Süßkartoffelpasta MIT Soße auf Pastateller geben und mit den restlichen Kürbisstücken, frischen Spinatblättchen und je nach Geschmack feinen Chilliringen garnieren. Frischer Korander passt bestimmt auch super dazu, den hatte ich nicht zuhause.

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Herbst-Challenge // After-Wiesn Detox mit Vegan for fit

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Auf Facebook und Instagram habe ich es schonmal angerissen – der Freund und ich sind gerade dabei, die 30 Tage die Vegan for fit Challenge zu machen. Nachdem das erste Drittel geschafft ist, gibts jetzt auch mal einen Blogpost dazu: warum, wieso, was das für ne Challenge ist – und vor allem das wichtigste –  was man denn dann isst. Daher kommt hier mal die Geschichte wie es dazu kam – und dazwischen als Foto-Illustration was wir so gegessen haben. In der Bloggersprache ein „food diary“ das lese ich bei anderen auch immer sehr gerne – voyeuristisch wie der Mensch nun manchmal ist – und weil meine Lunchboxen auch immer so gut bei euch ankommen – hatte ich Lust, in diesem Zuge auch mal eines zu machen. (Ein paar Mal habe ich leider vergessen mein Essen zu fotografieren)

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Tag 1: Birchermüsli zum Frühstück – Mittags Salat, Zuchinibandnudeln mit Mandelcremesoße – Dinkelcracker, Karottenscheiben und Hummus – Abends: Kürbissuppe (Freestyle-Rezept)

Es ist ein Montag im September und der Wochenstart fällt beute besonders schwer. Gestern war Hammer: sonniges, warmes Herbstwetter, ein Geburtstag im Freundeskreis und der komplette Sonntag wurde auf der Wiesn verbracht. Radler im Biergarten, Hendl für den Freund – Kasspatzn für mich und weitere Radler (man will ja am nächsten Tag fit sein, haha) dann im Zelt. Der nächste Tag war dann nicht so Hammer, Müdigkeit und allgemeines Unwohlsein – das Wiesnbier bringt die Verdauung für zwei Tage durcheinander, von gutem Schlaf ganz zu schweigen und der Magen klebt vom Zitronenlimo. Aber mei, es ist ja Wiesn und man weiß, dass es nicht der erste und der letzte Besuch war.  Und so gern man wieder hingeht – nach der Wiesn kommt man sich jedes Mal fast selbst vor wie ein aufgedunsener Maßkrug. Und während ich müde meine Klamotten zusammensuche, flucht der Freund, warum er denn schon wieder so viel getrunken hat und dass man sich ja nach der Wiesn mal gesund ernähren müsste, viel Sporteln und überhaupt eine Zeit lang gar keinen Alkohol zu trinken aber haha spätestens am 4. Oktober hat man dann eh keine Motivation mehr und die guten Vorsätze sind vergessen.

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Tag 2: Freestyle-Lunchbox mit Salat, roter Beete aus dem Ofen und karamelisiertem Räuchertofu, dazu gebackene Kichererbsen. Abends Ofengemüse aus dem Buch mit Artischocken-Dip

Aus Scherz erzähle ich, dass der Attila Hildmann bald ein neues Buch rausbringt mit sieben Tage Detox – es aber ja auch seit vier Jahren schon eine sehr bekannte und beliebte Challenge gibt, für 30 Tage. Der Freund, der heute selber nicht mehr weiß, was ihn da geritten hat, wählt gleich die radikale Variante: Also wenn dann machen wir gleich das für 30 Tage, sonst lohnt es sich ja nicht, meint er bestimmt. Verwundert über uns selbst, dass wir beide Lust auf sowas haben, schlagen wir ein. Am 7. Oktober sind wir auf einer Geburtstagsparty eingeladen und lassen es nochmal richtig krachen, danach fangen wir an. Aus dem 8. Oktober wurde dann zwar der 9., weil der Freund meinte, sowas fängt man besser an einem Montag an – aber dann haben wir es durchgezogen – bis jetzt zumindest.

*Affiliate-Link zu Amazon. Man bekommt das Buch aber inzwischen auch günstig gebraucht, zum Beispiel bei Medimops

Was ist Vegan for fit?

Zur Info, für alle, die es nicht kennen – es ging vor ein paar Jahren ja öfter durch die Medien: Vegan for fit ist ein Kochbuch, das aber nicht nur Rezepte beinhaltet, sondern auch eine 30 Tage Challenge, die eine Art Neustart für den Körper sein soll. Man verzichtet auf tierische Produkte, sogenannte leere Kohlehydrate (zB keine Nudeln und Weißbrot aber isst die mit Ballaststoffen, wie Müsli oder Hülsenfrüchte), auf Alkohol, Kaffee, Weißmehl und Industriezucker. Im Buch sind viele Rezepte für morgens, mittag und abends, die nach Stufen geordnet sind. Stufe 1 kann man immer essen (low carb) und Stufe 2 bis 16:00. Dabei bereitet man alles selbst und frisch zu, so dass es gleichzeitig auch ein „clean eating“ Programm ist – man also keine Fertiggerichte, Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe zu sich nimmt – außerdem ist viel Sporteln angesagt.

Tag 3: Das restliche Ofengemüse, Spinatsalat und Dinkecracker. Abend rote Linsensuppe mit Topping aus Haselnüssen und getrockneten Tomaten
Tag 3: Das restliche Ofengemüse, Spinatsalat und Dinkelcracker. Abends rote Linsensuppe mit Topping aus Haselnüssen und getrockneten Tomaten

Dazu muss man sagen, dass ich eigentlich so gar nicht der Diäten-Typ bin und mich auch nie wiege – höchstens wenn die Skibindung eingestellt wird oder so. Ich bin mit einem Normalo-Gewicht gesegnet – das heißt, ich hatte zwar noch nie ne Modelfigur und selbst mit 14 keinen flachen Bauch – aber habe auch keinen Hang zum Übergewicht und meistens eine solide Größe 38. Zwar liebe ich Pommes über alles – aber frisches, gesundes Essen liebe ich auch, von daher habe ich eigentlich nie ernsthaft beschlossen, abzunehmen. Ich nehme meine Figur meistens als gegeben hin – vor allem, weil mir Sport auch nur so intervallartig gefällt. (Natürlich würde ich zu ein paar Kilos weniger und etwas mehr Straffheit und Definiertheit nach der Challenge auch nicht nein sagen ;-) Vor allem will ich mich einfach wohlfühlen. Neben dem aufgedunsenen After-Wiesn Gefühl, trage ich auch einige chronische Zipperlein mit mir herum. Ich habe habe nämlich seit meiner Kindheit mehr oder weniger offene Knöchel mit Neurodermitis oder Schuppenflechte (konnte man nicht so genau bestimmen und irgendwann hatte ich keinen Bock mehr auf Ärzte) und in den letzten Jahren immer mehr mit Migräne zu kämpfen. Das kann alles verschiedene Ursachen haben – aber es ist wahrscheinlich, dass der Darm auch eine Rolle dabei spielt und ich bin mal gespannt, ob sich ohne Milchprodukte, Weißmehl und Industriezucker was ändert – denn die soll man bei Autoimmunerkrankungen ja eigentlich eh weglassen.

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Tag 4: Lunchbox mit Salat, Snacks und Quinotto (aus dem Buch vegan to go). Abends Auberginenröllchen mit Avocadocremefüllung auf Tomatensoße.

So – und wie läuft die Challenge jetzt? Mein Fazit nach 10 Tagen

Ich habe vorher einige Erfahrungsberichte von „Challengern“ gelesen und muss sagen ich kann den meisten zustimmen: Alle Rezepte schmecken unheimlich lecker und wenn man sich gut vorbereitet, Snacks mitnimmt und nach den Zeiten isst, hat man keinen Hunger. Aber das mit den Essenszeiten kriegen wir eigentlich nie so hin, bis 16:00h Stufe 2 Essen klappt – aber vor 19:00 essen  schaffe ich unter der Woche nicht, wenn ich nach der Arbeit noch was kochen muss.

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Tag 5: Lunchbox mit dem restlichen Quinotto, Salat und gedünsteten Apfel-Zimstückchen. Abends Kokos-Tofu-Sticks auf Ofenkürbis

Man verbringt aber auch mehr Zeit in der Küche – für die meisten Gerichte brauche ich länger als sonst beim kochen, weil ich aus dem Buch anstatt aus dem Kopf koche. Auch sieht es regelmäßig so aus, als hätte eine Bombe in der Küche eingeschlagen und da bei uns ich die bin, die kocht und mein Freund dann sauber macht, sind wir beide morgens und abends etwas länger damit beschäftigt als sonst. Ich mache mir ja normal auch Lunchboxen morgens, aber sonst frühstücke ich im Büro schnell ne Brezn – die jetzt wegfällt. Daher bereite ich abends immer noch für jeden ein Glas mit Birchermüsli vor, das dann über nacht durchzieht.

Ich bin abends nicht mehr so platt, bin aktiver und beibe länger wach. Hier weiß ich nicht, ob das nur Plazebo ist, weil das halt so viele auch berichten, aber ich glaube schon, dass was dran ist. Auch habe ich das Gefühl, dass mein Gesicht frischer und „saftiger“ aussieht.  Mein Freund hatte zwei Tage Kopfschmerzen ohne Kaffee aber nach diesem kleinen Entzug geht es jetzt – er mag im Gegensatz zu mir auch keinen grünen Tee, den ich schon regelmäßig trinke und der belebend wirkt.

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Tag 6: Samstag haben wir den Firestarter-Smoothie aus dem Buch zum Frühstück gemacht – habe ich vergessen, zu fotografieren. Nachmittags dann „Moussaka reloaded“ aus dem Buch mit Süßkartoffeln, Auberginen und Veggie-Bolognese. Im Buch wird es für die Optik zu Türmchen gestapelt – dazu war ich zu faul ;-)

Beim Sport habe ich mir eher kleine Ziele gesetzt – weil ich ja von einem niedrigen also keinem ;-) Level komme, und da realistisch bleiben will. Ich radle auch bei Schietwetter konsequent täglich zur Arbeit, gehe ins Yoga (mehr als einmal pro Woche habeich noch nicht geschafft) oder mache 30 days Shred – das ist so ein kostenloses Youtube Video, das nur ne halbe Stunde dauert und bei dem man zuhause vorm TV rumhüpfen kann – ist halt kein Aufwand, daher schiebe ich das jeden zweiten Tag ein.

Viele bemängeln, dass man erstmal einen großen Grundstock an teuren, fancy Zutaten braucht. Ich kann das sehr gut nachvollziehen- da ich aber schon länger viel vegan koche und mich dafür interessiere, hatte ich sowieso schon einiges wie Mandelmus, Sonnenblumenkerne, etc. vorrätig. Da man danach aber hautpsächlich nur noch frisches Obst und Gemüse kaufen muss und sich das ganze Geld für Fleisch, Fisch, Käse, Wurst, Süßigkeiten und Co spart, ist die Challenge insgesamt auf die komplette Zeit gesehen nicht so teuer. Für viele der teureren nicht so gängigen Produkte muss man auch nicht unbedingt ins Reformhaus gehen – seit es DM Bio gibt, findet man zum Beispiel Agavendicksaft, Nussmus, Matcha und Pflanzenmilch auch dort zu fairen Preisen.

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Das erste Sonntagsfrühstück bzw. Brunch der Challenge: Amaranth-Pfannkuchen mit Himbeereis aus dem Buch – dazu Dinkelbrot mit selbstgemachtem Kürbishummus, Cashew-Curry-Dip und vielen Toppings. Als Getränk Chai-Tea-Latte. Es war super lecker und wir haben viel geschlemmt. Abends habe ich mal wieder kein Foto gemacht: Es gab Salat mit gebackenen Steinpilzen aus dem Ofen.

Abgenommen haben wir noch nicht erwähnenswert – ich muss aber sagen, dass gerade die Tage im Leben einer Frau sind, bei denen man sich nicht wiegen sollte ;-) Ich werde am Montag, wenn dann zwei Wochen rum sind, mal schauen ob sich da was getan hat. Wie gesagt nicht mein Hauptziel aber neugierig bin ich schon – und ihr wahrscheinlich auch ;-)

Insgesamt macht es Spaß, es schmeckt lecker und fühlt sich nicht nach Verzicht an. Ich koche auch manchmal nicht nach dem Buch sondern Freestyle, aber halt nach den Regeln. Auswärts essen oder weggehen ist dafür umso schwieriger und fühlt sich komplett nach Verzicht an. Bei Freunden eingeladen werden ist dann auch eher unangenehm und wird auf die Zeit nach der Challenge verschoben – weil ich eigentlich nicht möchte, dass jeder Rücksicht auf meine Ernährung nehmen muss. Wenn man in der Großstadt wohnt, gibt es ja vegane Optionen in einigen Restaurants – aber es ist ja nicht nur vegan sondern auch noch ohne Weißmehl, Zucker und Alkohol. Ein Tipp, wo man leckere challengetaugliche Gerichte auf der Karte findet, ist beim Inder oder Afghanen (wenn man den Reis weglässt). Ich finde es nicht schlecht, einfach mal einen Monat auf sich zu achten, nicht so viel draußen rum zu fliegen, viel zuhause zu kochen und zu essen, sich mal wieder ein bisschen auf sich zu zentrieren und vielleicht auch einiges wegzuschaffen, wie die Festplatte aufräumen, Blogposts und Einrichtungsdinge angehen – aber die ein oder andere Regel langfristig zu etablieren, falls man es danach möchte, ist die wirkliche Challenge dabei –  vor allem wenn man nicht nur zuhause rumsitzen will. Dazu kann ich noch nix sagen – ich bin gespannt wie es weiter geht.

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Tag 8: Linsen-Paprika-Salat und Snacks. Abends Freestyle Pastinaken-Suppe mit Petersilien-Sonnenblumenkern-Pesto

Ich kann jedem empfehlen, mal ein paar Gerichte oder so eine Challenge auszuprobieren. Man tut nicht nur dem Körper was gutes, sondern auch der Umwelt. Dieser Beitrag handelt ja hauptsächlich von der Challenge und dass wir nach der Wiesn mal entgiften wollten. Trotzdem ist die Massentierhaltung und der riesige Hunger auf Fleisch in der Welt einer der größten Klimasünder . Es wird täglich Regenwald abgeholzt, damit Flächen für Tierfutter und Rinder frei werden – daran ist nämlich nicht das Soja fürs Tofu schuld – nur 6% der Soja-Produktion wird direkt für Lebensmittel verwendet – tatsächlich geht der Großteil des Soja-Anbaus ins Tierfutter. Die Gülle belastet das Trinkwasser. Vom Leid der vielen Tiere, die in Hallen eingepfercht niemals das Tageslicht sehen dürfen, ganz abgesehen. Ich bin selbst keine „Vollveganerin“ und leider auch nicht die Klimaschutzqueen (Flugreisen ole). Denke aber, wenn jeder nur ein bisschen was tut, öfter mal vegane Rezepte ausprobiert und die, die er mag regelmäßig isst, wäre der Welt schon viel geholfen.

Tag 9: Kohlrabi-Spirelli mit Kirschtomaten aus dem Ofen und dem resltichen Pesto, Trauben und Apfel-Quitten-Brei. Abends gab es eine Asiatische Suppe mit Thaicurry und Gemüse – habe ich vergessen zu fotografieren

Ich koche schon länger öfter vegan, daher ist das für mich nicht das  schwierige bei der Challenge, sondern mir fehlen eher das Weinchen in der Bar, die Spaghetti, die ich morgens schnell im Halbschlaf für die Lunchbox koche oder ein Stück Kuchen. Mein Freund ist übrigens Allesesser, der aber mein Essen zum Glück so gerne isst, dass er gar nicht merkt, ob es vegan ist oder nicht. Wir essen normalerweise vegetarisch zuhause, mit vielen veganen Gerichten und der Lunchbox, daher ist die Challenge für uns wahrscheinlich nicht so schwer wie für andere – wobei mein Freund als Süßigkeitenjunkie schon jetzt von der Prinzregententorte, die er dann im November isst, fantasiert ;) Vielleicht konnte ich den ein oder anderen ja mit meinen Fotos inspirieren und Lust auf dieses oder jenes Gericht machen, das würde mich freuen.

Tag 10: Lieblingslunchbox vom Freund mit Ofengemüse, Coleslaw und als Topping Avocado, Kräuterdip und Hummus – abends habe ich angefangen diesen Beitrag zu schreiben und nicht mehr fotografiert – es gab Chilli sin Carne

Municorn goes NYC // Soho, Nolita and the Butcher’s Daughter

Es ist doch immer die gleiche Schererei mit diesem New York. Jedesmal wenn ich dort bin, mache ich zig Fotos und habe 1000 Ideen für Blogposts. Aber in dieser Stadt wird man nicht nur vor Ort so von Eindrücken überrollt, dass keine Minute langweilig ist – nein, sie überrollt einen auch im Nachhinein, so dass ich bei der Fotosichtung dann von Neuem überfordert bin. Da überlege ich rum, nach welchen Kategorien ich das ganze schreiben soll – ob nach Themen oder Stadtteilen geordnet – und am Ende mache ich dann doch lieber was anderes.

So kommt es, dass es bisher von meinem letzten New York Aufenthalt keinen bisher einzigen „richtigen“ Blogpost gibt. Auf Facebook und Instagram habe ich einiges gepostet – und auch in einem Monatsrückblick darüber erzählt – aber zu einem Beitrag ist es nie gekommen. Ich habe das letzte Weihnachten und Silvester zusammen mit meiner Familie in New York verbracht und je mehr Zeit ins Land ging, je frühlingshafter und sommerlicher es wurde, desto unpassender fand ich meine winterlichen New York Bilder, und habe das Thema auf den nächsten Herbst verschoben.

Aber jetzt gibt es keine Ausreden mehr, die Jahreszeit passt und ich habe gerade sowieso ein bisschen New York und Amerika-Weh, seit ich den Brooklyn Post von Luzia Pimpinella und die LA-Bilder von Denise gesehen habe. Übrigens habe ich heute auf dem Weg zur Arbeit den gleichen Mantel und Schal getragen wie auf den Bildern – wahrscheinlich hat das auch etwas die Erinnerung an die ausstehenden NYC-Posts aktiviert ;-)

Lange Rede – kurzer Sinn – es geht los mit der New York-Reihe und zu Beginn möchte ich euch auf einen Bummel mit nach Soho nehmen und ein cooles Restaurant in Nolita vorstellen: The Butcher’s Daughter .  Ein Tipp für ein leckeres, stylisches Restaurant mit gesundem Essen in New York. Und trotz des Namens (Butcher ist ja das englische Wort für Metzger) ist es vegetarisch. Daher haben sie auch den augenwzinkernden Zusatz: „We treat fruits and vegetables as a butcher would meat: We chop, fillet and carve fresh produce into healthy vegetarian dishes and press them into pretty juices.“ Als ich das gelesen habe wurde ich neugierig, und habe es gleich mal als Lunch-Pause für unseren Soho, Noho und Nolita Bummel eingeplant.

Ich habe ja eine Schwäche für durchgestylte Hipster-Läden, auch wenn sie manchmal etwas übertrieben und gewollt daher kommen und man das Gefühl hat, dass beim Publikum auch nur die obercoole Klientel dort verkehrt und man sich vor lauter Coolness etwas unwohl fühlt. In Amerika finde ich das überhaupt nicht so. Man merkt halt doch, dass gewisse Trends einfach von dort kommen. Und der Industrial Style zum Beispiel auch einfach zu den alten Häusern und Lofts in New York passt. Genauso wie dort ganz normale Leute in hippe Restaurants gehen.

Ein Bummel durch die hübschen Shopping-Straßen von Soho darf bei keinem NYC-Besuch fehlen und als wir Hunger hatten, sind wir ein Stückchen weiter nach Nolita gegangen, und bei The Butcher’s Daughter eingekehrt. Und dort findet man einfach alles vereint, was man so beim hippen amerikansichen Großstadtklischee im Kopf hat: Urban Jungleliges Einrichtungskonzept, Green Smoothies, und eine große Auswahl an leckerem Veggie-Food. Auch meinen Eltern, die altermässig vielleicht etwas über der Zielgruppe liegen,  hat der Lunch dort geschmeckt und die Einblicke in den healthy greensmoothy hipsterigen Teil der amerikanischen Esskultur richtig Spaß gemacht.

Die Karte ist rein vegetarisch aber ich denke, jeder findet dort was passendes. Ich war die einzige Vegetarierin und allen fünfen von uns hat es geschmeckt und dort gefallen. Wenn bei einem New York Besuch oder allgemein in Amerika der Hunger plötzlich kommt, ist man ja oft versucht, in die nächste Fast Food Kette zu rennen. Ein bisschen Planung und eine kleine Instagram Recherche zum Stadtteil, den man sich am jeweiligen Tag anschauen möchte, lohnt sich. Denn wo gibt es so viele tolle Restaurantkonzepte, wenn nicht in New York?  Ich hatte an diesem Tag meine große Kamera nicht mitgenommen – aber ich hoffe, die Handy-Fotos haben euch trotzdem gefallen. Ich wünsche euch noch einen schönen Abend!

P.S. Dass meine New York Überforderung nicht nur bei dieser Reise zugeschlagen hat – könnt ihr auch in diesem Blogpost lesen. Denn zum angekündigten Part II oder III ist es nie gekommen :P Einer der ersten Posts überhaupt auf diesem Blog – und schon drei Jahre alt ;-)

Zerowaste Lifehack // gekochte Hülsenfrüchte einfrieren

kichererbsen-einfrieren-als-altenrative-zur-doseIhr fragt euch jetzt wahrscheinlich, ob ich jetzt auch zu den Clickbaitern gewechselt bin oder was an der Tatsache, dass man was einfrieren kann, wohl ein Lifehack ist. Aber ich habe ganz schön lange gebraucht, bis ich auf meine neue „Kichererbsenroutine“ (andere schreiben über ihre Sportroutine – ich habe es bisher nur auf eine Kichererbsenroutine gebracht, haha) gekommen bin und freue mich jedesmal aufs Neue, wenn ich spontan Lust auf Hummus oder ein anderes Gericht mit Hülsenfrüchten habe, was öfter vorkommt.

Bisher gab es für mich nämlich zwei Möglichkeiten: Entweder gekochte Kichererbsen in der Dose/Glas kaufen, die ich aber NIE vorrätig hatte, wenn ich welche gebraucht habe- oder bis zum nächsten Tag warten, Kichererbsen über Nacht einweichen und erstmal zwei Stunden kochen. Diese zwei Möglichkeiten sind wohl auch der weit verbreitete Usus. Denn denn jedesmal, wenn ich ein Rezept mit Kichererbsen lese, stehen die gleichen Optionen da.

Eigentlich ist es ja kein Problem Kichererbsen aus der Dose oder im Glas zu kaufen. Aber irgendwie sind mir die beim Einkaufen nie so präsent und ich finde sie auch nicht so lecker wie die anderen, die sind so schlonzig. Ich mag sie zum Beispiel pur direkt aus der Dose gar nicht essen und direkt in einen Salat geben, die Konservierungsstoffe schreien einen irgendwie direkt an. Bei den selbst gekochten ist das ganz anders. Außerdem sind oft noch Zucker, Salz und anderen Zusätze bei Hülsenfrüchten in der Dose mit dabei.  Und ich konnte es mir nie angewöhnen immer was im Vorratsschrank als Backup zu haben. Die gekochten aus der Dose sind auch teurer und es ist viel weniger drin als in einer Packung mit trockenen. Die sind also  nicht nur geschmacklich besser, sondern auch noch umweltfreundlicher – vor allem, wenn man wie ich gerade versucht, seinen Müll zu reduzieren.

Ich habe also öfter Lust auf Hummus und Co, es aber logistisch fast nie geschafft, dieser spontan nachzukommen. Bis ich mich einmal gefragt habe, ob man – wenn man sich schon die ganze Arbeit macht,  nicht einfach gleich die ganze Packung Kichererbsen in großer Menge einweichen und kochen kann – und den Rest im Gefrierschrank für Wochen oder auch Monate lagern kann. Und siehe da – nach einer kurzen Online-Recherche und einem Test: man kann – und es ist geschmacklich und von der Konsistenz her gar kein Unterschied und mega praktisch.

Hülsenfrucht-Routine – here we go

Alle drei bis vier Monate mache ich also eine Session am Wochenende und weiche jeweils eine große Schüssel Kichererbsen und eine mit schwarzen Bohnen – oder was auch immer ich gerne vorrätig hätte und eingeweicht werden muss – über Nacht ein, koche sie am nächsten Tag weich, (Mit etwas Natron kann man die Kochzeit übrigens verkürzen), wasche sie ab, lasse sie abtropfen und fülle sie in verschiedene Gläser, die ich dann einfriere. Ich variiere absichtlich in der Größe, damit ich je nach Bedarf und Gericht ungefähr die richtige Portionsmenge gleich zur Hand habe. Die gefrorenen Kicherbsen kann man sofort verwenden: Ich schraube das Glas auf und schütte heißes, nicht mehr kochendes Wasser vom Wasserkocher rein. Sie lösen sich gleich voneinander, danach nur noch absieben und fertig. Das Glas platzt nicht, da es ja hautpsächlich mit Kichererbsen gefüllt ist und sich das Wasser gleich abkühlt.

Gläser als minimalistische Alternative zu Plastikdosen und Gefrierbeuteln

Das ist nämlich noch so ein „lifehack“ und  für mich neue Erkenntnis: Zum Einfrieren muss man nicht teure Tupperdosen oder Einwegplastikbeutel kaufen- Gläser funktionieren super und man läuft keine Gefahr, dass das Plastik irgendwann in die Lebensmittel übergeht. Bei Flüssigkeiten muss man einfach etwas aufpassen, dass man noch etwas Platz lässt, damit sie sich ausdehnen können. Bei Bohnen und Erbsen ist das aber eh kein Problem. Und weil ich ungern Dosen oder Plastikverpackungen kaufe, und die Gläser aber auch nicht nach einmal verwenden wegschmeißen mag, habe ich von Antipasti, Oliven, Gewüzkurken – oder eben früheren Kichererbsen sowieso noch viele Schraubgläser gespült und aufgehoben. Die vorhandenen Plastikboxen und  Gefrierbeutel nutze ich schon weiter bis sie auseinander fallen, für unförmigeres wie zum Beispiel Brötchen. Aber neue werde ich mir vorerst nicht mehr anschaffen und hauptsächlich auf Gläser umsteigen. Außerdem finde ich Gläser irgendwie auch schöner fürs Auge, wobei das im Gefrierschank ja eigentlich eher egal ist und das Geld für Gefrierbeutel spart man auch :D

Die trockenen Kichererbsen kaufe ich meistens sogar offen im Unverpackt-Laden. Mit dieser Methode habe ich also einiges an Müll gespart – und praktischer im Alltag ist sie auch. Zwar verpackt – aber zu günstigen Preisen gibt es eine schöne Auswahl an trockenen Hülsenfrüchten auch zum Beispiel in türkischen Läden.

Vielleicht gibt es ja den ein oder anderen von euch, der auch seit Monaten eine angefangene Packung trockener Hülsenfrüchte im Schrank stehen hat und jedesmal denkt: die müsste ich auch mal machen – aber ich habe jetzt weder Lust noch Zeit für die ganze Prozedur: einfach am Wochenende mal über Nacht einweichen, morgens kochen und für spontane Gelüste einfrieren. Und wenn dann man dann mal Sonntags nix im Kühlschrank hat – so ein Hummus ist in fünf Minuten fertig. Außerdem sind Hülsenfrüchte und speziell Kichererbsen sehr gesund, haben sehr viel Proteine, Eisen, Kalzium und Ballaststoffe, die lange satt machen – man sollte sie also öfter auf dem Speiseplan haben.

Hülsenfrüchte ohne Blähblauch futtern

Wer den Verzehr von Hülsenfrüchten nicht so gewohnt ist: je nach Gericht und Geschmack mit Kreuzkümmel, Koreander, Fenchelsamen, Thymian, Salbei oder Rosmarin würzen – oder etwas frischen Ingwer dazugeben – dann bekommt man auch keine Blähungen und verdaut sie leichter. Bei vielen orientalischen oder indischen Rezepten wird traditionell eh schon so gewürzt, dass Linsen und Co bekömmlich sind. Es helfen aber oft auch schon kleinere Mengen, zB. vom Kreuzkümmel, so dass man ihn gar nicht herausschmeckt. Auch hilft es, die Hülsenfrüchte vor und nach dem Einweichen genauso wie vor und nach dem Kochen sehr gut abzuwaschen – ein weiterer Vorteil des selber Einweichen und Kochens im Vergleich zur industriellen Verarbeitung in der Dose.

Und falls ihr jetzt Lust habt, das ganze Mal auszuprobieren und Rezeptideen braucht: Ich habe heute auf dem Blog Glowing ein sehr ansprechendes Kichererbsencurry gesehen, das ich auf jeden Fall bald ausprobieren möchte – den Kürbis-Hummus von Ela habe ich schon ausprobiert und für lecker befunden :D

So – jetzt habe ich einen Riesenblogpost über das sexy Thema Bohnen, Blähungen und Kichererbsen geschrieben – aber vielleicht kann ja der ein oder andere ja was damit anfangen – würde mich freuen.

Wild und wunderschön – die Costa Vicentina an der Westalgarve

costa-vicentina-wild-and-beautifulAugen auf – hier kommt ein bilderlastiger Post, der sich nur mit Natur und Stränden beschäftigt. Und ich hoffe, ihr findet das ganze genausowenig langweilig wie ich. Denn in unserem Portugal-Urlaub haben wir nicht nur Zeit in unserer schönen Ferienwohnung verbracht, sondern auch viele Stunden an den verschiedenen Stränden in der Umgebung. Und weil mir die Landschaft so gut gefallen hat, hat sie auch einen eigenen Blogpost verdient. Und ich finde, Fotos von schönen Stränden anschauen hat auch einen kleinen Erholungseffekt. Vor allem jetzt, wenn es draußen nasser und grauer wird, spüre ich den Sommer mit seinem schönen Licht gerne nach.

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Viele denken bei der Algarve zunächst an die Südküste Portugals neben der Grenze zu Spanien und nicht an die westliche Atlantikküste. Aber eigentlich ist die Algarve die südlichste Region Portugals, also vergleichbar mit einem Bundesland. Und die besteht aus der Sandalgarve (östlich von Faro), der Felsargarve (westlich von Faro), den Sierras (Hinterland) und der Westalgarve. Die Costa Vicentina, wo wir uns hauptsächlich aufgehalten haben, ist auch noch ein Teil der Algarve und liegt im nicht so bekannten, weniger touristischen Gebiet nördlich von Sagres an der Westküste. Das besondere daran ist, dass sie zu den am besten erhaltenen Küstenstreifen Europas gehört und daher auch ein Naturschutzgebiet ist. Der Naturpark soll in seiner heutigen Form geschützt aber auch touristisch genutzt werden. Und ich muss sagen, diese Balance ist den Portugiesen durchaus gelungen.

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Die weiten Sandstrände, die an Buchten zwischen der Steilküste liegen, sind großflächig, sauber und mit dem Auto leicht zugänglich. Hotels und Ortschaften befinden sich meistens im Hinterland oder oberhalb auf den Felsen – trotz Tourismus wurde hier kein einziger Strand zugebaut – wie schön! (Man parkt oben an der Klippe entlang der Straße oder an ausgewiesenen Parkplätzen) Alle haben sie den Charme wilder Naturstrände – die einen mehr, die anderen weniger (es gibt komplette Naturstrände aber auch Plätze mit Liegen, Surfbrettverleih und ein paar Restaurants). Unsere Unterkunft lag im Hinterland der Costa Vicentina, daher haben haben wir mit dem Mietwagen zu keinem der hier aufgeführten Strände mehr als eine halbe Stunde gebraucht. Das Gebiet ist insgesamt windiger und rauher als die bekannten Strände im touristischeren Gebiet bei Lagos oder Albufeira und daher auch bei Surfern sehr beliebt. Wir waren im August dort und ich habe den Wind auch als Nicht-Surferin als angenehm empfunden. Nur an einem Tag war er etwas stärker – und auch abends haben wir nicht gefroren – das habe ich schon anders berichtet bekommen. Neben dem Wind war das Wetter beständig – jeden Tag Sonne satt und keine Wolke am Himmel – was wohl auch typisch für die Region ist. Unser Vermieter hat uns erzählt, es hätte das letzte Mal im Mai geregnet – und er erst erst im Oktober wieder mit Regen rechnet.

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Eine Fahrt an die Costa Vicentina lohnt sich aber auch als Ausflug, wenn man zum Beispiel in der Gegend um Lagos an der Südküste wohnt – die Strecken sind nicht so weit. Wir haben auch viele Leute gesehen, die mit ihren Wohnmobilen oder Surfer-VW-Bussen auf der Suche nach der perfekten Welle auf den ausgewiesenen Parkplätzen der Klippen übernachtet haben – aber alles in einer entspannten Dosis, weit entfernt vom Massentourismus. Und das hat mir besonders gut gefallen. Es gibt also noch tolle Ecken in Südeuropa, wo man sogar im August entspannt Strand und Natur genießen kann. Hier eine kleine Liste, der von uns besuchten Strände vor Ort:

Arrifana

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In Arrifana waren wir nicht direkt am Strand aber an der Clippe an unserem ersten Abend spazieren. Arrifana ist einer der bekannteren Surfspots und wenn man das Bild genau anschaut, sieht man die vielen kleinen Pünktchen im Wasser hinter der Brandung: Alles Surfer, die auf die nächste Welle warten. Der Ausblick von Arrifana selbst ist sehr beeindruckend:

arrifana-cliffs-portugalPraia do Amoreira

praia-do-amoreira-low-tideDieser Strand war unser Lieblingsstrand. Eine wunderschönes Stück Natur, das auch von anderen gerne besucht wurde – trotzdem war auf dem riesigen Sandstrand mehr als genug Patz fürs alle da. Es gibt Sonnenliegen zu mieten aber auch eine sehr große freie Liegefläche. Er liegt am Ende eines Tales, durch das ein Fluß ins Meer fließt- daher gibt es man neben dem eh schon großen Strand noch das Flußbett und Ufer, das aussieht wie eine große Sandbank.

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Diese Seite ist besonders für Familien geeignet, denen die Ströung im Meer ist dort bei Flut manchmal sehr stark. Am Strand gibt es auch ein Restaurant oben an der Klippe mit Toiletten und ein Hüttchen mit Rettungsschwimmern, Surflehrern und Surfbrettverleih.

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Den Strand haben wir gefunden, weil Mr.X eine Surfstunde gebucht hatte und er dort zum Treffpunkt kommen sollte. Wir sind täglich wieder gekommen und haben die Wellen genossen. Er mit dem Surfbrett und ich habe dann im Urlaub spontan ein Bodyboard gekauft, mit dem ich immer pseudosportlich über die Wellen gewitscht bin. Ein großer Spaß, für den man keine großen Skills braucht, ich kann es nur empfehlen.

bodyboard-algarve-aljezurAn so einem Strandtag am Atlantik kann man sehr schön die Gezeiten beobachten und sehen, wie der eh schon breite Sand noch länger bzw. kürzer wird.

wild-nature-costa-vicentina-algarve-near-aljezur-praia-amoreiraPraia do Amado

sunset-costa-vicentina-carrapateiraMindestens genauso schön – aber viel bekannter und in der Hauptsaison um einiges  voller, ist der Praia do Amado in der Nähe des Ortes Carrapateira. Einige Surfschulen unterrichten dort und es gibt eine Snack-Bar, Sonnenschirme, Liegen und eine Surferbar. Der Strand hat mehrere Teile und Aussichtspunkte. Wie man auf dem Bild oben sieht, lohnt es sich bis zum Sonnenuntergang zu bleiben. Dann ist auch dort, vor allem am rechten Teil des Strandes, nicht mehr viel los und man kann die atemberaubende Szenerie im besonderen Licht der Abendsonne genießen, während am linken Teil die Surfer je nach Wellen noch im Sonnenuntergang im Wasser sind.  (siehe Headerbild) Das schöne an der Westküste ist sowieso – egal an welchem Strand du bist – der tägliche Sonnenuntergang.

clavicut-beachwaves-bloggerPraia de Vale Figeires

schoene-straende-westalgarve-portugalDieser Strand stand auf der Liste mit Ausflugstipps, die unsere Vermieter uns gegeben hatten und wir sind gleich am ersten Tag hingefahren, weil er der Ferienwohnung am nächsten gelegen ist. Ich habe versucht, auf den Bildern die schöne, fast schon mystische Stimmung einzufangen, wie die Wellen auf die Clippen zudonnern und dabei ein feiner Nebel in der Luft bei den vorgelagerten Steinen entsteht. In der Realität war die weite und die rauhe Schönheit noch etwas beeindruckender.

praia-de-vale-figueiras-westalgarve-portugalDieser Strand ist übrigens ein klassischer Naturstrand – wenn man hier etwas länger verweilen möchte, unbedingt etwas zu trinken und ein paar Snacks mitnehmen und vielleicht einen Sonnenschirm. Hier kann man weit an der Küste entlang laufen und es auch genug Platz für alle Besucher – von Surfern über Familien bis zu Urlaubern sind alle vertreten.

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Auch wenn wir nicht viel anderes gemacht haben, hat sich dieser Urlaub für mich ein bisschen anders wie ein typischer Strandurlaub angefühlt. Weil wir so viele schöne Plätze entdeckt haben – und das war überhaupt nicht schwer! Mein Fazit: An der Costa Vicentina kann man richtig schön in der Natur abschalten, daher empfehle ich unbedingt einen Mietwagen. Eigentlich hatte ich mir für den Urlaub auch vorgenommen, dass ich den Klippen eine oder mehrere Wanderungen unternehme (es gibt auch Wanderwege), wenn der Freund am surfen ist. Aber der Wind war dann doch nicht so kühl wie angekommen und mir war es einfach zu heiß. Ich denke dazu sind die Monate in der Nebensaison besser geeignet.

Am letzten Abend sind wir einmal von Aljezur aus auf die andere Seite des Strands von Amoreira  gefahren, also auf die südliche Klippe. Und da haben wir gesehen, dass da noch viele weitere kleine Strände und Buchten entlang der Küstenstraße gibt! Meine aufgeführten Strände sind also längst nicht alle – und es gibt einen guten Grund wieder zu kommen und noch mehr zu entdecken. Ich hoffe, euch hat mein kleiner Ausflug und die Bildauswahl gefallen und wünsche euch noch einen schönen Abend!

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